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Diakonenweihe für Frauen?

2. Mai 2013 in Kommentar, 17 Lesermeinungen
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Auch die Diakonenweihe ist Männern vorbehalten, nicht aber das allgemeine Diakonat der Kirche. Von Georg Dietlein


Köln (kath.net/gd) Wer heute auf die – rein biologisch gegebene – Ungleichheit von Männern und Frauen verweist, gerät schnell in den Verdacht, er wolle die beiden Geschlechter ihrer Würde nach differenzieren und damit unrechtmäßig diskriminieren. Ein solche Unterscheidung von Mann und Frau der Würde nach wäre in der Tat falsch und unbiblisch. Zwar gibt es bestimmte Vorzüge des weiblichen Geschlechts – etwa die (ausschließliche) Fähigkeit, Kinder zur Welt zu bringen – und bestimmte Vorzüge des männlichen Geschlechts – etwa in der körperlichen Konstitution. Hinsichtlich des Verhältnisses der Geschlechter gibt es allerdings keine Über- und Unterordnung bzw. ein „Besser“ oder „Schlechter“, sondern eine echte Komplementarität und eine echte Gleichheit in der Würde.

Die Berufung einzelner als Boten für die vielen

Diese Gleichheit wird auch dadurch nicht durchbrochen, dass das Sakrament der Weihe von Christus ausschließlich Männern anvertraut wurde. In der Kirche gibt es eine Vielfalt an Berufungen – die Berufung zum Bischof, Priester und Diakon, zum geheiligten und ehelosen Leben, zur verantwortlichen Mutter- und Vaterschaft, zum Dienst in der Welt und zum Dienst in der Kirche. So wie eine Berufung niemals dazu dient, den einen zu bevorzugen und den anderen zu benachteiligen, so lässt sich eine Berufung auch nicht selbst „machen“. Eine Berufung muss stets empfangen werden. Und wer eine besondere Berufung empfängt und annimmt, ist nicht besser gestellt als jemand anderes. So beruft Gott Abraham nicht, um andere schlechter zu stellen und allein Abraham zu bevorzugen. Gott beruft nicht, um andere nicht zu berufen, sondern um durch einzelne und wenige an den anderen zu handeln: „Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen“ (Gen 12, 3). Eine Berufung hat man daher niemals für sich, sondern immer für die anderen. So erwählt Gott das Volk Israel zu seinem Volk, nicht um andere auszugrenzen, sondern um mit ihm einen ewigen Bund zu schließen und Mittler des Heils für alle zu werden.

Gott erwählte die, die er wollte

Vor diesem Hintergrund ist auch die Berufung Mariens zur Gottesmutter und die Berufung von zwölf Männern zu Aposteln zu sehen. Gott erwählte die, die er wollte. Er war frei darin, was er tat. Und er erwählte nicht Petrus zum „Felsen“ seiner Kirche, weil er besser, würdiger oder reiner war als andere Jünger, sondern weil er gerade durch diesen Mann seine Kirche geleitet wissen wollte. Der selige Papst Johannes Paul II. schrieb hierzu in seinem Apostolischen Schreiben „Mulieris Dignitatem“ (Nr. 26) im Jahr 1988: „Wenn Christus nur Männer zu seinen Aposteln berief, tat er das völlig frei und unabhängig. Er tat es mit derselben Freiheit, mit der er in seinem gesamten Verhalten die Würde und Berufung der Frau betonte, ohne sich nach den herrschenden Sitten und nach der auch von der Gesetzgebung der Zeit gebilligten Tradition zu richten. Daher entspricht die Hypothese, er habe Männer zu Aposteln berufen, indem er der damals verbreiteten Mentalität folgte, ganz und gar nicht der Handlungsweise Christi.“


Der eindeutige Wille Christi mit Blick auf das Weihesakrament verpflichtet die Kirche auch noch heute. In seinem Apostolischen Schreiben „Ordinatio Sacerdotalis“ (Nr. 4) aus dem Jahr 1994 hielt der selige Papst Johannes Paul II. abschließend fest: „Damit also jeder Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit, die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich kraft meines Amtes, die Brüder zu stärken, dass die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und dass sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben.“ Die biblisch und historisch gesicherte Erwählung der „Zwölf“, die Übergabe des Hirtenamtes Christi an die Apostel und die Weitergabe dieses Hirtenamtes durch die Bischofsweihe von Männern kann man nun kritisieren: Es ist ja ein Unding, dass Christus zwölf Männer zu den Grundsteinen seiner Kirche machte, obwohl es so viele treue Jüngerinnen in seiner Nachfolge gab. Schließlich sind es an Ostern doch Frauen, die das leere Grab finden, dort die Botschaft des Engels vernehmen – und sofort glauben. Frauen werden zu den ersten Zeugen des Glaubens. Und nicht zu leugnen ist auch, dass Frauen damals wie heute eine ganz entscheidende Rolle bei der Weitergabe des Glaubens – etwa an ihre Kinder – spielen.

Die Vielfalt der Dienste der Kirche

In erster Linie lernen wir daraus, dass es für Männer und Frauen auch abseits des Weihesakraments ganz wichtige Aufgaben und Berufungen gibt, ohne die die Kirche nicht auskommen könnte. Beim Apostel Paulus lesen wir: „Das Auge kann nicht zur Hand sagen: Ich bin nicht auf dich angewiesen. Der Kopf kann nicht zu den Füßen sagen: Ich brauche euch nicht. Im Gegenteil, gerade die schwächer scheinenden Glieder des Leibes sind unentbehrlich.“ (1 Kor 12, 21f.) – Die Kirche gründet nicht auf der Trennung in Kleriker und Laien. Vielmehr herrscht in ihr eine Vielfalt an gleichwertigen Berufungen: die Berufung zur Ehe oder zum ehelosen Leben, die Berufung in den Klerus oder als Laie, die Berufung zum Dienst in der Welt, der immer zugleich Dienst an der Kirche ist, und zum Dienst an der Kirche, der immer auch Dienst an der Welt ist. Das Zweite Vatikanische Konzil betont: „Wenn auch einige nach Gottes Willen als Lehrer, Ausspender der Geheimnisse und Hirten für die anderen bestellt sind, so waltet doch unter allen eine wahre Gleichheit in der allen Gläubigen gemeinsamen Würde und Tätigkeit zum Aufbau des Leibes Christi.“ (Lumen Gentium 32)

Diakonat und Bischofsamt

Und dennoch muss es dogmatisch dabei bleiben: Wie sich die Priesterweihe von der Bischofsweihe ableitet, so leitet sich auch der Dienst des Diakons vom Dienst des Bischofs ab. Man kann die drei Stufen des Männern vorbehaltenen Weihesakraments, das seinen Ursprung im Hirtendienst der Apostel nimmt, nicht voneinander trennen. Auch die Diakonenweihe gehört zu dem einen „sacramentum ordinis“ und ist daher Männern vorbehalten. Wer hier ein „spezifisches“, nicht-sakramentales Diakonat für Frauen fordert, der vergisst, dass zum Dienst in der Kirche einerseits bereits die Taufe und die Firmung, aber auch das Sakrament der Ehe befähigt – und es andererseits in der Kirche nicht um Macht, Pöstchen oder Titel gehen darf.

Das Diakonat aller Getauften

Zum diakonalen Dienst in der Kirche sind selbstverständlich nicht nur geweihte Männer berufen, sondern alle Getauften. Wer über sein allgemeines Apostolat hinaus einen besonderen Dienst in der Kirche übernehmen möchte, kann sich dazu beauftragen lassen. Ehren- und hauptamtlich gibt es hier viele Möglichkeiten: als Religionslehrer, als Pastoral- oder Gemeindereferent, als Katechet, in der Caritas, in der kirchlichen Verwaltung, der kirchlichen Gerichtsbarkeit oder in kirchlichen Schulen oder Hochschulen. Was sich in den ersten christlichen Jahrhunderten als „spezifischer Dienst“ von Frauen – etwa die Assistenz bei der Ganzkörpertaufe von anderen Frauen – etablierte, liegt auf dieser Ebene der Beauftragung von Laien, die im Namen der Kirche und des Bischofs einen besonderen Dienst am Aufbau des Leibes Christi wahrnehmen.

Im Rahmen solcher Beauftragungen, die das allgemeine Priestertum und das allgemeine Diakonat aller Getauften zum Ausdruck bringen, wäre es freilich folgerichtig und wünschenswert, sowohl Männer als auch Frauen dauerhaft zu Lektoren und Akolythen zu bestellen (can. 230 § 1 CIC). Im Übrigen sollte der Katalog der Beauftragungen um solche Dienste erweitert werden, die heute in der Weltkirche eine große Rolle spielen: Katecheten, Vorsteher von Wortgottes-Feiern, Pastoralassistenten, Gemeindeverwalter und Gemeinschaftsleiter. Gerade in Europa lernen wir zur Zeit durch sinkende Priesterzahlen: Eine Kirche kann nicht nur mit Bischöfen, Priestern und Diakonen funktionieren. Ganz entscheidend ist der Dienst der Laien in der Kirche, gerade auch wenn es um die Neuevangelisierung geht.


kath.net-Buchtipp
Freut Euch! Glaubensbekenntnis eines jungen Christen
Von Georg Dietlein
Hardcover, 232 Seiten
Mm Verlag Mai 2013
ISBN 978-3-942698-15-3
Preis: 15.30 EUR

Bestellmöglichkeit im kathShop

Georg Dietlein wurde 1992 in Köln geboren. Parallel zu seiner Gymnasialzeit studierte er seit 2006 Katholische Theologie und Philosophie in Köln und Bonn. Aus dieser Zeit stammt sein Erstlingswerk zum mittelalterlichen Philosophen Wilhelm von Ockham, das er 2008 veröffentlichte. 2009 folgte ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln. Mit Erlangung seines Abiturs setzte er 2010 das Studium der Rechtswissenschaften fort und begann zusätzlich ein Studium der Betriebswirtschaftslehre. Er ist kirchlich, politisch und gesellschaftlich engagiert und veröffentlicht regelmäßig in juristischen Fachzeitschriften, außerdem ist er freier Mitarbeiter bei KATH.NET. 2011 gründete Georg Dietlein gemeinsam mit Kölner Studierenden die erste selbständige studentische Rechtsberatungsgesellschaft in Deutschland - „Student Litigators“. Nach seinem rechtswissenschaftlichen Studium möchte Georg Dietlein ins Priesterseminar eintreten

Foto Georg Dietlein: © www.student-litigators.de


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Lesermeinungen

 Klaffer 6. Mai 2013 
 

Vereinigung

@Susanne Bauer, Vergil
Ich glaube, man muss die jetzige Situation, in der einige ehemals evangelische Pfarrer als Katholische Priester eingesetzt sind, von einer (völlig hypothetischen) Vereinigung von Katholischer rund Evangelischer Kirche unterscheiden. Wenn man so viele Übereinstimmungen finden würde, dass es nicht nur zu einer Zusammenarbeit in manchen Bereichen, sondern zu einer Vereinigung der beiden Kirchen kommen würde, dann würden wohl die evangelischen wie die katholischen Pfarrer in dieser vereinigten Kirche als Pfarrer wirken. Aber wie gesagt, das ist völlig hypothetisch und derzeit völlig unrealistisch.


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 Klaffer 6. Mai 2013 
 

@TextklarKANA
Bei der ersten Pfarrgemeinderatswahl in unserer Pfarre wurden nur Männer gewählt. Erst im Nachhinein wurde eine Frauenvertreterin in den Pfarrgemeinderat kooptiert. Frauen spielten auch in anderen Bereichen des öffentlichen Lebens früher keine Rolle. So war es auch unvorstellbar dass eine Frau zum Priester geweiht wird. Heute wird darüber diskutiert. Ich glaube auch, dass man sich da nicht auf Jesus berufen kann. Das ist eher eine Frage der Tradition. Traditionen können sich nur langsam ändern. Frauen erfahren auch in der Kirche heute mehr Wertschätzung als in früheren Jahrzehnten.
Wenn man sagt: Jesus hat die Weihe Männern vorbehalten, so könnte man genauso sagen: Jesus hat die Weihe den Juden vorbehalten.


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 Vergil 4. Mai 2013 

@Wischy - Eine Berufung zum Priestertum gibt es nicht !

Den Ruf Gottes an einen Menschen nennt man in der Kirche Berufung. Eine „Berufung zum Priestertum“ gibt es jedoch nicht, auch wenn in der Kirche immer noch so gesprochen wird.
Berufung meint immer nur eines: Nachfolge in Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam; also Übergabe von allem, inkl. seiner selbst: Besitz, Leib, Autonomie. Das sind die sog. Evangelischen Räte, die Lebensform Jesu selbst. Dieser Ruf ergeht an Frauen und Männer. Falls sie an der Ehelosigkeit der Priester festhalten will, kann die Kirche dann aus den berufenen Männern Einzelne zum Priesteramt bestellen. Sie könnte Priester aber auch aus dem Ehestand rekrutieren. -
Frauen wie Männer fühlen sich zum Priestertum nur in der Einbildung berufen; berufen wird man einzig in die Evangelischen Räte hinein. Hier werden wir noch viel lernen müssen. Die Zölibats-Diskussion ist darum überflüssig: Berufene leben ja nicht nur zölibatär, sondern radikaler auch arm und gehorsam, und verheiratete Priester gibt es in der Catholica längst.


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 Marienzweig 3. Mai 2013 

@Wischy

Sie haben auf Therese von Lisieux und Edith Stein hingewiesen.
Diese beiden Frauen waren geradezu von ihrem Glauben beseelt und sehr kontemplativ ausgerichtet.
Dass dabei eine starke Sehnsucht entstehen kann, Altardienst zu tun, kann ich sehr gut nachempfinden.
Dieser Sehnsucht konnten sie in ihrem Ordensleben Raum geben.
Dass es auch heute Frauen geben kann, die diese wirkliche Sehnsucht verspüren, ist denkbar.
Dennoch habe ich das Gefühl, es geht in der jetzigen Diskussion mehr um eine berufliche Gleichberechtigung als um Berufung.

Berufung hat viele Gesichter und beschränkt sich nicht auf den Altardienst.
Auch der Gang in ein Kloster bietet sich an.
Wem dies zu radikal ist, kann in einen Laienorden eintreten, die sog. Dritten Orden.
Ich denke, Kirche muss nicht im Sinne von Gleichstellungsbeauftragten geführt werden, sondern lebt von Hingabe, Liebe zu Gott und den Menschen, Caritas und Kontemplation.


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 Wischy 3. Mai 2013 
 

Gott beruft

Wir gehen heute von der Ämterstruktur aus, die sich im Laufe der Kirchengeschichte und der dogmatischen Reflektion herausgebildet hat, und da scheint es uns so, als berufe Gott nur Männer zu Leitungsämtern. Doch gibt es auch z.B. eine hl. Therese von Lisieux, die sich eine priesterliche Berufung wünschte, die einen entsprechenden drionglichen Wunsch in sich spürte. War das eine "Berufung" durch Gott? Auch Edith Stein konnte sich so etwas (für die Zukunft?) vorstellen. Wie soll man solche "Wünsche" und "Sichten" einordnen? Ruft Gott wirklich zu solchen Diensten nur in vorgegebener "Männerstruktur"? Auch in Zukunft?


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 Vergil 3. Mai 2013 

@Susanne Bauer

Zur Frage der Konversion von protestantischen Pastoren:
Die Integration protestantischer Pastoren in die Catholica wäre überhaupt kein Problem; sie würden im Moment der Aufnahme in die Kirche einfach nicht mehr Pastor sein. In Deutschland haben die Diözesen genügend Büros, in denen man die TheologInnen beschäftigen kann.
Falls unter ihnen so etwas wie Berufungen bestehen sollten, können die katholischen Hirten - wo es sich um Männer handelt - eine Priesterweihe vorschlagen, auch bei verheirateten.


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 ThomasMoore 3. Mai 2013 

@Susanne Bauer

Priester werden zuerst zum Diakon geweiht. Das war schon immer so, wenn man außer acht läßt, daß es nach dem alten Ritus auch eine Subdiakonatsweihe (sogenannte niedere Weihe) gibt, bevor ein zukünftiger Priester zum Diakon geweiht wird. Ein ständiges Diakonat gab es auch nicht, der Diakon ist nach dem alten Ritus nur Durchgangssation zur Priesterweihe.
In der evangelischen Kirche gibt es gar keine Diakon- oder Priesterweihe, weil Luther dieses Sakrament nicht anerkannt hat. Eine Ordination gibt es daher nicht, es gibt nur eine Beauftragung zum Leitungsamt, zu dem jeder Christ berufen werden kann.


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 Susanne Bauer 3. Mai 2013 
 

Frage

Das hat zwar mit dem Thema nichts zu tun, aber eine Frage beschäftigt mich schon länger: Wie heißt die Weihe, die zukünftige katholische Priester erhalten, bevor sie endgültig zum Priester geweiht werden?
Noch eine fiktive Frage: Stellen Sie sich vor, die Evangelische Kirche will unbedingt wieder in die katholische Kirche eintreten (vielleicht weil sie Papst Franzskus so begeistert). Das würde nie möglich sein, weil es in der evangelischen Kirche ja das Frauenordinariat gibt.


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 H. Camara 3. Mai 2013 
 

@DamianBLogos

Sie haben natürlich Recht. Er kann nur als Beweis angeführt werden, dass der Dies ändert jedoch wenig an der Argumentation, da nichts desto trotz, der 12er Kreis auch um Heiden bereichert wurde.


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 TextklarKANA 2. Mai 2013 
 

Das Röm.Kath. Kirchenamt, eine Männerdomäne, die sich nicht auf Christliche Lehre stützen kann?!?!

Zitat aus o. a. Text:
Diese Gleichheit wird auch dadurch nicht durchbrochen, dass das Sakrament der Weihe von Christus ausschließlich Männern anvertraut wurde. Quod esset demonstrandum!!!

Diese Behauptung halte ich für eine Auslegung des Röm. Kath. Kirchenamtes.
Diese Fakten müsste die Kirche nicht nur behaupten , sondern erst wirklich einmal mit einschlägigen Bibelstellen aus dem Neuen Testament und mit Aussagen unseres Glaubensgründers und Erlösers Jesus Christus mit Fakten belegen und beweisen. Aussagen aus dem Alten Testament können m. E. dazu nicht herangezogen werden, weil für mich die Aussagen des „Gott-Menschen Jesus der Christus“ und nur die Passagen des Alten Testamentes, die er uns ausdrücklich in Bezug auf Gott Vater ans Herz gelegt hat, von elementarer Bedeutung sind. Das heißt nicht, dass Gott Vater für mich nicht ebenso wichtig wäre, wie Jesus der Christus, allerdings jedoch nicht die jüdische Überlieferung des AT per se.


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 DamianBLogos 2. Mai 2013 
 

@H. Camara

Der hl. Paulus war Jude, nicht Heide.


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 Vergil 2. Mai 2013 

Vorbehalten - vorenthalten?

Der Ausdruck „den Männern vorBEhalten“ klingt so, also ob man den Frauen etwas „vorENThalten“ würde. Der Begriff „vorbehalten“ ist dringend zu ergänzen mit der Bemerkung, dass die Weihe bei einer Frau gar nicht „funktioniert“, dass es gar nicht geht: Es könnten einer Frau noch so viele Bischöfe die Hände auflegen (tagelang meinetwegen), sie würde dadurch trotzdem keine Priesterin; sowenig wie sie durch Handauflegung ein Mann werden könnte. [Analog muss auch das Sakrament der Ehe geschlechtsspezifisch gespendet werden (es braucht Mann UND Frau); nicht so die anderen Sakramente.] - Die Weihe ist also so etwas wie Zeugen: nur der Mann kann es. Das Zeugen aber ist der Frau nicht vorenthalten, sowenig wie das Gebären dem Mann. Das hieße ja, eigentlich dürfte es keine Geschlechterdifferenz geben.
Die Frauen nun zu ermutigen, in der Kirche tolle Jobs ohne Weihe zu ergreifen (Kasper etc.), schlägt in die gleiche unfruchtbare Kerbe. - Wer vermittelt den Frauen die Herrlichkeit der Kinder?


12

5
 
 H. Camara 2. Mai 2013 
 

„Wenn Christus nur Männer zu seinen Aposteln berief,

tat er das völlig frei und unabhängig. Er tat es mit derselben Freiheit, mit der er in seinem gesamten Verhalten die Würde und Berufung der Frau betonte, ohne sich nach den herrschenden Sitten und nach der auch von der Gesetzgebung der Zeit gebilligten Tradition zu richten.“
Gegen diese These spricht absolut nichts! Allerdings hat die Zahl 12 eine Symbolik. Sie weißt auf die 12 Stämme Israels hin. Jesu Ziel war die Sammlung der 12 Stämme Israels und die Vorbereitung derer auf das kommende Reich Gottes. Dementsprechend stehen die Zwölf, für die 12 Stammesväter. Die Verdeutlichung dessen konnte natürlich am besten durch 12 (a) JÜDISCHE (b)MÄNNER (c) stattfinden. In diesem Sinne kommt es zu der Zahl, der Religion und dem Geschlecht. Das eigentlich spannende ist, dass bereits nach Pfingsten der Jüngerkreis (a) vergrößert wurde und auch Heiden (Paulus)(b) hinzukamen. Das ist eingravierender Bruch der Symbolik!
Dementsprechend kann dies nicht als Vorbildcharakter für das Amt gewertet werden.


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 Joachim61 2. Mai 2013 
 

Herr Dietlein

Ich hoffe, dass nach Lesen Ihres hervorragenden Artikels mancher Frau ein Licht aufgegangen ist.


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  2. Mai 2013 
 

Die Heilige Katharine von Siena

sollte für a l l e Getauften Vorbild in ihrer großen L i e b e zur einen Heiligen apostolischen und katholischen Kirche.
Wer Jesus Christus liebt, kann nicht anders als auch s e i n e Kirche zu lieben.
Die Heilige Katharina war
i m m e r gehorsam und frei von ungeordneter Eigenliebe.
Es sei den derzeitigen Agitatoren des ZdK ins Stammbuch geschrieben, daß sie schon ehrlich sein müssen, wenn diese große Heilige als `Patronin` für ihre kirchenzerstörenden Pläne herhalten soll.
Danke für diesen schöne apologetische Zusammenfaßung über das Diakonat.


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 M.Schn-Fl 2. Mai 2013 
 

Hervorragend 2

Ich schließe mich @Lämmchen als Mann in der Argumentation an.
Besonders zu würdigen ist, dass Georg Dietlein hier die schlüssige Begründung liefert, warum der Ausschluß von Frauen vom Weiheamt keine Diskriminierung ist.
Johannes Paul II.: Im Himmel kommt es nicht auf die Amtsträger und Machthaber an sondern alleine auf die Heiligen.

Als Ergänzung zu diesem ausgezeichneten Artikel von Georg Dietlein erlaube ich mir aus aktuellem Anlass auf den Artikel von heute hinzuweisen:
"Das ZdK und die heilige Katharina von Siena"
auf: blog.forum-deutscher-katholiken.de


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 Lämmchen 2. Mai 2013 
 

Hervorragend

dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen! Ich fühle mich hier als Frau wertgeschätzt und bestätigt. Allein eine Weihe verschafft mir bei so manchem Hauptamtlichen und Hauptberuflichen nicht diese Wertschätzung - das scheint mir das eigentliche Problem zu sein. Der Griff nach einem Weiheamt erscheint mir eher als ein Versuch, als Frau durch eine gewisse "Machtposition" akzeptiert zu werden - so funktioniert das nicht.


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