Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  2. Offensichtlich geht es heute auch ohne Religion
  3. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  4. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  5. Papst Leo an Politiker: Man kann nicht katholisch sein und gleichzeitig für Abtreibung sein
  6. USA werden im Jahr 2100 ein katholisches Land sein
  7. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  8. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  9. Dokumentationsstelle: Islamistischer Einfluss in Österreich nimmt zu
  10. Sozialethiker Rhonheimer: Jesus war kein Kapitalismuskritiker
  11. Weißes Haus: FBI untersucht auf „Inlandsterrorismus und Hasskriminalität gegen Katholiken“
  12. Den tradierten Glauben demütig anbieten
  13. "Ohne ihr heldenhaftes Handeln hätte es deutlich schlimmer kommen können"
  14. Australien wirf Iran Steuerung von antisemitischen Terroranschlägen vor
  15. Wir sind hier, um der Welt zu erklären, dass auch Wladimir Putin für seine Verbrechen bezahlen muss"

Verleumdung ist direkter Ausdruck des Satans, daran zweifeln wir nicht

15. April 2013 in Aktuelles, 21 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus-Perle des Tages: Üble Nachrede und Verleumdung zerstören das Werk Gottes in den Menschen. Die Zeit der Märtyrer ist nicht zu Ende: heute hat die Kirche mehr Märtyrer zu verzeichnen als in den ersten Jahrhunderten. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Üble Nachrede und Verleumdung zerstören das Werk Gottes in den Menschen, denn: die Verleumdung ist direkter Ausdruck des Satans. Mit diesen ungeschminkten Worten wandte sich Papst Franziskus am heutigen Morgen an die versammelte Gemeinde im vatikanischen Gästehaus „Casa Sanctae Marthae“. Der Papst feierte die Messe zusammen mit dem Personal der vatikanischen Telefondienste und des Internetbüros. Teilgenommen haben auch einige Familienangehörige des 1998 verstorbenen argentinischen Kardinals Eduardo Francisco Pironio. Franziskus forderte auf, für die vielen Märtyrer zu beten, die auch heute unter falschen Anklagen leiden, deshalb verfolgt oder im Hass auf den Glauben getötet werden.

Ausgehend von den Texten des Montags in der dritten Osterwoche erklärte der Papst, dass Stephanus, Protomärtyrer der Kirche, ein Opfer der Verleumdung gewesen sei. Die Verleumdung „ist schlimmer als eine Sünde: die Verleumdung ist Ausdruck des Satans“. Die Lesung aus der Apostelgeschichte präsentiere Stephanus, wie er aufgrund seines Zeugnisses für das Evangelium vor den Hohen Rat geschleppt werde und dies in Begleitung außerordentlicher Zeichen geschehe. Vor dem Hohen Rat würden „falsche Zeugen“ auftreten. Da ein „sauberer Kampf“, ein „Kampf zwischen guten Menschen“ nicht gelungen sei, so der Papst, „haben die Feinde des Stephanus die Straße des schmutzigen Kampfes eingeschlagen: die Straße der Verleumdung“.


„Alle sind wir Sünder: alle. Wir haben gesündigt. Doch die Verleumdung ist was anderes. Gewiss, sie ist eine Sünde. Doch sie ist was anderes. Die Verleumdung will das Werk Gottes zerstören. Die Verleumdung entsteht aus etwas sehr Schlechtem: sie entsteht aus dem Hass. Und es ist der Satan, der den Hass schafft. Die Verleumdung zerstört das Werk Gottes in den Menschen, in den Seelen. Die Verleumdung nutzt die Lüge, um voranzukommen. Und wir haben da ja keinen Zweifel, nicht? Wo Verleumdung ist, das ist der Satan, gerade er“.

Franziskus setzte sich dann gegenüber dem Verhalten der Ankläger mit dem des Angeklagten auseinander. Stephanus zahle die Lüge nicht mit Lüge zurück, „er will diesen Weg nicht einschlagen, um sich zu retten. Er blickt auf den Herrn und gehorcht dem Gesetz“. So verbleibe er im Frieden und in der Wahrheit Christi. Genau dies geschehe in der Geschichte der Kirche: „Vom ersten Märtyrer an bis heute gibt es zahlreiche Beispiele für Menschen, die das Evangelium mit höchstem Mut bezeugt haben“.

Die Zeit der Märtyrer sei jedoch nicht zu Ende: „Auch heute können wir sagen, dass die Kirche mehr Märtyrer zu verzeichnen hat als in den ersten Jahrhunderten. Die Kirche hat viele Männer und Frauen, die verleumdet werden, die verfolgt werden, die im Hass auf Jesus getötet werden, im Hass auf den Glauben: der eine wird umgebracht, weil er den Katechismus lehrt, der andere, weil er ein Kreuz trägt. Heute werden sie in vielen Ländern verleumdet, verfolgt. Es sind unsere Brüder und Schwestern, die heute leiden, in dieser Zeit der Märtyrer“.

Unser Zeitalter, so wiederholte Franziskus eindringlich, „ist eine Epoche mit mehr Märtyrern als in den ersten Jahrhunderten“. Eine derartige Zeit „so vieler geistlicher Turbulenzen“ rief dem Papst das Bild einer antiken russischen Ikone in Erinnerung: jene der Gottesmutter, die mit ihrem Mantel das Volk Gottes bedeckt.

„Beten wir zur Madonna“, so der Papst abschließend, „dass sie in uns behüte, und in den Zeiten geistlicher Turbulenzen ist der sicherste Platz unter dem Schutzmantel der Gottesmutter. Sie ist die Mama, die für die Kirche sorgt. Und in dieser Zeit der Märtyrer ist sie ein wenig die ‚Protagonistin des Schutzes’: sie ist die Mama. Zu ihr wollen wir mit Glauben sagen: ‚Unter deinem Schutz, Mutter, steht die Kirche. Sorge für die Kirche!“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Oktober 2025 mit kath.net in MEDJUGORJE mit P. Leo MAASBURG
  3. Papst Leo an Politiker: Man kann nicht katholisch sein und gleichzeitig für Abtreibung sein
  4. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  5. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  6. USA: Dominican Sisters of St. Cecilia heißen dieses Jahr 21 Postulantinnen willkommen
  7. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  8. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  9. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  10. Wie zwei Konvertiten spannend den Glauben vermitteln
  11. US-Erzdiözese Denver: Pfarreien nominieren 900 junge Männer für das Priestertum
  12. Offensichtlich geht es heute auch ohne Religion
  13. Ökumenische Begegnungen zwischen Rom und Konstantinopel
  14. Polen: Tschenstochau feiert "Schwarze Madonna" mit Friedensappell
  15. 'Alles, was künftig geschehen soll, ist für Gott bereits geschehen'

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz