02 März 2013, 09:45
Es war nie meine Absicht, Kollegen zu beleidigen
 
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Ein Gastkommentar von Ludwig Ring-Eifel, Chefredakteur der KNA

Bonn (kath.net)
Wie ich Ihnen bereits damals schrieb, war es nie meine Absicht, Kollegen zu beleidigen, lächerlich zu machen oder zu attackieren, die an dem nun vielfach benannten Treffen in Rom teilgenommen haben.

Die meisten der in meinem Artikel genannten Kollegen kenne ich schon lange, und beim Treffen in Rom habe ich nichts über Sie erfahren, was Eingang in meinen Artikel gefunden hätte.

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Ich wollte darin lediglich analysieren, welche Auswirkungen der Rücktritt von Papst Benedikt XVI. auf die katholische Publizistik in Deutschland hat. Mein Artikel beschreibt, dass diese Publizistik von einer gewissen Lagerbildung gekennzeichnet ist. Meine Ausgangsthese war: Die eher konservative (zugleich aber agile, kreative und bisweilen laute) Minderheit verliert mit Benedikt XVI. eine wichtige Stütze in ihrem Streit um die Meinungsführerschaft gegen die eher liberale (zugleich aber kirchensteuerfinanzierte und publizistisch unauffällige) Mehrheit.

Ich habe an keiner Stelle Partei ergriffen für das eine oder das andere Lager, wenngleich ich zugegebenermaßen beide Seiten zugespitzt und mit einordnenden Attributen beschrieben habe. Ich habe erwähnt, dass kath.net weniger bekannt ist als der Spiegel. Ich habe von „rechts“ und von „links“ gesprochen. Ich habe daran erinnert, dass das “linkschristliche“ Publik Forum mehr Abonnenten hat als das qualitativ hochwertige „Vatican magazin“.

Meine eigene Haltung zu Lehre und Amtsausübung von Benedikt XVI. (und übrigens auch zu seiner Wiederzulassung der alten lateinischen Messe) habe ich in zahlreichen Artikeln, Interviews und sonstigen Beiträgen öffentlich dargelegt. Die meisten davon kann man unter meinem Autorennamen auch heute noch im Internet nachlesen.

Ich finde es schlimm, dass mir unterstellt wird, ich hätte Journalistenkollegen ausspioniert und denunziert. Aber noch mehr schmerzt es mich, dass ich nun auf den kath.net-Seiten als ein angeblicher Gegner von Papst Benedikt XVI. an den Pranger gestellt werde.

Foto: (c) kath.net







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