Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  2. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  3. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  4. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  5. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  8. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  9. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  10. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  11. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  12. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  13. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  14. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  15. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf

Wenn 'Pille danach' tötet, muss man auf sie verzichten

28. Februar 2013 in Kommentar, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Doch eine „Pille danach“, die nicht abtreibend, sondern wirklich nur verhütend, nur ovulationshemmend wirkt, kann nach einer Vergewaltigung gegeben werden – Ein Klartext von Weihbischof Andreas Laun


Salzburg (kath.net) Die Frage der „Pille danach“ und die Stellung der Katholischen Kirche dazu ist ein Thema, das ist letzter Zeit viel Aufregung erzeugt hat. Dass die sogenannte „Welt“ die Kirche oft nicht versteht ist nicht verwunderlich, aber die Erfahrung zeigt: Oft handelt es sich um ein Nichtverstehenwollen und bewusstes „Andersverstehen“.

Ausgangspunkt war die - ganz katholische -- Klarstellung von Kardinal Meisner: Eine „Pille danach“, die nicht abtreibend, sondern wirklich nur verhütend, nur ovulationshemmend wirkt, kann nach einer Vergewaltigung gegeben werden.

Man könnte sagen: Eine solche Pille ist wie ein „Weglaufen“ vor dem Täter im Schoß der Frau, sie schlägt ihm sozusagen die „Türe zu ihrer Eizelle“ vor der Nase zu. Das ist, zur Sicherheit sei es gesagt, auch etwas völlig anderes als ein verhütendes Eingreifen in die eheliche Vereinigung.

So weit sollte die Sachlage klar sein, und dass die Kirche unerschütterlich bei ihrem Nein zu einer Abtreibung, auch im Frühstadium, auch nach einer Vergewaltigung, auch bei Behinderung, bleibt, sollte sogar einem Kirchenhasser längst klar geworden sein!

Bleibt nur die Frage: Worüber streitet man? Eigentlich nicht um eine Frage der Moraltheologie, sondern um eine medizinische: Welches „Pille-danach“-Präparat am Markt wirkt wirklich nur verhütend und nicht doch auch oder gar nur früh abtreibend? Gibt es ein solches Präparat überhaupt, und wenn es behauptet wird, wie sicher kann man sich der wissenschaftlichen Korrektheit in diesem Falle sein?


Man erinnere sich: Zur Zeit, als „die Pille“ auf den Markt kam, hieß es am Anfang immer, sie hemme nur die Ovulation, habe also mit Abtreibung nichts zu tun. Aber es dauerte nicht lange, und es stand auch auf den Beipackzetteln unter den Wirkungs-Mechanismen der Pille die Nidations-Hemmung.

Ein Blick auf die Diskussion um die Bemerkung von Kardinal Meisner zeigt: So glasklar die moralische Antwort – wie sie z.B. M. Spieker in einem Leserbrief an die Tagespost dargestellt hat - ist, bezüglich der medizinischen Frage sind sich die Fachleute nicht einig. Manche sind überhaupt überzeugt: Die theoretisch denkbare, nur verhütende Pille danach gibt es nicht und wird es auch nie geben. Hier kommt wieder die Moral ins Spiel: Wenn es unsicher ist und bleibt, gilt ein absolutes Nein zur Pille danach: Wenn die Möglichkeit besteht, dass die Pille danach einen kleinen Menschen tötet, muss man auf sie verzichten.

Dazu kommt: Zu vertrauen, dass sich die Ärzte um den in ihren Augen wahrscheinlich sehr kleinen Unterschied zwischen Verhütung und Nidations-Hemmung kümmern werden, geht an den Zeichen der Zeit vorbei.

Dies umso mehr, dass die Wirkung auch davon abhängt, zu welcher Zeit des Zyklus alles geschehen ist und die Pille eingenommen wird. Man erinnere sich an die erste, geradezu begeisterte Reaktion mancher katholischer Krankenhäuser, dann ahnt man, wie die Realität aussehen wird.

Dazu kommt die unglückliche Formulierung der bischöflichen Erklärung, auf jeden Fall sei die „Entscheidung der Frau zu respektieren!“ Man fragt sich, welch andere Entscheidung in diesem Kontext gemeint sein kann als dasjenige, das Risiko einer Frühabtreibung einzugehen.

„Respektieren“ heißt dann doch: Man gibt ihr das gewünschte Präparat und lässt das ohnehin unbekannte Wie der Wirkung auf sich beruhen. Dass man die Entscheidung „respektieren müsse“ wurde in Österreich auch ganz direkt mit Blick auf Abtreibung gesagt, gut gemeint aber verwirrend. Man braucht es nur auf eine andere Sünde übertragen: Niemand, dem sein Auto gestohlen wurde, wird sagen: Schade, aber er respektiere die Entscheidung des Diebes.

Heute ist zu beobachten, dass das Wort „Respektieren“ mit seinem guten Klang nicht selten dort verwendet wird, wo man dem Zeitgeist ein Stück weit nachgibt. Etwa wenn sogar Bischöfe, wie in Österreich geschehen, sagen, man müsse die sexuelle Orientierung eines Menschen „respektieren“. Gut gemeint, aber irreführend! Man kann und soll jeden Menschen respektieren, mit seinen Krankheiten und mit allen seinen psychischen Merkwürdigkeiten, aber man kann nicht die Krankheit als solche respektieren und auch nicht eine psychische „Unordnung“. Bei den sexuellen „Orientierungen“ müsste man dann auch pädophile, sadomasochistische und andere Philien „respektieren, was kaum jemand sagen würde.

Im Grunde ist es einfach: Den Sünder lieben, nicht die Sünde, so auch hier: Den Menschen achten und ehren, nicht das an ihm, was der Schöpfungsordnung nicht entspricht, also weder eine körperliche Missbildung noch eine seiner Psyche!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Empfängnisregelung

  1. Wenn die kirchliche Lehre wahr ist, dann muss sie auch lebbar sein
  2. „Die himmlische Regie“
  3. Bischof Küng: ‘Humanae Vitae’ bleibt ein prophetisches Wort
  4. Humanae vitae aufweichen?
  5. Sind Pille und Kondom moralisch geboten?
  6. Natürliche Familienplanung ist nicht mehr nur für Katholiken
  7. Die 'Kongopille' und die frühabtreibende Wirkung der heutigen Pillen
  8. Die 'Pille' steigert spürbar das Risiko zur gefährlichen Thrombose
  9. Kardinal Vingt-Trois: Künstliche Verhütung ist Sünde
  10. 'Spiegel' berichtet positiv über natürliche Familienplanung







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Messermann brüllte „Allahu Akbar” in französischer Kirche – Festnahme
  3. Britisches Unterhaus stimmt erneut über Sterbehilfe-Gesetz ab
  4. 'Gott ist gut'
  5. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. Spanischer Erzbischof erinnert angesichts der Migrationskrise an die Reconquista
  8. Drei katholische Bischöfe werden am Marsch für das Leben teilnehmen
  9. Archäologen ‚absolut‘ sicher: Bethsaida gefunden
  10. Vatikan erinnert neue Missionsbischöfe: „Liturgie ist nicht unser eigenes Werk“
  11. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  12. YouTube-Kanal der Erzdiözese Łódź wurde ohne Wissen oder Zustimmung der Administratoren entfernt
  13. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  14. Die Würde des Menschen ist unverfügbar
  15. Slowakei: Aufrufe zu Lebensschutz und Dialog bei Nationalwallfahrt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz