Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  3. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  4. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  5. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  6. „Das Ende von Maria 2.0“
  7. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  10. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  11. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  12. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  13. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  14. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  15. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“

Wenn 'Pille danach' tötet, muss man auf sie verzichten

28. Februar 2013 in Kommentar, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Doch eine „Pille danach“, die nicht abtreibend, sondern wirklich nur verhütend, nur ovulationshemmend wirkt, kann nach einer Vergewaltigung gegeben werden – Ein Klartext von Weihbischof Andreas Laun


Salzburg (kath.net) Die Frage der „Pille danach“ und die Stellung der Katholischen Kirche dazu ist ein Thema, das ist letzter Zeit viel Aufregung erzeugt hat. Dass die sogenannte „Welt“ die Kirche oft nicht versteht ist nicht verwunderlich, aber die Erfahrung zeigt: Oft handelt es sich um ein Nichtverstehenwollen und bewusstes „Andersverstehen“.

Ausgangspunkt war die - ganz katholische -- Klarstellung von Kardinal Meisner: Eine „Pille danach“, die nicht abtreibend, sondern wirklich nur verhütend, nur ovulationshemmend wirkt, kann nach einer Vergewaltigung gegeben werden.

Man könnte sagen: Eine solche Pille ist wie ein „Weglaufen“ vor dem Täter im Schoß der Frau, sie schlägt ihm sozusagen die „Türe zu ihrer Eizelle“ vor der Nase zu. Das ist, zur Sicherheit sei es gesagt, auch etwas völlig anderes als ein verhütendes Eingreifen in die eheliche Vereinigung.

So weit sollte die Sachlage klar sein, und dass die Kirche unerschütterlich bei ihrem Nein zu einer Abtreibung, auch im Frühstadium, auch nach einer Vergewaltigung, auch bei Behinderung, bleibt, sollte sogar einem Kirchenhasser längst klar geworden sein!

Bleibt nur die Frage: Worüber streitet man? Eigentlich nicht um eine Frage der Moraltheologie, sondern um eine medizinische: Welches „Pille-danach“-Präparat am Markt wirkt wirklich nur verhütend und nicht doch auch oder gar nur früh abtreibend? Gibt es ein solches Präparat überhaupt, und wenn es behauptet wird, wie sicher kann man sich der wissenschaftlichen Korrektheit in diesem Falle sein?


Man erinnere sich: Zur Zeit, als „die Pille“ auf den Markt kam, hieß es am Anfang immer, sie hemme nur die Ovulation, habe also mit Abtreibung nichts zu tun. Aber es dauerte nicht lange, und es stand auch auf den Beipackzetteln unter den Wirkungs-Mechanismen der Pille die Nidations-Hemmung.

Ein Blick auf die Diskussion um die Bemerkung von Kardinal Meisner zeigt: So glasklar die moralische Antwort – wie sie z.B. M. Spieker in einem Leserbrief an die Tagespost dargestellt hat - ist, bezüglich der medizinischen Frage sind sich die Fachleute nicht einig. Manche sind überhaupt überzeugt: Die theoretisch denkbare, nur verhütende Pille danach gibt es nicht und wird es auch nie geben. Hier kommt wieder die Moral ins Spiel: Wenn es unsicher ist und bleibt, gilt ein absolutes Nein zur Pille danach: Wenn die Möglichkeit besteht, dass die Pille danach einen kleinen Menschen tötet, muss man auf sie verzichten.

Dazu kommt: Zu vertrauen, dass sich die Ärzte um den in ihren Augen wahrscheinlich sehr kleinen Unterschied zwischen Verhütung und Nidations-Hemmung kümmern werden, geht an den Zeichen der Zeit vorbei.

Dies umso mehr, dass die Wirkung auch davon abhängt, zu welcher Zeit des Zyklus alles geschehen ist und die Pille eingenommen wird. Man erinnere sich an die erste, geradezu begeisterte Reaktion mancher katholischer Krankenhäuser, dann ahnt man, wie die Realität aussehen wird.

Dazu kommt die unglückliche Formulierung der bischöflichen Erklärung, auf jeden Fall sei die „Entscheidung der Frau zu respektieren!“ Man fragt sich, welch andere Entscheidung in diesem Kontext gemeint sein kann als dasjenige, das Risiko einer Frühabtreibung einzugehen.

„Respektieren“ heißt dann doch: Man gibt ihr das gewünschte Präparat und lässt das ohnehin unbekannte Wie der Wirkung auf sich beruhen. Dass man die Entscheidung „respektieren müsse“ wurde in Österreich auch ganz direkt mit Blick auf Abtreibung gesagt, gut gemeint aber verwirrend. Man braucht es nur auf eine andere Sünde übertragen: Niemand, dem sein Auto gestohlen wurde, wird sagen: Schade, aber er respektiere die Entscheidung des Diebes.

Heute ist zu beobachten, dass das Wort „Respektieren“ mit seinem guten Klang nicht selten dort verwendet wird, wo man dem Zeitgeist ein Stück weit nachgibt. Etwa wenn sogar Bischöfe, wie in Österreich geschehen, sagen, man müsse die sexuelle Orientierung eines Menschen „respektieren“. Gut gemeint, aber irreführend! Man kann und soll jeden Menschen respektieren, mit seinen Krankheiten und mit allen seinen psychischen Merkwürdigkeiten, aber man kann nicht die Krankheit als solche respektieren und auch nicht eine psychische „Unordnung“. Bei den sexuellen „Orientierungen“ müsste man dann auch pädophile, sadomasochistische und andere Philien „respektieren, was kaum jemand sagen würde.

Im Grunde ist es einfach: Den Sünder lieben, nicht die Sünde, so auch hier: Den Menschen achten und ehren, nicht das an ihm, was der Schöpfungsordnung nicht entspricht, also weder eine körperliche Missbildung noch eine seiner Psyche!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Empfängnisregelung

  1. Wenn die kirchliche Lehre wahr ist, dann muss sie auch lebbar sein
  2. „Die himmlische Regie“
  3. Bischof Küng: ‘Humanae Vitae’ bleibt ein prophetisches Wort
  4. Humanae vitae aufweichen?
  5. Sind Pille und Kondom moralisch geboten?
  6. Natürliche Familienplanung ist nicht mehr nur für Katholiken
  7. Die 'Kongopille' und die frühabtreibende Wirkung der heutigen Pillen
  8. Die 'Pille' steigert spürbar das Risiko zur gefährlichen Thrombose
  9. Kardinal Vingt-Trois: Künstliche Verhütung ist Sünde
  10. 'Spiegel' berichtet positiv über natürliche Familienplanung







Top-15

meist-gelesen

  1. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  2. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  3. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  4. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  5. Eine Stadt im völligen Ausnahmezustand: Hohe Sicherheitsstufe für Papstbesuch in Paris
  6. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  7. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  8. Pater Stanisław Tasiemski OP vor Papstreise: „Wohin gehst du, Frankreich?“
  9. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  10. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  11. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  12. Über das Dämonische
  13. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  14. Wissen Sie, wer die Idee zum fünffarbigen Missionsrosenkranz hatte?
  15. 'Ich habe mich geirrt'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz