Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  3. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  4. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  5. Voll in die Falle getappt
  6. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  7. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  8. Die große Täuschung
  9. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  10. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  11. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  12. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  13. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  14. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  15. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?

Eucharistie gegen Geld – Ein fatales Signal

20. September 2012 in Kommentar, 95 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wenn es ums Geld geht, sind einige Repräsentanten der katholischen Kirche ungewöhnlich hart - Ein Kommentar von Roland Noé


Rom (kath.net/rn/as) Wer nicht zahlt, bekommt in Deutschland in Zukunft die heilige Eucharistie nicht gespendet. Auf diese Schlussformel lässt sich das als
„Kompromiss“ verkaufte Schreiben
auf den Punkt bringen, das am Donnerstag von der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlicht wurde. Wenn es ums Geld geht, sind einige Repräsentanten der katholischen Kirche ungewöhnlich hart. Wo einst die Sünde den Mittelpunkt aller Erwägungen bildete, ob man die heilige Eucharistie empfangen darf oder nicht, steht jetzt das Geld.

Man darf in Deutschland in schwerer Sünde verharren – eine Konsequenz für den Kommunionempfang hat dies schon seit Jahren in vielen Pfarren nicht mehr. Oder wann konnte man zuletzt am Sonntag auf der Kanzel von einem Bischof oder Priester hören, dass jeder, der in schwerer Sünde lebt, vor dem Empfang der heiligen. Eucharistie zuerst zur Beichte gehen muss? In den meisten Kirchen wären wohl bei einer strikten Umsetzung dieser Vorgabe schnell jegliche Kommunionhelfer überflüssig.


Geschiedene, die in einer „nichtkirchlichen“ Verbindung, beispielsweise in einer standesamtlichen Ehe, leben, sind dauerhaft vom Empfang der Kommunion ausgeschlossen. Dies stellt die römisch-katholische Kirche seit Jahren klar fest, in der Praxis wird dies besonders in deutschsprachigen Ländern oft völlig ignoriert. In der Form von “Dialogprozessen” soll dieses Handeln, das im Widerspruch zur Weltkirche steht, dann irgendwie noch legitimiert werden.

Besonders absurd wird die Situation jetzt werden, wenn Deutsche, die keine Kirchensteuer entrichten und trotzdem katholisch sind, in andere Länder reisen. Dort dürfen sie nämlich problemlos die Sakramente empfangen. Oder was passiert mit den Gastarbeitern aus Polen oder anderen katholischen Ländern, die zuhause keine Kirchensteuer zahlen müssen und plötzlich in Deutschland von dieser Regelung erfahren? Dürfen diese jetzt in Deutschland nicht mehr die heilige Eucharistie empfangen, da sie ja zu keiner Kirchensteuer verpflichtet sind?

In der Praxis wird sich allerdings auch in Deutschland nicht viel ändern, weil kaum ein Pfarrer ernsthaft bereit sein wird, das umzusetzen. Unabhängig davon ist Deutschland mit dieser Regelung in der Weltkirche isoliert, da jetzt noch mehr der Aspekt des Geldes in den Mittelpunkt rückt, wo es doch um „heilige Dinge“ gehen sollte.

Im Hintergrund steht: sehr viel Geld. Bei einer Änderung des Systems würde sich die derzeitige Kirchenstruktur Deutschlands vermutlich nicht wie gewohnt halten lassen. Allein das Erzbistum Köln hat aus Kirchensteuereinnahmen mehr Geld als der Vatikan zur Verfügung. Verschiedene Abteilungen und Institutionen des Vatikans werden von der reichen Kirche aus dem Norden großzügig finanziert. Dadurch können auch Abhängigkeiten entstehen, die vielleicht im Rahmen einer „Entweltlichungsdebatte”, die der Heilige Vater in Freiburg angestoßen hat, durchaus überdacht werden sollten, zum Wohle beider Seiten.

Vielleicht sollten sich diejenigen, die für diese bei gläubigen Katholiken für viel Kopfschütteln sorgende Regelung verantwortlich zeichnen, mal in einer stillen Stunde fragen: Was würde wohl Jesus dazu sagen?

Dem Autor auf Twitter folgen!



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirchensteuer

  1. Bischof Kohlgraf: Kirchensteuer könnte für Zahlungen an Missbrauchsopfer verwendet werden
  2. Wie die Diözese Bozen-Brixen ‚Kirchenaustritte’ handhabt
  3. Kirche muss reich an Glauben sein, nicht reich an Geld
  4. Es reicht
  5. BKU-Vorsitzender stellt deutsches Kirchensteuersystem in Frage
  6. Evangelische Bischöfin: Heutiges Kirchensteuermodell eine 'Mit-Ursache von Kirchenaustritten'
  7. 2019: Neues Rekordhoch bei Kirchensteuereinnahmen in Deutschland
  8. Hahne: Kirchen sollten für 2 Monate auf die Kirchensteuer verzichten!
  9. #Corona Auswirkungen für die deutschen Bistümer werden dramatisch
  10. Der deutsche Kirchensteuerirrsinn






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Voll in die Falle getappt
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  7. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  8. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  9. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  10. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  11. Die große Täuschung
  12. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  13. Niederösterreich: Pfarrer während Messfeier verstorben
  14. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  15. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz