Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  4. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  7. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  8. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  9. Was auch immer Synodalität sein soll
  10. Wir können NICHT schweigen!
  11. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  12. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  13. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  14. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete
  15. Der „Hirt des Hermas“: Als ein frühchristliches Erbauungsbuch hoch im Kurs stand

Christdemokraten für das Leben setzen sich für 'Babyklappen' ein

31. Juli 2012 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


CDL-Landesverband Berlin stellt sich gegen die Pläne von Familienministerin Schröder


Berlin (kath.net/idea) Für die weitere Zulassung von „Babyklappen“ und anonymer Geburten macht sich der Berliner Landesverband der Christdemokraten für das Leben e.V. (CDL) stark.

Die Lebensschützer stellen sich damit gegen Pläne von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU). Die Ministerin will zwar die „Babyklappen“ nicht verbieten, allerdings sollen auch keine neuen mehr eingerichtet werden. Bestehende Klappen sollen für acht Jahre Bestandsschutz erhalten. Anonyme Geburten sollen verboten werden.

Schröder setzt stattdessen auf „vertrauliche Geburten“. Ihre Pläne sehen vor, dass die Frau bei einer Schwangerschaftsberatungsstelle ein Pseudonym für sich sowie einen weiblichen und einen männlichen Vornamen für das Ungeborene wählt. Diese werden an Klinik, Krankenkasse und Standesamt weitergereicht. Die Beratungsstelle verwahrt einen versiegelten Umschlag mit den Daten der Mutter. Mit 16 kann das Kind dann erfahren, wer seine Mutter ist. Jeder Mensch habe ein Recht auf Kenntnis seiner Herkunft, und dieses Recht habe der Staat zu schützen, heißt es aus dem Ministerium.


Der Landesvorsitzende der CDL Berlin, Stefan Friedrich, kritisiert diese Pläne als wirklichkeitsfremd: „‚Babyklappen‘ und anonyme Geburten sind eine ultima ratio, um menschliches Leben zu schützen und den leiblichen Müttern in ihrem schweren Gewissenskonflikt beizustehen. Schröders Argumentation, das angebliche ‚Recht auf Herkunft‘ rechtfertige ein Verbot vertraulicher Geburten und der ‚Babyklappen‘, zeugt von einer traurigen Realitätsblindheit und sozialer Kälte.“ Gerade eine christliche Volkspartei müsse alles tun, menschliches Leben in allen Phasen des Seins zu schützen. Dies gelte insbesondere für das ungeborene Leben und ungewollt Schwangere in sozial schwierigen Situationen.

Unterstützung für Berliner Gesundheitssenator

Damit unterstützen die Lebensschützer den Berliner Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU). Dieser hatte sich ebenfalls für den Erhalt der „Babyklappen“ ausgesprochen. Gäbe es das Angebot einer anonymen Geburt nicht, kämen viele junge Frauen in einer Krisensituation gar nicht erst ins Krankenhaus, erklärte er. Seit 1999 wird in Deutschland von kirchlichen und freien Trägern der Schwangeren-, Kinder- und Jugendhilfe sowie von Krankenhäusern die Möglichkeit zur anonymen Kindsabgabe und Geburt angeboten. Nach Schätzungen wurden seither etwa 500 „Findelkinder“ geboren. Die „Babyklappen“ und anonymen Geburten sind allerdings rechtlich und ethisch umstritten. Der Deutsche Ethikrat hatte nach einer Mehrheitsentscheidung im November 2009 empfohlen, diese Einrichtungen zu schließen. Durch anonyme Geburten werde das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Herkunft verletzt. Die Befürworter stellen das Recht auf Leben über diese Bedenken.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kinder

  1. US-Regierung will Gender-Ideologie aus dem Programm der UNICEF streichen
  2. Wirbel um sechs Geschlechter im Kindergarten
  3. Nach Elternprotesten: Katholischer Kindergarten stoppt ‚sexualpädagogisches Konzept’
  4. Weltweite Aktion lädt Kinder zum Rosenkranzgebet für den Frieden
  5. Nach Geburt in der 24. Schwangerschaftswoche: britischem Baby geht es besser
  6. Kinder gestalteten Meditationen für Papst-Kreuzweg am Karfreitag
  7. Als Frühgeburt gaben ihm die Ärzte keine Chance, jetzt feiert er 3. Geburtstag
  8. Eine Million Kinder, die den Rosenkranz beten, können die Welt verändern
  9. Die verlassene Generation – Leseprobe 5
  10. Die verlassene Generation – Leseprobe 4







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. 'Tatsächlich Gott'
  3. Wir können NICHT schweigen!
  4. Marco Rubio in Athen: Ein Aufruf zur Rückbesinnung auf die christlich-abendländischen Wurzeln
  5. „Ceresanis reale Eschatologie zum Jubiläum 2033 spricht in dieser Form des Romans…“
  6. Studium zwischen Verstand, Erinnerung und Glauben. Das Herz der Wahrheit
  7. Das 'Schwert des Heiligen Michael': Eine mysteriöse Linie, die sieben Heiligtümer verbindet
  8. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  9. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  10. Papst Leo XIV. entgeht knapp einer Geldstrafe in Peru
  11. Kardinal Müller ruft zum Marsch fürs Leben 2026 in Wien auf: Über 3.000 Teilnehmer erwartet
  12. Australien: 400 Prozent Anstieg von Euthanasiefällen in fünf Jahren
  13. Frankreich: Über 23 Millionen Zuschauer verfolgten die Reise von Papst am Bildschirm
  14. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  15. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz