Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ADIOS!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  4. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  5. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  6. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  7. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  8. Papst Leo wird die Gründonnerstags-Fußwaschung wieder im Lateran vollziehen
  9. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  10. THESE: Und die Bibel hat doch Recht!
  11. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  12. L'Avvenire sorgt für Confusione!
  13. Sterilisationen, schlechte Lebensbedingungen: Grönländer kritisieren dänische Herrschaft
  14. Bekenntnisse eines Warmduschers
  15. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Konservative Bischöfe als „Königsmörder“?

'Zur Sühne für unsere Sünden und für die Sünden der ganzen Welt'

19. April 2012 in Spirituelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau, das das Erbe der hl. Schwester Faustyna weiterführt, bestätigt gegenüber KATH.NET die richtige Übersetzung des Barmherzigkeitsrosenkranzes.


Krakau (kath.net/jg)
Das Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki bestätigt auf Anfrage von kath.net die korrekte Fassung der deutschen Übersetzung des Barmherzigkeitsrosenkranzes. Dieser Rosenkranz wurde der heiligen Schwester Faustyna Kowalska im Jahr 1935 offenbart.

Im deutschen Sprachraum sind zwei Übersetzungen verbreitet. Konkret geht es um das Gebet, das bei den großen Perlen gesprochen wird. Hier gibt es zwei Formulierungen:

1) „Ewiger Vater, ich opfere dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, zur Sühne für unsere Sünden und für die Sünden der ganzen Welt.“
2) „Ewiger Vater, ich opfere dir auf den Leib und das Blut, die Seele und Die Gottheit deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, um Verzeihung zu erlangen für unsere Sünden und für die Sünden der ganzen Welt.“


Da Verzeihung und Sühne zwar miteinander in Zusammenhang stehen, aber inhaltlich voneinander zu unterscheidende Begriffe sind, kommt es immer wieder zu Diskussionen über die richtige Übersetzung.

Kath.net hat beim Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki in dieser Sache angefragt. Hier wird das Erbe von Schwester Faustyna weitergeführt. In der Antwort bestätigt Sr. Koleta die erste Variante („... zur Sühne...“) als die korrekte Übersetzung. Sie bezieht sich dabei auf einen Brief, den die Generaloberin der Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit, Petra Kowalczyk, und Weihbischof Jan Zajac, der Rektor des Heiligtums der Barmherzigkeit Gottes, im Februar 2011 geschrieben haben. Dieser Brief liegt kath.net vor. Die zweite Variante der Übersetzung (... um Verzeihung zu erlangen ...) sei von den Theologen untersucht worden, heißt es dort. Übereinstimmend sei diese Formulierung „als theologisch nicht richtig beurteilt“ worden. Die Worte „na przeblaganie“ seien mit „zur Sühne“ zu übersetzen, schreiben die Verfasser.

Als Begründung werden einige Stellen der Heiligen Schrift beispielhaft angeführt. Dort wird das Wort „przeblaganie“ im Sinne von Sühne oder Sühneopfer verwendet. Die Verfasser verweisen weiters auf die deutsche Übersetzung des Tagebuchs der heiligen Schwester Faustyna. Dort wird im Text des Rosenkranzes (Nr. 476) die Formulierung „... zur Sühne ...“ verwendet.

Die Übersetzung „... um Verzeihung zu erlangen ...“ führe dazu, „dass der tiefe Inhalt dieses Gebetes, das Jesus durch Schwester Faustyna übermittelt hat, nicht ganz widergespiegelt wird“ heißt es in dem Brief. Die Verfasser befürchten, dies könne zu der falschen Ansicht führen, das Gebet des Barmherzigkeitsrosenkranzes könne die sakramentale Beichte ersetzen.

Aus Sorge um die korrekte Verbreitung der Verehrung der Barmherzigkeit Gottes und um Verwirrung unter den Gläubigen zu vermeiden, bitten die Generaloberin und der Weihbischof, die alte Fassung nicht mehr zu verteilen und aus dem Verkehr zu ziehen. Der Brief kursiert bereits seit einiger Zeit im Internet, allerdings ohne Unterschriften der Verfasser.

Weihbischof Zajac könne niemand dazu zwingen, den Barmherzigkeitsrosenkranz so zu beten, wie es korrekt sei, und er wolle es auch nicht, schreibt Sr. Koleta in ihrer Antwort an kath.net. Sie weist darauf hin, dass in allen anderen Sprachen das Wort „Sühne“ verwendet werde. „Warum es im deutschen Sprachraum so schwierig ist, dies anzunehmen, weiß ich nicht“, schreibt sie abschließend.

kathTube: Die Novene mit dem neuen Text zum Ausdrucken!




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Barmherzigkeit

  1. Die Philippinen sind das erste Land, das sich der göttlichen Barmherzigkeit geweiht hat
  2. "Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben...?"
  3. Gottes Barmherzigkeit
  4. "Held der Nächstenliebe": Bub starb nach Corona-Pflege der Mutter
  5. Barmherzigkeitssonntag
  6. Hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt
  7. Die Quelle der Göttlichen Barmherzigkeit
  8. Gottes Erbarmen kennt keine Grenzen
  9. Die grenzenlose Barmherzigkeit Gottes
  10. Papst veröffentlicht am Montag neues Apostolisches Schreiben






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. ADIOS!
  3. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  4. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  5. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  6. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  7. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  8. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  9. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  10. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  11. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  12. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  13. Papst sagt Weihbischof für Schweizer Diözese Chur zu
  14. Papst Leo wird die Gründonnerstags-Fußwaschung wieder im Lateran vollziehen
  15. Entfremdung und Annäherung – Für einen Katholiken in Deutschland gibt es doch immer noch Rom

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz