Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  2. Vertrauenskrise in der Kirche
  3. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  4. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  5. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  6. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  7. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  8. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  9. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  10. „Ut unum sint“ - Wahrheit, Tradition und sichtbare Communio
  11. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  12. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  13. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  14. Vatikan veröffentlicht die Leitlinien für den Umsetzungsweg der Synode über die Synodalität
  15. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen

Astrologie: Katastrophale Jahresbilanz für Hellseher

15. Dezember 2011 in Chronik, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wissenschaftler: Konkrete Prognosen erwiesen sich fast durchweg als falsch


Roßdorf (kath.net/idea) Jedes Jahr schicken sich Astrologen, Hellseher und andere selbsternannte Propheten an, Ereignisse vorherzusagen. Die Bandbreite reicht von Attentaten, Katastrophen, Hochzeiten und Trennungen Prominenter bis hin zur Antwort auf die Frage, wer deutscher Fußballmeister wird. Gemessen an der Wirklichkeit fällt das diesjährige Ergebnis für die Augurenzunft „katastrophal“ aus – wie schon in den Vorjahren. Die Trefferquote lag bei fast null. Das hat eine am 14. Dezember veröffentlichte Auswertung der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (Roßdorf bei Darmstadt) von über 160 Prognosen ergeben. Die Prophezeiungen im Blick auf Katastrophen blieben in der Regel „extrem vage“. Ein Beispiel sei die Aussage der Astrologin Susanne Eder gewesen: „Die Uranus-Pluto-Verbindung lässt hinkünftig vermehrt auf Vulkanausbrüche und Erdbeben schließen.“ Die meisten Vorhersagen hätten weder Ort noch Zeit genannt und seien damit „absolut wertlos“, so der Mathematiker Michael Kunkel (Wuppertal), der die Prognosen analysiert. „Unspezifische Naturkatastrophen, Terroranschläge oder Unfälle vorauszusagen, ist so sinnvoll wie die Warnung vor drohender Kälte im Dezember.“


„Fukushima“ sagte keiner vorher

Die wenigen klaren Vorhersagen hätten sich als falsch erwiesen. So hatten vermeintliche Seher katastrophale Erdbeben für Taiwan (11. Mai), Rom (11. Mai) und die neuseeländische Stadt Christchurch (28. September) erwartet. Dort war es am 22. Februar zu einem schweren Beben gekommen, das 181 Todesopfer forderte. Dass die Stadt gefährdet ist, war allerdings schon bekannt, denn in ihrer Nähe hatte die Erde bereits am 4. September 2010 gezittert. Dagegen hatte keiner der Auguren das Erdbeben im März in Japan samt Tsunami und Nuklearkatastrophe in Fukushima vorhergesehen.

Astrologin sah für Strauss-Kahn „geniales Jahr“

Bei den Prognosen über Prominente lag beispielsweise die Astrologin Elisabeth Teissier völlig daneben: Sie hatte dem über eine Sex-Affäre gestrauchelten ehemaligen Chef des Internationalen Währungsfonds Dominique Strauss-Kahn „ein geniales Jahr“, gar das „Jahr seines Lebens“ prophezeit. Auch andere Promi-Vorhersagen erwiesen sich als falsch: So gab es keine Hochzeit samt Vaterschaft für den Hollywood-Star George Clooney, wie von der kanadischen Wahrsagerin Nikki Pezaro angekündigt. Auch kam es nicht zur Trennung des Traumpaares der Volksmusik, Helene Fischer und Florian Silbereisen, wie es die Wahrsagerin Casia Cheyenne geweissagt hatte. Der Starastrologe Winfried Noé wurde selbst zum Thema in der Regenbogenpresse. Nachdem sich seine Frau von ihm getrennt hatte, entdeckte er in ihrem Horoskop „übersteigertes Triebleben, wollüstiges Begehren, Unsittlichkeit und Ehebruch“. Dazu heißt es in der Auswertung: „Hätte er das nicht vorhersehen müssen?“

Dortmund wurde doch Meister

Geirrt hat sich auch die Astrologin Iris Treppner mit ihrer Fußball-Prognose. Sie hatte aus den Sternen gelesen, dass Borussia Dortmund mit Trainer Jürgen Klopp nicht Meister werden könne und Borussia Mönchengladbach absteigen müsse. Treppners Kollege Frank Felber lag unter anderem mit seiner für den Sommer vorhergesagten Staatspleite Spaniens daneben. Allerdings finden die „blinden Hühner“ in der Seherbranche mitunter auch ein Korn: Wahrsagerin Mona Stein und Astrologin Aylin Bulanik hatten prophezeit, dass Guido Westerwelle als FDP-Parteichef abtreten müsse. Dies war allerdings schon Ende 2010 von vielen politischen Beobachtern erwartet worden.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Aberglaube

  1. „Auferstanden bin ich und bin nun immer bei Dir“
  2. Großbritannien: Brandstiftung an einer Kirche, Vorbereitung terroristische Handlungen
  3. Bombendrohung bei Hl. Messe in Wien - ÖVP und FPÖ üben Kritik - Schweigen bei 'Katholischer Aktion'
  4. "Im Laufe der neun Monate hat Jesus Stück für Stück mein Herz verändert und geheilt!"
  5. Augsburger Bischof Bertram Meier in Kiew zum mehrtägigen Besuch in der Ukraine
  6. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  7. Jordan Peterson warnt vor totalitärem Sozialkreditsystem im Westen
  8. Schnell, steh auf – Ich habe den guten Kampf gekämpft
  9. Kardinal Zen und das Leid bringende Ärgernis von ‘Traditionis custodes’
  10. Erste Messe am Papstaltar seit 15 Monaten: Priesterweihen im Petersdom






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  3. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  4. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  5. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  6. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  7. Vertrauenskrise in der Kirche
  8. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  9. Proteste gegen Auftritt von Kardinal Marx
  10. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  11. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  12. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  13. Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit!
  14. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  15. Warum die deutsche „Demokratie-Kirche“ keine Zukunft hat

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz