19 Oktober 2011, 11:41
Weltbild-Verlag: Deutsche Bischofskonferenz kündigt Gespräch an
 
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2500 Erotik-Artikel im mehrheitlich katholischen Verlag – DBK-Pressesprecher Matthias Kopp gegenüber kath.net: Es wird bald ein Gespräch zwischen DBK-Sekretär Langendörfer und der Weltbild-Konzernleitung über das Buchprogramm geben

Bonn (kath.net) Ein baldiges Gespräch zwischen der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und dem „Weltbild“-Verlag hat der Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz am Mittwoch gegenüber kath.net angekündigt. „Zu Ihrer gestrigen Anfrage an Pater Dr. Langendörfer kann ich Ihnen mitteilen, dass in der Angelegenheit des Buchprogramms im Weltbild-Verlag bald ein Gespräch zwischen dem Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz und der Konzernleitung stattfinden wird“, sagt Pressesprecher Matthias Kopp. Pater Hans Langendörfer ist Sekretär der DBK.

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Kath.net berichtete über einen Artikel des „Buchreport“, des Onlinemagazins des Deutschen Buchhandels, wonach die Verlagsgruppe „Weltbild“, die „mehrheitlich in der Hand der katholischen Kirche ist“, dem „Geschäft mit Erotik“ aufgeschlossen gegenüber stehe. „Eine einschlägige Stichwortsuche im Online-Katalog“ liefere etwa „2500 Artikel, mehrheitlich Bücher“. Eine Sprecherin des Weltbild-Verlags wird folgendermaßen zitiert: „Diese Artikel" werden "nicht aktiv im Shop beworben, sondern nur passiv vorgehalten“.

Bereits gestern kündigte das Erzbistum München und Freising Konsequenzen an. Dies bestätigte am Dienstag am Nachmittag Bernhard Kellner, der Pressesprecher des Erzbistums München, gegenüber kath.net. "Wir nehmen das nicht einfach hin. Wir werden unsere Position der Geschäftsführung über Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung deutlich machen."

Die Gesellschafter der Verlagsgruppe Weltbild sind 12 katholische deutsche Diözesen, der Verband der Diözesen Deutschlands und die Soldatenseelsorge Berlin. Zu den Eigentümern gehören die Diözesen Augsburg, Aachen, Bamberg, Eichstätt, Fulda, Freiburg, Erzbistum München/Freising, Münster, Passau, Regensburg, Trier und Würzburg. Die größten Beteiligungen halten unter anderem der Verband der Diözesen (24,2 %), das Erzbistum München und Freising (13,2 %) und die Diözese Augsburg (11,7 %).

Kath.net hat alle am Weltbild-Verlag beteiligten Bistümer um eine Stellungnahme ersucht.

Foto: (c) Screenshot; Weltbildverlag







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