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Weihbischof Turnovszky appelliert für Einheit in der Kirche

18. September 2011 in Österreich, 5 Lesermeinungen
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Wiener Weihbischof bei "Maria-Namen-Feier" im Stephansdom: "Müssen eins sein, damit die Welt glauben kann" - P. Wallner: "Müssen für suchende Jugend etwas tun" - zweite Feier am Sonntag mit Kardinal Schönborn


Wien (kath.net/KAP) Die Notwendigkeit zur Einheit in der Kirche hat der Wiener Weihbischof Stephan Turnovszky betont. "Wir müssen eins sein, damit die Welt glauben kann", sagte Turnovszky in seiner Predigt bei der "Maria-Namen-Feier" am Samstagabend im Stephansdom. "Wenn wir nicht eins sind, wird sich die Welt wundern, aber sie wird nicht glauben." Es gehe darum, "in Einheit voll Vertrauen in die Zukunft zu gehen".

Es gebe die Sehnsucht der Menschen, immer alles "im Griff" zu haben. Doch es werde immer Situationen geben, die man nicht "im Griff" habe, so der Weihbischof. "Das ist eine Einladung, auf Maria zu schauen." Denn Maria sei unter dem Kreuz gestanden und habe geglaubt, "auch wenn der Engel sie verlassen hat. Und sie ist nicht enttäuscht worden, denn Jesus Christus ist auferstanden."

Diese Sehnsucht gebe es auch in der Kirche: "Aber Jesus will, dass wir ohne Haltegriffe fest dastehen, damit wir uns umarmen und stützen können", betonte Turnovszky. Er nannte zwei Beispiele von "Haltegriffen": Der eine meine, es müsse in der Kirche wieder "wie früher" sein, etwa die Messen wieder nach dem alten Ritus gefeiert werden, dann werde alles gut. Der andere "Haltegriff" meine, Kirche müsse moderner werden, es müsse z. B. verheiratete Priester und geweihte Frauen geben, dann sei alles in Ordnung.


Die Sehnsucht, "das kirchliche Leben im Griff zu haben", hätten die beiden Richtungen gemein, so Turnovszky. "Gott mutet uns aber den freien Gang im Vertrauen auf ihn zu." Der Weihbischof warnte vor Verheißungen und Patentrezepten "außerhalb und innerhalb der Kirchen", denn "das einzige, was uns wirklich gegeben ist, ist Jesus Christus. An ihm sollen wir uns festhalten."

"Vater, lass meine Apostel eins sein, damit die Welt glauben kann", habe schon Jesus Christus am Abend vor seinem Tod gebetet. "Das ist die Art und Weise, mit der es uns um das Reich Gottes gehen muss", betonte Turnovszky. Das größte Zeugnis sei die Einheit: "Dort, wo Menschen miteinander versöhnt werden, wo Brüder und Schwestern einander als solche annehmen, wo Menschen bereit sind, einander zu vergeben und von neuem aufeinander zuzugehen."

P. Wallner: "Für suchende Jugend etwas tun"

Aufhören zu jammern und zur Tat zu schreiten, damit die suchende Jugend wieder glauben kann: Dafür appellierte P. Karl Wallner vom Stift Heiligenkreuz in seinem "Zeugnis" im Rahmen der "Maria-Namen-Feier". "Der Mensch ist für die Liebe geschaffen und nichts ist mehr die Liebe als Gott." Ohne Gott werde der Mensch immer "irgendwie leer" bleiben.

Auch viele junge Menschen hätten heute eine Leere in sich. "Wir haben bereits die zweite oder dritte Generation, bei der die Weitergabe des Glaubens nicht mehr funktioniert. Denn jedes Menschenherz ist bereit, sich von der Liebe entzünden zu lassen. Wir müssen etwas tun, damit die Herzen der Jugendlichen zu brennen beginnen."

Die eigentliche Sehnsucht in den Herzen junger Menschen sei die Sehnsucht nach Gott: "Das Schlechteste, was wir daher machen können, ist über Nebensächliches zu reden und über zweitrangiges zu streiten", betonte P. Wallner. "Initiativen, die oft auch Destruktiven sind", seien für die suchende Jugend kein Thema. So sollte man sich auch von Spaltungen oder Appellen zum Ungehorsam nicht aufrühren lassen.

P. Wallner verwies auf die Jugendvigil im Stift Heiligenkreuz, zu der mittlerweile rund 300 Jugendliche regelmäßig kämen. "Gebt nicht auf, versucht weiter, eure Kinder zu Gott hinzuführen", gab er den Teilnehmern der "Maria-Namen-Feier" mit auf den Weg.

Papst sendete apostolischen Segen

Zur diesjährigen "Maria-Namen-Feier" unter dem Motto "Mit Vertrauen in die Zukunft" hatte Papst Benedikt XVI. per Telegramm den apostolischen Segen gesendet. Das Veranstaltungsmotto erinnere daran, das Christen stets voller Vertrauen in Gott erfüllt sein dürften.

Die größte regelmäßige kirchliche Veranstaltung in Österreich fand heuer nicht wie üblich in der Wiener Stadthalle statt, sondern im Stephansdom. Sie wird von der "Rosenkranz-Sühnekreuzzug-Gebetsgemeinschaft für Kirche und Welt" (RSK) organisiert. Auch heuer wurden wieder Tausende Gläubige erwartet, darunter fanden sich u. a. Altbischof Paul Iby und Abt Maximilian Heim.

Die Feier findet heute, Sonntag, ihre Fortsetzung. Am Sonntag wird die Eucharistiefeier von Kardinal Christoph Schönborn zelebriert; er wird auch die Predigt halten. Beginn ist um 15.00 Uhr. Nach der Feier führt eine Prozession zur Mariensäule zum Platz am Hof.

Copyright 2011 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 Siebtel 19. September 2011 
 

\"das einzige, was uns wirklich gegeben ist, ist Jesus Christus. An ihm sollen wir uns festhalten\"

\"das einzige, was uns wirklich gegeben ist\"

Und was ist mit der Lehre der Hl. Kirche?

Ist der Appell für die \"Einheit in der Kirche\" eine Einladung für die \"Priester-Initiative\", \"Laieninitiative\", \"Wir sind Kirche\" und ähnliche Apostaten?


2

1
 
 Siebtel 19. September 2011 
 

Was ist Einheit? Herr Weihbischof

Anhand der Ausführungen des Wiener Weihbischofs bleibt völlig offen, was Einheit bedeutet? Bedeutet die Einheit in der Kirche, dass \"verheiratete Priester und geweihte Frauen\" und Extremfällen auch die scheinbar verpönte \"Missa Tridentina\" Andeutungsweise zelebrieren dürften?


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1
 
 girsberg74 18. September 2011 
 

Verfehltes Beispiel für spirituellen „Haltegriff“

Einen bestimmten (anderen) Ritus als „Haltegriff“ zu definieren, – die Verunglimpfung des Ritus in der alten (jetzt „außerordentlichen“) Form sagt im Umkehrschluss nämlich genau dies -, will mir nicht als Ausweis besonderer Klarsicht scheinen, eher als ein Hinterrennen hinter Parolen.

Wenn Gläubige in einer bestimmten Art und Weise ihr Gotteslob angemessener ausdrücken zu können glauben, und wenn dieser Ausdruck eine kirchlich zugelassene Form hat, dann ist die Kritik an der Freude der Feier im alten Ritus eine subtile Form von Hochmut.

Zum eindeutigen Verständnis: Ich habe seit der Einführung des „Ordo novus“ immer nur an der Heiligen Messe in diesem Ritus teilgenommen,


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2
 
 Siebtel 18. September 2011 
 

\"es müsse in der Kirche wieder \"wie früher\" sein\"

Das darf sie aber nicht, wenn es nach dem Wiener Weihbischof geht. Bedeutet das etwa, dass der Wiener Weihbischof ein Problem mit dem katholischen Traditionsprinzips hat?

Was spielt der der Wiener Weihbischof hier gegeneinander aus?

A) Messen, die \"nach dem alten Ritus\" gefeiert werden

gegen

B) \"verheiratete Priester und geweihte Frauen\"

Aber die alte Messe war immer erlaubt, während das für \"verheiratete Priester und geweihte Frauen\" nicht zutrifft.

Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich.


3

1
 
 Siebtel 18. September 2011 
 

\"Müssen eins sein, damit die Welt glauben kann\"

Vorallem dann, wenn der Papst Weihbischöfe (z.B. in ÖO) beruft. Aber da ist wohl keiner auf diese glorreiche Idee der Einheit gekommen?


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0
 

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