Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht mehr ernst zu nehmen
  2. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  3. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  4. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  5. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  8. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  9. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  10. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  11. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  12. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette
  13. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  14. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  15. Ständige Anbetung in Mainz unter Druck

Ministerium fördert neuen Down-Syndrom-Test: 'Schlicht ein Skandal!'

31. August 2011 in Deutschland, 36 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Proteste: CDU-Ministerium sponsert neuen Test zur Früherkennung des Down-Syndroms, für das es keine Therapie gibt, der also nur der leichteren vorgeburtlichen Selektierung diene – 'Programm zur Förderung der Abtreibung'


Stuttgart (kath.net/idea/ALfA/BVL) Das deutsche Bundesforschungsministerium fördert mit 230.000 Euro ein Verfahren, mit dem bereits in der zehnten Schwangerschaftswoche ein Down-Syndrom (Trisomie 21) erkannt werden kann. Zuständige Ministerin ist die CDU-Politikerin Annette Schavan. Gegen das Vorhaben gibt es massiven Protest von Politikern, Kirchen und Behindertenverbänden, weil die Feststellung einer Behinderung in der Regel zur Abtreibung führt.

Nach Ansicht des Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Hubert Hüppe (CDU), verfolgt das Testverfahren das Ziel, „Menschen mit Behinderung auszusortieren und zu töten“. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Johannes Singhammer (CSU), bezeichnet die Tests als ein „Programm zur Förderung der Abtreibung und zur Diskriminierung von Menschen mit Behinderung“. Der Europaabgeordnete Peter Liese (CDU) befürchtet, dass die Tests den Druck auf Schwangere vergrößern werden, ein möglicherweise behindertes Kind abtreiben zu lassen.


Auch die Diakonie äußert sich kritisch. Weil die neue Früherkennungsmethode für Mutter und Kind weniger Risiken berge als die bisher übliche Fruchtwasseruntersuchung, bestehe die Gefahr, dass die Hemmschwelle zur Anwendung vorgeburtlicher Diagnoseverfahren weiter sinken werde, sagte die Behinderten-Referentin im Diakonischen Werk Württemberg, Irene Kolb-Specht (Stuttgart), gegenüber idea. Benötigt würden mehr Gelder zur Erforschung von Therapien.

Auch die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Claudia Kaminski (Köln), weist darauf hin, dass der Test ausschließlich dazu gemacht ist, ein Down-Syndrom zu erkennen, für das es aber keinerlei Aussicht auf Heilung gebe. Die Feststellung dieser Erkrankung führt in über 90 Prozent der Fälle zu einer Abtreibung. Sie fordert, dass “mit den Steuergeldern der Bürger nur noch solche Tests gefördert werden, die Krankheiten diagnostizieren, für die es auch bereits eine Therapie gibt. Die Förderungen von Tests, die Krankheiten oder Behinderungen zu diagnostizieren helfen, für die es keinerlei Aussicht auf Heilung gibt, muss von Bürgern als Anstiftung der Regierung zum Rechtsbruch verstanden werden.”

Der Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht, Martin Lohmann (Bonn) ist entsetzt: „Das ist schlichtweg ein Skandal und eine weitere Perfektionierung der Unterscheidung zwischen lebenswertem und lebensunwertem Leben.“ Es erschrecke ihn, „dass man hierfür in einem von einer Christdemokratin geführten Ressort so genannte Forschungsgelder freimacht“. Dadurch werde die Schwelle zur Missachtung des unantastbaren Lebensrechtes eines jeden Menschen noch niedriger, betont Lohmann.

Forschungsministerium weist Kritik zurück

Unterdessen hat das Forschungsministerium die Kritik zurückgewiesen. Es sei ethisch unvertretbar, die Weiterentwicklung einer in Deutschland angewandten Untersuchungsmethode nicht fördern zu wollen, die das ungeborene Leben und die werdende Mutter besser schützen könnte, so der Parlamentarische Staatssekretär im Forschungsministerium, Thomas Rachel (CDU). Rachel ist auch Bundesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) von CDU/CSU.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bioethik

  1. Euthanasie an Kindern 1-12 Jahre. Die Schranken fallen
  2. Französische Nationalversammlung stimmt für neues Bioethikgesetz – „So sterben Zivilisationen“
  3. Pariser Erzbischof Aupetit nennt Humanae Vitae eine „Prophetie“
  4. Japan: Chimären sollen bis zu Geburt heranwachsen
  5. Bischof Fürst: Präna-Test lässt Druck auf die Eltern steigen
  6. Schweizer Parlamentarier lehnen Legalisierung der Eizellspende ab
  7. Genom-Editing: Weltweite Empörung über gentechnisch veränderte Babys
  8. "Kritik der Medien und vieler Wissenschaftler unglaubwürdig"
  9. "Schockierender Verstoß gegen die Menschenrechte"
  10. Ethikerin: Keimbahneingriff für Forschung ein Schlag ins Gesicht






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. „Fest in der Realität verankert, immun gegen Illusionen, ohne uns von Angst überwältigen zu lassen“
  4. Ständige Anbetung in Mainz unter Druck
  5. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  6. Polnische Bischofskonferenz: „Leihmutterschaft ist eine in sich falsche Handlung“
  7. Jerusalemer Patriarch will zwischen Putin und Selenskyj vermitteln
  8. Russland: Autobiografie von Papst Franziskus zensiert
  9. Vatikan-Außenminister zieht positive Bilanz seiner Moskau-Reise
  10. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  11. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  12. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  13. Polen - Erzbischof Galbas: „Es gehört auch zum Auftrag der Kirche zu sagen: ‚Du darfst nicht‘“
  14. Die Freiheit der Liebe und die Einheit im Gebet
  15. Jüngerschaft in Wien und darüber hinaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz