Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  5. Die Krise des Bischofsamtes
  6. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  7. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  8. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  9. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  10. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  11. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  12. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  13. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  14. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  15. Der Realismus der Barmherzigkeit

Wiener Dogmatiker: Pfarrerinitiative könnte schismatische Folgen haben

17. August 2011 in Österreich, 52 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wiener Dogmatikprofessor Jan-Heiner Tück: Dies könne „schismatische Folgen haben: Das führt im schlimmsten Fall zu Formen einer sektiererischen Gegenkirche.“ Das könne einem Bischof nicht gleichgültig sein, „er muss da geradezu einschreiten“.


Wien (kath.net) In manchen Punkten der Pfarrerinitative gebe es „durchaus Diskussionsspielraum“, etwa in der Frage, wiederverheiratete Geschiedene wieder zur Kommunion zuzulassen oder in der Beurteilung homosexueller Partnerschaften, die auf Dauer angelegt sind. Das sagte Jan-Heiner Tück, Wiener Dogmatikprofessor und Schriftleiter der „Internationale Katholische Zeitschrift Communio“, in einem Gespräch mit dem „Standard“.

Der „Unmut über fehlende Reformen“ sei „in Teilen des Klerus groߓ, das erkläre das Drängen der ungehorsamen Priester, welche die Priesterweihe für Frauen und Laienprediger fordern, formulierte der Dogmatikprofessor weiter. Doch „ein öffentlicher Aufruf zum Ungehorsam ist ein provokativer Akt“, erläuterte Tück, „der in direktem Widerspruch zu dem Versprechen steht, das die Unterzeichner bei ihrer Priesterweihe abgelegt haben. Außerdem verlangt die Initiative einige Punkte, die im Dissens zu amtskirchlichen Vorgaben stehen“, er nannte etwa die im "Aufruf zum Ungehorsam" geforderte eigenmächtige Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen, Nichtkatholiken und Ausgetretenen zur Eucharistie, so der „Standard“.


Eine Gefahr für die Kirche erkennt der Wiener Dogmatikprofessor im Aufruf der Pfarrerinitiative darin, dass „die Kritik so weit geht, dass eine Lösung nicht nur vorgeschlagen, sondern auch gleich - ohne Abstimmung mit dem Bischof - umgesetzt wird“. Dies könne „schismatische Folgen haben: Das führt im schlimmsten Fall zu Formen einer sektiererischen Gegenkirche.“ Das könne einem Bischof nicht gleichgültig sein, „er muss da geradezu einschreiten“. Allerdings wäre es sinnvoller gewesen, sagt der Wiener Professor, von vornherein auf „Gespräche hinter den Kulissen zu setzen“.

Als Lösung schlug Tück vor, dass beide Seiten einlenken „und keine Verurteilungen vornehmen“. Klar sei jedenfalls: "Würden alle Forderungen" der Pfarrerinitiative "mit einem Schlag umgesetzt, dann hätte die Kirche ein anderes Gesicht als jenes, das wir seit Jahrhunderten kennen."

Die sogenannte Pfarrerinitiative ist eine Internetankündigung, dass die rund 300 Mitglieder der „Pfarrerinitiative“ in Zukunft einfach tun würden, was aufgrund der „römischen Verweigerung“ nicht erlaubt ist: selbstgestaltete Wortgottesdienste am Sonntag als "priesterlose Eucharistiefeier" zu betrachten und Priesteraushilfen als "liturgische Gastspielreisen" abzulehnen, in jedem Gottesdienst „eine Fürbitte um Kirchenreform sprechen“, das Predigtverbot für Laien missachten, sich öffentlich bei jeder Gelegenheit für Laienpfarrer(innen) und verheiratete Priester(innen) einzusetzen und ähnliches mehr.

Der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn hatte den Vorstand der Initiative bereits zu einem eingehenden Gespräch zu sich zitiert, da er einen „Aufruf zum Ungehorsam nicht so stehen lassen kann“, kath.net hat berichtet.

Foto: © Katholisch-theologische Fakultät der Univerität Wien


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Erzdiözese Wien

  1. Der Wiener Erzbischof sucht Laien als Berater – Bitte melden!
  2. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  3. Wieder Unmut über Fastentücher in Tirol und Wien
  4. Katholischer 'Familienverband Wien' wirbt mit gleichgeschlechtlichen Paaren
  5. Gebetsgarten in Wien-Floridsdorf von Unbekannten verwüstet
  6. Weil sie beim Beten keine Maske tragen wollte
  7. Liebe Kirche, Du behandelst Deine Gläubigen als wären sie Aussätzige
  8. Das ist unser Beitrag zur Überwindung der Krise
  9. #corona - 'Eucharistie to go' in der Erzdiözese Wien
  10. Anima-Rektor Brandmayr wird neuer Dompropst von Wiener Neustadt






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  3. Priester berichtet von Befreiung christlicher Sklaven in Pakistan
  4. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  5. Haltet das Fenster zur Unendlichkeit offen! Eine Gemeinschaft, die aus dem Evangelium lebt
  6. Der Realismus der Barmherzigkeit
  7. Mexiko: Gedenkfeier zum 100. Todestag der ersten Cristero-Märtyrer
  8. Libertas als Auftrag für Mensch und Frieden
  9. Mexiko: Gedenkfeier zum 100. Todestag der ersten Cristero-Märtyrer
  10. Babyboom auf einer US-Entbindungsstation: 17 Krankenschwestern erwarten zeitgleich Nachwuchs
  11. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  12. Wer ist Jesus Christus für mich? Der Glaube als tägliche Entscheidung
  13. Nicaragua: Regime veröffentlicht Propaganda-Video von festgenommenem Bischof Mata
  14. USA: Priester-Boom und Neueröffnung eines Philipp-Neri-Seminars in Kansas
  15. „Wenn ich mich nicht täusche, gibt es in der Geschichte keine vergleichbare Institution“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz