Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  3. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  4. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  7. Menschenrecht auf Abtreibung?
  8. So fühlt sich Nachhausekommen an
  9. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  12. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  13. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  14. Gegen Agenden und Aktivismus: das Kardinalskollegium hält inne
  15. Venezuela schließt sein Foltergefängnis, viele politische Gefangene sind auf dem freien Fuß!

Weltweit sind Christen in großer Bedrängnis

15. April 2011 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Katholisches Hilfswerk stellt Bericht über Christenverfolgung vor - Dokumentation 2011 / Von KIRCHE IN NOT


München (kath.net/KIN) Das katholische Hilfswerk "Kirche in Not" hat heute in Berlin seinen aktuellen Bericht über Diskriminierung und Unterdrückung von Christen weltweit vorgestellt. Unter dem Titel "Christen in großer Bedrängnis - Dokumentation 2011" ist das 160 Seiten umfassende Buch ab sofort unentgeltlich im Münchner Büro des Hilfswerks erhältlich.

Wie der Autor des Berichts, "Kirche in Not"-Menschenrechtsexperte Berthold Pelster, betonte, lägen besondere Schwerpunkte der diesjährigen Dokumentation auf der Situation von Christen in Nordafrika, dem Irak und Pakistan. Weitere Streiflichter würden auf die Lage der Kirche in totalitären Staaten wie China oder Myanmar geworfen.

Die Christen in Nordafrika schwankten nach Aussage Pelsters im Zuge der politischen Umbrüche in der Region zwischen Hoffnung auf mehr Freiheit und Angst vor drohenden islamistischen Regimen. Religiös motivierte Übergriffe, wie zuletzt der blutige Bombenanschlag auf eine koptische Kirche in Alexandria zum Jahreswechsel, gäben Grund zur Sorge.


Die Christen im Irak seien seit der Veröffentlichung der letzten Dokumentation "Christen in großer Bedrängnis" aus dem Jahr 2008 weiter unter Druck geraten. Erst Ende Oktober waren Islamisten während des Sonntagsgottesdienstes in die syrisch-katholische Kathedrale in Bagdad eingedrungen und hatten die Gläubigen als Geiseln genommen, um die Freilassung von Al-Qaida-Kämpfern zu erzwingen. Bei der Befreiungsaktion sprengten sich die Geiselnehmer in die Luft und rissen mehr als fünfzig Menschen mit in den Tod.

In Pakistan seien in letzter Zeit zwei namhafte Politiker von Islamisten ermordet worden, weil sie sich gegen die Diskriminierung von Minderheiten und für die Abschaffung des sogenannten Anti-Blasphemiegesetzes eingesetzt hatten. Dieses Gesetz stellt eine nicht näher definierte "Beleidigung" des Islam unter Strafe und wird oft zur Denunzierung von Minderheiten missbraucht.

Aus den beiden "Brennpunktländern" Ägypten und Algerien waren der Patriarch von Alexandria, Antonios Kardinal Naguib, und der Erzbischof von Algier, Ghaleb Bader, auf Einladung von "Kirche in Not" zur Vorstellung von "Christen in großer Bedrängnis – Dokumentation 2011" nach Berlin gekommen.

Patriarch Naguib berichtete, in Ägypten herrsche unter den Christen die Angst vor einem islamistischen Regime. Man hege aber immer noch die Hoffnung, dass die gegenwärtigen politischen Veränderungen zu demokratischen Zivilgesellschaften führen könnten. Der Patriarch appellierte an die Christen in Europa, die Kirchen in Nordafrika und im Nahen Osten zu unterstützen. Wichtig für den Weg Ägyptens hin zu einer funktionierenden Zivilgesellschaft sei es vor allem, Bildungseinrichtungen und soziale Einrichtungen weiter auszubauen.

Erzbischof Bader sagte, die Gründe für die Revolutionen in Nordafrika seien nur zweitrangig wirtschaftlicher Art. Vor allem treibe die fehlende Freiheit die Menschen auf die Straße. Es müsse nun die Frage gestellt werden, ob dieser Wunsch nach mehr Freiheit durch die Revolutionen erfüllt werden könne. Sei das nicht der Fall, hätten diese ihren Sinn nicht erfüllt. Es sei noch zu früh, etwas über den Ausgang der gegenwärtigen Umwälzungen zu sagen, räumte Bader ein. Allerdings werde sich das Ausmaß der allgemein gewonnenen Freiheit in einer neuen Staatsordnung vor allem am Umfang der Religionsfreiheit messen lassen müssen. "Die dann gewährte Religionsfreiheit wird uns zeigen, ob die neue Freiheit wirklich für alle gilt, oder nur für einige", betonte der Erzbischof abschließend.

Die Dokumentation "Christen in großer Bedrängnis – Dokumentation 2011"" kann unentgeltlich bei www.kirche-in-not.de/shop oder im Münchner Büro von "Kirche in Not" bestellt werden.

KIRCHE IN NOT
Lorenzonistr. 62
81545 München
Deutschland

Telefon: +49 / 89 / 64 24 888 – 0
Fax: +49 / 89 / 64 24 888 50
E-Mail: [email protected]

Foto: Pressekonferenz Übersetzerin - Naguib - Pelster - Bader - Fenbert (c) KIRCHE IN NOT


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche in Not

  1. Kardinal Kurt Koch zum Präsidenten von "Kirche in Not“ ernannt
  2. Seine Freilassung war eine Gebetserhörung
  3. Informationen über Freud und Leid in Afrikas Kirche
  4. Tragisches Schicksal der verfolgten Christen
  5. «Ich komme nicht, um zu weinen!»
  6. Syrien: „Eine knappe Minute war schlimmer als 12 Jahre Krieg“
  7. Weltweite Aktion lädt Kinder zum Rosenkranzgebet für den Frieden
  8. "Kirche in Not": Mord an Priestern auch in "katholischen Ländern"
  9. Kirchliche Schule in Karakosch (Nordirak) wiedereröffnet
  10. Größte katholische Kirche auf der Arabischen Halbinsel wird geweiht






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  4. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  7. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  8. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  9. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  12. "Der Herr ist wirklich in diesen Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig"
  13. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  14. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  15. Ich bin Staatsanwältin – und ich bete

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz