Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-10

meist-kommentiert

  1. "Pfingstbotschaft" von Bätzing: Segnet Schwule!
  2. Kardinal Koch möchte Versöhnung von Alter und Neuer Messe
  3. Der grosse Betrug
  4. Liebe Kirche, Du behandelst Deine Gläubigen als wären sie Aussätzige
  5. Corona-Ausbruch in Frankfurter Baptistengemeinde
  6. Schwaderlapp: Forumsmehrheit ist auf Treibsand gebaut
  7. Papst Franziskus in Geldnot!
  8. Berlin: Muslime beten erstmals in evangelischer Kirche
  9. Liturgieprofessoren schlagen Benediktion Homosexueller vor
  10. Österreichische Bischöfe bitten im Corona-Hirtenwort um Entschuldigung

Saarland schließt zwei Schulen der Piusbruderschaft

10. Jänner 2011 in Deutschland, 24 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Piusbruderschaft versteht die Maßnahme des Bildungsministers Klaus Kessler (Grüne) als „politisch-ideologisch“ und wird dagegen klagen


Saarbrücken (kath.net) Das saarländische Bildungsministerium hat verfügt, dass mit Ende des laufenden Schulhalbjahres zwei saarländischen Schulen, die von der traditionalistischen Priesterbruderschaft Pius X. betrieben werden, den Unterricht einstellen müssen. Es handelt sich um die Grundschule in St. Arnual und um die erweiterte Realschule Herz-Jesu in Fechingen, dies berichtet SR-Online. Hintergrund dafür sind nach Angaben von Bildungsminister Klaus Kessler (Grüne) die langen Streitereien um das Internat der Herz-Jesu-Realschule, welches der Don-Bosco-Schulverein bereits 2010 schließen musste.

Der Don-Bosco-Schulverein, der Schulträger der beiden Schulen, hat daraufhin gestern in einer Pressemitteilung angekündigt, dass er „alle uns zur Verfügung stehenden rechtlichen Schritte ausschöpfen“ werde. Die Entscheidung des Bildungsministeriums versteht der Don-Bosco-Schulverein als „politisch-ideologisch“. Der Schulverein weist in seiner Stellungnahme darauf hin, dass Bildungsminister Kessler zuvor auch schon als GEW-Vorsitzender „widerrechtlich den Entzug der Finanzmittel und sogar die Änderung des Privatschulgesetzes“ gefordert hatte, „nur um unsere Schulen schließen zu können. Er verleumdete uns im Februar 2009 als „Extremisten im Erziehungsbereich“ und verunglimpfte unsere Präventiverziehung nach dem Vorbild des hl. Don Bosco als „Rohrstockpädagogik“, obwohl diesbezügliche Vorwürfe sich 2007 juristisch als Verleumdungskampagne erwiesen haben.“

Das erwähnte Internat war nach jahrelangem Tauziehen 2010 geschlossen worden, weil es statt der genehmigten acht Kinder 25 Kinder aufgenommen hatte, kath.net hatte berichtet . "Wenn auch durch ein hohes Gericht bereits festgestellt worden ist, dass die Zuverlässigkeit des Schulträgers für einen Internatsbetrieb nicht gegeben ist, müssen wir davon ausgehen, dass das auch für den Weiterbetrieb der Schule so der Fall ist“, sagte Kessler. Das Gericht habe ausdrücklich auch die Gefährdung des Kindeswohls ins Zentrum gerückt. „Insofern betreiben wir jetzt die Schulschließung“, betont der Minister.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Fuchsi 18. Jänner 2011 

@ McPhee

Solange keine endgültige gerichtliche Entscheidung vorliegt, bin ich mir da nicht so sicher, ob man nicht doch noch protestieren sollte. Ich habe jedenfalls eine eMail an den Ministerpräsidenten des Saarlandes geschrieben und hoffe, dass ich von dort auch ein Feedback bekomme, weil ich eine Reihe Fakten was die Grünen betrifft, beim Namen genannt habe. Sollte die Rückmeldung ausbleiben, werde ich diese Mail auch noch per Post schicken. Noch sind wir ein freies Land - ohne Christenverfolgung -, was sich in Zukunft u.U. ändern kann. Jesus selbst sagt: \'Haben sie mich verfolgt, ....\'


0

0
 
 McPhee 17. Jänner 2011 
 

Verwaltungsgericht gibt Eilantrag des Don-Bosco-Schulvereins gegen Schulschließungen statt

Sorry, me again...
Briefe schreiben erübrigt sich in diesem Fall anscheinend:

http://www.vgds.saarland.de/10711_10780.htm

Auf alle Fälle zeigt das, daß es noch hilft, zu protestieren!


1

0
 
 McPhee 17. Jänner 2011 
 

Ideologische Entscheidung - Schreibt Briefe!

Bei diesen Schulschließungen handelt sich in meinen Augen um eine überhastete ideologisch motivierte Aktion, die in einer Demokratie nichts verloren hat. Ich lebe seit einiger Zeit in Amerika. Hier ist natürlich auch nicht alles besser, aber derartig freche Angriffe auf christliche Erziehungseinrichtungen sind hier, glaube ich, (noch) nicht üblich. Im Gegenteil - hier kann man sich durch \"homeschooling\" sogar vor einer evtl. ideologischen Bevormundung durch den Staat schützen.
Es ist ja übrigens sehr interessant, daß angeblich (laut Homepage des Don Bosco Schulvereins), der Brief, der die Schulschließung ankündigt, nicht einmal an die richtige Person gerichtet war. (Nachzulesen unter http://www.don-bosco-sb.de/docs/stellungnahme11-01-05.html). Was soll denn das für ein Bildungsministerium sein, das nicht einmal die Namen der Schuldirektoren kennt???
Mein Brief an den Ministerpräsidenten des Saarlandes ist jedenfalls fertig. Bitte, schreibt Briefe, keine e-mails! E-mails werden gelöscht/gefiltert und weniger ernst genommen als echte Briefe. Wir müssen den Anfängen wehren. Denn - wie unten bereits angedeutet wurde - zuerst trifft es die Traditionalisten, später aber alle Christen, die nicht dem rot/grünen Mainstream folgen.


1

1
 
 Michael Feodor 12. Jänner 2011 
 

Was sagt der Ministerpräsident?

Um mir selbst ein Bild von den Pius-Schulen zu machen. habe ich sie kurzerhand aufgesucht. Ich fand eine fröhliche, disziplinierte Schülerschaft, kenntnisreich,
aufgeschlossen, fromm. Was hat nur den grünen Kessler geritten, die Schulen diktatorisch schließen zu wollen? Ohne seine
Aufsichtsbehörde zu informieren?
Das Ganze ist typisch für die grüne Aggression gegen katholische Christen. Noch
reitet Kessler auf der von den Medien begünstigten Welle gegen die Piusbrüder. Wenn die Stimmung gegen die Kirche anschwillt, wird er nicht nur die Schwäch-
sten schlagen, sondern alle Christen angreifen. Michael Feodor


2

2
 
 Michael van Laack 11. Jänner 2011 

Internatsschließung rechten / Schulschließung skandalös

Dass ein hohes Gericht festgestellt hat, die Zuverlässigkeit des Trägers reiche nicht aus, um ein Internat zu betreiben, ist unstrittig. Hier hat die PriBru jenen Fehler wiederholt, der sich seit Jahrzehnten quer durch die Geschichte ihrer gescheiterten Projekte zieht. Die hochwürdigen Herren und die von ihnen häufig auf ein Schild gehobenen aber deshalb noch lange nicht qualifizierten Laien ihrer so genannten \"besten Familien\" (deren Güte bemisst sich in der Bruderschaft ausschließlich in gespendeten Euro) haben sich einfach auch in Saarbrücken über deutsches Recht hinweggesetzt in der Hoffnung, dass es schon niemand merken wird.
Die jetzt folgende Schließung der Schulen aber ist in der Tat nichts anderes als ein dreister ideologischer Akt eines grünen Anti-Demokraten. Vielleicht hat es ja noch nicht jeder gemerkt: Die Grünen sind zumindest in den Spitzenämtern von Bund und Land mit Linksfaschisten besetzt. Würde diese Parteil die nächste Bundestagswahl mit absoluter Mehrheit gewinnen, wäre dass die letzte Bundestagswahl! Und der Anfang vom Ende der Kirchen. Wie damals bei der NSDAP so wollen auch bei dieser Partei ihre Koalitionspartner und Möchtegernpartner nicht sehen, wo die Führer der Grünen stehen! Die Partei wird langsam reif und so werden ihre grünen Blätter braun!


1

1
 
 Michael van Laack 11. Jänner 2011 

Internatsschließung rechtens / Schulschließung skandalös

Dass ein hohes Gericht festgestellt hat, die Zuverlässigkeit des Trägers reiche nicht aus, um ein Internat zu betreiben, ist unstrittig. Hier hat die PriBru jenen Fehler wiederholt, der sich seit Jahrzehnten quer durch die Geschichte ihrer gescheiterten Projekte zieht. Die hochwürdigen Herren und die von ihnen häufig auf ein Schild gehobenen aber deshalb noch lange nicht qualifizierten Laien ihrer so genannten \"besten Familien\" (deren Güte bemisst sich in der Bruderschaft ausschließlich in gespendeten Euro) haben sich einfach auch in Saarbrücken über deutsches Recht hinweggesetzt in der Hoffnung, dass es schon niemand merken wird.
Die jetzt folgende Schließung der Schulen aber ist in der Tat nichts anderes als ein dreister ideologischer Akt eines grünen Anti-Demokraten. Vielleicht hat es ja noch nicht jeder gemerkt: Die Grünen sind zumindest in den Spitzenämtern von Bund und Land mit Linksfaschisten besetzt. Würde diese Parteil die nächste Bundestagswahl mit absoluter Mehrheit gewinnen, wäre dass die letzte Bundestagswahl! Und der Anfang vom Ende der Kirchen. Wie damals bei der NSDAP so wollen auch bei dieser Partei ihre Koalitionspartner und Möchtegernpartner nicht sehen, wo die Führer der Grünen stehen! Die Partei wird langsam reif und so werden ihre grünen Blätter braun!


2

3
 
 borromeo 11. Jänner 2011 

@Mykrokosh

Wenn Sie richtig lesen, werden Sie feststellen, daß meine Aussage war: Die Mitglieder der FSSPX sind ohne jeden Zweifel Mitglieder der katholischen Kirche. Das war eine Entgegnung auf die Behauptung, die Piusbrüder haben sich von der Kirche losgesagt, was so nunmal nicht stimmt.
Ich habe auch klar geschrieben, daß es Differenzen mit Rom und berechtigte Kritik aus Rom gibt, die derzeit zwischen Kurie und FSSPX besprochen werden. Ich habe nicht behauptet, daß die Piusbrüder eine von Rom anerkannte Gemeinschaft sind.

Und das Ganze schrieb ich im Zusammenhang mit den geplanten Schulschließungen im Saarland. Glauben Sie, daß die vielen Millionen Menschen in Deutschland, die keine Detailkenntnisse zum Verhältnis Priesterbruderschaft St. Piux X und katholische Kirche haben, da noch differenzieren können? Daher bin ich der Überzeugung, daß diese klaffende Wunde in der Kirche durchaus ein Einfallstor ist, um die gesamte katholische Kirche aus politischen Motiven heraus anzugreifen.

Ich sehe diesen Zusammenhang durchaus nicht als (Etiketten- oder wie auch immer gearteten) Schwindel meinerseits.


3

2
 
 Marcus 11. Jänner 2011 
 

Auch wer nicht der Piusbruderschaft angehört, muß jetzt solidarisch sein.

Denn morgen trifft es auch uns und alle, die nicht zum rot-grünen Mainstream gehören.


4

1
 
 Mykrokosh 11. Jänner 2011 
 

@ borromeo: eine Klarstellung

Die Piusbruderschaft ist außerhalb der Katholischen Kirche. Daher ist Ihre Rede von der \"Isolation der FSSPX innerhalb der Kirche\" irreführend. Sie betreiben einen Etikettenschwindel.


3

5
 
 Bonifaz2010 10. Jänner 2011 
 

@ clemens

Da erwähnen Sie einen guten Punkt. Ich habe die Entwicklung der Salesianer nicht verfolgt. Sind die \"orthodox\" geblieben oder genauso ins Lager des Modernismus abgedriftet wie die Jesuiten? Über die Gesellschaft Jesu sagt man ja, daß der hl. Ignatius von Loyola heute keine Chance hätte, in den Orden aufgenommen zu werden; vielleicht gilt das gleiche von Don Bosco bei den Salesianern.


1

0
 
 M.Schn-Fl 10. Jänner 2011 
 

FSSPX-Schulen im Saarland

Die Schwierigkeiten mit den Schulen der Pius-Bruderschaft gab es schon vor der Jamaica-Koalition hier bei uns im Saarland als die CDU noch alleine regierte.
Wenn sich die Dominikanerinnen, die Jesuiten und die Steyler Missionare stets an die Vorschriften halten konnten, warum soll das die Pius-Bruderschaft nicht können?
Gerade, wenn man annimmt, dass man einem ideologisch begründet ans Fell will, dann sollte man doch diesen \"Gegnern\" keine zusätzliche Munition liefern, sondern hier gebietet doch die Klugheit, besonders sorgfältig die Vorschriften einzuhalten. Oder nicht?
Ich will mich mal sehr vorsichtig ausdrücken. Die Pius-Bruderschaft hat sich sehr unklug verhalten und fährt darin fort.


5

1
 
 clemens 10. Jänner 2011 
 

Menschenbild

@annus novus
Es wäre interessant, wie der zitierte Leiter der Salesianer-Mission das Menschenbild der Piusbruderschaft definiert. Ich nehme einmal an, dieses Menschenbild ist \"vorkonziliar\", was immer das in diesem Zusammenhang heißen mag. Aber auch Don Bosco war vorkonziliar.


3

1
 
 borromeo 10. Jänner 2011 

@Theobald

Zunächst möchte ich festhalten, daß ich hier bisher keine inhaltliche Bewertung der Thesen und Aktivitäten der Piusbruderschaft abgegeben habe. Wie immer man zu dieser Gruppierung steht, Fakt ist, daß sich die FSSPX keinesfalls von der römisch-katholischen Kirche losgesagt hat (wo haben Sie diese Information her?). Im Gegenteil, sie betont immer wieder, daß sie den Primat des Papstes in Rom anerkenne. Auch sind mir keine Austritte oder Ausschlie0ungen von Mitgliedern der Bruderschaft aus der katholischen Kirche bekannt (wobei ich zugeben muß, nicht über Detailkenntnisse hierüber zu verfügen). Also sind diese Christen de facto Mitglieder der römisch-katholischen Kirche, wie immer man auch die Haltung der Priesterbruderschaft vor allem zu Aussagen des 2. Vatikanischen Konzils beurteilen mag. Selbstverständlich gibt es berechtigte Kritik aus Rom, z.B. an Priesterweihen, die von Bischöfen gespendet werden, die selbst zwar gültig, aber dennoch unerlaubt geweiht wurden und deren Status daher von Rom nicht anerkannt ist. Das schmälert allerdings nicht die Eigenschaft der Mitglieder der FSSPX als der römisch-katholischen Kirche zugehörige Christen.

Würde die römische Kurie sich sonst bemüßigt sehen, mit Vertretern der FSSPX über den Status der Gemeinschaft zu verhandeln? Es ist ein Gespräch unter Katholiken!


6

2
 
 borromeo 10. Jänner 2011 

@Kirchenmaus

Zum Begriff \"Unzuverlässigkeit\":
Das war eher eine rhetorische Frage in meinem Text. Der schwammige und juristisch nicht definierte Begriff der \"Unzuverlässigkeit\" wird von der Politik seit einigen Jahren dazu benutzt, um speziell nach 9/11 mit Sondergesetzten gegen angebliche \"Gefährder\" vorzugehen. Das hat auch mich als Pilot getroffen, ich konnte aber erfolgreich dagegen angehen. Der Begriff der \"Unzuverlässigkeit\" wird dabei stets so genutzt, daß allein sein negativer Klang Uninformierten Angst und Schrecken verursacht und damit jeder Kredit einer Person oder Einrichtung verspielt ist. Daher war ich fast erschrocken, diesen Begriff im Zusammenhang mit den beabsichtigten Schulschließungen zu lesen. Allerdings bestärkt mich das in meiner Bewertung, daß es hier einzig und allein um einen gezielten politischen Angriff gegen die katholische Kirche geht.

Selbst wenn es ein Tauziehen um das Internat gab, und selbst wenn es trickreich geführt wurde (vermutlich von beiden Seiten), so ist das noch lange kein Indiz und Anlaß, einfach mit dem Prädikat \"unzuverlässig\" einem Träger die Eignung zur Führung einer Schule abzusprechen. Oder was ist dann z.B. der Träger der Odenwaldschule, die im letzten Jahr berühmt-berüchtigt wurde?


5

2
 
 Theobald 10. Jänner 2011 
 

@borromeo

wie der Minister mit der Schließung eines Pius-Internats die katholische Kirche treffen sollte ist mir unklar.
Immerhin haben sich diese Brüder ja von der römischen Kirche losgesagt...?

zur Unzuverlässigkeit: wie ich schon sagte; BIS ein Träger rechtlich wasserdicht als unzuverlässig eingestuft werden kann, muss viel geschehen (ich weiß das, denn ich habe beruflich damit zu tun!). Wenn das dann tatsächlich einmal vorkommt, hat dieser Träger von mir kein Mitleid zu erwarten. Egal aus welcher \"Ecke\" er auch immer kommen möge.


4

4
 
 Kirchenmaus 10. Jänner 2011 

Stichwort \"Unzuverlässigkeit\"

Damit meint der Minister vermutlich das über einige Jahre laufende Katz- und Mausspiel des Trägers mit dem Ministerium. Jedes Internat muss sich an gesetzliche Rahmenbedingungen halten. Seitens der Regierung wurden immer wieder Mißstände benannt und es wurde dazu aufgefordert, diese abzustellen (lange, bevor Kessler im Amt war). Der Träger hat dies immer wieder zugesagt, aber letztlich nicht umgesetzt. Kann man das als unzuverlässig bezeichnen? Ich finde schon!
Ob es legitim ist, vom Internatsbetrieb auf den Schulbetrieb zu schließen und dadurch eine Schließung auch der Schulen zu rechtfertigen, ist vielleicht eine andere Angelegenheit. Aber den Vorwurf der Unzuverlässigkeit sehe ich definitiv als erfüllt.
Noch eine Anmerkung zu den Lebensverhältnissen im Internat: Ich weiß natürlich nicht, ob die Räumlichkeiten mit der Überbelegung mit gewachsen sind (das müsste ja ca. Faktor 3 sein), aber ich kenne Anhänger der Piusbruderschaft (Eltern), die ihre Kinder lieber in einer Baracke hausen lassen würden, damit sie eine FSSPX-Schule besuchen können, als sie dem normalen Staatsschulsystem \"auszuliefern\"! Insofern wären selbst bei schlimmsten Wohnverhältnissen wohl kaum mit Beschwerden an die Regierung zu rechnen gewesen!!!


5

2
 
 borromeo 10. Jänner 2011 

Erkennbar politische Motive

Ohne in das Gehirn des saarländischen Bildungsministers hineinschauen zu können, hat sein Vorgehen gegen den Schulträger weit mehr als nur ein G\'schmäckle. Man muß hier schon differenzieren:

Einerseits war offensichtlich der Don-Bosco-Schulverein höchst ungeschickt, um nicht zu sagen dumm, den Internatsbetrieb unter Vorzeichen zu führen, die nicht von der Betriebsgenehmigung gedeckt waren. Daß so eine offene Flanke von Gegnern dann genutzt wird, eine gerichtsfeste Schließung des Internats zu verfügen, wenn auch mit dem fadenscheinigen und butterweichen Argument angeblicher \"Unzuverlässigkeit\" (was genau ist denn darunter eigentlich zu verstehen???), ist von fanatischen Kirchengegnern zu erwarten.

Andererseits versucht derselbe Minister jetzt, basierend auf der Gerichtsfeststellung angeblicher \"Unzuverlässigkeit\" des Schulvereins, seine politischen Ränkespiele weiter zu treiben. Neben dieser vermeintlichen, juristischen Stütze setzt er dabei auch auf die Isolation der FSSPX innerhalb der Kirche. Für ihn sieht die Kalkulation so aus: Greife ich die Priesterbruderschaft an, treffe ich damit direkt die gesamte katholische Kirche. Deren Vertreter in Deutschland werden sich nicht wehren, allein schon um jeden Anschein einer irgendwie gearteten Unterstützung der FSSPX zu vermeiden. Da von Seiten der DBK mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Solidaritätsadressen zugunsten der Piusbruderschaft kommen werden, geht die Rechnung des grünen Ministers vorerst auf. Es geht tatsächlich nicht um Eignung oder Nichteignung des Schulträgers sondern darum, kirchlichen (zumal katholischen) Einfluß auf Schüler mit allen Mitteln zu verhindern.

Man muß weder Sympathie noch Antipathie für bzw. gegen die FSSPX hegen um klar erkennen zu können, daß hier eine Wunde in der Kirche ausgenutzt wird, um ideologiegetriebene Politik gegen die Kirche zu machen. Die einzelnen Mitglieder der Priesterbruderschaft sind unwiderlegbar Mitglieder der katholischen Kirche, werden aber von einigen Akteuren innerhalb der Kirche bewußt ausgegrenzt. Und damit werden die Kirchengegner zu Angriffen förmlich eingeladen.


6

1
 
 johnboy 10. Jänner 2011 
 

@Bonifaz2010

Mit anderen Worte kann man annehmen das über belegte Internat schlimmer ist als das Misbrauch von Kindern, oder? Haben die Eltern eigentlich beschwert ?


4

2
 
 a.t.m 10. Jänner 2011 

Tja er hat es geschafft.

Der \"Verwirrer, Faktenverdreher, Verleumder\" oder wie immer man den Teufel nennen möchte, das wir Katholiken anstatt zusammenzuhalten und Gemeinsam zum Lobe und Ruhme Gottes unseres Herr, dafür sorgen das zumindest einige wenige Kinder im katholischen Sinne erzogen werden, zerfleischen wir uns geistig gegenseitig und sorgen so dafür das in Zukunft diese armen Kinder nach zeitgeistigen Massstäben und im Sinne des Gender Mainstreams erzogen werden. Oder wäre es nicht doch besser wenn wir gemeinsam für den Erhalt dieser Schulen beten???

Gott zum Gruße


7

3
 
 Bonifaz2010 10. Jänner 2011 
 

Zweierlei Maß?

Richtig ist der Hinweis von Theobald, daß die Piusbruderschaft die Konsequenzen tragen muß, wenn sie die einschlägigen Rechtvorschriften nicht beachtet.

Andererseits hat man doch den Eindruck, daß seitens der Politik mit zweierlei Maß gemessen wird, wenn Schulen, an denen jahrelanger Mißbrauch stattgefunden hat, weiter tätig sein dürfen (Stichwort: Odenwald-Schule), während man bei einer Pius-Schule gleich zur Schließung übergeht.


7

1
 
 Aegidius 10. Jänner 2011 
 

\" Der Leiter der Salesíaner-Mission, Jean-Paul Muller, betont in einem Brief an die Förderer des Werkes, dass das Menschenbild der Pius-Bruderschaft in keiner Weise der Haltung und den Erziehungsmethoden Don Boscos entspreche.“ (kath.ch)\"

Warum um alles in der Welt übertreffen sich alle Gutmenschen darin, sich von der Piusbruderschaft abzugrenzen, während sie allen Lauen, Irrgläubigen, Gegenpäpsten, Spaltern, Terror- und Ungläubigen gegenüber Toleranz, Integration, Respekt, Dankbarkfit ob der Bereicherung verlangen?
Dummheit oder Bosheit?


10

4
 
 Theobald 10. Jänner 2011 
 

Rechtmäßig

Recht muss Recht bleiben.
Und wenn eine Schule statt zugelassener 8 Kinder eben 25 aufnimmt, muss für jeden halbwegs klar denkenden Menschen klar sein, dass das nicht ohne Konsequenzen bleiben kann.
Wenn ein Gericht feststellt, dass ein Träger nicht zuverlässig ist, dann ist das schon ziemlich starker Tobak und es muss mehr vorliegen als die Verwendung falscher Stempelfarbe, denn so einfach geht das nicht.


5

5
 
 Annus Novus 10. Jänner 2011 

Stellungnahme der Salesianer Don Bosco

„Der Salesianerorden hat jetzt erklärt, dass der so genannte Don-Bosco-Schulverein nichts mit ihnen zu tun hat. Er sei eine Einrichtung der Pius-Bruderschaft. Und es sei bedauerlich, dass sie den Namen des Ordensgründers Giovanni Bosco nutzte, um ihre Ziele zu verfolgen. Da das Label „Don Bosco“ nicht geschützt sei, könne sich Jeder ungefragt mit dem Namen des populären Heiligen schmücken. Insofern betreibe die Pius-Bruderschaft Etikettenschwindel. Der Leiter der Salesíaner-Mission, Jean-Paul Muller, betont in einem Brief an die Förderer des Werkes, dass das Menschenbild der Pius-Bruderschaft in keiner Weise der Haltung und den Erziehungsmethoden Don Boscos entspreche.“ (kath.ch)


4

5
 
 friedbert 10. Jänner 2011 
 

Ideologische Entscheidung!

Eine eindeutig ideologische Entscheidung, die aber von einem ehemaligen GEW-Landesvorsitzenden nicht anders zu erwarten war.


13

6
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Piusbruderschaft

  1. Bischof Huonder zieht sich in Haus der Piusbruderschaft zurück
  2. Holocaust-Leugner Williamson scheitert in Straßburg
  3. Bischof von Chur wird Piusbruderschaft 'mitbetreuen'
  4. Papst löst Kommission 'Ecclesia Dei' auf und regelt Dialog neu
  5. Steht Auflösung der Kommission „Ecclesia Dei“ bevor?
  6. Piusbruderschaft-Oberer: "Dieser Papst erschüttert uns zutiefst"
  7. Neuer Piusbrüder-Generalobererer zu erstem Gespräch im Vatikan
  8. Vor 30 Jahren brach Erzbischof Lefebvre mit Rom
  9. DBK möchte für Trauung keine Priester der Piusbruderschaft








Top-10

meist-gelesen

  1. "Pfingstbotschaft" von Bätzing: Segnet Schwule!
  2. Bistum Trier: Klobürsten-Segen durch Pfarrer Leick
  3. Kardinal Müller warnt vor Unterdrückung der katholischen Kirche
  4. Papst Franziskus in Geldnot!
  5. Synodaler Weg: Voderholzer protestiert gegen autoritäre Alleingänge des Präsidiums
  6. Liturgieprofessoren schlagen Benediktion Homosexueller vor
  7. Der grosse Betrug
  8. Berlin: Muslime beten erstmals in evangelischer Kirche
  9. Türkischer Botschafter in Wien: Weihnachten ist egoistisch
  10. Corona-Krise ist für George Soros die Krise seines Lebens

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz