Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  2. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  3. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  4. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  5. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  6. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  7. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  8. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  9. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  10. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  11. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  12. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt
  13. Die Krise des Bischofsamtes
  14. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
  15. Neues Eigentümer-Ehepaar lässt Ex-Epstein-Ranch drei Tage lang exorzieren

Es gibt zwei Geburten unseres Herrn Jesus Christus

23. Dezember 2010 in Spirituelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Aus einer Weihnachtspredigt des heiligen Augustinus – „Du fragst einen Menschen, auf welche Weise Gott gezeugt worden sei?“ - „Niemals gibt es den Vater ohne den Sohn“


Linz (kath.net) Der Kirchenvater Aurelius Augustinus (geb. 334, gest. 430) erlebte das Konzil von Chalcedon (451) nicht mehr, und doch lehrte er schon die Zweinaturenlehre, so wie sie dann dogmatisiert wurde und bis heute Grundbestand der christlichen Lehre aller Konfessionen ist.

Augustinus (Sermo 196,1):

Es gibt zwei Geburten unseres Herrn Jesus Christus: die eine ist göttlich, die andere menschlich.
Beide sind wunderbar: jene ohne Frau als Mutter, diese ohne Mann als Vater.

Was der Prophet Jesaja sagt, «Wer wird imstande sein, seine Herkunft zu erzählen?», lässt sich auf beide Geburten beziehen. Wer ist wohl imstande, von einem zeugenden Gott angemessen zu reden?
(Und) wer ist wohl imstande, von einer gebärenden Jungfrau angemessen zu reden?

Jenes ereignet sich ohne einen Tag, dieses an einem bestimmten Tag: beides übersteigt die Grenze menschlicher Vorstellung und ruft staunende Bewunderung hervor.


Achtet auf jene erste Zeugung: «Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort» (Io 1,1). Wessen Wort? Des Vaters selbst. Was war das Wort? Der Sohn selbst. Niemals gibt es den Vater ohne den Sohn.

Und dennoch zeugte er, der niemals ohne Sohn war, den Sohn. Er (der Vater) zeugte, und er (der Sohn) begann nicht. Der ohne Anfang Gezeugte hat keinen Anfang.
Und dennoch ist er der Sohn, und dennoch ist er der Gezeugte.

Nun mag jemand einwenden: Wie kann einer gezeugt sein, und dennoch keinen Anfang haben? Ist er gezeugt, hat er einen Anfang: wenn er keinen Anfang hat, wie kann er gezeugt sein? Wie, das weiß ich nicht. Du fragst einen Menschen, auf welche Weise Gott gezeugt worden sei?

Ich mühe mich ab mit deiner Frage; indes, ich appelliere an den Propheten (der sagt): «Wer wird imstande sein, seine Herkunft zu erzählen?» (Is 53,8).

Wende dich (nun) mit mir dieser menschlichen Zeugung zu, folge mir zu der, in welcher er (Gottes Sohn) sich entäußert hat, indem er die Gestalt eines Knechtes annahm (cf. Phil 2,6sq.): um zu sehen, ob wir es vermögen, sie zu begreifen, ob wir in der Lage sind, darüber etwas zu sagen.

Wer jedoch begreift dies: «der, als er in der Gestalt Gottes war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein» (Phil 2,6)?
Wer mag dies verstehen?

Wer mag dies angemessen bedenken?
Wessen Geist wagte es, dies zu durchschauen? Wessen Zunge wagte es, dies zu verkünden? Wessen Denkfähigkeit vermag es wohl, sich darüber eine Vorstellung zu machen?
Lassen wir dies für einen Augenblick: es überschreitet unseren Horizont.

Damit es aber nicht dabei bleibe, (heißt es Phil 2,7 weiter), «er hat sich selbst entäußert; indem er die Gestalt eines Knechtes annahm, wurde er den Menschen gleich». Wo? In der Jungfrau Maria.

Augustinus, Sermones (PL 38, Sermo 196,1), Übersetzung: Werkausgabe des Augustinusforschungszentrums.

Zum lateinischen Originaltext: Augustinus: quis digne enarret uirginis partum?




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Weihnachten

  1. „Das Wort ist Fleisch geworden – Dieser Satz ist Abgrund und Gipfel zugleich“
  2. „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“
  3. Das Epiphanie-Fest – Erscheinung Gottes in der Zeit
  4. Fest der Heiligen Familie – „Gott wohnt unter uns – und geht mit uns“
  5. „Driving home for Christmas“ – Nun ist Chris Rea auf dem Weg in seine ewige Heimat
  6. ‚Urbi et Orbi‘ 2025: Weihnachten - Geburt des Friedens
  7. Der Friede begann zu weinen. Weihnachten - die Gegenwart Gottes im verletzlichen Fleisch
  8. Wenn Gott Mensch wird. Die angebrochene Morgenröte des neuen Tages
  9. Stille Nacht, Heilige Nacht
  10. Gottesgeburt in der Seele






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  3. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  4. Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück
  5. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
  6. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  7. Neues Eigentümer-Ehepaar lässt Ex-Epstein-Ranch drei Tage lang exorzieren
  8. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  9. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  10. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt
  11. Passauer Bischof Oster warnt in Altötting vor Verfall des christlichen Menschenbildes
  12. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  13. Erzbischof Cordileone: 'Lasst unsere Nonnen in Ruhe!'
  14. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'
  15. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz