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'Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands' auf Schisma-Kurs?

21. Dezember 2010 in Deutschland, 56 Lesermeinungen
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Forderung nach Zulassung von Frauen zu Weihe und Leitungsfunktionen – Erste Etappenziele der kfd sind Predigt und Liturgieleitung durch Frauen sowie die Zulassung zur Diakonenweihe als erster Weihestufe – Weihe ja, Beichte nein?


München (kath.net) Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ignoriert kirchliche Aussagen zur Nicht-Möglichkeit von Frauenpriesterweihe und möchte hier weiterhin Druck ausüben. Dies geht aus einem kath.net vorliegenden Brief von Brigitte Vielhaus, der Abteilungsleiterin Theologie/Kirche der "Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands" hervor.

Demnach bleibe „die ungeklärte Frage nach dem Priesteramt für Frauen“ weiterhin „ein Stachel im Fleisch, die zunächst nicht weiter beantwortet werden kann.“ Dennoch will die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands „weiter über Ämter und Dienste, über Dienen und Leiten in der Kirche sprechen.“ Es sei „deutlich geworden, dass weitaus mehr Führungspositionen in der Kirche von Frauen besetzt werden könnten.“

Die Katholische Frauengemeinschaft arbeitet nach eigenen Aussagen nach wie vor „mit Netzwerken oder Gruppen zusammen, die das Priesteramt für Frauen mit einer anderen Deutlichkeit formulieren“, und war beim letzten Ökumenischen Kirchentag in München „Teil eines großen Standes des Christinnenrates, der sich u.a. für Geschlechtergerechtigkeit in den christlichen Kirchen einsetzt.“


Auch beschäftige sich der Bundesvorstand der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands „zurzeit intensiv mit der Forderung nach dem Diakonatsamt von Frauen und wird sich im nächsten Jahr mit einem neuen Positionspapier zu 'Frauen und Kirche' zu Wort melden, um sich im Prozess des Dialogs mit den Bischöfen auch klar und konstruktiv zu positionieren.“ Im Rahmen des kirchenrechtlich Möglichen gelte es, noch vieles Mögliche und bisher nicht Genutztes auszuschöpfen, so z.B. unter bestimmten Umständen die Möglichkeit zu predigen, eine Gemeinde zu leiten oder über den Weg von Beauftragungen Leitungsfunktionen in der Liturgie oder Verkündigung zu übernehmen.

Dass diese Forderungen nicht aus tief-katholischer Spiritualität entspringen, zeigte sich spätestens in einem Bericht über die „Herbsttagung für Dekanatsleiterinnen der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands“ 2010. Dort wurden die Teilnehmerinnen gebeten, mittels Karten ihre Einstellung zu den Sakramenten anzeigen. „Waren bei Eucharistie und Firmung die grünen Karten noch klar in der Überzahl, kippte dies spätestens beim Bußsakrament und der Priesterweihe“, wird in der Kirchenzeitung Köln berichtet.

Papst Johannes Paul II. hatte 1994 im Apostolischen Schreiben „Ordinatio sacerdotalis" die Frage der Weihe von Frauen lehramtlich geklärt:

„Damit also jeder Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit, die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich kraft meines Amtes, die Brüder zu stärken (vgl. Lk 22,32), daß die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und daß sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben.“


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