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3.268 Prophezeiungen der Bibel erfüllt

30. August 2010 in Deutschland, 38 Lesermeinungen
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Ein deutscher Informatiker hat, ausgehend von den Prophezeiungen der Bibel, einen mathematisch orientierten Gottesbeweis vorgelegt.


Braunschweig (kath.net/idea)
Seit Jahrhunderten haben Theologen und Philosophen versucht, die Existenz Gottes zu beweisen. Das Ergebnis erschien meist nur für Menschen überzeugend, die bereits an die Existenz Gottes glaubten. Nun hat der deutsche Informatiker Prof. Werner Gitt (Braunschweig) versucht, einen mathematisch orientierten Gottesbeweis vorzulegen, den das Schweizer Monatsmagazin "Factum" (Berneck/Schweiz) veröffentlicht hat.

Gitt leitete bis zum Eintritt in den Ruhestand 2002 als Direktor und Professor bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt den Fachbereich Informationstechnologie. Nach seinen Angaben sind bereits 3.268 Prophetien der Bibel erfüllt. Ein markantes Beispiel ist die im 5. Buch Mose (28,64-65) angekündigte Zerstreuung des Volkes Israel unter alle Völker und die Verheißung seiner Rückführung (Jeremia 16,14-15), die sich 1948 mit der Gründung des Staates Israel erfüllt hat. Daneben gebe es im Alten Testament Hinweise auf Jesus Christus, etwa seine Geburt in Bethlehem oder seinen Tod am Kreuz. Alles dies sei Wirklichkeit geworden.


Um mathematisch auf der sicheren Seite zu liegen, geht Gitt für jede Prophetie von der hohen Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent aus, dass sie sich erfüllt. Danach nun würde die Wahrscheinlichkeit, dass 3.268 Prophezeiungen zufällig eintreffen, bei 1,7 mal 10 hoch -984 liegen. Nach dem Komma folgen also fast 1.000 Nullen, ehe die Zahl 17 auftaucht. Obwohl dies eine unvorstellbar kleine Zahl sei, hätten sich -- wie Altes und Neues Testament zeigten -- mehr als 3.000 Vorhersagen erfüllt, so Gitt. Wenn man nicht von 3.268 Zufällen ausgehen wolle, bleibe nur "die Annahme eines allmächtigen und allwissenden Gottes, der die Prophetien im Voraus nennen konnte und später aufgrund seiner Allmacht auch in die Realität umgesetzt hat", schreibt Gitt. Er folgert daraus, "dass die ganze Bibel wahr sein muss".

Das Ameisenmodell

Wer dennoch von Zufällen bei der Erfüllung von 3.268 Prophetien ausgehe, müsse dann auch annehmen, dass man mit verbundenen Augen in einem riesigen Haufen schwarzer Ameisen die einzige darin befindliche rote auf Anhieb findet. Im Detail: Die Zahl für die Unwahrscheinlichkeit, dass sich mehr als 3.000 Prophezeiungen durch Zufall erfüllen könnten (1,7 mal 10 hoch -984), illustriert Gitt mit einem Ameisenhaufen, in dem sich ein einziges rotes Tierchen befindet. Dazu stellt er die Frage: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch mit verbundenen Augen gerade diese rote Ameise findet, wenn er in den Haufen hineingreift? Würde man 36 Millionen Tiere -- so viele passen in eine Badewanne -- nehmen, wäre die Wahrscheinlichkeit, ausgerechnet die rote Ameise zu greifen, 2,8 mal 10 hoch -8 (also 7 Nullen nach dem Komma). Das wäre ein passendes Modell für den Fall, dass die Bibel nur 25 erfüllte Prophetien hätte. Dementsprechend bräuchte man wesentlich mehr Ameisen, um auf jene geringe Wahrscheinlichkeit zu kommen, die dem Eintreffen aller biblischen Prophezeiungen entspricht. Laut Gitt kann dieser Wert selbst dann nicht erzielt werden, wenn man das ganze Universum mit Ameisen füllen würde. Die genaue Rechnung ergibt sogar die immense Zahl von 5 mal 10 hoch 896 Universen.


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