Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  3. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  4. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  5. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  8. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  9. So fühlt sich Nachhausekommen an
  10. Menschenrecht auf Abtreibung?
  11. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  12. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  13. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  14. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  15. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten

Indien: Erzbischof wendet sich gegen anti-christlichen Hassprediger

24. August 2010 in Weltkirche, 20 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Am Tag der Unabhängigkeit Indiens hat ein hindu-nationalistischer Politiker gefordert, dass die "schlechte Pflanze" des Christentums in Indien "möglichst bald ausgerissen werde".


Bangalore (kath.net/Fidesdienst) Die indische Kirche wendet sich gegen christenfeindliche Aussagen eines hindu-nationalistischen Politikers. Das Parlamentsmitglied Prahlad Remane – Mitglied der hindu-nationalistischen Partei Barathiya Janata Party (BJP) – sagte am Tag der Unabhängigkeit Indiens, dass ein Teil des Erbes, das die Kolonialherren Englands Indien hinterlassen haben „jenes sei, auf systematische Weise den Samen des Christentums im Land verbreitet zu haben“. Es sei aber eine „schlechte Pflanze“, die „möglichst bald ausgerissen werde.”

Der Erzbischof von Bangalore reagierte: „Es ist dringend notwendig, diese Hassprediger zu stoppen, die die Herzen zur Gewalt gegen die Christen entzünden und falsche Beschuldigungen verbreiten, vor allem wenn es sich dabei um Politiker handelt, um Führer, die die Nation repräsentieren.“ Dies schrieb der Erzbischof von Bangalore, Bernand Moras, in einem Brief an den Gouverneur des Staates Karnataka (Südindien), H. R Bhardawaj, und an den Premierminister desselben Staates B. S. Yeddyurappa.


Derartige Erklärungen stehen in Einklang mit den schlimmsten Behauptungen des hinduistischen Extremismus, der allein in Karnataka in den letzten zwei Jahren über 2000 Episoden von antichristlicher Gewalt verursacht hat und Massaker in anderen Staaten Indiens, so die lokalen Quellen von Fides.

„Aber bei den Massakern in Orissa kam es zu einem Aufstand der öffentlichen Meinung, zur Empörung der internationalen Gemeinschaft, zum Eingriff der Bundesregierung. In Karnataka hingegen, gab es keinerlei kulturelle oder emotionale Auswirkung auf die Bevölkerung aufgrund des heimlichen Abblockens der BJP und der Staatspolizei.

Oft gibt es keine öffentlichen Anzeigen (die die Polizei sich weigert aufzunehmen), es gibt keine Artikel oder Beiträge in den Massenmedien. Alles geschieht in der Stille, in der Gleichgültigkeit, unter Straffreiheit, aber die christliche Gemeinde leidet ganz offensichtlich“ erklärt die Quelle von Fides.

Deshalb hat Erzbischof Moras das Schweigen gebrochen und hat an die lokale Regierung geschrieben: „Wir nehmen mit tiefem Bedauern wahr, dass das Parlamentsmitglied der BJP Prahlad Remane falsche Anklagen gegen die Christen verbreitet und auch von Bekehrungen unter Einsatz unlauterer Mittel gesprochen hat“, erklärt der Würdenträger und fordert vom Gouverneur und vom Premierminister sobald als möglich einzugreifen, um solche verantwortungslosen Führer zu stoppen, die den Frieden in der indischen Gesellschaft bedrohen.

„Derartige falsche und ungerechtfertigte Aussagen gießen Öl ins Feuer der Gefühle der Intoleranz“ stellt Msgr. Moras beunruhigt fest, der auch an die Bundesbehörden eine Kopie des Briefes geschickt hat. Der Erzbischof betonte, dass „gemäß der indischen Verfassung die Werte des Pluralismus, der Laizität, der Toleranz, der gegenseitigen Achtung, der Harmonie“ von allen respektiert werden müssen, vor allem von Personen, die die Bürger auf Landes- und Bundesebene in der gesetzgebenden Versammlung vertreten. Diese „sind berufen, die Rechte der Verfassung der gesamten indischen Bevölkerung zu schützen und zu garantieren, ohne Vorurteile der Kaste, der Hautfarbe oder der Religion“ und beizutragen am Aufbau des Friedens und der Harmonie in der Gesellschaft.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Indien

  1. Mögliches eucharistisches Wunder in Indien
  2. Indien: Junge Ordensfrau nach Konversionsvorwürfen in Haft
  3. Indien: Kritik an Behörden wegen anhaltender Gewalt gegen Christen
  4. Indische Regierung hebt Spendenverbot für Mutter-Teresa-Schwestern auf
  5. Mehrere christenfeindliche Übergriffe an Weihnachten
  6. Indien: „Die Pandemie lehrt uns, dass wir gemeinsam kämpfen müssen, wenn wir überleben wollen“
  7. Corona-Hilferuf aus Indien: „Das ganze System bricht erbärmlich zusammen“
  8. Geschlechtsspezifische Abtreibung in Indien: Jedes Jahr werden mehr Jungen als Mädchen geboren
  9. Corona in Indien: 12-jährige Wanderarbeiterin stirbt nach 100 km Fußmarsch
  10. Indien: Christen nach Wahlausgang in großer Sorge






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  3. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  4. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  7. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  8. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  9. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  12. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  13. Menschenrecht auf Abtreibung?
  14. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  15. Papst Leo XIV: Meinungsfreiheit auch im Westen beschränkt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz