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Osnabrücker Bischof Bode relativiert Ordinatio Sacerdotalis

21. Juli 2010 in Deutschland, 50 Lesermeinungen
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Bode: "Ich betrachte das römische Nein zum Priestertum der Frau als bindend. Ich verweise aber auch auf die Erfahrung der Kirche: Streitfragen, die über lange Zeit nicht zur Ruhe kommen, bekommen eine eigene theologische Qualität."


Osnabrück (kath.net)
Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode möchte, dass Frauen mehr Macht für Frauen in der katholischen Kirche haben. In einem Streitgespräch mit der Münsteraner Theologieprofessorin Marianne Heimbach-Steins in der Frankfurter Rundschau meinte Bode: "Ich weiß, und es geht mir nahe, wie einhellig Katholikinnen aus verschiedensten Lebensbereichen den Ruf nach Reformen vortragen. Ich spüre auch, was wir uns als Kirche vorenthalten, wenn wir Frauen nicht noch stärker in Leitung und Entscheidung einbeziehen." Der Osnabrücker Bischof brachte dann einen Zusammenhang zwischen den Missbrauchsfällen in den vergangenen Monaten und "wie wichtig die Kompetenz von Frauen ist und wie sehr eine geschlossene Männergesellschaft Abnormitäten begünstigt. "Das Desaster, das wir im Missbrauchsskandal erlebt haben, sollte in der Tat dazu führen, die Frage der Macht und der Teilung von Macht in der Kirche radikal neu zu bedenken.", betont Bode.

Dann lässt Bode mit Aussagen über das Priestertum aufhorchen und meint, dass "wir" jedenfalls die Zukunft der Kirche und ihrer Leitung nicht mehr allein von den geweihten Priestern her gestalten werden können. Wörtlich sagte er: "Wer weiß, was uns da noch an neuen, ungeahnten Möglichkeiten zuwächst! Dass ich das nicht nur so dahinsage, sehen Sie am Amt des Diakons: Vor 50 Jahren durch das Zweite Vatikanische Konzil wiederbelebt, hat es heute eine ganz eigene, gar nicht hoch genug zu schätzende Bedeutung für den Dienst der Kirche. Also: Wir dürfen nicht immer nur die Wand sehen, sondern müssen auf die Räume schauen, die vor ihr liegen."

Für endgültige Verwirrung sorgt der der Osnabrücker Bischof dann mit seiner Relativierung der definitiven Aussage der römisch-katholischen Kirche, dass Frauen nicht zum Priestertum geweiht werden können. "Ich betrachte das römische Nein zum Priestertum der Frau als bindend. Ich verweise aber auch auf die Erfahrung der Kirche: Streitfragen, die über lange Zeit nicht zur Ruhe kommen, bekommen eine eigene theologische Qualität. Hier steckt in der Tradition selbst eine verändernde Kraft, die zu neuen Einsichten führen kann.", meint Bode.

Papst Johannes Paul II. hatte im Schreiben "Ordinatio Sacerdotalis" 1994 klar festgestellt, dass die Kirche niemals die "Frauenweihe" erlauben werde. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: "Obwohl die Lehre über die nur Männern vorbehaltene Priesterweihe sowohl von der beständigen und umfassenden Überlieferung der Kirche bewahrt als auch vom Lehramt in den Dokumenten der jüngeren Vergangenheit mit Beständigkeit gelehrt worden ist, hält man sie in unserer Zeit dennoch verschiedenenorts für diskutierbar, oder man schreibt der Entscheidung der Kirche, Frauen nicht zu dieser Weihe zuzulassen, lediglich eine disziplinäre Bedeutung zu. Damit also jeder Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit, die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich kraft meines Amtes, die Brüder zu stärken (vgl. Lk 22,32), daß die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und daß sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben."


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Lesermeinungen

 speedy 2. Juli 2011 
 

noch vergessen

uns fehlt wieder ein bischof dyba, ein pater maximilian kolbe, eine mutter teresa, eine hildegard von bingen, es gaebe viele davon aufzulisten wir sollten um solche vorbilder beten und bitten


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 speedy 2. Juli 2011 
 

wir sollten auf den papst benediktXVI hoeren, da er unser oberhaupt auf erden ist,in anbetracht der katastrophen in japan, und den ganzen aufstaenden vor unserer haustuere in europa ( siehe lybien usw.) finde ich es an der zeit um den frieden und den gottes gnade und erbarmen fuer uns alle auf der erde zu beten, denn gott hat uns alle erschaffen, wie lange bleiben wir noch verschont? wer weiss vielleicht muessen wir wieder in katakomben, es scheint mir wo der glaube und religion verboten ist , waechst er, der papst hat immer klar gesagt dass keine frauen zum priester geweiht werden duerfen, damit genug. fuer
alle frauen die priester werden moechten, gibts die alternative protestantisch zu werden, es gibt doch ein paar religionsgemeinschaften die priesterinnen haben,es duerfte doch nicht fuer diese frauen schwer sein die passende zu finden,jeden den unsere regeln hier in der katholischen kirche stoeren, hat das recht die kirche zu wechseln,


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 Ester 25. Juli 2010 
 

Priestertum bedeutet, für ewig von Gott in

einen besonderen Dienst genommen zu werden.
Wirklich intelligente Frauen sind daher schon lange davon abgekommen die Ordination für Frauen zu fordern.
Mit dem Argument \"Also Unterordnen (auf Latein Ordination, auf deutsch dienen) wollen wir uns eigentlich nicht\"
So steht nur noch zu hoffen, dass den betreffenden Frauen auch noch aufgeht, dass das \"nicht dienen wollen\" nicht gerade christlich ist und so die Sehnsucht der betreffenden Frauen wächst, doch noch von Gott in den Dienst genommen werden zu wollen.
Wenn wir mal soweit wären, dann würde sich die doch recht langweilige Diskussion über, das eh unmögliche, katholische Frauenpriestertum erledigen.


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 M.Schn-Fl 23. Juli 2010 
 

@Franz2

Die Kirche hat also nur Wirkung, wenn sie sich dem Zeitgeist und seiner Strömung anpasst?
Mitnichten! Die Kirche hat dann eine spürbare Wirkung auf die Menschen, wenn sie sich täglich neu zum Evangelium bekehrt und endlich wieder bei uns in ihren Amtspersonen und Gläubigen lernt, wahrhaftig zu sein.Die Kirche ist weder eine Institution der Mode noch ein politisches Gebilde, das sich Mehrheiten und der Welt unterwerfen muß Es ist umgekehrt so, dass das Heil der Welt darin liegt, dass sich die Welt nach dem Evangelium ausrichtet.
Manche Leute begreifen es nie. Hätte Christus sich der Mehrheit \"demokratisch\" gebeugt, wäre er nicht zum Eckstein geworden und die Welt würde in die Nacht gehen.


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 Wischy 23. Juli 2010 
 

Geschichtliches Umfeld

@Franz2
Es ist wirklich die Frage, ob wir bezüglich der Stellung der Frau in der Gesellschaft die Entwicklungen zurückdrehen können, die nun einmal stattgefunden haben. Sie sagen zu Recht: In heutiger demokratischer Sicht herrscht Gleichberechtigung, wenn Frauen tun dürfen, was Männer tun dürfen. Sollten einige von ihnen das Priesteramt anstreben wollen (Ob es da überhaupt solch einen Ansturm geben sollte?), sollte man ihnen nicht gleich bloßes abzulehnendes Karrierestreben unterstellen; könnte es nicht auch die ehrliche und zu respektierende Bereitschaft sein, hier einen Dienst anzubieten? Das müssen doch keine sich ausschließenden Alternativen sein, wie \"ortsnah\" uns nahelegen will.

Nun nehmen aber einige auch an, die gesamte gesellschaftliche Entwicklung gehe, was Wertung der Sexualität und der Stellung der Frau angeht, in eine fatale und falsche Richtung, und es komme darauf an, dem entgegenzusteuern durch entschiedenes Festhalten an bisherigen Positionen; es komme also darauf an, \"qualifizierte Minderheiten\" stark zu machen, die in Zukunft gesellschaftliche Trends wieder umkehren und Entwicklungen rückgängig machen könnten. Dann empfehlen sich natürlich andere Strategien...


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 Franz2 23. Juli 2010 
 

zeitgeschichtliches

Das Problem ist aber eben auch, dass die kleine rechtgläubige Kirche gesellschaftlich wirkungslos sein wird.
Wenn wir uns zurückziehen verlassen wir die Gesellschaft.

Natürlich verlässt die Gesellschaft auch uns.

Und ich weiß nicht, ob das unser Auftrag sein kann: das eigene Seelenheil „ins Trockene zu bringen“ und die Menschen zu verlassen, bsw zuzulassen, dass die Kirche keine Wirkung mehr hat in Fragen der Gestaltung der Sexualität, weil sie allen so fern und so verquer vorkommt, dass man sie belächelt.

Die Frage des Frauenpriestertums rührt einfach aus der Demokratie her, dass Gleichberechtigung dann herrscht, wenn Frauen tun dürfen, was Männer tun dürfen (abgesehen von den biologischen Vorgängen des Gebärens und Stillens), und dass Demokraten keine Ungleichberechtigung akzeptieren werden, auf lange Sicht.

Auch die Gender-Problematik wird nicht mehr verschwinden,
der Wunsch, dass es klar sein soll, was seelisch-weibliches und was seelisch-männliches Verhalten ist (oder was Frauen für andere Aufgaben haben), eine Klarheit, die die Wissenschaft aber nicht finden kann, die man also nur glauben kann,
auch dies wird gesellschaftlich nicht akzeptiert werden.


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 Silbermann 23. Juli 2010 

Karrierestreben

Warum unterstellt man allein Frauen, sie seien karrieresüchtig, indem sie das Priestertum anstreben? Sind Männer, die Priester werden wollen, nie ehrgeizig und betrachten das Priestertum immer als demütigen Dienst?


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 ortsnah 23. Juli 2010 
 

Frauenpriestertum

Die Frauen,die unbedingt sich zum Priester weihen lassen wollenfrage ich warum.
Man muß da dienen wo man hingestellt ist. Es ist völlig egal wo man dient. Denn alles ist Dienst an Gott und am von Gott gegebenen Leben.
Er drängt sich der Verdacht auf, daß diese Frauen das Priestertum nicht als Dienst, sondern als Karriere sehen. Und da lägen si völlig falsch. Jeder muß für sen Tun Rechenschaft ablegen. Menschen, ob Frauen, ob Männer, die ihren Dienst als Karriiere ansehen, als eine Art persönliches Statussymbol dienen nicht dem Leben, sondern die zerstören nur. Solche Menschen sind von Gott nicht berufen. Nur die Demütigen sind berufen. Keiner ist berufen der Karriere machen will ob in der Kirche, in der Politik oder anderswo.
Es ist eine Zeit der Reinigung der Kirche.
Am Ende wird eine kleine, glaubensstarke, demütige und von vielen gehasste Kirche übrig bleiben.


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 Tina 13 22. Juli 2010 

es gilt was der Papst sagt!

das Priesteramt ist einzig für die Männer. Frauen haben andere Aufgaben zu erfüllen.

Diese Bibelstelle hatte ich im Gebet, dazu:

Eph 5,10
Prüft, was dem Herrn gefällt.


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 horch 22. Juli 2010 
 

soll er halt Protestant werden

, dann braucht Bischof Bode nichts mehr zu relativieren.
Ich kapier es nicht. Warum kann so ein Bischof nicht einfach mal sagen Das ist so, Rom hat das festgestellt. Punkt. Kein aber kein vieleicht, kein Hintertürchen, kein theologisches Verwickeln.
Wäre zu einfach oder.

Wann findet endlich einmal einer dieser Jaschkes und Bodes den Mut eindeutig zu sagen, bei der EKD gibts das schon, also werd ich eben Protestant.
Ein freudiges Nimmerwiedersehn von meiner Stelle. Gehabt euch wohl und viel Glück vor allem wegen eurer entschiedenen Unentschiedenheit, eurem absoluten Vieleicht.
Aber noch nicht mal dazu sind diese Schmalspurbischöfe in der Lage.


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 Franz2 22. Juli 2010 
 

gesellschafltiche Bedeutungslosigkeit der Kirche

Die Beendigung der Zölibats- und Frauenpriestertumsdiskussion wird nur um den Preis der gesellschaftlichen Bedeutungslosigkeit der Kirche machbar sein.

Das muss man halt überlegen, ob das das Ziel sein muss.


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 studiosus 22. Juli 2010 

@ Ulricher

Nein, weil alle Weihestufen Teil (oder dann eben die Fuelle) des EINEN Apostel bzw. Bischofsamtes sind: bei der Diakonatsweihe gibt der Bischof einen Teil seiner eigenen Weihefuelle weiter. Der Diakonat ist daher ontologisch nicht eigenstaendig sondern an das Bischofsamt gebunden. Deshalb kann auch der Diakonat nicht an Frauen gespendet werden, denn wenn das \"funktionieren\" wuerde, dann ebenso mit Priesterinnen und Bischoefinnen... weil es Teil desselben eben ist.


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 MH1970 22. Juli 2010 
 

Modernismus

Als jemand der immer noch den brennenden Wunsch in sich spürt, Jesus in einer Gemeinschaft nach zu folgen sind solche innerkirchlichen Diskussion ein Dorn im Auge! Weshalb haben wir in Deutschland und Österreich kaum noch Berufungen? Weil auch zum Teil solches an den Zeitgeist angelegtes Denken viele davon abhält! Was gilt denn nun, die Lehre Jesu oder die emanzipatorischen Ungeister des Gender? Ist jemand der Priester werden möchte ein von Gott berufener oder so ein verklemmter der eh nur Kindern nachsteigt? Hat der Priester den Vorsitz in der hl Messe oder sind es selbstverwirklichte Damen die im normalen Leben meistens gescheitert sind, oder Gemrefs und Pastis die sich an alles und jede noch so absurde Theologie anbiedern? Das sind Fragen die viele vom Priesterlichen Dienst auch abhalten! Und das verdampfen des Glaubens innerhalb der Kirche, wenn Professoren über alles Heilige herziehen und dafür Applaus erhalten, dann sollte man sie entlassen. Konsquenzen werden keine getroffen, weil man die medialisierte Öffentlickeit scheut! Man stelle sich vor die ersten Christen wären so wie diese Kirche in Teilen heute ist! Oder glaubt irgend jemand eine der selbstverwirklichten Emanzen ginge für den Glauben ins Gefängsnis oder gar in den Tod??


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 M.Schn-Fl 22. Juli 2010 
 

@Wischy

Dass der heilige Paulus im Rahmen eines patriarchalischen zeitgemässen Verständnisses spricht, wie Sie an A.t.m. schreiben, kann man so nicht stehen lassen. Das Verhältnis von Mann und Frau wollte Paulus so sehen wie das Verhältnis Christi zu seiner Kirche. Ausführlich darüber bei Prof. Norbert Baumert: Frau und Mann bei Paulus. Überwindung eines Missverständnisses.
Köln 1991
Norbert Baumert ist einer der besten Kenner und Ausleger der Theologie des heilgen Paulus.


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 Ulricher 22. Juli 2010 
 

Einwurf

Dass das mit dem Frauenpriesterum (im Moment - und damit meine ich die nächsten Jahrzehnte) nicht geht, dürfte allen klar sein. Wie sieht es aber mit dem Diakonat für die Frauen aus? Könnte es nicht in diese Richtung Bewegung geben?


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 M.Schn-Fl 22. Juli 2010 
 

Die Kirche und \"andere Bereiche\"

@ Calimero: \"In anderen Bereichen ist es doch auch möglich,daß eine Frau der Chef ist.\"
Eben hier liegt ja das Problem. Die Kirche gehört nicht zu den \"anderen Bereichen\". Es ist sehr traurig, dass das von so vielen Menschen auch in der Kirche nicht mehr begriffem wird.
Die Antwort an Sie habe ich unten schon an [email protected] geschrieben .Es gehört zur Krise der Kirche, dass ihre geistliche Dimension nicht mehr verstanden wird. Bitte lesen Sie unten doch noch mal nach. Auch bin ich der Meinung, dass @Hartmut völlig recht hat.


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 Calimero 22. Juli 2010 
 

@Hartmut

Zitat:
\"Was würde er (Bode) tun, würde man ihm eine Erzbischöfin vor die Nase setzen ... \"
Naja was wohl? Ich hoffe doch mit der Arbeit ganz normal weitermachen. In anderen Bereichen ist es doch auch möglich, dass eine Frau der Chef ist.

Zitat:
\" ... da sitzen nur unbefriedigte, pseudo-emanzipierte Frauen\"
Das ist wohl nicht ganz falsch, ok.
Aber dass sexuell frustrierte Frauen UND Männer überproportional in Kirchenämter drängen dürfte wohl unstrittig sein.

Also von daher keine Einwände gegen Frauenpriestertum.


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 Hartmut8948 21. Juli 2010 
 

Ordination von Frauen (ev.-luth)

Als vor Jahren das 25. Jubiläum dieses denkwürdigen Tages in der bayerischen Pfarrerinnenschaft anstand, sagte mit eine Pfarrerin: \"Das fehlte mir noch, dass ich dahin gehe, da sitzen nur unbefriedigte, pseudo-emanzipierte Frauen.\"
Zwischenzeitlich habe ich Frauen in der r.k. Gemeindeleitung erleben dürfen (müssen). Ich muss sagen, ich kann unsere langejährige, ev.-luth. Pfarrerin und Freundin jetzt noch besser verstehen !!!
Bischof Bode sollte sich Nachhilfeunterricht geben lassen, mit Thesen alleine ist es nicht getan. Was würde er tun, würde man ihm eine Erzbischöfin vor die Nase setzen oder eine Kardinälin, die ihm - möglicherweise - auch noch schöne Augen macht oder restrektieve Anweisungen erteilt?


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 Blaise Pascal 21. Juli 2010 
 

@Wischy

\"Prüfen wir unaufgeregt die Argumente und bitten wir den göttlichen Geist um die rechte Einsicht.\"

Roma locuta - causa finita. Da hat der Geist uns die rechte Einsicht gegeben. Zu prüfen gibt es nichts mehr.

\"Der biblische Autor spricht im Rahmen seines damaligen, stark patriarchalisch geprägten Weltbildes, das in dieser Massivität heute nicht mehr zu gelten scheint.\"

Christus war an keine zeitlichen Bräuche gebunden. Er brach sogar desöfteren mit ihnen. Hätte er Frauen als Aposteln bestellen wollen, hätte er dies getan.

Zudem war das Frauen\"priestertum\" bei den Heiden sehr verbreitet. Von daher kann man noch nicht mal von kulturellen Hindernissen reden.


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 chorbisch 21. Juli 2010 
 

@ studiosus

Haben Sie das noch nicht gewußt? Im kruden Weltbild sog. \"emanzipierter\" Frauen haben wir Männer nur im sinn, unseren Geschlechtstrieb auszuleben. Wir sind Sklaven unserer Hormone, während Frauen alle Fragen des Lebens immer nur rational angehen.
(Ironie-Modus ab jetzt deaktiviert)

Sehr entlarvend fand ich auch, daß Frau Heimbach-Steins im Zusammenhang mit der Unmöglichkeit des Frauenpristertums erklärt, wer könne ausschließen, daß der Heilige Geist in eine andere Richtung wehe, als es der Papst annehme. Sie untersscheidet auch fein, daß sie als Theologin eine Entscheidung des Lehramts \"nicht ignorieren könne\", als \"Zeitgenossin\" lehnt sie diese aber ausdrücklich ab.
Mit solchen Spitzfindigkeiten kann man die Verbindlichkeit des kirchlichen Lehramts natürlich sehr elegant umschiffen.
Wirklich bedauerlich, daß der Herr Bischof selbst solchen Thesen nicht klar entgegentrat.


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 studiosus 21. Juli 2010 

Exzellenz

Exzellenz hat da Omnium in mentem falsch verstanden, welches wider manchem Gequaeke zum Trotz nachweislich NICHT in diese Richtung stossen wollte, sondern Ungenauigkeiten (dogmatische Fehler) im CIC beheben wollte... die ganze (neu)Diskussion beruht einzig auf einem Taeuschungsmanoever von interessierter Seite!

und die Aussage im Interview dass die Weihe quasi die soziale Arbeit \"bestaetige\" ist die Wiederholung eines theologischen Fehlers (sic!) in den Dokumenten des letzten Konzils: die Diakonenweihe ist ja keine Auszeichnung, sondern durch sie wird eine Christusaehnlichkeit kosntituiert.

Und als Mann finde ich die Aussage die Missbraeuche konnten nur geschehen weil die Kirche von Maennern geleitet wird einfach nur anstoessig: sind wir Maenner tatsaechlich alle so triebfixiert dass wir ohne Frauen um uns waffenscheinpflichtig werden???


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 camino ignis 21. Juli 2010 

Ganz genau, Herr Bode!

\"Ich verweise aber auch auf die Erfahrung der Kirche: Streitfragen, die über lange Zeit nicht zur Ruhe kommen, bekommen eine eigene theologische Qualität. Hier steckt in der Tradition selbst eine verändernde Kraft, die zu neuen Einsichten führen kann.\"

Und dies hat noch immer dazu geführt, dass die bisher unangefochten und immer und überall geltende Tradition der Kirche dann dogmatisiert wurde. Hoffentlich findet die Kirche bald den Mut diese unseligen, leidigen Zölibats- und Frauenpriestertumsdiskussionen mit einem unzweideutigen \"de fide\" ein für allemal zu beenden!


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 Wischy 21. Juli 2010 
 

Nur drei oder vier?

@diana1
M.Schn-Fl hat Ihnen ja schon den Hinweis gegeben, dass es neben Maria wohl mindestens noch zwei Männer geben muss, die - nach biblischem Wortlaut - als \"mit Leib (!) und Seele in den Himmel aufgenommen\" gelten dürfen. Von Jesus Christus ganz zu schweigen! \"Mit Leib\" -, ich denke, das müssen wir im Sinne des heiligen Paulus verstehen (vgl. 1 Kor. 15): \"Mit verwandeltem Leib\", denn sonst müssten sie ja auch im Himmel noch leiblich essen und trinken?
Aber die Zahl der so Vollendeten ist sicherlich noch erheblich größer: denken wir doch nur an die Namen der Allerheiligenlitanei und an die vielen Heiligsprechungen erst noch unter Papst Johannes Paul II.!


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 Wischy 21. Juli 2010 
 

Geltungssüchtige Emanzen?

Wenn es hier darum gehen sollte, geltungssüchtigen Emanzen einen Betätigungsraum zu eröffnen, dann würde alles völlig falsch laufen. Darüber sind sich wohl alle einig. Etwas anders hört sich die Sache schon an, wenn man z.B. von Ordensfrauen in den USA hört, die langfristig und intensiv Gefangene besuchen und betreuen; wenn diese ihnen dann, oft nach langer Zeit, wenn sich Vertrauen aufgebaut hat, vor ihnen ein Sündenbekenntnis ablegen, dann wünschen solche Schwestern sich manchmal, in dieser Situation auch die sakramentale Lossprechung erteilen zu können. Erst im Blick auf solche seelsorgliche Situationen ist ein Bedenken dieser Frage sinnvoll. Es kann nicht um die Selbstverwirklichungswünsche durchgeknallter Emanzen gehen, wenn diese grobe Ausdrucksweise mal gestattet ist.
@a.t.m.
Sie zitieren den Timotheusbrief. Das gilt uns, wie Sie betonen, als Gotteswort. Aber es ist \"Gotteswort in Menschenwort.\" Das will sagen: Der biblische Autor spricht im Rahmen seines damaligen, stark patriarchalisch geprägten Weltbildes, das in dieser Massivität heute nicht mehr zu gelten scheint. Dem Islam nehmen wir es übel, wenn er seine Koran-Aussagen in allem ganz buchstabengenau auslegt. Aber auch wir müssen unsere Glaubensdokumente sorgfältig bedenken, um herauszufinden, was zeitbedingter Rahmen und was zeitlos gemeinte Aussage - auch für heute und morgen - ist. Das kann Unsicherheit und ängstliche Abwehr hervorrufen. Aber billiger geht es nicht. Heftiges Pochen auf den Buchstaben allein bringt\'s nicht.


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 M.Schn-Fl 21. Juli 2010 
 

Ist kein Mann mit Leib und Seele im Himmel?

@Diana1
Doch. Die Bibel nennt zwei Männer. Der eine war Henoch (siehe Gen. 5,24 und Hebräer 11,5), der andere war der Prophet Elia (2.Könige 2,11). Elia wurde von einem feurigen Wagen mit Feuerpferden abgeholt und fuhr im \"Wetter\" zum Himmel auf.


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 M.Schn-Fl 21. Juli 2010 
 

@Ulricher

Auch da, wo Frauen den Anstoß zur Gründung einer kanonischen Männergemeinschaft gegeben haben, habe sie nie in der Kirchengeschichte dieser vorgestanden. Ein Beispiel aus dem letzten Jahrhundert ist die Mutter Speranza in Italien, deren Seligsprechungsprozess noch läuft. Sie hat außer ihrer Schwesterngemeinschaft auch eine Priestergemeinschaft gegründet, die aber immer ihre eigene Obrigkiet hatte.


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 Dismas 21. Juli 2010 

Solche Bischöfe sollten bitte zurücktreten.

Denn diese sind nicht zum Bsichofsamt geeignet. Ein vorbildlicher Bischof war Bf. Mixa, er sollte Osnabrück übernehmen!!


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 Dismas 21. Juli 2010 

Oh, HERR wieder so ein BLINDER HIRTE

des Zeitgeistes!!


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 a.t.m 21. Juli 2010 

Nichts anderes als Hetze gegen Gott dem Herrn!

Den Gott der Herr hat uns seinen geliebten Kindern seinen heiligen Willen im Form der heiligen Bibel zukommen lassen und dort steht geschrieben:

1.Timotheus: 2. 8- 15
Rechtes Verhalten beim Gebet.
Ich will, dass die Männer frei von Zorn und liebloser Gesinnung sind und überall reine Hände zum Gebet erheben. Desgleichen sollen die Frauen in wohlanständiger Haltung erscheinen, sich mit Züchtigkeit und Sittsamkeit schmücken, nicht mit Haargeflecht, Gold- oder Perlengeschmeide und kostbaren Kleidern. Vielmehr geziemt es sich für Frauen, ihre Gottesfurchtdurch gute Werke an den Tag zu legen. Die Frau soll in Stille und aller Unterwürfigkeit Belehrung suchen. Ich gestatte der Frau nicht, das Lehramt auszuüben. Sie soll auch nicht über den Mann herrschen wollen, sondern soll sich still zurückhalten. Denn Adam wurde zuerst erschaffen, dann erst Eva. Und nicht Adam ließ sich täuschen, sondern das Weib ließ sich betören und kam so zu Fall. Doch erlangt sie das Heil in der Mutterschaft, wenn sie im Glauben, in Liebe, in Heilung und Sittsamkeit verharrt.

Was gibt es also da noch zu diskutieren, entweder ich bin für Gott dem Herrn, oder ihc bin gegen Gott dem Herrn. Und jeder der sich für Gott dem Herrn entscheidet hat isc han seinen geheiligten Willen zu halten.


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 Mithrandir 21. Juli 2010 

Wieder ein typisch deutscher Bischof

von dem man nichts zu brisanten Themen wie Abtreibung hört, aber durchaus ein \"verständnisvolles\" und \"tolerantes\" \"Aufeinanderzugehen (maW: ziel- und sinnloses Gefasel über Dinge, die Gott sei Dank nicht er entscheidet und die auch bereits entschieden sind. Punkt.)
Wieso wollen sich manche Bischöfe und Priester selbst überflüssig machen? Hat man nicht am Protestantismus gesehen, wohin Laizismus in Lehre, Liturgie, Einigkeit, ... führt?


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 diana 1 21. Juli 2010 

Eine Frau, die Muttergottes ist mit Laib und Seele im Himmel

Nur eine Frau, ist mit ihem Laib im Himmel, Unser Herr Jesus Christus ist Gottessohn, er ist in den Himmel aufgefahren.
Warum schauen wir Frauen nicht auf Maria die Mutter Jesu, sie ist auch unsere Mutter.Sie sagte zu den Dienern,\" was er euch sagt das tut\".Hören wir Frauen auf Maria und tun, was unserer hl. Vater und unsere hl. Katholische Kirche sagt.

Es ist nur eine Frau,mit ihrem Laib und ihrer Seele im Himmel,\" die Mutter Gottes\" es ist kein Mann im Himmel, mit Laib und Seele.

Wir Frauen können unsem lieben Gott danken,
dass es uns bevorzugt hat.

Hören wir auf unseren Hl. Vater, und die hl. Katholische Kirche und tun, was uns das Lehramt der Kirche sagt.


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 Ulricher 21. Juli 2010 
 

Danke für die Hinweise

zur Heiligen Birgit. Weiß zufällig jemand, ob es das heute auch noch gibt, dass eine Frau einem Männerkloster vorsteht?


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 girsberg74 21. Juli 2010 
 

\"Priestertum der Frau\"

Schon diese Formulierung ist falsch, sie setzt voraus, was nicht ist und was biblisch nicht sein kann.

Es dürfte demselben hausbackene Denken entspringen, das sich schon zu Zeiten von JP II (unter teils hohen Klerikern) mit der Weigerung brüstete, sich ernsthaft mit weltkirchlichen Instruktionen zu befassen und diesen die \"3 L\" entgegen hielt: \"Lesen, lachen, lochen (abheften).\" (Alles im Spaß natürlich.)

Die Aussage, dass im Nachgang zu den Missbrauchsfällen die Frage der Macht beziehungsweise die der Teilung von Macht radikal neu überdacht werden müsse, kann man auch so lesen, dass man mit der verliehenen Macht nicht richtig umgehen kann oder Verantwortung partiell ablehnt.


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 Waldi 21. Juli 2010 
 

M.Schn-Fl

Ich stehe voll zu Ihrem Bericht, möchte aber nur gedanklich an Mutter Theresa anknüpfen. Ich bin voll überzeugt, dass alle die das Frauenpriestertum anstreben und jene, die sich zu Priesterinnen weihen lassen wollen, allein durch ihre Geltungssucht, nie das Niveau der \"ungeweihten\" Mutter Theresa erreichen werden. Die Tatsache, dass Mutter Theresa als demütige und von Gott begnadete Frau für ihr Werk an den Ärmsten der Armen in ihrer wahren Größe vom gesamten Klerus nie überragt werden kann, sollte besonders jenen Frauen zu denken geben, die als unduldsame und machtbesessene Emanzen die Priesterweihe für sich erzwingen wollen.


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 Frater_Lucius 21. Juli 2010 

@ Ulricher

liegt wohl daran, das die Hl. Birgit Äbtissin war und einem \"Doppelkloster\" von Schwestern UND Brüdern vorstand. Äbtissinnen erhalten in manchem Ordensgemeinschaften den Äbtissinnenstab.


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 Rick 21. Juli 2010 

@ Ulricher

Die hl. Brigida von Irland trägt keinen \"Bischofstab\", sondern einen Hirtenstab, da sie Äbtissin von Kildare war.


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 M.Schn-Fl 21. Juli 2010 
 

[email protected]

Es wird wieder einmal hier deutlich, was in der Kirche falsch läuft. Papst Johannes Paul II. hat es gelegentlich auf den Punkt gebracht: Im Himmel werden nicht automatisch die Amtsträger die ersten Plätze einnehmen, sondern die Heiligen.
Und hier herrscht nicht die Quote, sondern bei den Heiligen sind die Frauen in der Mehrheit, wie ein Studium der Heiligenlisten zeigt.
Die ganze Diskussion läuft deshalb falsch, weil es den meisten Menschen nicht um die \"Macht der Kinder Gottes\" geht, die denen gegeben ist, die Ihn in ihr Herz aufnahmen (Johannesprolog), sondern um weltliche Macht und Einfluss. Wobei die Ursünde des Menschen einmal mehr zutage tritt, mehr sein zu wollen als die anderen. Die Diskussion läuft deshalb falsch, weil wir immer noch ein falsches Amtsverständnis haben.
Die Richterin Deborah führte zwar das Gottesvolk und hatte das so unentbehrliche und wichtige Prophetenamt inne, war aber keine Priesterin und hat auch sicher nie danach gestrebt; denn Gott hatte das Priesteramt eindeutig den Männern vorbehalten. Damit hatte Gott keine Aufwertung oder Abwertung im Sinne sondern eher eine Aufgabenverteilung nicht eine Gewaltenteilung. (\"Nicht durch Heer oder Macht, sondern durch Meinen Geist\")
Nun argumentieren Viele damit, daß eine stärkere Beteiligung der Frau an der Leitung der Kirche, eine deutliche Verbesserung bringe, weil das weibliche Element vieles ausgleichen würde und manches besser machen würde. Das mag im Einzelfall so sein! Aber hier zeigt sich immer noch ein politisches Denken, das dem Evangelium fernsteht. Gerade in der Mißbrauchsdebatte wurde behauptet, daß Frauen in der Leitung hier besser gehandelt hätten. Nun, die beiden Mißbrauchsspezialistinnen in Eichstätt und Augsburg haben uns doch die Unsinnigkeit solcher Argumentation drastisch vor Augen geführt. Oder?
Es war in jüngster Zeit ausgrechnet eine Frau, die derzeit wichtigste Politik- und Rechtsphilosophin Martha Nussbaum (Chicago Law School), die mit dem feministischen Mythos, daß Frauen besser und weniger aggressiv als die Männer wären, aufgeräumt hat. Der Blick in die Geschichte zeigt, daß Frauen in der Leitung von Ländern nichts anders machen als die Männer. Auch die Gegenwart bestätigt dieses.
Kurz, ich will damit sagen, daß politisches Denken in der Kirche nichts zu suchen hat. Männer und Frauen sind g l e i c hermassen berufen, sich und die Welt zu heiligen (Lumen Gentium). Die einzíge Macht, die ihnen von Gott gegeben ist, ist die Macht; ein Kind Gottes zu sein. Wer kann das ausdenken?
G.B.Shaw lässt sein grosses Drama über die heilige Johanna mit einer betenden Frage Johannas an Gott enden: \"O Gott, der du diese wundervolle Erde geschaffen hast, wie lange wird es dauern, bis sie bereit sein wird, Deine Heiligen zu empfangen, wie lange o Gott, wie lange?\"

Und ich frage uns katholische Christen alle:
Wie lange wird es dauern, bis wir begriffen haben, daß eine heilige Frau wie Mutter Theresa (und viele andere) mehr Macht und Einfluss hatte auf das Denken und Leben einnes ganzen Subkontinentes und der ganzen Welt als alle \"Machthaber\" dieser Welt, weil sie die Macht ergriffen hat, ein Kind Gottes zu sein.


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 Ulricher 21. Juli 2010 
 

@Freiburgbärin

Ich danke Ihnen für Ihren Hinweis, dass Frauen schon immer in der Kirche große und wichtige Aufgaben inne hatten. Zum Beispiel wird in Irland die Heilige Birgit immer mit einem Bischofsstab in der Hand dargestellt. Das sieht auf den ersten Blick ein bisschen seltsam aus, passt aber zur Historie dieser Frau.


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 Wischy 21. Juli 2010 
 

Beharrung und Aufgeschlossenheit

Die Frage der Ordination von Frauen in der katholischen (und noch strenger: in der orthodoxen) Kirche rührt an einen äußerst neuralgischen Punkt. Die einen sagen, im Unterschied zu heidnischen Kulten habe schon das frühe Christentum sich strikt abgegrenzt gegenüber der Praxis, \"Priesterinnen\" vorzusehen; es werden zwar Frauen in den Paulusbriefen genannt, die sicher auch wichtige Aufgaben in den Gemeinden hatten (in der Art von Diakonen?), aber nie gibt es einen Hinweis auf \"Priesterinnen-Ambitionen.\" Außerdem habe Johannes Paul II. doch noch in jüngster Zeit ausdrücklich und mit deutlichem Nachdruck betont, hier werde es auch in Zukunft keine Änderung geben. Das wiederholt auch Bischof Bode. Aber er betont, wenn nun in dieser Frage innerhalb der Kirche keine Ruhe eintrete, so könne das doch darauf hindeuten, dass hier möglicherweise eine zu frühe Festlegung erfolgte. Wir haben ja auch in anderen Fragen von Rom aus schon voreilige Festlegungen zur Kenntnis nehmen müssen, die sich nicht halten ließen und die später dann stillschweigend fallengelassen und \"vergessen\" wurden. So zum Beispiel Entscheidungen der Bibelkommission bezüglich des angeblich betont historischen Charakters der Schöpfungserzählungen. Müssen wir also auch in dieser Frage gleich alles Be-denken abschmettern und abweisen, oder können wir in Ruhe über alle theologischen Aspekte dieser Frage, über die Situation der Frau heute in einer gewandelten Welt und über den Weg der Kirche durch die sich ändernde Zeit und Geschichte nach-denken? Was besagt es denn, wenn Paulus z.B. im Galaterbrief sagt: \"Ihr alle seid Söhne Gottes durch den Glauben an Christus Jesus... Da gibt es nicht mehr Juden und Griechen, nicht mehr Knechte und Freie, nicht mehr Mann und Frau (!). Ihr seid insgesamt eine Einheit in Christus Jesus\" (Gal. 3,26-28). Was meint Paulus hier?
Ich habe in dieser Frage (noch) keine entschiedene Position. Ich halte es aber für falsch, jedes Nachdenken in dieser Richtung zu verbieten und jeden, der sich im Blick auf die Zukunft der Kirche verantwortlich Gedanken macht, gleich der \"Anschleimerei an die Moderne\" zu verdächtigen. Prüfen wir unaufgeregt die Argumente und bitten wir den göttlichen Geist um die rechte Einsicht.


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 Herbert Klupp 21. Juli 2010 
 

@M.Schn-Fl WACKELPUDDING

O wie sehne ich mich angesichts solcher \"herumeiernden\" Aussagen nach Bischöfen (wie es bspw Bischof Dyba verkörpert hatte) - die KLAR DENKEN UND KLAR SPRECHEN.
Aber so ist es wohl: wer immer so klar auftritt, wird zum bevorzugten Ziel medialer Verleumdung, von Attacken, persönlichen Angriffen und dem Versuch, ihn persönlich zu \"zerstören\" (siehe \"Mixa\"). Anscheinend sehen wir heute im Bischofsamt genau das, was nach diesem Zermürbungsprozeß übriggeblieben ist ... (?)


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 Waldi 21. Juli 2010 
 

Wieder eine Verschleierte Abtrünnigkeit.

Schon wieder hat der Zeitgeist einen Bischof erfasst, der schleichend sein Missbehagen mit Rom bekundet. Je mehr Bischöfe sich erdreisten, den Treueeid zum Papst und zur Lehre der katholischen Kirche aufzukündigen, um so mutiger werden jene, die noch mit heuchlerischer Loyalität in den Startlöchern sitzen. Standhafte und papsttreue Bischöfe wie Walter Mixa, werden unter fleißiger Mitwirkung eigener \"Amtsbrüder\" brutal fertig gemacht, um den Weg in die Diktatur des Relativismus freizumachen. Bischöfe, die auch nur den leisesten Widerstand gegen den Papst erkennen lassen, werden sofort mit Sympathiebekundungen überhäuft und bescheren ihnen ein Erfolgserlebnis, das sie als romtreue Bischofe nie erfahren würden. Was man dabei übersieht, ist die Tatsache, dass ihre Nachläufer die Mentalität von Schmeißfliegen haben, die ihre Eier im Innersten der Kirche ablegen, um sie im weiteren Verlauf durch die schlüpfenden Maden zu zerfressen. Macht weiter so, ihr deutschen und österreichischen Bischöfe, ihr seid auf dem besten Weg das Zerstörungswerk innerhalb der katholischen Kirche enorm zu beschleunigen.


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 Felizitas Küble 21. Juli 2010 
 

Fehlerhafter Hinweis von Bischof Bode

Bischof Bode begeht einen schwerwiegenden (theo)logischen Denkfehler:

Er will die Frauenpriestertums-Frage mit dem Hinweis darauf offenhalten, daß das 2. Vatikanum das selbständige Diakonat wiederbelebt habe.

Eben: \"wiederbelebt\" - immerhin hat es diesen Dienst ca 1000 Jahre lang als selbständiges Amt in der Kirche schon gegeben.

Es gab aber n i e in der Kirche ein Frauenpriestertum.

Bischof Bodes Hinweis hinkt also nicht nur, er ist komplett unsinnig bzw beweist das Gegenteil: daß die Kirche nämlich nur etwas \"beleben\" kann, was schon einmal vorhanden war.

Aber das Frauenpriestertum gab es noch nicht einmal im Alten Bund, geschweige im Neuen.


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 [email protected] 21. Juli 2010 
 

Ich kann dem Bischof Bode nur zustimmen

Natürlich geht es um Macht, und eben auch um dessen Mißbrauch. Daher möchte er, das die Macht weiter verteilt wird., was ich sehr vernünfig finde.

Vielleicht ein Beispiel, bei dem es umgekeht ist:
an Grundschulen ist das Verhältnis von weiblichen Lehrkräften zu ihren männlichen Kollegen ca. 70(Tendenz: steigend) zu 30. Das hat negative Folgen für die Jungen.
Hierbei geht es jetzt nicht so sehr um Macht bzw. Misbrauch, sondern um Identifikation und fehlende Orientierung der Jungen zu männlichen Vorbildern.
Jungen werden unbewußt benachteiligt, die Folgen sind bekannt.

Ich denke, das Bischof Bode das für die Frauen in der Kirche im Blick hat. Dabei hoffe ich, falls sich solche Kräfte durchsetzen, das die Frauen nicht zu \"Männern\" werden, so wie jeder in der Politik beobachten kann.


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 M.Schn-Fl 21. Juli 2010 
 

Wackelpudding

Wenn man ein Bild aufhängen möchte, nagelt man es mittels eines Rahmens an die Wand.
Versucht aber mal einen Wackelpudding (\"Götterspeise\") an die Wand zu nageln. Da hilft auch kein Rahmen.


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 Leo Christi 21. Juli 2010 

Priesterleben = Opferleben

Würde in der Verkündigung klar gesagt, dass der geweihte Priester das Opfer Christi nicht nur in der Heiligen Messe vergegenwärtigt, sondern auch in seinem sonstigen Leben dasselbige opfert für Christus und seine Kirche, wäre das Geschwätz von Macht schnell erledigt ...


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 Chrysanthus 21. Juli 2010 

Ist das die Rede Ja Ja Nein Nein,

die Jesus von seinen Jüngern fordert?
Jedenfalls erfährt man auf diese Weise, wo der vielbeklagte Relativismus eigentlich herkommt.


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 Freiburgbärin 21. Juli 2010 

Das immer gleiche Blabla

einiger unbelehrbarer Bischöfe jenseits jeder wissenschaftlichen und historischen (geschweige denn christlichen) Erkenntnis geht nur noch auf die Nerven. Seit der Gründung der Kirche haben Frauen wichtige und herausragende Aufgaben innegehabt – im Sinne Gottes, nicht im Sinne Marxs, Lenins und de Beauvoirs.

www.freiburgbaerin.eu


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 ortsnah 21. Juli 2010 
 

Bischof Bode

Ist da schon wieder einer, der sich an die Moderne anschleimen will.. Rick uns Shogun haben völlig recht mit ihren Fragen. Wer so redet: Ich möchte unbedingt Diakonin werden, hat den Knall nicht gehört. Es ist leider in unserer heutigen Zeit und in unserer heutigen Gesellschaft üblich geworden Dienst als Kariere zu bezeichnen. Wenn man einen Dienst als Dienst nimmt und ihn ernst nimmt, hat man höchstes Angst ein Amt zu bekleiden,. Da fragt man sich, ob man denn auch fähig ist die Verantwortung zu tragen. Da fühlt man sich einem göttlichen Gericht gegenüber verrantwortlich.
Wenn Kirche sich nicht mehr an die Bibel hält, sondern nach Kariere schielt , dann ist Kirche nichts anderes als ein privater Laberclub.
Es muß doch festzustellen sein, ob die Nichtweihe von Frauen ins Priesteramt nun biblisch begründet ist oder nicht.


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 Rick 21. Juli 2010 

Macht?

Geht es in der Kirche, dem mystischen Leib Jesu Christi um Macht?! Dann gute Nacht! - Kürzlich habe ich eine PAss sagen gehört: \"Mein höchstes Ziel ist es Diakonin zu werden.\" Sie fand es unerträglich, dass sie schon so lange in der Pfarre arbeitet und \"jetzt sitzt da vorne ein Diakon beim Altar mit der Schärpe (sic!).\" Darum geht es also: \"wichtig\" sein, ein \"Amt haben\", eine \"Schärpe\" tragen dürfen. - Hallo, aufwachen !!!


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 shogun 21. Juli 2010 
 

Gefasel

Ich kann dieses Gefasel nicht mehr hören. Worum geht es denn? Um Macht, Gender, Strukturen. Dabei soll es doch genau darum nicht gehen. \"Ich bin nicht euer Herrscher, sondern euer Diener\". Darum gehts es! Und dass Frauen keine Leitungsfunktion in der Kirche haben ist nicht nur traditionsgemäß, sondern sogar biblisch.
Selbst wenn es anders wäre, kommt es nicht darauf an ob jemand ein Mann oder eine Frau ist, sondern ob man geeignet ist. Siehe Frauenquote.
Bei allem Respekt Herr Bischof, kümmern sie sich um dringende Fragen, wie zB. Religionsunterricht oder die Verkündigung in den Pfarreien!


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