11 Mai 2010, 16:00
Marx: 'Die Sexualmoral der Kirche halte ich nicht für ein Problem'
 
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Münchner Erzbischof verteidigt Sexualmoral der Kirche: "Sexualität ist eine positive Lebenskraft, die uns von Gott geschenkt ist. Sexualität braucht eine Ordnung" - Problem ist die Verkündigung - Lob für Martin Luther und Ablehnung der "Rückkehr-Ökumene"

München (kath.net)
Der Münchner Erzbischof Reinhard Marx hat in einem Interview mit der taz (Mittwochausgabe) die Sexualmoral der katholischen Kirche verteidigt. "Wie kann man deutlich machen, dass das, was die Kirche zur Sexualität sagt, grundsätzlich eine positive Aussage ist? Natürlich ist die Sexualität wie alle anderen Handlungen des Menschen, wo es um intime Nähe geht, auch gefährdet durch Machtmissbrauch und durch Ausnutzung des Anderen, durch Egoismus. Aber Sexualität ist eine positive Lebenskraft, die uns von Gott geschenkt ist. Das ist die Lehre der Kirche. Aber Sexualität braucht eine Ordnung, wenn sie nicht aus dem Ruder gehen soll. Die Sexualmoral der Kirche halte ich nicht für ein Problem. Wie sie verkündet oder wie sie dargestellt wurde, vielleicht schon. Warum gelingt es uns nicht, die kirchliche Sexuallehre als eine positive Herausforderung zu sehen, nicht als eine reine Verbotsmoral?", betonte Marx.

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Ablehnung kommt von Marx zu einer "Rückkehr-Ökumene", mit der gemeint ist, dass die Einheit der Kirche eines Tages durch eine Rückkehr der protestantischen Kirchen zur römisch-katholischen Kirche möglich werde: "Es gibt keine Rückkehr-Ökumene. Das kann nicht sein. Wir gehen den Weg nach vorn. Es gibt überhaupt keine Rückkehr irgendwohin. Das sind nostalgische Konzepte, die mir fremd sind", sagte er gegenüber der taz. Der Münchner Erzbischof äußert sich auch positiv zu den protestantische Gemeinschaften: "Was mir auch gefällt, ist die großartige Kirchenmusik und die Leidenschaft für die Heilige Schrift. Und Martin Luther war ein starker Theologe, keine Frage."

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