Login




oder neu registrieren?

Ein Hinweis: Die mobile Version von kath.net startet in einigen Tagen. Bitte noch um etwas Geduld!

Aktuelles Chronik Deutschland Österreich Schweiz Kommentar Interview Weltkirche
Prolife Familie Jugend Spirituelles Kultur Buchtipp Reise English

Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-10

meist-kommentiert

  1. Kommt Corona-Impfpflicht?
  2. kfd: Maiandacht mit der Pachamama
  3. Gegen Anordnung des Bistums: Kommunion in Metalldose zum Mitnehmen
  4. Selbstrechtfertigung seiner sündhaften Leidenschaften
  5. Weihwasser aus der Spritzpistole
  6. Kirche hat Hunderttausende Menschen alleingelassen
  7. Schweiz: Eine Frau als 'Bischofsvikar'?
  8. Pius XII., der Vatikan und der neue Kulturkampf gegen die Kirche
  9. Berlin: Muslime beten erstmals in evangelischer Kirche
  10. Mexiko: Priester nimmt während der Messe Anruf des Papstes entgegen

Drei Herz-Jesu-Apostel werden von der Kirche im Jahr 2010 geehrt

26. Februar 2010 in Spirituelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Diener Gottes Bernardo Francisco de Hoyos y de Seña wird am 18. April 2010 seliggesprochen. Die Seligen Camilla Battista Varano und Giulia Salzano werden am 17. Oktober 2010 heiliggesprochen - Von Paul Herzog von Oldenburg


Das Jahr 2010 bringt für die Verehrer des Herzens Jesu große Freuden, denn drei glühende Verehrer des Göttlichen Herzens werden dieses Jahr von der Kirche geehrt.

Der ehrwürdige Diener Gottes Bernardo Francisco de Hoyos y de Seña (1711 – 1735) war kaum 14 Jahre alt, als er in das Seminar der Jesuiten in Villagarcía de Campos, Spanien, eintrat – ein Eintrittsalter, das selbst damals sehr außergewöhnlich war.

Während seines Theologie- und Philosophiestudiums in Valladolid erfuhr er von der Herz-Jesu-Verehrung und von den Erscheinungen des Herzens Jesu der heiligen Margareta Maria Alacoque in Paray-Le-Monial. Diese Erscheinungen markieren eine neue Epoche der Andacht, mit Betonung der Sühne für die dem Herzen Jesu zugefügten Beleidigungen.

Diese neue Form der Verehrung wurde insbesondere von der Gesellschaft Jesu gefördert und verbreitet. Die beiden Beichtväter der Heiligen, der heilige Claude de la Colombière und sein Nachfolger als Beichtvater, Jean Croiset, waren Jesuiten. Die Jesuiten Joseph de Gallifet und Giovanni Pietro Pinamonti sorgten für die Verbreitung der Herz-Jesu-Verehrung im Geiste der heiligen Margareta-Maria außerhalb des Ordens der Heimsuchung.

Insbesondere das Buch Gallifets über die Verehrung des Herzens Jesu (De Cultu Sacrosanti Cordis Jesu ac Domini Nostri Jesu Christi), was über lange Zeit das Standardwerk über die Herz Jesu Verehrung war, fand einen reichen Boden zur Entfaltung im Herzen des jungen Bernardo de Hoyos, der sich dafür begeisterte.

Aus diesem Grund gilt Bernardo de Hoyos als Apostel der Herz-Jesu-Verehrung in Spanien. Durch ihn kam die Andacht im Geiste der Erscheinungen von Paray-Le-Monial auf die iberische Halbinsel.

Das Herz Jesu offenbarte ihm diese Berufung in mystischen Erscheinungen. Der Heiland teilte ihm mit, dass er über Spanien mehr herrschen würde, als über andere Nationen. Ebenso erhielt Bernardo de Hoyos in einer mystischen Erfahrung die Botschaft, dass man durch die Verehrung des Herzens Jesu alle Gnaden erhalten würde, um die man bittet.

Insbesondere diese zweite Verheißung führte zu einem großen Anstieg der Herz-Jesu-Verehrung in Spanien. Die Kirche, in der Bernardo die mystische Erfahrung hatte, war die Kirche der Schule der Jesuiten in Valladolid, die von nun an zu einem beliebten Wallfahrtsort wurde. Später wurde sie zur Basilika und zu einem nationalen Wallfahrtsort erhoben, dem Santuario Nacional de la Gran Promesa (zu Deutsch etwa: Nationalheiligtum der großen Verheißung).

Die Seligsprechung wird in Valladolid stattfinden – die erste in dieser Stadt, die sich gerade auf das große Fest vorbereitet. Man erwartet 20.000 Besucher, etwa 50 Bischöfe und Kardinäle, mehr als 1000 Priester. Die Seligsprechung wird mit einer Prozession durch die Stadt abgeschlossen.

Die Selige Camilla Battista Varano (1458 - 1524) war ebenso eine Mystikerin. Sie war die Tochter des Herzogs von Camerino und lebte in Mittelitalien in der Region Marche. Im Jahr 1481 trat sie in Urbino in das Klarissenkloster ein und wurde Jahre später Äbtissin in ihrer Heimatstadt Camerino, in der sie auch verstarb.

Die Selige Camilla Varano wurde vor allem durch ihre Werke bekannt, die jahrhundertlang Einfluß haben würden. Gemäß Prälat Prof. Ferdinand Holböck ist sie die Wegbereiterin der neuen Form der Herz-Jesu-Andacht im Geiste der Erscheinungen von Paray-Le-Monial. Sie ist also gewissermaßen eine Vorgängerin der Heiligen Margareta-Maria Alacoque. Lange bevor sie Klarissin wurde, ließ sich die Selige von der Passion und dem Leiden Christi ergreifen. Jeden Freitag lebte sie in ständiger Betrachtung an das seelische Leiden des Göttlichen Herzens. Später prägte diese tiefe Devotion des seelischen Leidens Christi ihre Werke. Sie empfing große mystische Erkenntnisse über dieses Leiden; sie drang tief in die Abgründe der hinopfernden Liebe Christi.

Über all diese mystischen Erlebnisse hat sie in ihren Werken berichtet, wobei der Sühnegedanke noch nicht deutlich angesprochen wird. Doch dermaßen groß ist der Aufruf zur Betrachtung der seelischen Schmerzen des Göttlichen Herzens, dass die Sühne, also genau der Aspekt der Devotion, der mit der heiligen Margareta-Maria Alacoque zum Kern der Herz-Jesu-Verehrung werden würde, sich schon abzeichnet.

Die Selige Battista Varano wird am 17. Oktober 2010 heiliggesprochen.

Am selben Tag wird auch die italienische Ordenschwester Giulia Salzano (1846 – 1929) heiliggesprochen, Gründerin der Suore Catechiste del Sacro Cuore, zu Deutsch etwa Herz-Jesu-Schwestern für die Katechese.

Diese zukünftige Heilige steht ganz im Rahmen der großen Blüte der Herz-Jesu-Verehrung in der zweiten Hälfte des 19ten Jahrhunderts. Geboren im Jahr 1846 in der Nähe von Neapel, wurde sie Religionslehrerin in der Gemeinde Casoria. Dort lernte sie die im April 2009 durch Papst Benedikt XVI. heiliggesprochene Caterina Volpicelli kennen, auch eine Religionslehrerin und Gründerin der Dienerinnen des Heiligsten Herzens Jesu von Caterina Volpicelli.

Dank Volpicelli erlebte Giulia Salzano den Einfluß des von Frankreich kommenden Gebetsapostolates. Das Gebetsapostolat wirkte äußerst segensreich in dieser Zeit der großen Angriffe auf die Kirche. Die Herz-Jesu-Verehrung war die spirituelle Basis dieses Schriftenapostolates, das sich für die Anliegen von Papst Pius IX. einsetzte. Dieses Werk konnte sich auf ganz Europa und später in vielen weiteren Ländern der Welt ausdehnen.

Vom Herzen Jesu geistig geführt gründete Giulia Salzano im Jahr 1890 eine Kommunität von Erzieherinnen, die bald zur Schwesternkongregation wurde. Ziel war die religiöse Erziehung der Kinder in einer Welt, in der die katholische Kirche und ihre Lehre stark angefochten wurden.

Diese Ehrungen sind für uns Verehrer des Herzens Jesu ein Grund zur Freude. Beten wir zu ihnen und bitten wir sie, dass sie uns in unserem täglichen Apostolat zur Verbreitung der Herz-Jesu-Devotion helfen. Der Selige Bernardo de Hoyos und die Heiligen Battista Varano und Giulia Salzano sind im Himmel immerfort mit dem Herzen Jesu verbunden und so, zusammen mit den vielen anderen Herz Jesu Aposteln, unsere Mittler in all unseren Anliegen und Nöten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Heilige

  1. Heilige Corona - Die Patronin gegen Seuchen!
  2. Klemens Maria Hofbauer: Bäcker, Einsiedler, Beichtvater
  3. 'Wir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist'
  4. ER hat das Gebot der Feindesliebe erfüllt wie der Heiland selbst
  5. Seligsprechung von Erzbischof Fulton Sheen am 21. Dezember
  6. Der Heilige Martin - Zerstörer heidnischer Kulte
  7. Die Schweiz bekommt eine neue Heilige: Marguerite Bays
  8. Ein Franziskanerpater und sechs Heilige
  9. Schönborn: Heilige Edith Stein ein "Vorbild für Europa"
  10. Folgen wir ihm!







Top-10

meist-gelesen

  1. Kirche hat Hunderttausende Menschen alleingelassen
  2. Pius XII., der Vatikan und der neue Kulturkampf gegen die Kirche
  3. Selbstrechtfertigung seiner sündhaften Leidenschaften
  4. kfd: Maiandacht mit der Pachamama
  5. Schweiz: Eine Frau als 'Bischofsvikar'?
  6. Vom Lehramt längst beantwortet
  7. Gegen Anordnung des Bistums: Kommunion in Metalldose zum Mitnehmen
  8. Weihwasser aus der Spritzpistole
  9. Es gibt Tragödien, die durch keine Ethik zu vermeiden sind
  10. Noch eine letzte Messe

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz | US