Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  10. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  11. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  12. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  13. Wir machen da was mit Medien
  14. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  15. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich

Erneut 'christliche Schlägereien' in der Grabeskirche

10. November 2008 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Armenische und griechische Christen haben sich am Sonntag eine Schlägerei in der Jerusalemer Grabeskirche geliefert. Auslöser war eine angeführte Prozession zum Ort des Grabes Jesu


Jerusalem (kath.net/RV/div)
Armenische und griechische Christen haben sich am Sonntag eine Schlägerei in der Jerusalemer Grabeskirche geliefert. Auslöser der Handgreiflichkeiten war die von einem armenischen Erzbischof angeführte Prozession zum Ort des Grabes Jesu. Nach den Bestimmungen des so genannten „Status quo“, der das Miteinander der christlichen Konfessionen in der Grabeskirche regelt, durfte sich im Moment der Prozession kein Nicht-Armenier am Jesus-Grab aufhalten. Die israelische Polizei hatte Mühe, die Streithähne auseinanderzuzerren. Fernsehbilder von griechischen und armenischen Mönchen, die Fußtritte und Faustschläge austeilen, gingen am Sonntag in den Abendnachrichten um die Welt. Zwei blutbefleckte Mönche wurden in Handschellen abgeführt.


Einen „Skandal“ nennt den Streit in der Grabeskirche der Kustos der Heiligen Stätten, Franziskanerpater Pierbattista Pizzaballa. Gegenüber "Radio Vatikan" sagte er am Montag: „Wir sind leider an solche Situationen gewöhnt; aber jedes Mal, wenn es dann passiert, fühlen wir doch von neuem ein tiefes Unbehagen über einen solchen Anachronismus. Es stimmt zwar, dass, wie man sagt, in Jerusalem die Vergangenheit nie vergeht - aber alles hat doch seine Grenzen, und die sind jetzt Mal wieder weit überschritten worden. Ja - das ist ein Skandal. Wir müssen die Dinge beim Namen nennen. Welche Glaubwürdigkeit haben wir denn, wir Christen, wenn wir alle nahöstlichen Konfliktpartner zum Dialog aufrufen, aber selbst unsere Konflikte mit Gewalt austragen? Man muss allerdings auch sehen, dass hier sehr verschiedene Kulturen aufeinanderprallen. In den letzten Jahren konnten sich griechische und armenische Orthodoxen über rein gar nichts mehr verständigen. Hier geht es eher um Gefühle als um Rationales.”

Die Franziskaner vertreten eine der sechs Konfessionen, die sich die Grabeskirche teilen. Sie waren an der Schlägerei nicht beteiligt: „Wir bleiben, Gott sei Dank, bei diesem Streit außen vor. Wir haben zwar auch unsere Unstimmigkeiten, aber die lösen wir auf eine andere Weise. „Es ist doch absurd, solche Gewalt zwischen Christen am Ort des Todes und der Auferstehung Jesu zu erleben“ – das sagt Vatikan-Mitarbeiter Eleuterio Fortino. Der Unter-Sekretär des Einheitsrates weist darauf hin, dass auch in der Betlehemer Geburtskirche Hochspannung zwischen den christlichen Konfessionen herrscht. Über der Geburtshöhle Jesu patrouillieren auch nachts Katholiken wie Orthodoxe, um zu kontrollieren, ob sich jede Seite an den jahrhundertealten „Status quo“ hält.




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Heiliges Land

  1. Kurienkardinal würdigt Papstreise in Irak und Abraham-Abkommen
  2. Neuer Plan zur Rettung des Sees Genezareth
  3. Rekord-Pilgerjahr im Heiligen Land
  4. Neues Pilgerhotel im Dorf von Maria Magdalena eröffnet
  5. Kommen Sie mit ins Heilige Land - Mit Mons. P. Leo Maasburg!
  6. „Im Augenblick ist nicht die Zeit für große Gesten“
  7. Papst fordert gleiche Rechte für Christen im Nahen Osten
  8. Israels Botschafter in Baku ist christlicher Araber
  9. Synode: Jugendliche im Heiligen Land brauchen Perspektive
  10. Bethlehem: Messerattacke auf katholischen Ordenspriester







Top-15

meist-gelesen

  1. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  2. Nach Anschlag in Paris: Kritik an Macrons Aussage über religiös motivierte Gewalt
  3. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  4. Fatima-Tag in Berlin
  5. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  6. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  7. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  8. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  9. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  10. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  11. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  12. Im Licht der Liebe
  13. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  14. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  15. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz