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Studie: Natürliche Familienplanung ist so sicher wie die ,Pille’

22. Februar 2007 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Eine Langzeitstudie an der Uni Heidelberg ergab: Die Natürliche Familienplanung ist eine der sichersten Methoden der Verhütung und garantiert nebenwirkungsfrei.


Heidelberg (www.kath.net) Natürliche Methoden der Familienplanung zählen zu den sichersten. Diese Meldung machte am Mittwoch Schlagzeilen. Eine Studie eines Teams rund um die Ärztin Petra Frank-Hermann von der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg lieferte Ergebnisse, welche die Öffentlichkeit überraschen dürften.

Die Wissenschaftler berichten in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „Human Reproduction“, nur eine von 250 Frauen sei bei korrekter Nutzung der sympto-thermalen Methode schwanger geworden – im Fachterminus heißt das: Pearl-Index 0,4.

„Damit ist die Effektivität von NFP vergleichbar mit anderen Verhütungsmethoden“, sagt Petra Frank-Herrmann. Sie untersuchte in einer Langzeitstudie zwischen 1985 und 2005 die Effektivität der Methode.

Über 900 Frauen beteiligten sich an der Studie, 17.638 Zyklen wurden dokumentiert. Von den 900 Frauen nutzten 322 ausschließlich die sympto-thermale Methode; 509 kombinierten sie mit „Barrieren“, vor allem Kondomen; 69 Frauen machten keine Angaben zu ihrem Sexualverhalten.

Von den Frauen, die während der fruchtbaren Phasen sexuell enthaltsam waren – was die ideale Anwendung ist – betrug der Pearl-Index 0,4, also 0,4 Schwangerschaften pro 100 Frauen pro Jahr (entsprechend 13 Zyklen).

Bei Frauen, welche zusätzlich eine Barriere während der fruchtbaren Tage verwendeten, lag der Pearl-Index bei 0,6. Wenn die Frauen während der fertilen Phase ungeschützten Geschlechtsverkehr hatten, stieg der Pearl-Index auf 7,5.

Die Frauen lernten die Methode entweder aus einem Ratgeberbuch oder während eines kurzen Seminars. Voraussetzung für den guten Erfolg ist, dass die Frau ihren Körper gut kennt und die Methode richtig anwendet, sagt Frank-Hermann.

Die Methode kombiniert die tägliche Messung der Basaltemperatur mit der regelmäßigen Beobachtung des Zervikalschleims. Während der unfruchtbaren Zeit ist der Schleim kaum zu sehen, da er als Pfropf den Gebärmutterhals verschließt. An den fruchtbaren Tagen hingegen wird der Schleim flüssiger, glasig und milchig.

„Natürliche Methoden haben immer noch diesen Außenseitertouch“, sagte die Gynäkologin dem „Spiegel“. „Aber den Bedarf dafür gibt es, gerade auch bei jüngeren Frauen.“ Das merke sie vor allem bei ihren Vorlesungen. „Für junge Frau ist die Pille ja alltäglich, bei ihnen kommt diese Methode super an, denn sie lernen sehr viel über die natürlichen Vorgänge im Körper.“

Lesetipp: KATH.NET-Serie über die Natürliche Empfängnisregelung

Teil 1: Sicherer als die ,Pille’ und garantiert nebenwirkungsfrei
Teil 2: Natürlich sicher
Teil 3: Let's talk about TEEN STAR
Teil 4: Lebbar und zuverlässig



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