Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-10

meist-kommentiert

  1. "Pfingstbotschaft" von Bätzing: Segnet Schwule!
  2. Kardinal Koch möchte Versöhnung von Alter und Neuer Messe
  3. Marx-Bätzing-Kurs: Neuer Rekord an Kirchenaustritten in Deutschland!
  4. Bloße Aussage, Corona ist keine Strafe Gottes, völlig unzureichend
  5. Liebe Kirche, Du behandelst Deine Gläubigen als wären sie Aussätzige
  6. Unsolidarisch, egoistisch und verletzend
  7. Schwaderlapp: Forumsmehrheit ist auf Treibsand gebaut
  8. Der Neoprotestantismus bricht sich seine Bahn
  9. Liturgieprofessoren schlagen Benediktion Homosexueller vor
  10. Österreichische Bischöfe bitten im Corona-Hirtenwort um Entschuldigung

Türkei diskriminiert weiterhin Christen

7. August 2006 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


CDU-Generalsekretär Pofalla besuchte christliche Gemeinden: Religionsfreiheit werde als "Akt der Toleranz", nicht als Menschenrecht verstanden.


Berlin (www.kath.net / idea) In der Türkei werden Christen weiterhin diskriminiert. Das sagte der CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla am 6. August nach einer zweitägigen Informationsreise in Begleitung des Beauftragten der EKD am Sitz der Bundesregierung, Prälat Stephan Reimers, und des Leiters des katholischen Büros in Berlin, Prälat Karl Jüsten. Pofalla: „Das Ausmaß der noch bestehenden Einschränkungen der Religionsfreiheit ist Anlass zu ernsthafter Sorge und kann in keiner Weise hingenommen werden.“

In Gesprächen mit Vertretern der türkischen Regierung sei ihm deutlich geworden, dass Religionsfreiheit „zu oft als ein Akt der Toleranz statt als grundlegendes Menschenrecht“ verstanden werde, so Pofalla. Auffällig sei auch, dass die türkische Verwaltung in Urlaubsregionen großzügiger sei und die Kirchen dort nicht in dem Ausmaß behindert würden wie im Rest der Türkei. Das sei eine reine „Schaufenster-Politik“. Religionsfreiheit könne nur für alle und überall gelten.

Kirchen existieren offiziell gar nicht

In der Türkei besitzen die katholische wie die evangelische Kirche nach Angaben Pofallas keinen eigenen Rechtsstatus. „Rechtlich betrachtet existieren sie gar nicht“, so der CDU-Generalsekretär. Die Kirchen dürften ihre Geistlichen nicht selbst ausbilden. Ausländische Geistliche würden oft an der Einreise gehindert. Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen würden oft nicht erteilt.

Auch Eigentum, etwa Räume für Gottesdienste, könne nur beschränkt erworben werden. Pofalla forderte die türkische Regierung auf, Gespräche mit den Kirchen aufzunehmen und die Gründung theologischer Fakultäten an türkischen Universitäten zur Ausbildung von Pfarrern und Priestern zuzulassen. Einreisebehinderungen für Geistliche aus dem Ausland müssten aufgehoben werden.

Union kämpft weiter für Religionsfreiheit

In der deutschen Außenpolitik bleibe es ein Kernanliegen der CDU, alle Möglichkeiten zu nutzen, um dem Recht auf Religionsfreiheit Geltung zu verschaffen, so Pofalla. „Anspruch der Union und Motivation für mich ist die universelle Gültigkeit des Satzes: Religion basiert auf Glauben und Glauben auf Freiheit.“ Pofalla will sich auch bemühen, die in Deutschland lebenden Türken von der Notwendigkeit einer vollen Religionsfreiheit in der Türkei zu überzeugen.

Die meist muslimischen Türken in Deutschland erlebten, was Religionsfreiheit bedeute. „Sie sind die besten Botschafter für echte Religionsfreiheit in der Türkei.“ Wie der CDU-Generalsekretär betonte, setze die CDU auch nach seiner Informationsreise auf eine privilegierte Partnerschaft der Türkei mit der Europäischen Union. Eine Vollmitgliedschaft würde die Integrationskraft der EU überfordern.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Türkei

  1. Ich dulde keinen Einfluss aus der Türkei auf österreichische Vereine!
  2. Türkischer Botschafter in Wien: Weihnachten ist egoistisch
  3. Türkei: Wird die Hagia Sophia wieder zur Moschee?
  4. Türkei: Einzige christliche Bürgermeisterin zwangsweise abgesetzt
  5. Türkei: „Christen verlieren ihr Hab und Gut“
  6. Erdogan will Wiederaufbau christlicher Kirchen in Syrien unterstützten
  7. Plakatwerbung: „Nehmt euch die Juden und Christen nicht zu Freunden“
  8. Erster Kirchen-Neubau in der Türkei seit 1923
  9. Erdogan möchte Hagia Sophia in eine Moschee umwandeln
  10. Aufregung um Erdogan-Aussagen über die Hagia Sophia








Top-10

meist-gelesen

  1. "Pfingstbotschaft" von Bätzing: Segnet Schwule!
  2. Marx-Bätzing-Kurs: Neuer Rekord an Kirchenaustritten in Deutschland!
  3. Synodaler Weg: Voderholzer protestiert gegen autoritäre Alleingänge des Präsidiums
  4. Der Neoprotestantismus bricht sich seine Bahn
  5. Liturgieprofessoren schlagen Benediktion Homosexueller vor
  6. Liebe Kirche, Du behandelst Deine Gläubigen als wären sie Aussätzige
  7. Bloße Aussage, Corona ist keine Strafe Gottes, völlig unzureichend
  8. Türkischer Botschafter in Wien: Weihnachten ist egoistisch
  9. Kardinal Koch möchte Versöhnung von Alter und Neuer Messe
  10. Österreichische Bischöfe bitten im Corona-Hirtenwort um Entschuldigung

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz