Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht mehr ernst zu nehmen
  2. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  3. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  4. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  5. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  8. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  9. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  10. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  11. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  12. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette
  13. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  14. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  15. Ständige Anbetung in Mainz unter Druck

Türkei diskriminiert weiterhin Christen

7. August 2006 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


CDU-Generalsekretär Pofalla besuchte christliche Gemeinden: Religionsfreiheit werde als "Akt der Toleranz", nicht als Menschenrecht verstanden.


Berlin (www.kath.net / idea) In der Türkei werden Christen weiterhin diskriminiert. Das sagte der CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla am 6. August nach einer zweitägigen Informationsreise in Begleitung des Beauftragten der EKD am Sitz der Bundesregierung, Prälat Stephan Reimers, und des Leiters des katholischen Büros in Berlin, Prälat Karl Jüsten. Pofalla: „Das Ausmaß der noch bestehenden Einschränkungen der Religionsfreiheit ist Anlass zu ernsthafter Sorge und kann in keiner Weise hingenommen werden.“

In Gesprächen mit Vertretern der türkischen Regierung sei ihm deutlich geworden, dass Religionsfreiheit „zu oft als ein Akt der Toleranz statt als grundlegendes Menschenrecht“ verstanden werde, so Pofalla. Auffällig sei auch, dass die türkische Verwaltung in Urlaubsregionen großzügiger sei und die Kirchen dort nicht in dem Ausmaß behindert würden wie im Rest der Türkei. Das sei eine reine „Schaufenster-Politik“. Religionsfreiheit könne nur für alle und überall gelten.

Kirchen existieren offiziell gar nicht

In der Türkei besitzen die katholische wie die evangelische Kirche nach Angaben Pofallas keinen eigenen Rechtsstatus. „Rechtlich betrachtet existieren sie gar nicht“, so der CDU-Generalsekretär. Die Kirchen dürften ihre Geistlichen nicht selbst ausbilden. Ausländische Geistliche würden oft an der Einreise gehindert. Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen würden oft nicht erteilt.

Auch Eigentum, etwa Räume für Gottesdienste, könne nur beschränkt erworben werden. Pofalla forderte die türkische Regierung auf, Gespräche mit den Kirchen aufzunehmen und die Gründung theologischer Fakultäten an türkischen Universitäten zur Ausbildung von Pfarrern und Priestern zuzulassen. Einreisebehinderungen für Geistliche aus dem Ausland müssten aufgehoben werden.

Union kämpft weiter für Religionsfreiheit

In der deutschen Außenpolitik bleibe es ein Kernanliegen der CDU, alle Möglichkeiten zu nutzen, um dem Recht auf Religionsfreiheit Geltung zu verschaffen, so Pofalla. „Anspruch der Union und Motivation für mich ist die universelle Gültigkeit des Satzes: Religion basiert auf Glauben und Glauben auf Freiheit.“ Pofalla will sich auch bemühen, die in Deutschland lebenden Türken von der Notwendigkeit einer vollen Religionsfreiheit in der Türkei zu überzeugen.

Die meist muslimischen Türken in Deutschland erlebten, was Religionsfreiheit bedeute. „Sie sind die besten Botschafter für echte Religionsfreiheit in der Türkei.“ Wie der CDU-Generalsekretär betonte, setze die CDU auch nach seiner Informationsreise auf eine privilegierte Partnerschaft der Türkei mit der Europäischen Union. Eine Vollmitgliedschaft würde die Integrationskraft der EU überfordern.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Türkei

  1. Katholisch sein in Istanbul - Philip und Diana erzählen
  2. Erste fliegende Papst-Pressekonferenz: Lob für Vermittler Erdogan
  3. Papst-Attentäter Mehmet Ali Agca wollte in Iznik mit Papst Leo reden
  4. Papst Leo XIV. in Ankara gelandet
  5. Erster Kirchen-Neubau in Türkei seit 100 Jahren eröffnet
  6. "Lasst uns weiterhin auf Gott und Seine heilige Vorsehung vertrauen"
  7. Erster Kirchen-Neubau in Türkei seit 100 Jahren vor Eröffnung
  8. Christlicher Missionar aus Türkei ausgewiesen
  9. Chalki-Wiedereröffnung: Orthodoxer US-Bischof appelliert an Erdogan
  10. Laschet verbietet der Presse Fragen zu „Ditib“






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. „Fest in der Realität verankert, immun gegen Illusionen, ohne uns von Angst überwältigen zu lassen“
  4. Ständige Anbetung in Mainz unter Druck
  5. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  6. Polnische Bischofskonferenz: „Leihmutterschaft ist eine in sich falsche Handlung“
  7. Jerusalemer Patriarch will zwischen Putin und Selenskyj vermitteln
  8. Russland: Autobiografie von Papst Franziskus zensiert
  9. Vatikan-Außenminister zieht positive Bilanz seiner Moskau-Reise
  10. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  11. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  12. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  13. Polen - Erzbischof Galbas: „Es gehört auch zum Auftrag der Kirche zu sagen: ‚Du darfst nicht‘“
  14. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  15. Jüngerschaft in Wien und darüber hinaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz