Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  6. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  7. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  8. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  9. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  10. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  11. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  12. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  13. R.I.P. Dolly Parton
  14. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden
  15. Erzdiözese Mexiko will angemessenes Begräbnis für abgetriebene und nach der Geburt gestorbene Babys

Sicherer als die ,Pille’ und garantiert nebenwirkungsfrei

4. August 2006 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zugegeben: Eine Nebenwirkung hat die natürliche Empfängnisregelung – die Liebe gewinnt an Intensität und Frische. Teil 1 einer neuen KATH.NET-Serie über die natürliche Empfängnisregelung.


München (www.kath.net) Die Kirche spricht viel von verantworteter Elternschaft und der tiefen Bedeutung der Sexualität. Wenig hört man von den Möglichkeiten, wie diese Verantwortung konkret gelebt werden kann. Die Methoden der natürlichen Empfängnisregelung sind nach wie vor zu wenig bekannt, viele Frauenärzte belächeln sie. KATH.NET-Mitarbeiterin Dorothea Treder hat bei Experten nachgefragt.

Renate Martin war bereits einige Jahre verheiratet, als sie die die Natürliche Empfängnisregelung (NER) nach Professor Dr. Josef Rötzer kennen lernte. „Überall in der Welt spricht man von dieser Methode, die Fruchtbarkeit zu lenken, nur nicht in Deutschland“, dachte sie. Und dieser Gedanke bewegte sie dazu, mit ihrem Mann die NER-Rötzer zu verbreiten. Seit vielen Jahren wirkt das Ehepaar auf diesem Gebiet und hat auch als Mitglied im Päpstlichen Rat für die Familien immer wieder damit zu tun.

Mit den natürlichen Methoden, die Fruchtbarkeit zu lenken, kann die Frau den eigenen Körper und seine Fruchtbarkeit besser kennen lernen und „verantwortungsvoll ihre Geschlechtlichkeit leben“, wie es Teresia Wilhelm aus München formuliert, die seit ihrer Hochzeit vor drei Jahren die Methode nach NER-Rötzer anwendet.

Dabei geht darum, Zeichen des weiblichen Körpers, nämlich Zervixschleim und Basaltemperatur zu beobachten und richtig zu interpretieren. Das Paar kann bewusst Zeiten der Fruchtbarkeit, in denen ein Kind gezeugt werden könnte, unterscheiden von sicher unfruchtbaren Zeiten. So kann nicht nur eine Schwangerschaft vermieden, sondern auch der genaue Zeitpunkt einer Schwangerschaft gefunden werden.

Bei den meisten Frauenärzten stößt die Methode auf Skepsis, wenn nicht gar auf harsche Kritik. „Das ist erstens absolut nicht sicher und zweitens – wenn überhaupt – nichts für Teenies“, meint etwa Dr. Renate Anzenberger aus Weilheim. Susanne B. (Name geändert) aus München fügt hinzu: „Wenn man wirklich sicher gehen will, dann reduzieren sich die unfruchtbaren Tage ziemlich stark“– wodurch die Spontaneität verloren gehe.

Die 33-Jährige praktiziert eine andere Methode, nämlich die Natürliche Familienplanung (NFP) nach Billings in Verbindung mit dem Zykluscomputer „Persona“ seit ihrer Hochzeit vor sieben Jahren. Sie nennt aber auch die Vorteile der natürlichen Methoden: „Gesundheitsfreundlichkeit und die Tatsache, dass zwischen Mann und Frau immer eine gewisse Kommunikation auf diesem Gebiet bestehen muss.“

Das ist ein Aspekt, den auch Renate Martin unterstreicht. „Natürliche Methoden der Empfängnisregelung fördern das Gespräch zwischen den Eheleuten und die eheliche Gemeinschaft überhaupt.“ Und Theresia Wilhelm betont: „Familienplanung oder Kinderwunsch ist ja nicht nur Sache der Frau, sondern liegt in der Entscheidung und Verantwortung beider Elternteile. Es ist sehr schön, wenn man so in christlicher Weise versteht, dass Gott uns an seiner Schöpfung mitwirken und teilhaben lässt.“

Sie widerspricht dem, was viele Gynäkologen meinen: „Bei genauer Anwendung und Auswertung übertrifft die NER die ,Pille’ an Genauigkeit und Zuverlässigkeit, ganz abgesehen davon, dass die ,Pille’ eine Vielzahl von Nebenwirkungen und Risiken birgt, über die niemand reden will. Die ,Pille’ wirkt abtreibend, abtötend, schadet der Frau körperlich und seelisch.“

„Bei genauer Anwendung“ bedeutet: Es gibt zwei Wege, die Methode nach Dr. Josef Rötzer zu lernen: Selbststudium entsprechend dem Lehrbuch oder der Besuch eines Kurses. Beide Wege sind gut, jede Frau oder besser jedes Paar soll den ihm entsprechenden wählen. In Kursen, so meint auch Renate Martin, die jahrelang NER-Ausbilderin war, bekommt man einfacher wichtige Details und Hinweise, die man beim schnellen Durchlesen einer „Kurzanleitung“ verpassen kann. Aber aus Erfahrung weiß sie, dass man NER sicher leben kann, wenn man nur das Buch gelesen hat.

Das gilt auch für Frauen, die einen unregelmäßigen Zyklus haben. „Gerade dann ist NER sicher, erklärt sie. Ein weiterer Vorteil: „Der Liebesakt wird nicht gestört, sondern das Paar lebt entsprechend der Natur und dem Wesen der Frau.“ Die Würde der Frau und damit auch des Mannes werde respektiert.

Wilhelm erläutert: Das heißt auch, dass das Paar „mit einiger Disziplin Zeiten der ‚sexuellen Abstinenz’ einhalten muss, wenn man beispielsweise sich entschieden hat, mit einem Kind noch zu warten - wofür es ja auch aus christlicher Sicht gute Gründe geben kann“. Schwierig findet sie das nicht. Im Gegenteil: „Liebe gewinnt durch diese Wechselspiel an Intensität und Frische. Liebe kann ja auch sehr unterschiedlich ausgedrückt werden und muss nicht immer gleich mit Sexualität gleichgesetzt werden.“

INER

Diskussion im Forum



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Empfängnisregelung

  1. Wenn die kirchliche Lehre wahr ist, dann muss sie auch lebbar sein
  2. „Die himmlische Regie“
  3. Bischof Küng: ‘Humanae Vitae’ bleibt ein prophetisches Wort
  4. Humanae vitae aufweichen?
  5. Sind Pille und Kondom moralisch geboten?
  6. Natürliche Familienplanung ist nicht mehr nur für Katholiken
  7. Die 'Kongopille' und die frühabtreibende Wirkung der heutigen Pillen
  8. Die 'Pille' steigert spürbar das Risiko zur gefährlichen Thrombose
  9. Kardinal Vingt-Trois: Künstliche Verhütung ist Sünde
  10. 'Spiegel' berichtet positiv über natürliche Familienplanung






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  3. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  4. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  5. Erfrischung für Rom: Als ein Papst die Piazza Navona unter Wasser setzte
  6. Polnische Salvatorianer boten Workshop für Ministrantendienst im klassischen Ritus an
  7. Irland: 30 Prozent Rückgang bei katholischen Taufen in zehn Jahren
  8. Ein Wunder der Vorsehung
  9. Die Krise des Bischofsamtes
  10. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  11. US-Regierung leitet 2 Milliarden Dollar an christliche Hilfsorganisationen um
  12. Slowakei und Polen planen gemeinsamen Johannes-Paul-II.-Pilgerweg
  13. „Wenn ich mich nicht täusche, gibt es in der Geschichte keine vergleichbare Institution“
  14. USA: Priester-Boom und Neueröffnung eines Philipp-Neri-Seminars in Kansas
  15. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz