27 November 2005, 11:08
Heilung durch das Jesusgebet
 
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Ein Buch von Sr. Michaela-Josefa Hutt.

Linz (www.kath.net)
In dem Buch geht es um eine Einführung in das Jesusgebet - Übung der Stille (Hesychia) - Berichte vom Berg Athos - Gebet vor Ikonen zur inneren Heilung.

Aus dem Vorwort:

„Heil“ ist ein nicht ganz leicht zu packender Begriff. Die meisten Menschen ahnen mehr, was er bedeutet. Sie spüren, dass er etwas mit Glück, Freude und Gesundheit zu tun hat- und doch sprechen wir in unserer Alltagssprache kaum von „Heil“. Zu wenig konkret scheint er vielen Menschen, zu abgehoben vom Erleben des Glücks, wie es uns in diesem Leben zu nicht gerade eben vielen Gelegenheiten geschenkt wird. Der Ruf nach „Heil“ ist einmal in erschreckendem Ausmaß missbraucht worden mit der Vergötzung eines falschen Erlösers. Und dennoch schreien die Menschen zumeist stumm nach „Heil“, weil sie ahnen, dass sich darunter unendlich viel mehr und Tieferes verbirgt als die doch zumeist kleinen Glückserfahrungen des Alltags.

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„Heil“ hat etwas mit „heilig“ zu tun. Und „heilig“ im vollen Sinn des Wortes ist nur ein einziger: der lebendige, dreifaltige Gott. Seine Heiligkeit besingen wir im Sanctus einer jeden Eucharistiefeier. Sicher ist damit seine unermessliche Größe und erhabene Würde gemeint, aber Gottes Heiligkeit besagt auch die überbordende Lebensfülle der innigsten Gemeinschaft des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes ohne Anfang und Ende. Gott ist heilig, ganz heil, kein Schatten trübt die anfanglose Liebe jener „drei Sonnen“, die sich seit Ewigkeit aneinander freuen und das urewige Fest der himmlischen Liturgie feiern.

Doch bleibt der heilige Gott nicht in sich und seinem dreipersönlichen Glück verschlossen. Von seiner Heiligkeit und Herrlichkeit sind Himmel und Erde erfüllt, In der gesamten Schöpfung gibt es auch nicht den kleinsten Raum, an dem Gott nicht anwesend wäre und ihn mit seiner Herrlichkeit erfüllte. Der einzige Raum, in dem es so etwas wie Gottferne geben kann, ist das Herz jenes Menschen, der sich dem Liebeswerben Gottes gegenüber verschließt. Dass wir Menschen dazu in der Lage sind und dazu auch immer wieder versucht werden, das ist die Folge jener Katastrophe am Anfang der Menschengeschichte, welche die Theologie mit dem Begriff des „Sündenfalls“ belegt.

Aus dieser Gottferne, aus dieser Verweigerung der lebensschaffenden Beziehung mit dem lebendigen Gott kommen alle Übel, die das Leben des Menschen bedrohen und ihm seine Lebensqualität rauben. Das Heilmittel dagegen ist einzig die Umkehr, die Zuwendung zu Gottes Liebe und die Annahme der Einladung zur Gemeinschaft mit ihm. Wie heißt das konkret? Eine hervorragende Weise mit Gott zu kommunizieren, ist die Pflege des Jesus-Gebetes, der im Idealfall ununterbrochenen Anrufung des göttlichen Namens über sich selbst, die Mitmensche und die ganze Welt. Nach dem hl. Symeon von Thessaloniki ist das Jesus-Gebet so etwas wie eine unaufhörliche Epiklese: So, wie der Priester in der Feier der Messe vor der Wandlung den Heiligen Geist auf die Gaben herab ruft, damit dieser das Wunder der Wandlung vollziehe, so ruft der Beter des Jesus-Gebetes die göttliche Gnade herab und bewirkt die Wandlung seiner Person, der Menschen, für die er betet, ja der ganzen Welt von Unheil und Todesverfallenheit zu Heil und Leben.

Die Wirkungen dieser Gnade können ganz konkret sein: Erfahrungen von Trost und Freude, Ermutigung, Einsicht, Gelassenheit, aber auch Heilungen von Wunden der Seele wie des Leibes. Im Angesicht Christi, der Gottesmutter und der Heiligen diese Herabrufung der göttlichen Gnade zu beten, das ist für jeden Getauften ein wahrer priesterlicher Dienst, der Brücken baut zwischen dem heiligen, unendlich glückseligen Leben Gottes und unserer oft so unheiligen und darum auch unheilen Welt.

Möge das vorliegende Buch Christinnen und Christen befähigen, und anleiten, diesen priesterlichen Dienst durch die Pflege des Jesus-Gebetes zu vollziehen und daraus jene Erfahrung von Heil Und Heilung für sich und die anderen zu machen, von denen so viele geistliche Väter und Mütter zeugen.

Prof. Dr. Michael Kunzler - Protopresbyter

Heilung durch das Jesusgebet
Ein Buch von Sr. Michaela-Josefa Hutt
176 Seiten
wunderschöne Bilder über Ikonen
Nur 15,00 Euro

Die Buch kann direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung CHRIST-MEDIA (Auslieferung Österreich und Deutschland) und der Buchhandlung IMMANUEL (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Auslieferung ab Anfang Dezember. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch nur Inlandportokosten.

Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: buch@kath.net

Für Bestellungen aus der Schweiz: buch-schweiz@kath.net

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