22 November 2005, 09:26
,Helft uns, Bethlehem nicht zu verlieren!’
 
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P. Artemio Vitores OFM von der Franziskaner-Kustodie im Heiligen Land bittet um Unterstützung aus der ganzen Welt.

Bethlehem (www.kath.net / zenit) Einst stellten sie die Mehrheit der Bevölkerung, heute wandern sie aus: Den meisten Christen in Bethlehem, der Geburtsstadt Jesu, fehlt es an Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Aus diesem Grund appelliert P. Artemio Vitores OFM von der Franziskaner-Kustodie im Heiligen Land an alle Christen, ihre Brüder im Heiligen Land zu unterstützen.

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„Helft uns, Bethlehem nicht zu verlieren! Die Anzahl der Christen nimmt nämlich rapide ab. Im Jahr 1965 stellten die Christen noch die Mehrheit der Bevölkerung, heute machen sie weniger als zwölf Prozent aus. In den vergangenen Jahren haben mehr als 3.000 Christen die Stadt verlassen, weil es wirtschaftliche, soziale und religiöse Probleme gibt und weil sie keine Perspektiven haben. Die Gefahr ist groß, dass die christliche Präsenz in Bethlehem vollständig verschwindet. Wir, die Brüder, tun alles, was in unserer Macht steht, aber die Situation ist wirklich ernst“, erklärte der Franziskanerpater vergangene Woche.

„Wir hoffen, dass sich die Gläubigen auf der ganzen Welt bewusst werden, dass die Situation hier in Bethlehem jeden Tag schlechter wird. Bethlehem ist der Geburtsort Christi, jener Ort, an dem Gott Fleisch angenommen hat. Das ist ein zentrales Geheimnis unseres Glaubens. Bethlehem liegt uns und allen Christen deshalb ganz besonders am Herzen.“

Die christliche Minderheit im Heiligen Land und vor allem die Bewohner der Stadt Bethlehem gehören mit zu den Leidtragenden des nicht enden wollenden Konflikts zwischen Israel und Palästina. Damit sich die Situation verbessern könne, müssten die Christen zunächst einmal „nach ihren eigenen Wurzeln im Judentum suchen und die Beziehungen zu unseren älteren Brüdern vertiefen“, riet P. Vitores. Die Beziehungen zwischen dem Staat Israel und dem Heiligen Stuhl spielten ebenfalls eine entscheidende Rolle, und auch die Pilgerreisen ins Heilige Land seien „geistig, sozial und auch wirtschaftlich“ von großer Bedeutung.

„Wir dürfen uns nicht mit der Situation in Bethlehem abfinden“, betonte der Franziskanerpater. „Die israelischen Behörden haben nämlich die Grenzlinie bei Jerusalem wieder hergestellt, was den Durchgang sehr erschwert und bedeutet, dass sich alle den Kontrollen unterziehen müssen. Das ist ein großes Problem für die gesamte Bevölkerung, sogar für meine Ordensbrüder, die Ordensleute allgemein und alle Durchreisenden.“

Ungelöst sei nach wie vor die Frage um den Abendmahlssaal, fuhr P. Vitores fort. In der Vergangenheit habe es danach ausgesehen, als würde man sich mit den israelischen Behörden auf seine Restitution einigen können, „aber mit einem Schlag scheint das alles in weite Ferne gerückt zu sein“.

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