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Aachener Karmelitinnen bitten Papst um Hilfe

30. November 2004 in Chronik, keine Lesermeinung
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Der Bischof will ihr Kloster schließen, die drei verbliebenen Karmelitinnen protestieren.


Aachen (www.kath.net) Einen siebenseitigen Hilfebrief an den Papst haben drei Karmelitinnen aus Zweifall gerichtet. Sie wehren sich darin gegen die Schließung ihres Klosters. Das berichtete die Aachener Zeitung. Bischof Heinrich Mussinghoff kündigte an, das Kloster „Maria Königin“ schließen zu wollen. Für die drei verbliebenen Ordensfrauen ist das nicht nachvollziehbar; sie kündigten an, sich der Anordnung zu widersetzen.

„Wir werden um unsere Existenz kämpfen. Und das mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln“, sagt eine Ordensschwester. Sie vermutet konkrete materielle Interessen des Bistums an einer Klosterschließung. „Das Bistum spekuliert darauf, dass unser Kloster nach der Schließung in seinen Besitz übergeht und es Immobilie und Grundstück verkaufen kann“, erklärt Schwester Maria Regina.

Diesen Vorwurf weist der Aachener Dompropst Herbert Hammans als „Beleidigung“ zurück. Es sei „die freie Entscheidung des Karmel zur Heiligen Familie in Düren, das auch die Schwestern aufnehmen wird, was mit dem Kloster geschieht“, betont er. Der Bischof trage außerdem die Verantwortung für das Kloster, aus seiner Sicht sei es „mit drei Schwestern nicht mehr lebensfähig“.

Die Karmelitinnen argumentieren mit ihrer Unabhängigkeit: Das Kloster ist zwar spirituell dem Aachener Bischof unterstellt, juristisch ist es jedoch eigenständig und im Besitz des Ordens. Das Haus finanziert sich durch eine Hostienbäckerei. Man habe noch nie einen Euro vom Bistum erhalten, sagt Schwester Maria Regina. Das Thema wird demnächst mit dem römischen Abgeordneten des Karmeliterordens besprochen.



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