Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  4. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  5. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  6. Wahrheit ist heilsrelevant
  7. 'Armutsindustrie' in der Kritik: Statistik misst Ungleichheit, nicht echte Not
  8. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  9. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  10. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  11. Papst Pius X.: ‚Was brauchen wir heute am meisten, um die Gesellschaft zu retten?
  12. Großes Kardinalstreffen mit dem Papst - KI statt Liturgie
  13. Ritus, Zeichen und Symbol: Der Weg zum Mysterium
  14. "Ich glaube, dass ich glaube"
  15. Papst an Pfadfinder: „Ihr verbindet auf kluge Weise das Buch der Natur mit dem Wort Gottes“

Abtreibung: Wissenschaftler spricht von 'Massenmord'

24. April 2004 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Manfred Spieker: Seit faktischer Freigabe 1974 wurden rund acht Millionen ungeborene Kinder getötet.


Bonn (www.kath.net / idea) Die Reform des Abtreibungsparagraphen 218 im Jahr1995 istgescheitert. Zu diesem Ergebnis kommt der Professor für ChristlicheSozialwissenschaften an der Universität Osnabrück, Professor ManfredSpieker, ineinem Beitrag für die Wochenzeitung "Rheinischer Merkur" (Bonn). Er erinnertdarin an die vom Bundesverfassungsgericht 1993 unterstrichene Beobachtungs-und Nachbesserungspflicht des Gesetzgebers.

Wenn dieser wirklich an einer Verbesserung des Lebensschutzes interessiertsei, müsse es zu einer Reformder Reform kommen. Spieker: "Ein Rechtsstaat kann einen Massenmord an dereigenen Bevölkerung nicht tolerieren. Auch ungeborene Kinder haben Anspruchauf rechtsstaatlichen Schutz." Aus seiner Sicht haben die bisher vierReformen des Paragraphen 218 den Lebensschutz ungeborener Kinder immer mehrverschlechtert.

Seit der faktischen Freigabe der Abtreibung 1974 seien "nachunrealistischen Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland (Westund Ost) rund 4,2 Millionen, nach plausiblen Schätzungen aber rund achtMillionen ungeborene Kinder getötet worden". Der Sozialwissenschaftler siehtdiese "Massenvernichtung" als die zentrale Ursache des demographischenProblems. In den nächsten 50 Jahren werde die Bevölkerung Deutschlands von82,4 Millionen (2002) um rund 13 Prozent auf voraussichtlich 71,6 Millionensinken.

Bundesländer geben jährlich 42 Millionen Euro für Tötung ungeborener Bürgeraus

Nach Spiekers Angaben geben die Bundesländer jährlich 42 Millionen Euro fürdie Tötung ungeborener Kinder aus. Im Blick auf die Spätabtreibungenkritisiert er, daß es trotz vielfältiger Kritik aus allen Parteien bisherkeine parlamentarische Initiative zu einer Begrenzung gebe. Die Zahl derKinder, die eine Spätabtreibung im letzten Drittel der Schwangerschaftüberlebten, werde auf jährlich über 100 geschätzt.

Der Trend zuSpätabtreibungen werde noch gefördert durch die Rechtsprechung desBundesgerichtshofes, die behinderte Kinder als Schaden bewerte und Ärzte zuUnterhaltszahlungen oder gar Schmerzensgeld verurteilt, wenn sie nach einerdiagnostizierten Behinderung des Kindes nicht den Weg zur Abtreibung wiesen.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Abtreibung mit Holocaust verglichen? Geistlicher vom Religionsunterricht freigestellt
  2. Pensionierter Pastor in Nordirland nach Predigt in Schutzzone um Abtreibungsklinik verurteilt
  3. Fluglinie zahlt Stewardess fast eine Million Dollar nach Kündigung wegen pro-life-Ansichten
  4. Weniger Zeit zum Nachdenken, höherer Druck – was die Abtreibungszahlen aussagen
  5. ALfA: Antrag zur „Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen“ verfehlt wirkliche Hilfe für Frauen
  6. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  7. Prag: Tausende Demonstranten fordern bessere Hilfen für Schwangere
  8. Zwangsfinanzierung von Abtreibungen in Krankenversicherungen? Untersuchungen in 13 US-Bundesstaaten
  9. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘
  10. Britisches Oberhaus stimmt für Abtreibungen bis zur Geburt






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  4. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  5. RTL-Journalistin Liv von Boetticher: „Habe die Bundespolizei zwei Nächte lang auf Streife begleitet“
  6. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  7. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  8. Das brennende Herz des heiligen Philipp Neri: Ein wissenschaftlich dokumentiertes Pfingstwunder
  9. Warum haben alte Kirchen einen verborgenen Raum unter dem Altar?
  10. Schottischer Pfadfinderjunge verweigert Verbeugung vor Allah in der Moschee
  11. Arche-Noah-Nachbildung feiert 10-jähriges Jubiläum
  12. Die große Kraft der Marienverehrung in der Endzeit
  13. Schönborn: Glaube braucht Tradition und kirchliche Einheit
  14. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  15. Fossile Bäume lösen Debatte um Arche Noah und die Sintflut aus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz