Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  2. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  3. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  4. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  5. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  6. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  7. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  8. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  9. Moskauer Patriarch Kyrill könnte auf EU-Sanktionsliste kommen
  10. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  11. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  12. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  13. Bayerischer Rundfunk bezeichnet muslimische Kleidung für Frauen als ‚Modest Fashion‘
  14. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  15. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an

Entlassener Kardinal Becciu verklagt Zeitschrift

20. November 2020 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Seiner Ämter enthobener Kurienkardinal wirft italienischem Blatt "L'Espresso" eine "Kampagne" gegen seine Person vor - Becchiu steht im Mittelpunkt einer vatikanischen Finanzaffäre


Rom (kath.net/KAP) Der seiner Ämter enthobene Kardinal Giovanni Angelo Becciu verklagt die italienische Zeitschrift "L'Espresso" auf Schadenersatz in Millionenhöhe. Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung wirft der Geistliche dem Blatt "eine Kampagne" gegen seine Person vor. Darin sei "eine Reihe von Anschuldigungen ohne jedwede Grundlage" enthalten. Er habe daher rechtliche Schritte in die Wege geleitet. Wie die Zeitung "Corriere della Sera" unter Berufung auf Gerichtsakten berichtet, verlangt der Kardinal zehn Millionen Euro Entschädigung, die er für karitative Zwecke einsetzen wolle.

Der 72-Jährige steht im Mittelpunkt einer Finanzaffäre des Vatikan. Deren Gegenstand sind unter anderem eine dubiose Immobilienanlage in London, die angebliche Begünstigung von Angehörigen der Familie Beccius, Honorare an eine sardische Sicherheitsberaterin sowie hohe Überweisungen nach Australien zu einer Zeit, als dort Beccius interner Rivale Kardinal George Pell vor Gericht stand.


In der aktuellen Mitteilung weist der Italiener abermals jegliches Fehlverhalten zurück. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe seien "alle falsch". Es handele sich um eine "ausufernde Verzerrung der Realität", die sein Ansehen als Mensch und Priester "bewusst zerstört" habe. Er werde der Kirche und dem Papst dennoch weiterhin treu zu Diensten sein, versicherte der Sarde.

Becciu, von 2011 bis 2018 Substitut des Staatssekretariats und damit eine Art Stabschef der kirchlichen Leitungszentrale, galt im Vatikan als sehr einflussreich. Ende September trat er - offenbar auf Druck von Papst Franziskus - von seinem Amt als Präfekt der Heiligsprechungskongregation zurück und verzichtete auf seine Rechte als Kardinal.

Wie aus den zitierten Gerichtsunterlagen weiter hervorgeht, sieht Becciu in den Artikeln der Zeitschrift "L'Espresso" die eigentliche Ursache für seine Demission. Die negativen Konsequenzen seien erheblich. Als besonders schwerwiegend stuft sein Anwalt demnach einen ganz bestimmten Aspekt ein: "Dank seines Lebenslaufs hätte er zu den Kandidaten bei der nächsten Papstwahl zählen können."

Von Seiten des Vatikan gibt es bisher keine Angabe zu den Gründen der Entlassung Beccius durch den Papst. Zudem sehen australische Behörden Medienberichten zufolge bisher keinen Anlass, Überweisungen aus dem Vatikan auf australische Konten nachzugehen.


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - MONTAG ANMELDESCHLUSS!!!
  2. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  5. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  6. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  7. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  8. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  9. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  10. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  11. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  12. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  13. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“
  14. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an
  15. Nicht spektakuläre Gesten sondern kleine Taten der Treue

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz