Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  3. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  6. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  7. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  8. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  9. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  10. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  11. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  12. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  13. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  14. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang
  15. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!

Essener Bischof Overbeck zu Missbrauchsvertuschung: „Ja, ich habe Schuld auf mich geladen“

19. November 2020 in Deutschland, 20 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Overbeck im Interview mit der „Zeit“: „Lange Jahre galt, dass der Schutz der Kirche wichtiger ist als der Schutz der Opfer. Mit allen Folgen.“


Essen (kath.net/pl) „Ich habe die Verantwortung am Anfang meiner Zeit als Bischof nicht richtig wahrgenommen. Ich hätte die Unterlagen lesen müssen, um dann Konsequenzen daraus zu ziehen. Deshalb ja: Ich habe Schuld auf mich geladen.“ Das räumt der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck (Archivfoto) im ausführlichen Interview mit der „Zeit“ ein. In seinem Bistum war der bereits staatlich zweimal als Missbrauchstäter verurteilte Pfarrer A. tätig gewesen, eigentlich Diözesanpriester in Köln. 2002 zog A. aus dem Erzbistum Köln ins Bistum Essen, es gab einen entsprechenden Beschluss der Essener Personalkonferenz, den Ruhestandsgeistlichen aus der Seelsorge zu entfernen und ihn von Kindern und Jugendlichen fernzuhalten. Als 2010 Overbeck Bischof von Essen wurde, habe er diesen Fall nicht priorisiert verfolgt, „das ist mein Versagen“. Im Bistum Essen tue man „alles, Fehler einzugestehen, aufzuarbeiten und zu lernen. Die Geschichte der Kirche lehrt uns aber auch, dass sie eine sehr sündige ist. Und dieser Fall ist einer der Beweise für diese Sündhaftigkeit.“ Doch gebe es im Missbrauchsskandal „unter uns Bischöfen keine Helden“. Link zum Interview in der „Zeit“ in voller Länge.


Bereits vor einigen Tagen hatte beim Thema sexueller Missbrauch durch Kleriker auch das Bistum Aachen mit der Veröffentlichung des unabhängigen Gutachten der Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl den Weg in die Öffentlichkeit gewählt. Auch Bischof Helmut Dieser gestand ein: „Was wir als Kirche in der Vergangenheit getan haben, um Opfer wirklich zu schützen und für sie zu sorgen, war zu wenig, es war nicht angemessen.“ Man dürfe sich künftig nicht mehr den Priestern enger verbunden fühlen als den Opfern: „Die Weihe und das geistliche Amt schützen nicht vor Haftung und vor Ahndung“.

Archivfoto Bischof Overbeck (c) Bistum Esser

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  5. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  6. Grösse
  7. Angeklagt, weil er einen schismatischen Bischof nicht rehabilitierte: Armeniens Patriarch Karekin II
  8. ALfA startet „von-Galen-Projekt“ zum 85. Jahrestag der Predigt von St. Lamberti
  9. „Warum ich katholisch bin“
  10. William Donohue: Bürgermeister Mamdani soll nicht an Gedenkveranstaltung zu 9/11 teilnehmen
  11. „Nicht der Sturm hat das letzte Wort – Christus hat das letzte Wort. Amen.“
  12. Was Papst Leo XIV. in Südamerika erwartet
  13. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  14. Wenn der Sturm den Glauben prüft - Der Friede Christi mitten im Gegenwind
  15. Expertin fordert nach Aufsichtsversäumnissen in den Provinzen nun nationalen Sterbehilfe-Watchdog

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz