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Joan Roig Diggle (19) wurde in Barcelona seliggesprochen – Getötet aus „Hass auf den Glauben“

9. November 2020 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Der junge Mann wurde 1936 im Spanischen Bürgerkrieg erschossen, er war für seine Hingabe an die hl. Eucharistie bekannt gewesen - Katalonische Regierung kündigt Untersuchung an, da ca. 500 Personen in der riesigen Sagrada Familia mitfeierten


Barcelona (kath.net/pl) Joan Roig Diggle wurde 1936 während des spanischen Bürgerkriegs „aus Hass auf den Glauben“ getötet. Am Samstag wurde er in der Basilika „La Sagrada Familia“ in Barcelona seliggesprochen. Dem Pontifikalamt präsidierte der Erzbischof von Barcelona und Präsident der spanischen Bischofskonferenz, Kardinal Juan José Omella. Der Teenager war in dieser Zeit der Verfolgung katholischer Christen für seine Hingabe an die hl. Eucharistie bekannt gewesen.

 

Ein Priester hatte in dieser geistlichen Notsituation dem Laien Joan Roig ein Ziborium mit dem Allerheiligsten Sakrament anvertraut und ihn gebeten, die Heilige Kommunion an jene Gläubigen in ihren Häusern zu spenden, denen es nicht möglich war, an der Messe teilzunehmen.


 

Während einem dieser Besuche erzählte Joan Roig einer Familie, dass er wusste, dass rote Milizsoldaten versuchten, ihn zu töten. „Ich fürchte nichts, ich nehme den Meister mit“, sagte er. „Gott ist mit mir“.

 

Als diejenigen, die ihn nach seinem Leben trachteten, an seine Tür klopften, verzehrte der junge Mann zunächst die hl. Eucharistie, die er gehütet hatte, um sie vor möglicher Entweihung zu beschützen. Eine Jugendpatrouille brachte ihn dann zu einem Friedhof, dort wurde er mit fünf Schüssen in den Kopf und einem weiteren Schuss in das Herz getötet. Mit seinen letzten Worten vergab der junge Katholik seinen Mördern.

 


Das feierliche Pontifikalamt zur Seligsprechung in der Basilika Sagrada Familia war aus Gründen der Corona-Pandemie auf 1/3 der eigentlich möglichen Teilnehmerzahl reduziert worden, berichtete das spanische Internetportal „Religión digital“. Trotzdem führte das Bildmaterial der anwesenden etwa 500-600 Personen in der riesigen Basilika zu erheblichen Protesten im Internet. Die katalonische Regierung hat bereits am Sonntag angekündigt, dazu eine Untersuchung durchzuführen.

 

 

Foto des neuen Seligen (c) Erzdiözese Barcelona

 


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Lesermeinungen

 Chris2 10. November 2020 
 

Man kann nicht oft genug daran erinnern,

dass im Spanischen Bürgerkrieg mehrere tausend Priester und Ordensleute, darunter auch unzählige Ordensfrauen, brutal und gezielt ermordet wurden. Diese Verbrechen entlarven die übliche schwarz-weiß-Malerei bei diesem Thema.


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 Montfort 10. November 2020 

Wenn die wüssten...!

"Trotzdem führte das Bildmaterial der anwesenden etwa 500-600 Personen in der riesigen Basilika zu erheblichen Protesten im Internet. Die katalonische Regierung hat bereits am Sonntag angekündigt, dazu eine Untersuchung durchzuführen"

Wenn die wüssten, dass bei der Eucharistiefeier zur Seligsprechung nicht nur 500-600 Personen gegenwärtig waren, sondern unzählige lebendige Personen - wenngleich nicht mit ihrem irdischen Leib -, so würden sie vor Schreck verstummen. Es waren doch - wie bei jeder Eucharistiefeier - alle Männer und Frauen der "leidenden Kirche" und der "triumphierenden Kirche" ebenfalls zugegen - letztere in ihrer Heiligkeit und himmlischen Glückseligkeit hoffentlich "hochansteckend" für alle!
;-)


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