Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Corona: Grazer Theologen sehen Impfpflicht "problematisch"
  2. Papst: Messritus aus Zaire mögliches Modell für Amazonas-Liturgie
  3. Andere Leeren – Krippen auf dem Petersplatz. La Piazzetta
  4. Warum wir am 21. Dezember 2020 unbedingt den Himmel beobachten sollten!
  5. Erscheint uns wieder der Stern von Bethlehem?
  6. Allein den Betern kann es noch gelingen - Schicken Sie uns Ihr Anliegen!
  7. Zur Nichtwahl eines Churer Bischofs durch das Domkapitel
  8. Propagandaexpertin warnt: COVID-Isolierung dient offensichtlich der sozialen Kontrolle
  9. "Und dann kam der November 2020"
  10. "Interviews mit Bedford-Strohm oder Margot Käßmann nur noch schwer an Kitsch zu übertreffen"
  11. O Heiland, reiß die Himmel auf, herab, herab vom Himmel lauf!
  12. Autoritäre Regime verwenden Corona als Waffe
  13. Wien: 'Tot den Christen'-Aufruf im Gemeindebau
  14. US-Bischof fordert: Keine Impfung, die mit Hilfe abgetriebener Babys entwickelt wurde
  15. Die Chancen stehen gut, dass das Fehlurteil kassiert wird

Bischöfe Kanadas warnen: Verkündigung des Christentums würde kriminalisiert

27. Oktober 2020 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien könnte religiöse Unterweisung und sogar private Gespräche zwischen Eltern und Kindern verboten sein könnten, wenn der Gesetzestext streng interpretiert werde.


Ottawa (kath.net/LifeSiteNews/jg)

Die katholische Bischofskonferenz Kanadas hat in einer kritischen Stellungnahme zu einem Gesetzesvorschlag gegen Konversationstherapien davor gewarnt, dass sogar private Gespräche zwischen Kindern und Eltern kriminalisiert werden könnten.

 

Das Gesetz soll Konversionstherapien verbieten, die als „Verfahren, Behandlung oder Dienst, welcher die sexuelle Orientierung einer Person in Richtung heterosexuell oder Geschlechtsidentität in Richtung cisgender ändern soll oder nicht-heterosexuelle Attraktion oder sexuelles Verhalten unterdrücken oder verringern will“, definiert.

 

Die katholischen Bischöfe Kanadas betonen in ihrer Stellungnahme vom 7. Oktober, dass jede Zwangstherapie oder unfreiwillige Behandlung unethisch seien und gegen die Würde der Person verstoßen würden. Der Gesetzestext sei allerdings derart mehrdeutig formuliert, dass religiöse Unterweisung und private Gespräche unter das Verbot fallen könnten, wenn der Gesetzestext streng interpretiert würde. Personen, die aus freier Entscheidung chirurgische Eingriffe zur „Geschlechtsumwandlung“ rückgängig machen wollten, könnten in Schwierigkeiten kommen, wenn sie Hilfe suchen. Gleiches gelte für Menschen, die ungewollte gleichgeschlechtliche Neigungen bei sich feststellen.


 

Ein besonders heikles Thema sei die mögliche Verletzung der Privatsphäre der Familie. Private Gespräche zwischen Eltern und Kindern über Fragen der menschlichen Sexualität könnten als öffentlich erklärt werden und Gegenstand der Strafverfolgung werden. Daraus würden sich prinzipielle Fragen über die Legitimität der staatlichen Überwachung, Vertraulichkeit und Achtung der Privatsphäre ergeben. Als erstrangige Erzieher hätten die Eltern das Recht, ihre Kinder nach ihren ethischen und religiösen Überzeugungen zu erziehen, heißt es in der Stellungnahme.

 

Die Bischöfe befürchten, dass die Verkündigung des Christentums und anderer Religionen über die menschliche Sexualität als Straftat interpretiert werden könnte. Das würde auch den Religionsunterricht betreffen. Einrichtungen, die Personen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen empfehlen, enthaltsam und im Einklang mit der Lehre des Evangeliums, den Moralprinzipien der katholischen Kirche und den Vorgaben ihres eigenen Gewissens zu leben, würden ebenfalls kriminalisiert, merken die Bischöfe an.

 

Auch die evangelikale Vereinigung „Evangelical Fellowship of Canada“ hat in einem offenen Brief an den Justizminister Kanadas ähnliche Kritikpunkt an dem Gesetzesvorschlag geäußert.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Ehrmann 27. Oktober 2020 

Ja, wir müssen bereit werden, eine Märtyrerkirche zu sein - in den ersten Jahrhunderten war man stol

Immer wieder gab es solche Prüfungen - angefangen beim AT über Glaubenskriege und Französische Revolution bis heute - nur daß die Verfolgungen subtiler erscheinen und von innen kommen. Nun, auch der Ägyptische Josef wurde von seinen Brüdern verkauft, von der Frau seines Herrn verleumdet, verbrachte viele Jahre im Gefängnis und wurde über Nacht zum Vizekönig von Ägypten, - und er jammerte nicht, er rächte sich nicht, sondern half seinen Brüdern aus ihrer Not. Ich denke, wie Job müssen wir lernen, die Wege Gottes zu akzeptieren, auch wenn es SEHR schwer fällt. Die hl. Perpetua raufte mit ihrem Vater, weil sie die Wahrheit des christlichen Heiles nicht aufgeben konnte (siehe Martyrologium).Wenn in Rom die Lichter ausgehen, müssen wir alle noch mehr leuchten.


1

0
 
 antony 27. Oktober 2020 

In Deutschland gibt es bereits ein solches Gesetz

Das "Gesetz zum Schutz vor Konversionsbehandlungen" bedroht Maßnahmen, die auf die Veränderung oder Unterdrückung der sexuellen Orientierung oder der selbstempfundenen geschlechtlichen Identität gerichtet sind, mit bis zu einem Jahr Haftstrafe.
Ausdrücklich geht es dabei nicht nur um therapeutische Maßnahmen, sondern um Interventionen jeglicher, Art, durch wen auch immer.
Nach dem Buchstaben des Gesetzes wäre es auch möglich, einen Priester zu bestrafen, der dem Beichtenden die Auflösung der geschlechtlichen Gemeinschaft mit seiner Freundin bis zur Eheschließung nahe legt - "Unterdrückung einer selbstempfundenen geschlechtlichen Identität"!

Die Werbung für solche Maßnahmen kann als Ordnungswidrigkeit mit bis zu 30.000 € geahndet werden.

https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/verbot-konversionstherapie-1707674
https://www.gesetze-im-internet.de/konvbehschg/BJNR128500020.html


3

0
 
 Chris2 27. Oktober 2020 
 

Nicht alle Diktaturen kamen über Nacht.

Bei manchen konnte man die Zeichen an der Wand bereits lange zuvor erkennen. Und die Nachwelt wird vorwurfsvoll fragen: Warum habt Ihr nichts getan, als man es noch konnte?


5

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

gender mainstreaming

  1. Wenn das Gendersternchen gesprochen wird
  2. Gesellschaft für deutsche Sprache rät vom Genderstern ab
  3. Dichter Reiner Kunze: Sprachgenderismus bringt Sexualisierung und Verarmung der Sprache 
  4. Irischer Minister will ‚Geschlechtsänderung’ für Jugendliche vereinfachen
  5. Geschlechtsverwirrung in den Niederlanden
  6. Neues Parteiprogramm der Grünen für Abtreibung und Gender-Ideologie
  7. Gender-Ideologie widerspricht Natur und Offenbarung
  8. Transgender: Die feministische Revolution frisst ihre Kinder
  9. US-Regierung definiert ‚Gender’ als biologisches Geschlecht
  10. Kritik an Joanne Rowling im kanadischen Kinderfernsehen








Top-15

meist-gelesen

  1. Warum wir am 21. Dezember 2020 unbedingt den Himmel beobachten sollten!
  2. kath.net-PAULUS-Leserreise: Fronleichnam auf Malta - Mit Michael Hesemann und P. Leo Maasburg
  3. Zur Nichtwahl eines Churer Bischofs durch das Domkapitel
  4. Andere Leeren – Krippen auf dem Petersplatz. La Piazzetta
  5. "Und dann kam der November 2020"
  6. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre DRINGENDE Hilfe!
  7. Eine seltsame Botschaft auf Twitter von Erzbischof Schick
  8. Allein den Betern kann es noch gelingen - Schicken Sie uns Ihr Anliegen!
  9. "Interviews mit Bedford-Strohm oder Margot Käßmann nur noch schwer an Kitsch zu übertreffen"
  10. Als der Terror begann, verschanzten sich die Jugendlichen in der Kirche
  11. Autor der ‚Benedikt-Option’ warnt: Der Westen wird totalitär
  12. Propagandaexpertin warnt: COVID-Isolierung dient offensichtlich der sozialen Kontrolle
  13. Hohe Vertreter der Kirche haben das Kerngeschäft der Seelsorge verlassen
  14. Die 13 neuen Kardinäle im Kurzporträt. Der Weg des Lebens und der Geschichte
  15. Erscheint uns wieder der Stern von Bethlehem?

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz