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Bätzing/ DBK-Vollversammlung: „Wenn wir Bischöfe in diesen Tagen auch Kontroversen nicht verbergen“

23. September 2020 in Deutschland, 15 Lesermeinungen
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DBK-Vorsitzender behauptet in Predigt: „Kirche steht bei aller Verlässlichkeit ihres Glaubensbekenntnisses nur dann in der Linie der Treue Gottes, wenn sie sich selbst unterbrechen lässt und neu zu denken und zu handeln lernt…“


Fulda (kath.net/DBK) kath.net dokumentiert die Predigt von Bischof Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, in der Eucharistiefeier zur Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz am 22. September 2020 in Fulda, in voller Länge. Lesung: Spr 21,1–6.10–13, Evangelium: Lk 8,19–21

Liebe Schwestern und Brüder,
mal erwartbar und mal völlig unerwartet – so gehen uns die biblischen Texte heute an. Und sie beschreiben damit zwei Dynamiken, die mir aus meiner Lebens- und Glaubenserfahrung wohlbekannt sind.

Um leben zu können, braucht es Verlässlichkeit. Wer meint, die Welt und sich selbst immer neu erfinden zu müssen, der wird bald außer Atem geraten. Wiederholungen, gute Gewohnheiten, Zeremonien und Riten verleihen Stabilität. Das gilt für den Alltag, und es gilt auch im Glaubensleben.

Im Buch der Sprichwörter wurden im Laufe von beinahe 500 Jahren Lebensweisheiten zusammengetragen, die aller Erfahrung nach zutreffen und mit gesundem Menschenverstand erwartbar sind. 13 davon wurden uns eben vorgetragen. 35 dieser Aphorismen werden im Neuen Testament aufgegriffen. Wahre Weisheit behält eben ihren Wert in alten und neuen Zeiten. Was die Sprichwörter insgesamt verbindet und wie eine Art Wasserzeichen für die Verlässlichkeit der von Gott geschaffenen Welt spricht, das ist der sogenannte Tun-Ergehen-Zusammenhang, kurz: Wer Gutes tut, der erfährt Glück und Segen; wer böse handelt, der holt sich die Folgen ins eigene Haus. Ob stehenden Fußes oder irgendwann in einer länger gedehnten Zeit oder erst im Gericht vor Gottes Angesicht, darauf legt die Weisheit des Alten Testamentes sich nicht fest. Im Angesicht der großen weltweiten Krisenphänomene unserer Zeit spricht viel für die Zuverlässigkeit dieses Grundgedankens. Unsere Art zu denken und zu leben, unsere innersten Impulse prägen uns und bestimmen auch unsere Zukunft – positiv wie negativ. Was also erwartbar und aus einzelnen Erfahrungen längst zu Überzeugungen geronnen ist, das darf, ja das sollte uns als Orientierung dienen.


„Jeder meint, sein Verhalten sei richtig, doch der Herr prüft die Herzen“ (Spr 21,2). Wenn wir Bischöfe in diesen Tagen miteinander diskutieren, wenn wir uns offen begegnen und auch Kontroversen nicht verbergen, dann mag diese Weisheit uns leiten, einander aufmerksam zuzuhören und die Wahrheit im Sprechen des anderen eher groß zu machen und retten zu wollen, als sie ungeschätzt zur Seite zu legen. Ignatius von Loyola, der Meister der geistlichen Unterscheidung und gemeinsamen Vergewisserung, regt dazu an.

Das Buch der Sprichwörter ist aber nicht nur eine Sammlung von bewährten Lebensweisheiten, die für jeden und überall gelten. Sie rechnen mit der Unverfügbarkeit Gottes und mit seinem Handeln in der Geschichte. Gläubige Weisheit rechnet mit Gott. Sie akzeptiert die Grenzen menschlichen Tuns, unserer Möglichkeiten und unserer Macht. Sie rechnet damit, dass Gott die erwartbaren Verhältnisse auch einmal auf den Kopf stellt und auf diese Weise die Gottesherrschaft mitten in der alten, auch von Schuld und Scham und Sünde gezeichneten Welt aufrichtet. Im Magnifikat besingt Maria diesen wunderbaren unverfügbaren Gott.

Dass dieser Gott für sie selbst nicht bloß kleine schöne Überraschungen bereithält, sondern manche Irritation und große Zumutungen, die die Zukunftsvorstellungen einer jungen jüdischen Frau völlig durcheinanderwirbeln, das wurde ihr bereits beim ersten überraschenden Eintreten Gottes im Haus von Nazaret deutlich; heute trifft es Maria in der Szene des Evangeliums erneut ziemlich unerwartet. Distanziert sich Jesus hier von seiner Mutter und seiner Familie? Weist er sie schroff ab? Oder trägt er nicht die Zumutung des Glaubens auch und gerade an die heran, die ihm Familie sind, damit sie in die Gottesherrschaft einbezogen, zur Nachfolge eingeladen, als Hörerinnen und Hörer des Wortes aufbrechen in die neue Zeit, in der Gott alles daransetzt, Menschen zur Freiheit zu befreien (vgl. Gal 5,1)? Offensichtlich ist es Jesus bei seiner Mutter und seinen Brüdern ja gelungen, aus erwartbaren Konstellationen und Konventionen heraus seine überraschende Einladung auszusprechen. Denn die Mutter und einige seiner Brüder gehören ja zur Keimzelle der Kirche, der Hörerin des Wortes.

Erwartbar und überraschend, so gehen uns die biblischen Texte heute an. So wirkt der christliche Glaube auf unser Leben ein und verändert uns.

Vor drei Wochen war ich während der Visitation wie üblich an einem Abend mit einer Gruppe ehrenamtlicher Gremienmitglieder im Gespräch. Sorge und Bedrückung bei diesen engagierten Frauen und Männern waren für mich förmlich zu spüren. Alle Kraftanstrengungen, alles Nach- und Vordenken scheint den grassierenden Zerfall einer zu Ende gehenden Kirchengestalt nicht aufzuhalten. Es ist frustrierend und geistlich zermürbend, dagegen anzukämpfen. „Wie stoppen wir die Krise, damit es wenigstens wieder ein bisschen wird wie früher? Was wird denn sonst aus uns? Wie könnten wir Interessierte in neuen Bibelkreisen sammeln?“ Selten habe ich hinter den vielen Fragen den Druck so gespürt, der auf den Gläubigen lastet. Und irgendwann kam mir der Geistesblitz: „Wenn wir, wenn Sie in diesem Gremium nicht der Bibelkreis sind, dann wird es in Zukunft in dieser Pfarrei auch keinen geben.“ Im weiteren Verlauf des Gespräches war deutlich zu spüren: Damit habe ich die Engagierten nicht noch zusätzlich belastet, sondern die Last des Machen-Müssens und des Weiterlaufens im Hamsterrad unterbrochen. Es gibt in unserer Kirche die Gefahr der „Selbstverholzung“. Denken und wollen, was wir immer gedacht und gewollt haben. Tun, was wir immer getan haben. Es leuchtet im Grunde das am meisten ein, was immer schon war. Wen wundert es, dass um uns herum so wenig Lebendigkeit blüht, wenn wir doch offensichtlich auf dem Holzweg sind. Jesus bestätigt uns nicht in den alten Konventionen. Die Heilige Schrift hält viel von Kontinuität, Treue und Verlässlichkeit. Aber offensichtlich hält sie noch mehr von Wachstums- und Weggeschichten; sie zeigt nicht selten sogar eine Vorliebe für Veränderung aus Brüchen und Aufbrüchen heraus, wenn es dem Heil der Menschen dient. Warum sonst sollte Gott das Opfer eines zerschlagenen Herzens gefallen (vgl. Ps 51,18; Joel 2,13), warum sonst verspricht er wieder und wieder ein neues Herz und einen neuen Geist (vgl. Ps 51,11)? Umkehr, das erste Predigtwort Jesu, bedeutet sicher nicht nur für den einzelnen Gläubigen die Herausforderung, sich von sich selbst zu verabschieden. Auch die Kirche steht bei aller Verlässlichkeit ihres Glaubensbekenntnisses nur dann in der Linie der Treue Gottes, wenn sie sich selbst unterbrechen lässt und neu zu denken und zu handeln lernt, um mit den Menschen und an ihrer Seite nach echter Freiheit zu streben.

Liebe Schwestern und Brüder, ich finde die Frage falsch gestellt: Wie stoppen wir die Krise? Mir scheint, in der Logik Jesu werden wir umgekehrt fragen lernen: Worin stoppt die Krise uns? Denen, „die das Wort Gottes hören und danach handeln“ (Lk 8,21), wird dabei nicht Angst und Bange werden, sondern Mut und Freude in größerer Gemeinsamkeit zuwachsen. Das gebe Gott, denn so ist es seine Art.

Pressefoto Bischof Bätzing (c) Bistum Limburg

Phoenix - DBK-Vorsitzender Bischof Georg Bätzing zum Auftakt der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz am 22.09.20


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Lesermeinungen

 lesa 23. September 2020 

Komm, heiliger Geist!

[email protected]: Danke für Ihren Kommentar! Auch Ihnen eine gesegnete Nachtruhe.
Auch den anderen Postern danke für Ihre Kommentare!


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 lesa 23. September 2020 

Was zu glauben und nicht zu glauben ist, braucht man nicht in Gesprächsforen zu erheben

Herr, dein Wort bleibt auf ewig, es steht fest wie der Himmel. (Ps 119, 89)
„Das Neue Testament kennt keine inspiratorische Selbstoffenbarung Gottes neben der inkarnatorischen des Christusereignisses. Im Gegenteil: Eine Gemeinde erweist sich in dem Maße als Frucht des Heiligen Geistes, in dem sie sich über ihre eigenen Plausibilitäten hinaus verweisen lässt auf den Fleisch gewordenen Logos, der ihr zunächst als der historische Jesus und nach dessen Erhöhung zum Vater sakramental begegnet – nicht zuletzt auch in der Gestalt des sakramentalen Amtes.“
(Prof. Karl_Heinz Menke
Meine lieben Freunde, was zu glauben und was zu tun ist, braucht man nicht in Gesprächsforen zu erheben [ich ergänze: auch nicht in …synoden]. Was zu glauben und zu tun ist, steht fest. Worum es geht, das ist nun wirklich das glauben, was zu glauben notwendig ist, nun wirklich das tun, was zu tun gebo­ten ist. Es besteht kein
Klärungsbedarf, es besteht Anwendungs­be­darf!" (Prof. Georg Mai)


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 Zeitzeuge 23. September 2020 
 

Liebe lesa,

zu dem Zitat unseres unvergessenen Bernhard-Joseph,

hoffentlich kehrt ja noch einmal zu uns hier im

Forum zurück, fällt mir ein krasses Zitat von

Ernst Jünger ein: "Auf den verwaisten Altären

hausen die Dämonen."

Vgl. auch 2 Tim. 4,3-4!

Ortskirchen können versagen, die hl. kath. Kirche

als Leib Christi aber ist unvergänglich.


Daher möchte ich für heute hier schliessen mit

einem Zitat des hl. Pater Pio, dessen Fest wir

heute hatten:

"Der HERR verläßt uns nie, wenn wir ihn nur nicht
verlassen, aber es kann sein, daß er uns zuweilen seine spürbare Nähe verbirgt.

Das ist eine vorübergehende Prüfung, die aufhört,
sobald der HERR es will.

GOTT ist getreu und läßt sich niemals an Großmut
übertreffen."

Gerne wünsche ich einen besinnlichen Abend und

ein gesegnegte, gute Nacht!


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 lesa 23. September 2020 

Entleerung

"Was ist eigentlich „Christ-sein“? … in letzter Zeit geht man nicht selten dazu über, das Christliche in wohlklingende Allgemeinheiten aufzulösen, die zwar den Ohren der Zeitgenossen schmeicheln, (vgl 2 Tim 4, 3) … und damit Steine anbieten statt Brot: ihr Brot: ihr eigenes Gerede statt Gottes Wort. (J. Ratzinger)
"Wo es kein echtes Bekenntnis zum Glauben mehr gibt, wo der Glaube langsam verflacht und die Inhalte sich ins Beliebige verflüchtigen, da blüht dann eben kein christlicher Glaube mehr, sondern er stirbt langsam ab. Dann verfallen auch die Kirchen und nach einer gewissen Zeit nehmen andere Religionen den leeren Glaubensraum ein." (@Bernhard Joseph)


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 Adamo 23. September 2020 
 

Wir sind nicht Bätzings liebe Schwestern und Brüder,

sondern wir halten unverändert an dem Glauben fest, den uns Jesus gelehrt hat und nicht seinem persönlichen verschwurbelten Glauben.


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 Lilia 23. September 2020 
 

Herr Bätzing - Ihre Sprache verrät Sie!!


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 ottokar 23. September 2020 
 

Als NachtraG:Ein Spruch aus dem "Buch der Sprüche" , das Herr Bätzing so liebt:

"Jede Rede Gottes ist im Feuer geläutert;ein Schild ist er für alle, die bei ihm sich bergen.Füg seinen Worten nichts hinzu, sonst überführt er dich, und du stehst als Lügner da"
Buch der Sprüche 30,5-9


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 Lino 23. September 2020 
 

Hat die Verpflichtung der Gläubigen, Priester und Diakonen zum Gehorsam gegenüber ihrem Bischof Bestand, wenn dieser selbst aber den Gehorsam gegenüber dem Papst verweigert?


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 encense 23. September 2020 

@Chris2

...und indirekt wird gesagt, dass die Lehre der katholischen Kirche eine Lüge ist.

Im Glaubensbekenntnis beten wir u.a.
...Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche,...
was fällt uns dabei auf?
nach Geist kommt ein Komma, es wurde kein Punkt gesetzt, sondern ein Komma!
und was sagt uns das?...

Gewisse Bischöfe und Priester aus Deutschland sollen einmal darüber nachdenken... und den Leuten keinen schwarzen Schimmel verkaufen!
oder besser gesagt: eine Fata-Morgana-Kirche braucht kein Mensch! die ist Morgen schon wieder verschwunden.


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 lakota 23. September 2020 
 

Naja,

wenn "Alle Kraftanstrengungen, alles Nach- und Vordenken den grassierenden Zerfall einer zu Ende gehenden Kirchengestalt nicht aufhalten..."

Wie wäre es, wenn die "engagierten" Frauen und Männer der PGR und Gremien einfach öfter die Hl. Messe mitfeiern würden?
Bei uns vermisse ich da einige am Sonntag und in der Abendmesse sind sie erst recht nicht.
Zu beschäftigt mit "Nach-und Vordenken"?


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 ottokar 23. September 2020 
 

Ad LaudeturJC und SalvatoreMio:

Sie beide sind unbedingt im Recht. Mit fast jesuitischer Dialektik, übrigens sprachlich hoch elegant und damit verführerisch, versucht der Vorsitzende der DBK den möglicherweise unbedarften Teil seiner Zuhörer einzulullen, wobei er wiederholt versucht, seine Argumente für eine notwendige Strukturänderung unserer Kirche mit Bibel-oder Psalmentexten zu versüssen.Dem Buch der Sprüche schreibt er sogar stetig bleibende Gütigkeit zu,die auch dann ihren Wert habe, wenn Gott nicht verfügbar ist. Was soll das heissen? Diese von Menschen geschriebenen Lebensweisheiten stellt er mit dieser Aussage über die Verfügbarkeit des göttlichen Willens, den wir doch dank der Botschaft seines Sohnen stets zur Verfügung haben. Welch ein Machiavellismus tritt hier zutage.Der Zweck heiligt die Mittel!Hoffentlich dient diese Konferenz nicht dazu unseren Herrn Jesus Christus erneut zu kreuzigen.Heiliger Geist, bitte komm in die Herzen deiner Diener, die doch einst versprochen hatten, Deinem Wort zu gehorchen.


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 ottokar 23. September 2020 
 

Ad LauteturJC und SalvatoreMio:


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 SalvatoreMio 23. September 2020 
 

Verführerische Zuckerbrot

@laudeturJC: Oh, dachte ich, sollte bei Bischof eine Rückbesinnung eingesetzt haben, eine UMKEHR? Dann kam die Ernüchterung: unter Umkehr verstehe ich ein "Zurück" zur Quelle des Lebens. Hier jedoch erkenne ich ein "Abbiegen" ein Sich-Verbiegen und Anlegen einer "neuen Allee": machen wir eine neue breite Straße, die allen wohlgefällt, nach jedermanns Geschmack! Nur: Christus hat davor gewarnt!


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 Chris2 23. September 2020 
 

Die Einführung der Landessprache z.B.

sollte durch das bessere Verstehen der liturgischen Texte die eucharistische Frömmigkeit verbessern. Viele Gläubige von heute würden entweder nur noch über diesen Satz schmunzeln oder gar fragen: "Was ist das: Eucharistische Frömmigkeit"?
Natürlich hat die Kirche im Laufe ihrer Geschichte immer wieder neue Aspekte des Glaubens entdeckt / wiederentdeckt und Gebets- und Gottesdienstformen entwickelt: Mönchtum, Gelübde der Armut, immer würdigere Hl. Messe (Ausnahme: "Liturgiereform" von 1970), besagte eucharistische Frömmigkeit etc.). Aber sie hat nie komplett neue Glaubensinhalte erfunden oder klar gegen das Vorbild oder die Vorgaben Jesu Christi oder der 10 Gebote gehandelt. Nur die angehende "deutsche Landeskirche" glaubt, dies tun zu dürfen. Denn sie wollten sein wie Gott...


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 laudeturJC 23. September 2020 

Ein weiteres Musterbeispiel

modernistischer Verdrehung, Verfälschung und Vergiftung. Am Anfang ein Zückerchen für die „Konservativen“: Nicht alles neu erfinden... unausgesprochen: ein paar Riten und die Kirchensteuer dürfen bleiben. Jesu „Mutter und einige seiner Brüder gehören ja zur Keimzelle der Kirche“? Interessante Ekklesiologie...Am Schluss dann noch eine verbale Spiegelfechterei mit Leugnung der Kirchenkrise...

Hoffentlich holt ihn selbst der „Tun-Ergehen-Zusammenhang“ Gottes bald in die Wirklichkeit zurück...


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