Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  6. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  7. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  8. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  9. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  10. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  11. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  12. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  13. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  14. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  15. Erzdiözese Mexiko will angemessenes Begräbnis für abgetriebene und nach der Geburt gestorbene Babys

Was passiert, wenn ein Kurienkardinal im Obdachlosenasyl um Nachtquartier bittet?

15. September 2020 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Krakauer Albertiner fielen offenbar aus allen Wolken, als sie die Frage des Päpstlichen Almosenmeisters hörten. Von Petra Lorleberg


Krakau (kath.net/pl) Kardinal Konrad Krajewski war zur Beerdigung von Kardinal Marian Jaworski aus dem Vatikan gekommen und wollte nicht im Hotel übernachten, sondern klopfte an der Tür eines kirchlichen Obdachlosenasyls an. Die Ordensmänner des Krakauer Albertinerordens wollten der Bitte des Päpstlichen Almosenmeisters nach einem Nachtquartier anfangs nicht zustimmen. Das berichten polnische Medien. Die Albertiner argumentierten offenbar, dass ihre einfachen Unterkünfte für die Unterbringung eines Kurienkardinals nicht ausreichend seien, jedenfalls habe noch nie ein Kardinal in ihrem Obdachlosenasyl geschlafen. Krajewskis Antwort wird in den Medien zitiert, er fragte nach, wo denn ihr Ordensgründer geschlafen habe, und ob er dies nicht nachahmen dürfe. Tatsächlich übernachtete der Kurienkardinal dann im Obdachlosenheim.


 

Pater Tadeusz Isakowicz-Zaleski setzte ein Foto des Abendessens mit dem Kurienkardinals auf Facebook. Man sieht den Kardinal bei einem einfachen Abendessen im Gespräch mit Bruder Pius. Über die Gesprächsthemen ist nichts bekannt, aber die Situation polnischer Obdachloser sowie der Menschen am Rand des Existenzminimums sowie die alltäglichen Schwierigkeiten beim Betreiben eines Obdachlosenasyls dürften vermutlich zur Sprache gekommen sein. Der bemerkenswerte Vorgang ist in Polen nicht zuletzt über die Sozialen Medien wahrgenommen worden.

 

Die Albertiner waren von Adam Chmielowski (1845-1916) gegründet worden, der selbst aus einer polnischen Adelsfamilie stammte und zunächst eine Karriere als Künstler verfolgte. Allerdings war er betroffen von der Armut der Arbeitslosen und half bald in Obdachlosenasylen mit. 1887 beschloss Chmielowski, seine Karriere aufzugeben und unter den Armen und Bedürftigen zu leben, er akzeptierte für sich das Leben und den Lebensstil eines Bettlers. Er wurde Mitglied des Dritten Ordens von St. Franziskus, empfing das traditionelle graue Ordenshabit und nahm den Namen "Bruder Albert" an. Er begann in den Obdachlosenheimen zu leben, in denen er bisher schon mitgeholfen hatte, und widmete sich völlig den Armen um ihn herum. Der Orden, der aus je einem Zweig für Ordensmänner und Ordensfrauen besteht, widmet sich der Versorgung von Armen in ihrer leiblichen und geistlichen Not.

 

Foto (c) Pater Tadeusz Isakowicz-Zaleski/Facebook

Mehr dazu auf kathtube:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. 'Ich möchte meinem Vater im Himmel danken'
  3. Die US-Diözese Salt-Lake-City verzeichnet jedes Jahr hunderte neue Mitglieder
  4. 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
  5. Kiewer Großerzbischof Schewtschuk: "Wir bitten um Solidarität"
  6. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  7. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  8. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  9. Erfrischung für Rom: Als ein Papst die Piazza Navona unter Wasser setzte
  10. Polnische Salvatorianer boten Workshop für Ministrantendienst im klassischen Ritus an
  11. Irland: 30 Prozent Rückgang bei katholischen Taufen in zehn Jahren
  12. Ein Wunder der Vorsehung
  13. Die Krise des Bischofsamtes
  14. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  15. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz