Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  3. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  4. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  5. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  6. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  7. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  8. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  9. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  10. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  11. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  12. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  13. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  14. Wir können NICHT schweigen!
  15. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'

Was passiert, wenn ein Kurienkardinal im Obdachlosenasyl um Nachtquartier bittet?

15. September 2020 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Krakauer Albertiner fielen offenbar aus allen Wolken, als sie die Frage des Päpstlichen Almosenmeisters hörten. Von Petra Lorleberg


Krakau (kath.net/pl) Kardinal Konrad Krajewski war zur Beerdigung von Kardinal Marian Jaworski aus dem Vatikan gekommen und wollte nicht im Hotel übernachten, sondern klopfte an der Tür eines kirchlichen Obdachlosenasyls an. Die Ordensmänner des Krakauer Albertinerordens wollten der Bitte des Päpstlichen Almosenmeisters nach einem Nachtquartier anfangs nicht zustimmen. Das berichten polnische Medien. Die Albertiner argumentierten offenbar, dass ihre einfachen Unterkünfte für die Unterbringung eines Kurienkardinals nicht ausreichend seien, jedenfalls habe noch nie ein Kardinal in ihrem Obdachlosenasyl geschlafen. Krajewskis Antwort wird in den Medien zitiert, er fragte nach, wo denn ihr Ordensgründer geschlafen habe, und ob er dies nicht nachahmen dürfe. Tatsächlich übernachtete der Kurienkardinal dann im Obdachlosenheim.


 

Pater Tadeusz Isakowicz-Zaleski setzte ein Foto des Abendessens mit dem Kurienkardinals auf Facebook. Man sieht den Kardinal bei einem einfachen Abendessen im Gespräch mit Bruder Pius. Über die Gesprächsthemen ist nichts bekannt, aber die Situation polnischer Obdachloser sowie der Menschen am Rand des Existenzminimums sowie die alltäglichen Schwierigkeiten beim Betreiben eines Obdachlosenasyls dürften vermutlich zur Sprache gekommen sein. Der bemerkenswerte Vorgang ist in Polen nicht zuletzt über die Sozialen Medien wahrgenommen worden.

 

Die Albertiner waren von Adam Chmielowski (1845-1916) gegründet worden, der selbst aus einer polnischen Adelsfamilie stammte und zunächst eine Karriere als Künstler verfolgte. Allerdings war er betroffen von der Armut der Arbeitslosen und half bald in Obdachlosenasylen mit. 1887 beschloss Chmielowski, seine Karriere aufzugeben und unter den Armen und Bedürftigen zu leben, er akzeptierte für sich das Leben und den Lebensstil eines Bettlers. Er wurde Mitglied des Dritten Ordens von St. Franziskus, empfing das traditionelle graue Ordenshabit und nahm den Namen "Bruder Albert" an. Er begann in den Obdachlosenheimen zu leben, in denen er bisher schon mitgeholfen hatte, und widmete sich völlig den Armen um ihn herum. Der Orden, der aus je einem Zweig für Ordensmänner und Ordensfrauen besteht, widmet sich der Versorgung von Armen in ihrer leiblichen und geistlichen Not.

 

Foto (c) Pater Tadeusz Isakowicz-Zaleski/Facebook

Mehr dazu auf kathtube:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  3. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  4. ‚Mundus reconciliatus Ecclesia‘ – Die Sendung der Kirche in der Welt
  5. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  6. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  7. Satire aus den USA: Ungeborene tarnen sich als Todestrakt-Häftlinge, um Schutz zu erhalten
  8. Verwandtenheirat: Darwin vs. Heilige Schrift - Die Bibel hat Recht!
  9. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  10. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  11. Ein moderner Menschenhandel: Die Ersatzmutterschaft durch Kauf eines Kindes
  12. Wussten Sie, dass es einen Schutzpatron für Gewichtsheber gibt?
  13. Jakobsweg steuert auf neues Pilger-Rekordjahr zu
  14. Finnische Langzeitstudie: Anstieg an psychiatrischen Erkrankungen nach ‚Geschlechtsumwandlung‘
  15. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz