Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  2. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  3. Besser keine Laienpredigt
  4. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  5. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  6. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  7. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  8. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  9. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  10. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  11. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  12. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  13. „Kein bloßer Verein“: Kardinal Woelki betont die Kirche als „Leib Christi“
  14. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  15. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest

Der Skandal des Kreuzes – das Ärgernis des Fliehens vor dem Kreuz

30. August 2020 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: das Kreuz – ein heiliges Zeichen der Liebe Gottes und des Opfers Jesu, und es darf nicht auf einen abergläubischen Gegenstand oder Zierschmuck reduziert werden. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Ein Ärgernis bist du mir, denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen“: Angelus am zweiundzwanzigsten Sonntag im Jahreskreis. In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet kommentierte Papst Franziskus das Evangelium vom Tag (Mt 16,21-27), das mit dem Evangelium vom vergangenen Sonntag mit dem Christusbekenntnis des Petrus in Verbindung steht (vgl. Mt 16,13-20).

 

Nachdem sich Petrus auch im Namen der anderen Jünger zum Glauben an Jesus als Messias und Sohn Gottes bekannt habe, beginne Jesus selbst, zu ihnen über seine Passion zu sprechen. Auf dem Weg nach Jerusalem erkläre er seinen Freunden offen, was ihn am Ende in der heiligen Stadt erwarten würde. Er kündige sein Geheimnis von Tod und Auferstehung, von Erniedrigung und Herrlichkeit an. Er sage, „er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten und Hohepriestern und Schriftgelehrten vieles erleiden, getötet und am dritten Tag auferweckt werden“ (V. 21). Doch seine Worte würden nicht verstanden, denn die Jünger hätten einen Glauben, der noch unreif und zu eng mit der Mentalität dieser Welt verbunden sei.


 

Konfrontiert mit der Aussicht, dass Jesus scheitern und am Kreuz sterben könnte, rebelliere Petrus selbst und sage zu ihm: „Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen!“ (V. 22). Er glaube an Jesus, er wolle ihm nachfolgen, doch er akzeptiere nicht, dass seine Herrlichkeit durch das Leiden verwirklicht werde. Für Petrus und die anderen Jünger – „aber auch für uns!“ – sei das Kreuz ein „Skandal“, ein „Ärgernis“, während Jesus es für ein „Ärgernis“ halte, vor dem Kreuz zu fliehen, „was bedeuten würde, vor dem Willen des Vaters zu fliehen, vor der Sendung, die er ihm zu unserer Rettung anvertraut hat“. Deshalb antworte Jesus dem Petrus: „Tritt hinter mich, du Satan! Ein Ärgernis bist du mir, denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen“ (V. 23). Es sei gerade das Ansinnen des Teufels, den Menschen vom Kreuz abzubringen.

 

An alle gerichtet füge Jesus hinzu: „Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach“ (V. 24). Auf diese Weise zeige er den Weg des wahren Jüngers verbunden mit zwei Haltungen. Die erste sei der „Verzicht auf sich selbst“, was keine oberflächliche Veränderung bedeute, sondern eine Umkehr, einen Umbruch der Werte. Die andere Haltung bestehe darin, sein eigenes Kreuz auf sich zu nehmen. Es gehe nicht nur darum, die täglichen Drangsale geduldig zu ertragen, sondern auch darum, den Teil der Anstrengungen und des Leidens, die der Kampf gegen das Böse mit sich bringt, mit Glauben und Verantwortung zu tragen. Das Leben des Christen sei immer ein Kampf, eine "militia".

 

So werde die Verpflichtung, „das Kreuz auf sich zu nehmen“, zur Teilhabe mit Christus an der Rettung der Welt. Wenn wir darüber nachdächten, so der Papst, „sollten wir uns vergewissern, dass das Kreuz, das an der Hauswand hängt, oder das kleine Kreuz, das wir um den Hals tragen, ein Zeichen unseres Wunsches ist, uns mit Christus zu vereinen, indem wir unseren Brüdern und Schwestern mit Liebe dienen, besonders den kleinsten und gebrechlichsten“.

 

Das Kreuz sei heiliges Zeichen der Liebe Gottes und des Opfers Jesu, und es sollte nicht auf einen abergläubischen Gegenstand oder Zierschmuck reduziert werden. Jedes Mal, wenn wir das Bild des gekreuzigten Christus betrachteten, sollen wir denken, dass er als ein wahrer Diener des Herrn seine Sendung erfüllt habe, indem er sein Leben hingegeben und sein Blut zur Vergebung der Sünden vergossen habe. Wenn wir demgemäß seine Jünger sein wollten, „sind wir aufgerufen, ihn nachzuahmen und unser Leben vorbehaltlos für die Liebe Gottes und des Nächsten einzusetzen“.

 

Nach dem Angelus erinnerte der Papst an den Welttag der Schöpfung, der am 1. September begagngen wird. Franziskus warnte auch vor der Gefahr eines Konfliktes im östlichen Mittelmeer und forderte zum Respekt des internationalen Rechts auf.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  5. Besser keine Laienpredigt
  6. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  7. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  8. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  9. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  10. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  11. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  12. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  13. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  14. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  15. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz