Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  3. Tantum ergo Sacramentum
  4. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  5. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  6. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  7. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  10. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  11. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  12. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  13. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  14. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  15. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich

"Es gibt einen guten Tod, aber kein gutes Töten"

28. August 2020 in Kommentar, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Autonomie“ und „Würde“ sind die großen Schlagwörter, mit denen seit vielen Jahren der Zugriff auf den Tod argumentiert wird - BeneDicta am Freitag von Gudrun Trausmuth


Wien (kath.net)

„Autonomie“ und „Würde“ sind die großen Schlagwörter, mit denen seit vielen Jahren der Zugriff auf den Tod argumentiert wird.

 

Weniger denn je kommen wir mit dem Tod zurecht, und deshalb wollen wir ihn – wenn er schon unausweichlich ist - wenigstens bestimmen, wollen einen letzten Trumpf in der zitternden Hand haben. Wollen für uns und für andere, bei denen wir ein Leiden sehen, das unzumutbar erscheint, festlegen, wann es Zeit ist zu gehen.

 

Die letzte Empörung ist also eingeläutet, und so gebiert die Verzweiflung den „selbstbestimmten“ Tod. Die Motivation ist ebenso elend wie die euphemistischen Namen, „Euthanasie“ (historisch untrennbar verbunden mit dem Nationalsozialismus), „Tötung auf Verlangen“ oder „assistierter Suizid“. – Hinter diesen Begriffen bleibt die Realität: hier wird ein Mensch getötet, weil die ungeheuerliche Schlussfolgerung gezogen wurde, der medikamentös herbeizuführende Tod sei die beste Lösung.


 

Ja, natürlich, es gibt furchtbare Krankheitsschicksale, Elend und Leiden, das über den eigentlich Betroffenen hinauswächst und die ihm Nahestehenden hilflos macht vor Mitleid und Schmerz. ABER -  und dieser Einspruch ist laut hinauszurufen - aber, die tödliche Infusion ist die falsche „Lösung“. Denn sie maßt dem Menschen Macht an, die ihm nicht zusteht und die ihn in fataler Weise überfordern wird. Wo – wenn die Schranke des Tötungsverbots, das sich auch auf „assistierten Suizid“ erstrecken muss erst einmal gefallen ist – wo wird die Grenze sein? Was ist das Kriterium? - Physische Leiden oder nicht doch auch psychische? Nur Erwachsene oder doch auch Kinder?

 

Und was ist mit dem Druck, der auf Kranke entsteht, wenn es erst einmal die „andere Option“ gibt, die finanziellem und pflegerischem Einsatz gegenübersteht ….? Darf ich mich der Sorge der anderen dann überhaupt noch zumuten? – Das geringste Aufweichen der bestehenden österreichischen Rechtslage stieße eine fatale, unumkehrbare Dynamik an …

 

Nein, es gibt kein gutes Töten, aber es gibt einen guten Tod: Den vollen Einsatz der Palliativmedizin, die durch einen Mantel („pallium“) der Schmerzstillung Unerträgliches lindern kann. Die unersetzlich wertvolle Hospizbewegung, die Todkranke in ihrem Leib und ihrer Seele würdigt, begleitet Abschied nehmen lässt, Weichen stellt für Versöhnung und Ordnung … Solche Art der Sterbebegleitung ermöglicht ein Gehen in Würde und nimmt den Menschen in all seinen Bedürfnissen bis zuletzt ernst.

 

Es geht um die Hand, die da ist, haltend, tröstend, helfend, wohlwollend. Weil die Würde des Menschen in jedem Moment seines Lebens zu wahren ist. Jene des Schwachen und Kranken an erster Stelle. Die volle menschliche Zuwendung, das Mit-Tragen des Abschieds und des Schmerzes, das tapfere Ertragen unserer eigenen Endlichkeit und der Endlichkeit jener, die wir lieben, dem sollte unser Kampf gelten. Nicht dem Inszenieren eines „guten Tötens“. - Ein gutes Töten gibt es nämlich nicht, es gibt nur den guten Tod.

 

Und dann müssen wir immer wieder erzählen, dass Einer unseren Tod bereits besiegt hat.  Unsere Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod wurde von IHM selbst im Zeichen des Kreuzes besiegelt. Seitdem ist das Kreuz das Zeichen unserer Auferstehungshoffnung.

 

Dennoch, durch das dunkle Tor müssen wir alle gehen. Aber nicht, wenn wir selbst oder ein andere Menschen den Moment dafür gekommen sehen. Sondern dann, wenn ER, der Herr über Leben und Tod, uns zu sich ruft. Ins Licht.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  2. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  3. Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
  4. Die Güte Gottes und die Freude am Glauben
  5. Zum Abschied einer Pastoralraumleiterin
  6. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  7. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  8. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  9. Bischof Oster benennt Unterschiede zwischen deutsch-synodalem Weg und vatikanischer Weltsynode
  10. Er war einer der Gründer der polnischen Lebensschutzbewegung: Pfr. Stanisław Małkowski verstorben
  11. Britische Regierung will ein Verbot für katholische Premierminister aufheben
  12. Tantum ergo Sacramentum
  13. Stift Heiligenkreuz unter neuer Leitung
  14. '40 Tage für das Leben' in Wien
  15. Akademie Johannes Paul II. begrüßt Ablehnung des britischen Euthanasiegesetzes

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz