Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  4. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  5. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  6. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  12. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  13. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  14. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  15. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter

Corona-/Covid-Impfung: Australischer Bischof äußert moralische Bedenken

27. August 2020 in Prolife, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zelllinien eines abgetriebenen Fötus bei einem der bisher vielversprechendsten Impfstoff-Kandidaten beteiligt


Canberra (kath.net/KAP) Angesichts der voranschreitenden Forschung von mehreren möglichen Impfstoffen gegen Covid-19 haben Bischöfe in Australien und Großbritannien zu deren ethischer Perspektive Position bezogen. Es sei wichtig, einen "ethisch unumstrittenen" Impfstoff verfügbar zu machen, falls dies möglich sei, erklärte der Erzbischof von Sydney, Anthony Fisher, laut Angaben der englischsprachigen Ausgabe von Vatican News (Dienstag) in der Zeitschrift "The Catholic Weekly". Bei einem der bisher vielversprechendsten Impfstoff-Kandidaten stelle sich das Problem, dass er auf Zelllinien eines abgetriebenen Fötus zurückgehe.

Für den Covid-19-Impfstoff des Pharmakonzerns AstraZeneca in Zusammenarbeit mit der Oxford University laufen derzeit bereits groß angelegte klinische Studien am Menschen. Laut in der Zeitschrift "The Lancet" veröffentlichten Ergebnissen dürfte der Impfstoff bei den Teilnehmern starke Immunreaktionen hervorrufen. Zurück geht er allerdings auf eine Zelllinie (HEK-293), die aus embryonalen Nierenzellen eines im Jahr 1973 abgetriebenen Mädchens gezüchtet und dann klinisch reproduziert wurde. U.a. die australische Regierung hat kürzlich eine Absichtserklärung zur Herstellung dieses Impfstoffs unterzeichnet, sollte sich dieser als erfolgreich erweisen.


Erzbischof Fisher rief in Erinnerung, dass die WHO bislang insgesamt 167 Impfstoffkandidaten für Covid-19 identifiziert habe, von denen sich 29 bereits in der klinischen Erprobung befinden. Die Regierungen sollten sich auf die "ethisch unumstrittenen Kandidaten" fokussieren, um keine moralischen Bedenken hervorzurufen. Menschen hätten ein Recht auf Wahlmöglichkeiten.

Die Verwendung des AstraZeneca-Impfstoffes könne ethisch vertretbar sein, wenn es keinerlei Alternativen zur Herstellung geben würde. "Dies zu tun, hieße nicht, bei Abtreibungen in der Vergangenheit oder in der Zukunft zu kooperieren." Dennoch zeigt sich Fisher darüber "zutiefst beunruhigt".

Bereits Ende Juli hatten sich zwei katholische Bischöfe Englands, die in ihrer Bischofskonferenz für die Bereiche Gesundheit und Lebensschutz zuständig sind, zu der Problematik geäußert. Die katholische Kirche unterstütze die Entwicklung von Impfungen zum Schutz der schwächsten Mitglieder der Gesellschaft, schrieben die Bischöfe Paul Mason und John Sherrington. Die dabei verwendeten embryonalen Zelllinie könnten für Katholiken ein "Dilemma" darstellen, es gelte jedoch zwischen gegenwärtiger "unethischer" Beschaffung von Impfstoffen und der Verwendung historischer Zelllinien zu unterscheiden. Auch Mason und Sherrington hofften dabei auf die Möglichkeit einer "ethischen Beschaffung" eines Impfstoffes.

Die britischen Bischöfe zitierten auch eine Mitteilung der Päpstlichen Akademie für das Leben aus dem Jahr 2017. Dabei wird kirchlicherseits festgestellt, dass "alle klinisch empfohlenen Impfungen mit gutem Gewissen verwendet werden können und dass die Verwendung solcher Impfstoffe nicht irgendeine Art von Zusammenarbeit mit dem freiwilligen Schwangerschaftsabbruch bedeutet".


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  2. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  3. „Die hl. Märtyrer von Międzyrzecz waren Menschen aus Fleisch und Blut, die bereit waren…“
  4. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  5. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  6. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  7. Wer ist der Mann auf dem Tuch?
  8. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  9. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  10. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  11. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  12. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  13. Fast der gleiche Glaube?
  14. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  15. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz