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Corona-/Covid-Impfung: Australischer Bischof äußert moralische Bedenken

27. August 2020 in Prolife, 10 Lesermeinungen
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Zelllinien eines abgetriebenen Fötus bei einem der bisher vielversprechendsten Impfstoff-Kandidaten beteiligt


Canberra (kath.net/KAP) Angesichts der voranschreitenden Forschung von mehreren möglichen Impfstoffen gegen Covid-19 haben Bischöfe in Australien und Großbritannien zu deren ethischer Perspektive Position bezogen. Es sei wichtig, einen "ethisch unumstrittenen" Impfstoff verfügbar zu machen, falls dies möglich sei, erklärte der Erzbischof von Sydney, Anthony Fisher, laut Angaben der englischsprachigen Ausgabe von Vatican News (Dienstag) in der Zeitschrift "The Catholic Weekly". Bei einem der bisher vielversprechendsten Impfstoff-Kandidaten stelle sich das Problem, dass er auf Zelllinien eines abgetriebenen Fötus zurückgehe.

Für den Covid-19-Impfstoff des Pharmakonzerns AstraZeneca in Zusammenarbeit mit der Oxford University laufen derzeit bereits groß angelegte klinische Studien am Menschen. Laut in der Zeitschrift "The Lancet" veröffentlichten Ergebnissen dürfte der Impfstoff bei den Teilnehmern starke Immunreaktionen hervorrufen. Zurück geht er allerdings auf eine Zelllinie (HEK-293), die aus embryonalen Nierenzellen eines im Jahr 1973 abgetriebenen Mädchens gezüchtet und dann klinisch reproduziert wurde. U.a. die australische Regierung hat kürzlich eine Absichtserklärung zur Herstellung dieses Impfstoffs unterzeichnet, sollte sich dieser als erfolgreich erweisen.


Erzbischof Fisher rief in Erinnerung, dass die WHO bislang insgesamt 167 Impfstoffkandidaten für Covid-19 identifiziert habe, von denen sich 29 bereits in der klinischen Erprobung befinden. Die Regierungen sollten sich auf die "ethisch unumstrittenen Kandidaten" fokussieren, um keine moralischen Bedenken hervorzurufen. Menschen hätten ein Recht auf Wahlmöglichkeiten.

Die Verwendung des AstraZeneca-Impfstoffes könne ethisch vertretbar sein, wenn es keinerlei Alternativen zur Herstellung geben würde. "Dies zu tun, hieße nicht, bei Abtreibungen in der Vergangenheit oder in der Zukunft zu kooperieren." Dennoch zeigt sich Fisher darüber "zutiefst beunruhigt".

Bereits Ende Juli hatten sich zwei katholische Bischöfe Englands, die in ihrer Bischofskonferenz für die Bereiche Gesundheit und Lebensschutz zuständig sind, zu der Problematik geäußert. Die katholische Kirche unterstütze die Entwicklung von Impfungen zum Schutz der schwächsten Mitglieder der Gesellschaft, schrieben die Bischöfe Paul Mason und John Sherrington. Die dabei verwendeten embryonalen Zelllinie könnten für Katholiken ein "Dilemma" darstellen, es gelte jedoch zwischen gegenwärtiger "unethischer" Beschaffung von Impfstoffen und der Verwendung historischer Zelllinien zu unterscheiden. Auch Mason und Sherrington hofften dabei auf die Möglichkeit einer "ethischen Beschaffung" eines Impfstoffes.

Die britischen Bischöfe zitierten auch eine Mitteilung der Päpstlichen Akademie für das Leben aus dem Jahr 2017. Dabei wird kirchlicherseits festgestellt, dass "alle klinisch empfohlenen Impfungen mit gutem Gewissen verwendet werden können und dass die Verwendung solcher Impfstoffe nicht irgendeine Art von Zusammenarbeit mit dem freiwilligen Schwangerschaftsabbruch bedeutet".


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 exnonne 28. August 2020 
 

@Veritatis Splendor

Danke für die Erläuterung. Da bin ich ganz bei Ihnen.


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 Veritatis Splendor 28. August 2020 

@exnonne

Bereitschaft und Willen hängen wesentlich mit der Klarheit moralischer Prinzipien zusammen:

Die Taktik des Teufels und seiner Handlanger zielt daher auf Verdunklung der Wahrheit (Joh 8,44) und Unsicherheit über Gottes Gebote (Gen 3,1).

Btw: Mit Blick auf die Letalität von Corona, liegt die Wahrscheinlichkeit bei uns daran ungeimpft zu versterben, nur etwa halb so hoch wie bei der Grippesaison 2017/18...

Wir müssen natürlich alle Wissenschaftler, welche nicht mit Zellinien abgetriebener Kinder arbeiteten, voll unterstützen!


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 Zsupan 28. August 2020 
 

@Katholik84

"das bereits 831615 Menschen gestorben sind und die würden noch leben wenn es einen Impfstoff gäbe"

Das ist eine völlig unbelegte Behauptung. Gegen eine ganze Menge Virenerkrankungen gibt es keine Impfstoffe: HIV, Hepatitis C, Influenza-Impfstoffe müssen ständig neu angepasst werden. Ich wage die Prophezeiung: trotz all der Medienmeldungen wird es keinen erfolgreichen Impfstoff gegen Covid-19 geben.

Die mediale Dikussion und die Politik verweigern sich dem Eingeständnis, dass wir mit Corona werden leben müssen, ohne wie das Karnickel auf die Schlange zu starren.


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 exnonne 28. August 2020 
 

@Veritatis Splendor: "usque ad sanguinem"

Dann sind Sie also zum Martyrium bereit? Oder was wollen Sie uns mit Ihrem Posting sagen?


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 Veritatis Splendor 28. August 2020 

"usque ad sanguinem" (Veritatis Splendor, 93)

92. Als Bekräftigung der Unverbrüchlichkeit der sittlichen Ordnung kommen im Martyrium die Heiligkeit des Gesetzes Gottes und zugleich die Unantastbarkeit der persönlichen Würde des nach dem Abbild und Gleichnis Gottes geschaffenen Menschen zum Leuchten: Es ist eine Würde, die NIEMALS, und sei es auch aus guter Absicht, herabgesetzt oder verstellt werden darf, wie auch immer die Schwierigkeiten aussehen mögen. Mahnend gibt uns Jesus mit größter Strenge zu bedenken: »Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber seine Seele verliert?« (Mk 8, 36)

www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_06081993_veritatis-splendor.html


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 Karlmaria 28. August 2020 

Lieber Sterben als Sündigen

Das wird wohl jeder Gläubige so sehen. Hier geht es aber gar nicht um das Sterben. Sondern wenn ich keine Risikogruppe bin dann sterbe ich nicht sondern stecke andere an. Und ob es überhaupt eine Sünde ist das ist ja nach der Päpstlichen Akademie auch nicht klar. Insofern ist die Entscheidung nicht so einfach wie bei Sterben oder Sündigen. Bei der Risikogruppe gibt es eine interessante Erkenntnis. Nämlich dass Männer mit einem niedrigen Testosteron Spiegel weniger gefährdet sind. Testosteron ist das männliche Sexualhormon. Wer echt zölibatär lebt der hat natürlich einen niedrigen Testosteronspiegel. Ich habe mir ja vor sechs Jahren eine schwere Herzkrankheit zugelegt. Da hat man lange nicht gewusst was das war und deshalb unter anderem auch den Testosteronspiegel gemessen. Der ist bei mir natürlich ganz unten. Falls es noch Leute geben sollte die ein problematisches Verhältnis zum Zölibat haben wäre das jetzt eine Gelegenheit sich einen Ruck zu geben. Beten und auch größere Opfer!


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 Katholik84 28. August 2020 
 

Sind das jetzt die Zellen eines abgetriebenen Kindes oder lediglich reproduzierte Zellen ???
Man muss bei einer solchen Frage, die die Moral und die Ethik betreffen auch berücksichtigen das bereits 831615 Menschen gestorben sind und die würden noch leben wenn es einen Impfstoff gäbe und die Zahl wird auch noch steigen. Diese Fragen sind nicht einfach zu beantworten und letztlich muss jeder selbst entscheiden.


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 Veritatis Splendor 27. August 2020 

Das „in sich Schlechte“: Man darf nicht Böses tun, damit Gutes entsteht

"...alle klinisch empfohlenen Impfungen [können] mit gutem Gewissen verwendet werden ...und dass die Verwendung solcher Impfstoffe nicht irgendeine Art von Zusammenarbeit mit dem freiwilligen Schwangerschaftsabbruch bedeutet" ???

Nein, das seh ich nicht so (Vgl. VERITATIS SPLENDOR 79)

Die Kirche sollte hier konsequenter sein: wenn das in sich Schlechte, also die Abtreibung nun für einen guten Zweck (Impfstoff) nachträglich genutzt werden soll, ist das trotzdem ein Rubikon, der nicht überschritten werden darf! Sonst verlieren wir total an Kohärenz und Integrität.

Ja, "lieber Sterben als Sündigen", sagte schon Maria Goretti. Das sollte den Wissenschaftlern klar von uns Katholiken aus kommuniziert werden! Wenn sie eben keinen besseren Impfstoff anbieten können oder wollen, dann eben nicht!

Ich nehme diesen favorisierten Oxford Impfstoff jedenfalls nicht!


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 galil?a! 27. August 2020 
 

Mitteilung der Päpstlichen Akademie für das Leben

Ich kenne diese Mitteilung auch. Es wird aber Unterschieden diejenige Forscher, die solche Impfungen entwickeln wir mithilfe zum Bösen unterstellt. Es ist ja auch grauslich, wenn man solche Teile hernimmt und damit forscht jedenfalls für mich.

Jedoch stellt man die Verwendung dieser Impfstoffe den Anwendern frei, wenn diese protestiert haben aber kein anderer Impfstoff vorhanden ist.

Falls es aber andere Möglichkeiten gibt, dann sollte man diese nützen. Wobei dies keine Frage für den Vatikan ist. Es kann ja der freie Wille nicht eingeschränkt werden. Jeder muss für sich entscheiden.


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 Karlmaria 27. August 2020 

Verwendung historischer Zelllinien

Das könnte vielleicht weniger schlimm sein. Allerdings wünsche ich mir da nicht nur eine Stellungsnahme der Päpstlichen Akademie. Sondern das wäre mir schon lieber wenn das Seine Heiligkeit Selbst sagt. Wenn man selbst nicht zu einer Risikogruppe gehört dann ist ja auch die Impfung frei von Selbstsucht. Man lässt sich dann nur deshalb impfen um die Risikogruppen nicht anzustecken. Das ist also eher ein Dienst für andere. Das ist ja auch immer so ein Gesichtspunkt. Ob es aus Selbstsucht geschieht oder ob es eher ein Dienst für andere ist!


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