Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ADIOS!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  5. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  6. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  7. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  8. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  9. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  11. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  12. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  13. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  14. "Ich glaube, dass Gott das erste Selfie geschossen hat.“
  15. Eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts!

Corona-/Covid-Impfung: Australischer Bischof äußert moralische Bedenken

27. August 2020 in Prolife, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zelllinien eines abgetriebenen Fötus bei einem der bisher vielversprechendsten Impfstoff-Kandidaten beteiligt


Canberra (kath.net/KAP) Angesichts der voranschreitenden Forschung von mehreren möglichen Impfstoffen gegen Covid-19 haben Bischöfe in Australien und Großbritannien zu deren ethischer Perspektive Position bezogen. Es sei wichtig, einen "ethisch unumstrittenen" Impfstoff verfügbar zu machen, falls dies möglich sei, erklärte der Erzbischof von Sydney, Anthony Fisher, laut Angaben der englischsprachigen Ausgabe von Vatican News (Dienstag) in der Zeitschrift "The Catholic Weekly". Bei einem der bisher vielversprechendsten Impfstoff-Kandidaten stelle sich das Problem, dass er auf Zelllinien eines abgetriebenen Fötus zurückgehe.

Für den Covid-19-Impfstoff des Pharmakonzerns AstraZeneca in Zusammenarbeit mit der Oxford University laufen derzeit bereits groß angelegte klinische Studien am Menschen. Laut in der Zeitschrift "The Lancet" veröffentlichten Ergebnissen dürfte der Impfstoff bei den Teilnehmern starke Immunreaktionen hervorrufen. Zurück geht er allerdings auf eine Zelllinie (HEK-293), die aus embryonalen Nierenzellen eines im Jahr 1973 abgetriebenen Mädchens gezüchtet und dann klinisch reproduziert wurde. U.a. die australische Regierung hat kürzlich eine Absichtserklärung zur Herstellung dieses Impfstoffs unterzeichnet, sollte sich dieser als erfolgreich erweisen.


Erzbischof Fisher rief in Erinnerung, dass die WHO bislang insgesamt 167 Impfstoffkandidaten für Covid-19 identifiziert habe, von denen sich 29 bereits in der klinischen Erprobung befinden. Die Regierungen sollten sich auf die "ethisch unumstrittenen Kandidaten" fokussieren, um keine moralischen Bedenken hervorzurufen. Menschen hätten ein Recht auf Wahlmöglichkeiten.

Die Verwendung des AstraZeneca-Impfstoffes könne ethisch vertretbar sein, wenn es keinerlei Alternativen zur Herstellung geben würde. "Dies zu tun, hieße nicht, bei Abtreibungen in der Vergangenheit oder in der Zukunft zu kooperieren." Dennoch zeigt sich Fisher darüber "zutiefst beunruhigt".

Bereits Ende Juli hatten sich zwei katholische Bischöfe Englands, die in ihrer Bischofskonferenz für die Bereiche Gesundheit und Lebensschutz zuständig sind, zu der Problematik geäußert. Die katholische Kirche unterstütze die Entwicklung von Impfungen zum Schutz der schwächsten Mitglieder der Gesellschaft, schrieben die Bischöfe Paul Mason und John Sherrington. Die dabei verwendeten embryonalen Zelllinie könnten für Katholiken ein "Dilemma" darstellen, es gelte jedoch zwischen gegenwärtiger "unethischer" Beschaffung von Impfstoffen und der Verwendung historischer Zelllinien zu unterscheiden. Auch Mason und Sherrington hofften dabei auf die Möglichkeit einer "ethischen Beschaffung" eines Impfstoffes.

Die britischen Bischöfe zitierten auch eine Mitteilung der Päpstlichen Akademie für das Leben aus dem Jahr 2017. Dabei wird kirchlicherseits festgestellt, dass "alle klinisch empfohlenen Impfungen mit gutem Gewissen verwendet werden können und dass die Verwendung solcher Impfstoffe nicht irgendeine Art von Zusammenarbeit mit dem freiwilligen Schwangerschaftsabbruch bedeutet".


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. ADIOS!
  4. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  5. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  6. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  7. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  8. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  9. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  10. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  11. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  12. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  13. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  14. Sterilisationen, schlechte Lebensbedingungen: Grönländer kritisieren dänische Herrschaft
  15. Entfremdung und Annäherung – Für einen Katholiken in Deutschland gibt es doch immer noch Rom

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz