Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht mehr ernst zu nehmen
  2. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  3. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  4. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  5. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  8. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  9. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  10. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  11. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  12. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette
  13. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  14. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  15. Ständige Anbetung in Mainz unter Druck

Meine Seele wird still

12. August 2020 in Jugend, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Für mich ist der Rosenkranz tatsächlich die rettende Hilfe bei Übermüdung und Dauerstress - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Lucia Kirchgasser


Salzburg (kath.net) Gerade jetzt in der Urlaubszeit bin ich auf der Suche nach den Dingen, die mich entspannen. Urlaubszeit bedeutet für mich nämlich, dass andere Urlaub haben und ich in der Arbeit die Stellung halte. Lesen, klassische Musik, ein Spaziergang in der Abendsonne, Wandern, Spiele, Besuche, das alles habe ich schon für mich entdeckt.

 

Aber manchmal gibt es Abende, da bin ich zu müde für all das. So richtig „Kopfmüde“. Am besten wäre schlafen, aber für schlafen ist es irgendwie noch zu früh und ich habe das Gefühl, ich „brauche“ noch etwas. An solchen Abenden würde ich am liebsten einfach einen Film anschauen. Mich mit einer guten Handlung und schönen Bildern „zudröhnen“ und „wegträumen“ und mich für den anstrengenden Tag belohnen.


 

Das Blöde ist nur, dass ich mich danach gar nicht besser fühle. Im Gegenteil, ich bin noch müder und am nächsten Tag wache ich gerädert auf.  Also, was dann? Was tut mir abends, vor dem Schlafen gehen, wirklich gut?

 

Haltet euch fest. Die spektakuläre Antwort auf diese Frage lautet für mich aktuell „Rosenkranz beten“. Ohne Witz. Einige von euch werden das jetzt lesen, die Augen verdrehen und sich fragen, was ich für ein „frommer Freak“ bin, aber dann ist es eben so. Für mich ist dieses Gebet tatsächlich die rettende Hilfe bei Übermüdung und Dauerstress.

 

Und ich kenne so viele Menschen, in deren Leben dieses so schlichte und eintönig wirkende Gebet große Wunder und Gnaden bewirkt hat. Aber um ehrlich zu sein - es kostet mich ganz oft richtig Überwindung, anzufangen. Manchmal frage ich mich selbst, warum ich mir das nach so einem Tag abends noch antue. Es klingt wie Arbeit, nicht wie Vergnügen.

 

„Nein, heute nicht. Ich kann nicht mehr..“ Kennt ihr das?

 

So war es gestern auch, also habe ich mir gesagt „Egal. Heute schaust du einen Film!“. Ich grabe meinen uralten Laptop aus und lege die DVD ins Laufwerk. Ich habe es mir richtig gemütlich gemacht und will genießen.

 

Das Laufwerk rattert und schnauft. Ich versuche es wieder und wieder. Nichts. Zu meiner Ehre hat das Laufwerk aus jahrelanger Unterforderung den Dienst quittiert. Also ist es dann am Ende doch wieder der Rosenkranz geworden.

 

Und es tut so gut. Ich muss nicht viel denken. Ich komme zur Ruhe. Was mir sonst nie gelingt, passiert. Ich lasse los. Alle meine Sorgen, Sehnsüchte, Anliegen, alle Geschehnisse des Tages sind eingebettet in dieses Gebet. Ich fasse Mut und Hoffnung und weiß, Gott sorgt. Gott ist für mich. Gott ist da. Ich fühle mich geliebt, getragen und verbunden.

 

Meine Seele wird still. „..vielmehr habe ich besänftigt, habe zur Ruhe gebracht meine Seele. Wie ein gestilltes Kind bei seiner Mutter, wie das gestillte Kind, so ist meine Seele in mir. (Psalm 131,2)


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 gebsy 13. August 2020 

Noch ein Geständnis

Die Gebetshaltung hat sich mit der Zeit so entwickelt, dass sich daraus ein Möbelstück ergab.

www.kathtube.com/player.php?id=1885


0
 
 Chris2 13. August 2020 
 

Gestern wieder erlebt:

Wir hatten sehr viel zu tun. Anfangs lief es gut, dann gar nicht mehr und ich würde zunehmend gereizt. Haben dann zwei "Gesätzchen" des Rosenkranzes gebetet und danach lief alles wie am Schnürchen. Analoge Erfahrung: Ein Tag, den man mit Gebet beginnt, wird meist ein guter Tag, auch "rein weltlich" betrachtet. Oder: Die Lebensphasen, in denen ich mich zu 100% auf Gott gestützt habe, waren die schönsten und besten. Ach, wenn man doch nur konsequenter wäre. Aber es ist wie mit den Geheimnissen der des Kreuzesopfers Christi oder der Eucharistie: Man ahnt nur ansatzweise, welch unendliche Liebe Gott zu uns Menschen hat. Würde man alles auch wirklich begreifen, könnte man vermutlich nie wieder sündigen...


4
 
 Diadochus 12. August 2020 
 

Frommer Freak

Ein „frommer Freak“? Dann ist es eben so. Auch in Deinem Leben kann das Rosenkranzgebet "große Wunder und Gnaden" bewirken. Was sonst nie gelingt, passiert. Lass es passieren. Lass Dich stillen. Bete und werde reich. Dann bist Du jeden Tag beim Schlafen auf Rosen gebettet.


3
 
 nazareth 12. August 2020 
 

Wunderschöne Kolumne. Danke. Und so wahr. Alles wie Du es beschreibst stimmt genau, geht uns genauso.


3
 
 gebsy 12. August 2020 

Als schüchtener Techniker

brauchte ich 30 Jahre, um mich zu outen (Link) -

Probieren geht eben wirklich über studieren ...

www.gebsy.at/433707947


3
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. „Fest in der Realität verankert, immun gegen Illusionen, ohne uns von Angst überwältigen zu lassen“
  4. Ständige Anbetung in Mainz unter Druck
  5. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  6. Polnische Bischofskonferenz: „Leihmutterschaft ist eine in sich falsche Handlung“
  7. Jerusalemer Patriarch will zwischen Putin und Selenskyj vermitteln
  8. Russland: Autobiografie von Papst Franziskus zensiert
  9. Vatikan-Außenminister zieht positive Bilanz seiner Moskau-Reise
  10. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  11. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  12. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  13. Polen - Erzbischof Galbas: „Es gehört auch zum Auftrag der Kirche zu sagen: ‚Du darfst nicht‘“
  14. Die Freiheit der Liebe und die Einheit im Gebet
  15. Jüngerschaft in Wien und darüber hinaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz