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Corona: Ethikerin appelliert zu mehr Spielraum für Pflegeheime

9. August 2020 in Aktuelles, 21 Lesermeinungen
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IMABE-Geschäftsführerin Kummer: "Realistische Konzepte" sollten neben Schutz vor Ansteckung auch stärker auf Lebensqualität und Menschenrechte Rücksicht nehmen - Einsames Sterben verhindern


Wien (kath.net/KAP) Zu mehr Augenmaß bei den Corona-Vorsichtsmaßnahmen in Pflegeheimen ruft das kirchliche Wiener Bioethikinstitut IMABE auf. Künftige Verordnungen sollten "Lebensqualität, Schutz vor Ansteckung und Menschenrechte klug gegeneinander abwiegen" und dabei auf Erfahrung der Pflegekräfte Rücksicht nehmen, forderte Geschäftsführerin Susanne Kummer in einer Aussendung vom Donnerstag. "Ältere Menschen dürfen nicht bloß darauf reduziert werden, ein schützenswerter Risikofall zu sein. Sie brauchten gerade in Ausnahmesituationen Sauerstoff für die Seele in Form von menschlicher Nähe", so die Expertin.

Für Pflegeheim-Bewohner waren die Covid-19-Maßnahmen enorm belastend. "Menschen leiden mehr unter körperlichen Einschränkungen und physischen Schmerzen, wenn sie einsam und alleine sind", erklärte Kummer. Erwiesenermaßen könne soziale Isolation das Sterblichkeitsrisiko deutlich erhöhen, wobei besonders der Verlust sinnstiftender Beziehungen und sozialer Teilhabe zu Einsamkeit führt. Indem der Lockdown den Menschen einen "Verzicht von außen aufgelegt" habe, hätten diese auch Selbstbestimmung verloren. "Lebensqualität bedeutet, den Menschen ihre Eigenverantwortung zurückzugeben".


Ähnlich schwierig stellt sich die Situation jedoch auch auf Seiten der Bediensteten in den Pflege- und Gesundheitsberufen dar. Sie seien durch die vielzähligen Beschränkungen einem "vielfältigen moralischen Stress" ausgesetzt, betonte Kummer. Um hier eine Verbesserung zu erwirken, seien "realistische Konzepte" nötig: Vertreter der Pflege und Institutionen sollten gehört, ihnen Rechtssicherheit gegeben und sie zugleich zu kreativen Lösungen ermutigt werden. Jedenfalls sei diese Gruppe in der Ausformulierung neuer Regelungen für Pflegeheime einzubeziehen.

Die IMABE-Geschäftsführerin verwies auf ein "hilfreiches Diskussionspapier" der Akademie für Ethik in der Medizin, das pflegeethische Reflexionen zu den Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 vorgelegt hat. Darin enthalten sind auch Vorschläge, ein "menschenwürdiges Leben unter den Bedingungen der Pflegebedürftigkeit in Pandemiezeiten" zu ermöglichen - auf der Ebene der direkten pflegerischen Versorgung bis hin zur institutionellen und gesellschaftspolitischen Ebene. (vgl. "Covid-19: Handlungsempfehlungen, Stellungnahmen und Positionspapiere aus Medizin, Pflege und Ethik")

Einsames Sterben verhindern

Dass nicht nur der letzte Lebensabschnitt, sondern auch das Sterben in Corona-Zeiten menschlich bleiben muss, haben US-Pflegewissenschaftlerinnen, -Intensivmedizinerinnen und -Psychologinnen in einem aktuellen Beitrag für das Fachblatt "Intensive Care Medicine" gefordert, von dem das IMABE-Institut auf seiner Homepage berichtet. "Schutz vor Infektionen und eine familienzentrierte Versorgung schließen einander nicht aus", heißt es darin. Dass hingegen Patienten unter Covid-19 allein sterben mussten, habe für die Betroffenen selbst wie auch das Personal zu "traumatischen Erfahrungen" geführt.

Ein "Umdenken" in diesen außergewöhnlichen Zeiten müsse einen Entscheidungsrahmen schaffen, "der das Infektionsrisiko minimiert, die Beziehungen zwischen Patient und Familie respektiert, kulturell wichtige Sterberituale einhält und potenzielle psychische Schäden mindert, die durch das Trauma der Familientrennung hervorgerufen werden können", heißt es in dem Fachbeitrag. Ein bloß virtueller Kontakt zwischen Patient und Angehörigen sei zu wenig. Die Anwesenheit erwachsener Familienmitglieder am Kranken- und Sterbebett von Patienten während Covid-19 sollte unter bestimmten Auflagen ebenso erneut ermöglicht werden wie auch kulturelle und religiöse Traditionen, die den Sterbenden die Angst nehmen und Hinterbliebenen Trost geben. "Allein zu sterben sollte trotz sozialer Distanzierung überhaupt nicht Teil des Sterbens sein", betonen die Autoren.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Andrzej123 11. August 2020 
 

Realitäten in Altersheimen (vor Corona)

Wie allgemein bekannt und gelegentlich in der Presse zu lesen, wird ein erheblicher Teil der Pflegeheim Bewohner dauerhaft mit "Medikamenten" ruhig gestellt.
Eine besonders grausame Art der Ruhigstellung ist die oft voreilig schnelle künstliche Ernährung bzw künstliche Beatmung.
Zum Füttern hat man keine Zeit, die zustehende Pause naht.
Die Betroffenen geben ein Bild des Grauens ab, Kommunikation ist fast unmöglich.
Dann gibt es diejenigen, die überhaupt nicht mehr angezogen werden, sondern nach dem Essen in Nachthemd zusammen in Räume gebracht werden, wo ev. ein Fernseher läuft und ansonsten auf den Tod zu warten ist.
Und vor meinen Augen ein berüchtigter Pfleger zu einer Oma, die nachts aufgestanden war: "Was willst Du schon wieder, Du altes Gespenst, marsch, marsch ins Körbchen!" (Es waren nicht alle dort so.)
... und dann gibt es Einrichtungen, in denen liebe Kräfte auch bei niedrigem Budget sich Mühe geben und menschlich sind. Es hängt wie immer sehr von der Leitung ab.


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 Henry_Cavendish 10. August 2020 
 

@Andrzej123, es wäre sicher die "Goldrandlösung"

aber in den Jahrzehnten zwischen dem von Ihnen zitierten Text hat sich Vieles ganz fundamental geändert. Nicht zuletzt seit den 90ern wurde von uns im Erwerbsleben konstant "Flexibilität" eingefordert. Ein immer größerer Teil ging erst zum Studium und von dort aus dann, wohin uns die Jobangebote tragen (selten zurück).
Ich muss nur (subjektiv!) auf mein familiäres Umfeld schauen und auf die Lebenspfade vieler damaliger oder heutiger Bekannter. So hat es meine Geschwister und mich in ganz unterschiedliche Ecken Deutschlands bzw. sogar ins Ausland verschlagen. Selbst mein "soziales Umfeld" ist nur teilweise hier vor Ort; man trifft sich halt sonstwo am Wochenende.
Dem entgegen lebt unsere Mutter immer noch in der Kleinstadt, in der wir geboren wurden und hat da ihr ganzes soziales Netz. Und sie würde auch niemals mehr dort wegziehen. Dazu kommen dann noch die Eltern unserer Partner und Kinder, welche wie unsere Mutter nochmal woanders leben.


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 Henry_Cavendish 10. August 2020 
 

Ich widerspreche aus zwei Gründen

1.) "ihnen Rechtssicherheit gegeben und sie zugleich zu kreativen Lösungen ermutigt werden" schließt sich wechselseitig aus. Stichwort: Verantwortung/ Haftung. Ich bin sehr dafür, subsidiärer zu regeln, ABER wer den Raum für kreative (eigenverantwortliche) Lösungen haben will, der muss auch im Misserfolg zur Rechenschaft gezogen werden können. Ansonsten gibt man carte blanche und das kann es nicht sein.
2.) Denke ich, dass höchste Zeit ist, statt der Befindlichkeiten der Rentner-Generation mal zu hinterfragen, ob das, was wir tun mit Blick auf die Jugendlichen/ jungen Erwachsenen noch ethisch und sozial vertretbar ist. Nahezu alle Regeln nahmen nur Alte, Schulkinder und Berufstätige in den Blick. Dabei haben wir der Generation quasi das gesamte jugendtypische Sozialleben ersatzlos gestrichen (bspw. Clubs, Partys, etc. etc.; eben all die - teils rebellischen Aktivitäten, die sie brauchen, um sich von uns abzugrenzen und untereinander zu vernetzen).


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 Steve Acker 10. August 2020 
 

ich war früher nicht unbedingt ablehnend zu

Altersheimen.
Aber jetzt mit Corona sehe ich das deutlich anders.
Es ist furchtbar was da angerichtet wurde und wird.


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 Gipsy 10. August 2020 

Es stimmt, nicht jeder hat

die Möglichkeit seine pflegebedürftigen Angehörigen zu versorgen (pflegen).

Ein Pflergeheim ist die letzte Station im oftmals entbehrungsreichen Leben eines Menschen.

Und hier MUSS es möglich sein, dass die Angehörigen zumindest nachschauen können bzw. dürfen, ob es ihren Lieben gut geht, gerade in Zeiten einer Überforderung des Pflegepersonals. Es entsteht sonst u.U. der Eindruck, dass mancher Sterbefall nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Warum gab es keine Obdzktionen in Altenheimen , oder gab es solche?

Alte Menschen in Heimen vor ihren Angehörigen zu isolieren, macht sie zu Freiwild des Pflegepersonals, denn nicht alle Pfleger und Pflegerinnen, sind gute Menschen und nicht alle sind Idealisten.


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 Andrzej123 10. August 2020 
 

Heimunterbringung

Ich hatte meinen Zivildienst in einem Heim f. geistig u. körperlich behinderte Kinder geleistet.
Am Wochenende kamen Angehörige, um ihre Kinder mit nach Hause zu nehmen.
Weniger als die Hälfte der Kinder hatte dieses Glück, überhaupt jemals "abgeholt" zu werden.
Ich erinnere mich an d. traurigen wehmütigen Blick d. nicht abgeholten Kinder.
Und fragte mich damals: Warum?
(Nur 1 oder 2 Kinder hatten irgendwie keine Eltern, waren ev. Waisen o.ä.)
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mit d. Kirche noch nicht viel am Hut.

In Altersheimen, von denen ich inzwischen auch einige kennengelernt habe, sieht es oft nicht viel anders aus.
Dies zu benennen, wie es JP II in seiner Enzyklika getan hat, kann ich nicht anders als richtig finden.
(Auch mein Posten dieser Passage aus d. Enzyklika erhielt ein Downvote.)

Die Karte der Rigorosität bzw "Urteilens" wird in d. Kirche oft an d. falschen Stelle gezogen und das ist nicht neu.

Auch hierin liegt eine Ursache für d. aktuellen beklagensw. Zustand.


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 Steve Acker 10. August 2020 
 

Ein User auf Welt.de schrieb kürzlich

er durfte seine demente Mutter im Pflegeheim die ganze Zeit über nicht besuchen.
Nach 9 wochen war sie eine gebrochene frau, hat ihn nicht mehr erkannt.
1 Monat später ist sie gestorben.


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 Steve Acker 10. August 2020 
 

Familien wird gedroht die Kinder ins Heim zu stecken- Diakonie sucht schon Personal

Aktuell hochgekommen ist die Nachricht, dass Behörden Eltern

von kleineren Kindern bei Corona-Verdacht zwingen wollen sie in der Familie 2 wochen komplett zu isolieren.
Gegebenenfalls wird damit gedroht die Kinder zu entziehen und in ein Heim zu stecken.
Finsterste DDR-Methoden.

Zwar wird wieder kräftig dementiert und zurückgerudert.
Die Diakonie Michaelshoven (Köln) sucht aber bereits Personal dazu:
Stellenanzeige:

"Pädagogische Fachkraft (m/w/d) in einer Inobhutnahme für Kinder und Jugendliche in Quarantäne "


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 Marianus 9. August 2020 

Da wird es Zeit,

dass unsere Kirche umdenkt, dass die nationalen Bischofskonferenzen eigene Konzepte entwickeln, orientiert primär - neben den gesundheitlichen - an den spirituellen Bedürfnissen der Gläubigen, die sie dann gegenüber Staat & Behörden selbstbewusst verfechten.
Es wird Zeit!


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 Marianus 9. August 2020 

Ich traue meinen Augen kaum:

Hier ist im Zusammenhang der Pandemie von der Seele die Rede!
Hallelujah!
In einer Zeit,in der die Verantwortlichen in Staat & Behörden die angeordneten Maßnahmen allerorten fast ausschließlich mit dem Erhalt unserer körperlichen Gesundheit begründen, wäre es doch gerade vorrangige Aufgabe unserer Hirten, die Sorge um unsere Seele und ihre Rettung zu betonen.
Stattdessen wurden die staatlich verordneten Maßnahmen kirchlicherseits weitgehend als gegeben hingenommen - verbunden mit gravierenden Einschränkungen der Religionsfreiheit und besonders tragischen Folgen v. a. für Ältere, Kranke und Menschen, die im Sterben liegen: Isolation, Besuchsverbote und keine Sakramentenspendung prägten die ersten Wochen der Pandemiemaßnahmen, von pastoraler Begleitung konnte für diese Gruppen nur selten gesprochen werden. Ein Zustand, der vielerorts bis heute herrscht.


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 exnonne 9. August 2020 
 

@Andrzej123: Ablehnung oder Abschiebung der alten Menschen

Man kann nun mal nicht einfach davon ausgehen, dass jeder, der einen Angehörigen in ein Pflegeheim gibt, diesen abschiebt oder ablehnt. Wie gesagt, es gibt viele Gründe, kein einfaches "richtig" oder "falsch".

Wenn Sie allerdings tatsächlich in jeder Situation genau wissen, was richtig ist, und dann auch danach handeln, scheinen Sie sündenlos zu sein. "Santo subito" sozusagen ;-)

Wir anderen bemühen uns inzwischen weiter und vertrauen auf den barmherzigen Gott, der ergänzt, was wir nicht hinbekommen haben, und uns nicht verurteilt, weil er größer ist als unser Herz.

Aber was ich auch sage, Sie werden wohl nicht von Ihrer rigorosen Sicht abrücken. Deshalb möchte ich hier einen Schlusspunkt setzen.

Gott segne Sie!


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 Andrzej123 9. August 2020 
 

Stimmt, die Enzyklika von Johannes Paul heißt Evangelium vitae

und nicht Humanae Vitae.

Es würde mich interessieren, ob meine "Kritiker" der Meinung sind, dass diese Enzyklika mit
"Die Abschiebung oder gar Ablehnung der alten Menschen ist unerträglich."
etwas für uns heute wichtiges ausdrückt und ob dies nicht auch heute genauso deutlich zu sagen ist.
Falls ja, würde ich mich dafür interessieren, warum man dies nicht von den Kanzeln hört.
Sagt man es vielleicht nicht, weil es vielen unangenehm wäre?


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 exnonne 9. August 2020 
 

@Andrzej123;: Humanae vitae

"Humanae vitae" ist von Papst Paul VI. Aber immerhin: Heilig ist der auch ;-)


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 Andrzej123 9. August 2020 
 

St. Johannes Paul II': aus "Humanae Vitae"

"Die Abschiebung oder gar Ablehnung der alten Menschen ist unerträglich. Ihre Anwesenheit in der Familie oder wenigstens die Nähe der Familie zu ihnen, wenn es wegen beengter Wohnverhältnisse oder aus anderen Gründen keine realen Alternativen zum Krankenhaus oder Altenheim geben sollte, sind von grundlegender Bedeutung, um ein Klima gegenseitigen Austausches und bereichernder Kommunikation zwischen den verschiedenen Altersgruppen herzustellen. Es ist deshalb sehr wichtig, daß man eine Art »Vertrag« zwischen den Generationen beibehält bzw. dort, wo er verloren gegangen ist, wiederherstellt, so daß die alten Eltern, wenn sie am Ende ihres Weges angekommen sind, bei den Kindern die Aufnahme und die Solidarität finden können, die sie ihnen ihrerseits entgegengebracht haben, als diese dem Leben entgegengingen: das fordert der Gehorsam gegen das göttliche Gebot, Vater und Mutter zu ehren"


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 exnonne 9. August 2020 
 

@Andrzej123: das Richtige vom Falschen unterscheiden

Gut, dass Sie so genau wissen, was für andere richtig oder falsch ist.


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 Andrzej123 9. August 2020 
 

@Exnonne: Wowereit hatte kein "Pflegepersonal"

"Wenn Herr Wowereit räumlich und finanziell in der Lage war, für seine Mutter zu sorgen, ist das erfreulich. Wobei ich davon ausgehe, dass er nicht alles selbst gemacht hat, sondern Pflegepersonal einstellen konnte."

Sie "gehen" von "finanziell" in der Lage und von "Einstellung von Pflegepersonal".

Mmh..was trotz schon vorhandenen Unterstützungen noch alles gegeben sein muß, um seine Eltern zu versorgen, so dass es für den Normalbürger fast unmöglich erscheinen muss...
Nein, es war am Ende seines Studiums und es war mit eigenen Händen ohne "eingestelltes Pflegepersonal" , so wie es früher weitgehend üblich war.
Bei einer mir bekannten moslemischen Familie, die in ihrer 2 1/2 Zimmer Wohnung die alte Schwiegermutter versorgte, war es ähnlich.

Der Sinn der christlichen Gebote ist, uns einen guten Weg aufzuzeigen, wie wir leben sollen.

Das hat nichts m. "Verurteilen" zu tun, sondern damit,d. Richtige v. Falschen zu unterscheiden.


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 Just 9. August 2020 
 

@Andrzej123

Es ist nicht an Ihnen, anderen Menschen deren private Lebensführung zu verzeihen oder muslimischen Familien etwas nachzusehen. Dafür besitzen Sie weder die Autorität noch die ethische Kompetenz. Vielleicht glauben Sie, dass Sie hoch zu Ross säßen, aber in Wirklichkeit sitzen Sie auf einem Schaukelpferd.


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 exnonne 9. August 2020 
 

@Andrzej123: Wer hat Sie zum Richter über andere gemacht?

Noch mal das Ganze, weil ich plötzlich ausgeloggt war: Kein Mensch hat das Recht, sich zum Richter über andere aufzuspielen!

Wenn Herr Wowereit räumlich und finanziell in der Lage war, für seine Mutter zu sorgen, ist das erfreulich. Wobei ich davon ausgehe, dass er nicht alles selbst gemacht hat, sondern Pflegepersonal einstellen konnte. Auch er sollte sich mit der Beurteilung anderer aber besser zurückhalten.

Immerhin nett von Ihnen, dass Sie ihm deswegen sein Schwulsein verzeihen, was ihn sicher ungemein beruhigen wird ;-)

Es gibt aber viele, die beengt leben, hart arbeiten müssen, um halbwegs über die Runden zu kommen, für Kinder sorgen müssen usw. Wer sind Sie, dass Sie diesen Menschen Lasten auferlegen wollen, die sie nicht tragen können?

Also noch einmal: Keiner hat das Recht, den Stab über andere zu brechen: Herr Wowereit nicht und Sie, werter Andrzej123, auch nicht!!!


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 Andrzej123 9. August 2020 
 

@Exnonne: Nächstenliebe delegiert ist keine mehr

"Nicht jeder hat die Möglichkeit, Angehörige selbst zu pflegen, sei es aus familiären, beruflichen, räumlichen oder persönlichen Gründen."

D. frühere Bürgermeister von Berlin Wowereit, der seine krebskranke Mutter unter erheblichem persönlichen Opfer selbst versorgte, sagte dazu wörtlich:
"Wer sagt, er kann nicht, der will nicht."

Für dies verzeihe ich ihm sein Schwulenleben samt (unrichtigem) "ist auch gut so."

Im übrigen hört man neben dem "Ich kann nicht", über das ich auch im Einzelfall mir nicht anmaße zu richten, sehr häufig inzwischen auch ganz einfach "Ich will nicht."

Und ich bin geneigt, muslimischen Familien manches nachzusehen, die oft unter viel prekäreren Verhältnissen wollen und dann auch können.

D. Kirche darf keinen Umsatz mit d. Gegenteil dessen machen, was ihr Auftrag ist. Nächstenliebe delegiert ist keine mehr.

"Heim" ist eine Art "Abtreibung" bzgl der Alten und gehört verurteilt.
Dem, d. "nicht kann" aber will, muß dabei geholfen werden, wie b. d. Moslems.


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 exnonne 9. August 2020 
 

@Andrzej123

So einfach ist das nicht! Nicht jeder hat die Möglichkeit, Angehörige selbst zu pflegen, sei es aus familiären, beruflichen, räumlichen oder persönlichen Gründen.
Da wir nicht in der Haut des anderen stecken, sollten wir über niemanden, der keine andere Möglichkeit sieht, ein Urteil fällen.


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 Andrzej123 9. August 2020 
 

Alte Menschen

gehören nicht in Pflegeheime !

Es heißt "Was Ihr habt mir getan...".


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