Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  3. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  4. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  5. Der stumme Gott unserer Zeit
  6. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  7. Realitätsverlust im Bistum Chur
  8. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  9. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  10. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"
  11. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
  12. Michelle Obama ermutigt Mütter arbeiten zu gehen
  13. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  14. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  15. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung

„Die deutsche Kritik geht am eigentlichen Anliegen der Instruktion völlig vorbei“

28. Juli 2020 in Aktuelles, 18 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bemerkenswerte Reaktion des Kurienkardinal em. Walter Kasper auf deutsche Kritik an der neuen Vatikan-Instruktion zur missionarischen Pfarreipastoral: Dieses Grundanliegen von Papst Franziskus sei vielmehr „hoch aktuell“.


Köln (kath.net/pl) „Die deutsche Kritik geht am eigentlichen Anliegen der Instruktion, der pastoralen Umkehr zu einer missionarischen Pastoral, völlig vorbei.“ Das schrieb der emeritierte Kurienkardinal Walter Kasper in einem Gastkommentar über Reaktionen auf die vatikanische "Instruktion: Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche" beim Kölner „Domradio“. Dabei hat er zwar durchaus ebenfalls Kritikpunkte, diese sind aber nach seiner grundsätzlichen Zustimmung zur Vatikan-Instruktion nur zweitrangig. „Genau dieses Grundanliegen von Papst Franziskus“ sei doch „in Blick auf die beunruhigenden jüngst veröffentlichten Zahlen der Kirchenaustritte hoch aktuell“, notierte der frühere Bischof der süddeutschen Diözese Rottenburg-Stuttgart (1989-1999) und emeritierter Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen (bis 2010). Außerdem habe man in Deutschland offenbar „überlesen“, dass in der Instruktion „ausführlich von der gemeinsamen Verantwortung des gesamten Volk Gottes und von der ganzen Gemeinde als Subjekt solcher missionarischer Seelsorge, die Rede ist“.


Die Kritik aus Deutschland beziehe sich hauptsächlich auf „die Stellung des Pfarrers innerhalb (!) dieses Gesamtgefüges“, erläuterte Kasper und betonte, dass er seinerseits „für diese Ausführungen dankbar“ sei. Denn die Dauerdiskussionen in der Kirche um Deutschland rund um „Zölibat, Frauenpriestertum, Leitungsteams usw. usf.“ führe unabhängig von den jeweiligen Antwortversuchen dazu, „dass kein junger Mensch mehr weiß, auf was er sich einlässt, wenn er sich für den Priesterberuf entscheidet“. Damit arbeite man allerdings nicht gegen einen Priestermangel, sondern produziere ihn.
 
Die „Betonung der Gesamtverantwortung des Priesters als Pfarrer der Gemeinde“ nannte Kasper ausdrücklich „theologisch legitim“. Gleichzeitig werde anerkannt, dass es Mitarbeiter und beratende Gremien gebe, mit denen ein Pfarrer „nicht nach Lust und Laune“ umgehen könne.

Abschließend äußerte Kasper auch einige Kritikpunkte, die aber angesichts seiner ausdrücklichen, grundsätzlichen Zustimmung zur Instruktion kein Grundsatzgewicht mehr erlangen konnten.

Im deutschen Sprachraum wird das Statement Kaspers bisher zwar aufgegriffen, aber man kann die Reaktionen durchaus als verhalten bezeichnen. Immerhin muss das „offiziell nicht offizielle“ Internetportal der Deutschen Bischofskonferenz bereits in der Überschrift einräumen: „Kardinal Kasper: Deutsche Kritik verfehlt Anliegen der Instruktion“. Der ORF titelt „Kardinal verteidigt umstrittene Vatikan-Instruktion“.

 

Archivfoto Kardinal Kasper (c) kath.net/Petra Lorleberg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  4. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  5. Realitätsverlust im Bistum Chur
  6. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  7. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  8. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  9. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  10. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  11. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  12. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  13. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  14. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  15. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz