Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Andere Leeren – Krippen auf dem Petersplatz. La Piazzetta
  2. Papst: Messritus aus Zaire mögliches Modell für Amazonas-Liturgie
  3. Corona: Grazer Theologen sehen Impfpflicht "problematisch"
  4. Warum wir am 21. Dezember 2020 unbedingt den Himmel beobachten sollten!
  5. Erscheint uns wieder der Stern von Bethlehem?
  6. Allein den Betern kann es noch gelingen - Schicken Sie uns Ihr Anliegen!
  7. Zur Nichtwahl eines Churer Bischofs durch das Domkapitel
  8. Propagandaexpertin warnt: COVID-Isolierung dient offensichtlich der sozialen Kontrolle
  9. "Und dann kam der November 2020"
  10. O Heiland, reiß die Himmel auf, herab, herab vom Himmel lauf!
  11. Autoritäre Regime verwenden Corona als Waffe
  12. Wien: 'Tot den Christen'-Aufruf im Gemeindebau
  13. US-Bischof fordert: Keine Impfung, die mit Hilfe abgetriebener Babys entwickelt wurde
  14. Die Chancen stehen gut, dass das Fehlurteil kassiert wird
  15. Verhältnis der orthodoxen Kirchen von Zypern und Russland belastet

Corona-Requiem: Barcelonas Erzbischof widersetzt sich Regierung

27. Juli 2020 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal Omella: Beschränkung auf zehn Gottesdienst-Teilnehmer ungerecht, wenn zugleich bis zu 1.000 Menschen die Basilika besichtigen dürfen


Madrid (kath.net/KAP) Zu Konfrontationen zwischen der katholischen Kirche und der Regierung Kataloniens hat eine Gedenkmesse für die an Covid-19 Verstorbenen am Sonntagabend in Barcelonas Kirche "Sagrada Familia" geführt. Kardinal Juan Jose Omella, Erzbischof der Hauptstadt der autonomen Provinz und neuer Vorsitzender der spanischen Bischofskonferenz, entschied sich für die Durchführung des Gottesdienstes, obwohl die Behörden diesen untersagt hatten. Stunden zuvor hatte seine Erzdiözese rechtliche Schritte für die "einseitige Beschneidung" der Religionsfreiheit angekündigt.

Katalonien derzeit der Hotspot von Spaniens zweiter Corona-Welle, gab es doch hier zuletzt die Hälfte aller täglich rund 300 bestätigten Covid19-Neuinfektionen. Auch wenn die Regionalregierung am Wochenende die Schließung sämtlicher Diskotheken und Konzertsäle mit Tanzflächen sowie für Bars, Restaurants, Spielhallen und Kasinos eine Sperrstunde anordnete, dürfen sich in der Sagrada Familia weiterhin bis zu 1.000 Besucher aufhalten. Dass zugleich Gottesdienste seit einer Verfügung der Regionalregierung vom 17. Juli nur mit zehn Personen stattfinden dürfen, bezeichnete Kardinal Omella laut dem Portal cruxnow.com (Montag) als "ungerecht und diskriminierend".


Die Einladungen zum Gedenkgottesdienst waren an Familienangehörige der Verstorbenen und an vorderster Corona-Front stehendes medizinisches Personal ergangen, und zwar laut Omella bereits vor der behördlichen Beschränkung. Selbst wenn alle 500 Eingeladenen erschienen wären, wäre die von Stararchitekt Antonio Gaudi entworfene Basilika nur zu 23 Prozent ihrer Kapazität ausgelastet gewesen, sagte er, zudem halte man sich sehr genau an die für Innenräume geltenden Corona-Vorsichtsmaßnahmen. Ursprünglich hatte sich auch Barcelonas Bürgermeisterin Ada Colau zum Requiem angekündigt, ihre Teilnahme dann aber zwei Stunden vor Beginn wieder abgesagt.

Beim Gottesdienst selbst betonte Omella, die Kirche wolle nicht auf Konfrontationskurs gehen, sondern biete ihre Hilfe bei der Krisenbewältigung und am Dienst "besonders an den am meisten Leidenden" an. Der Kardinal ging auch auf zu Beginn der Pandemie geäußerte Vorbehalte von Menschen ein, die danach gefragt hätten, wo die Kirche sei. "Ihr wart hier: Ärzte, Ordensleute, Priester, die Gesundheitsbediensteten - alle, die sich auf verschiedenste Weisen für andere einsetzen. Als Getaufte sind wir alle Kinder Gottes, die ihren Glauben mit anderen teilen. Wir alle sind Kirche", so der Erzbischof.
Fertigbau bis 2026 durch Corona ungewiss

Die Sagrada Familia war an den ersten beiden Juliwochenende nach monatelanger Schließung für Berufsgruppen im Dienst an Covid-19-Patienten und am 18. Juli für die Allgemeinheit geöffnet worden - und zwar bei kostenlosem Zutritt. Im Rahmen der bis Dezember andauernden Aktion "Hora Barcelona" will die katalanische Regierung alle Bewohner der Stadt würdigen, die sich während der ersten Hauptphase der Pandemie an die verordnete Selbstisolation gehalten haben. Wie es zuletzt hieß, ist der Zeitplan für die Vollendung der Basilika bis zum Jahr 2026 angesichts des nahezu kompletten Ausfalls von Touristen und somit auch der Eintritts-Einnahmen ungewiss.


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 feldhamster 29. Juli 2020 
 

Angst, Mut und Verantwortungsbewusstsein sind verschiedene Schuhe

Laut einer Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (Wido), der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) und der Technischen Universität Berlin ist etwa ein Fünftel der stationär behandelten COVID-19-Patienten in Deutschland gestorben. Besonders hoch war der Anteil der Todesfälle bei Personen, die künstlich beatmet werden mussten. Von diesen Patienten überlebten weniger als die Hälfte.


4

0
 
 KatzeLisa 28. Juli 2020 
 

Mut statt Angst


5

6
 
 Diadochus 27. Juli 2020 
 

@Lämmchen

Ja, unsere gleichgeschalteten Bischöfe haben eine Heiden-Angst. Das ist so, auch wenn dafür die Daumen nach unten gehen, ist mir egal.


11

7
 
 Lämmchen 27. Juli 2020 
 

@Lilia

unsere Bischöfe haben - leider - im wahrsten Sinne des Wortes eine Heiden-Angst....


16

6
 
 Lilia 27. Juli 2020 
 

Auch unsere Bischöfe müssten sich endlich der Corona-Diktatur widersetzen:

Das unnütze Maskentragen in den Kirchen sowie den völlig überzogenen Sicherheitsabstand einstellen und die Mundkommunion und das Singen wieder einführen.

Die zweite Corona-Welle wird jetzt mit allen Mitteln herbeigeredet, weil man sie auf Teufel komm' raus durchboxen will. Die Motive dafür dürften bekannt sein.


18

8
 
 Winrod 27. Juli 2020 
 

Als Sozialist nutzt man eben

jedes Mittel, um die katholische Kirche vorzuführen.


16

5
 
 Adamo 27. Juli 2020 
 

Barcelonas Erzbischof hat vollkommen recht,

wenn er gegen die Anordnung des Präsidenten Pedro Sánchez protestiert, dass nur 10 Gottesdienst-Teilnehmer die Heilige Messe besuchen dürfen aber 1000 Menschen die Basilika besichtigen können.

Schließlich ist Pedro Sánchez SOZIALIST und aus Überzeugung gegen die katholische Kirche.


22

4
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Coronavirus

  1. Bischof Neymeyr: Religionsfreiheit ‚ist ein hohes Gut, kein beliebiges’
  2. Britische Inseln: Gottesdienste im Untergrund nehmen zu
  3. USA: Corona-Maßnahmen diskriminieren Gottesdienste
  4. USA: Diözese Brooklyn klagt gegen diskriminierende Covid-19-Verordnung
  5. Ungarn: Öffentliche Messen bleiben erlaubt
  6. Slowakei: Nach Massentest Hoffen auf Lockerung bei Gottesdiensten
  7. Schönborn: "Gehen wir gemeinsam durch diese schwierige Zeit"
  8. Corona-Pandemie: Bayern erlaubt gemeinsamen Religions- und Ethikunterricht
  9. Erzbischof von Santa Fe: Keine öffentlichen Messen in Kirchen
  10. Österreichisches Liturgisches Institut erläutert Rahmenordnung für Gottesdienste








Top-15

meist-gelesen

  1. Warum wir am 21. Dezember 2020 unbedingt den Himmel beobachten sollten!
  2. kath.net-PAULUS-Leserreise: Fronleichnam auf Malta - Mit Michael Hesemann und P. Leo Maasburg
  3. Zur Nichtwahl eines Churer Bischofs durch das Domkapitel
  4. "Und dann kam der November 2020"
  5. Andere Leeren – Krippen auf dem Petersplatz. La Piazzetta
  6. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre DRINGENDE Hilfe!
  7. Eine seltsame Botschaft auf Twitter von Erzbischof Schick
  8. Allein den Betern kann es noch gelingen - Schicken Sie uns Ihr Anliegen!
  9. Als der Terror begann, verschanzten sich die Jugendlichen in der Kirche
  10. Autor der ‚Benedikt-Option’ warnt: Der Westen wird totalitär
  11. Propagandaexpertin warnt: COVID-Isolierung dient offensichtlich der sozialen Kontrolle
  12. Hohe Vertreter der Kirche haben das Kerngeschäft der Seelsorge verlassen
  13. Die 13 neuen Kardinäle im Kurzporträt. Der Weg des Lebens und der Geschichte
  14. Erscheint uns wieder der Stern von Bethlehem?
  15. Alles nur Theater?

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz