Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  2. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  3. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. THESE: Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!
  6. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  7. 2025 wurden 46 römisch-katholische Kirchen und Kapellen in Deutschland profaniert
  8. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  9. Vorbehaltlos Ja zum Leben!
  10. Direkt nach dem Jahreswechsel brannte die Amsterdamer Vondelkirche lichterloh
  11. Streit um Papstkreuz im Wiener Donaupark
  12. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  13. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  14. Schweiz: Bischöfe beten für Opfer der Brandkatastrophe in Skiort
  15. Zeitliche und ewige Zukunft

Italien: Vatikan-Erklärung zu Spenden für Messen löst Echo aus

22. Juli 2020 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In am Montag veröffentlichter Instruktion der vatikanischen Kleruskongregation wird in Bekräftigung bereits geltender Regelungen erneut betont. dass Messstipendien oder Stolgebühren keine "Gebühr" im Sinne einer Art "Sakramentensteuer" sind


Rom/Vatikanstadt (kath.net/KAP) In Italien ist eine Erklärung des Vatikan zu sogenannten Messstipendien auf lebhaftes Medienecho gestoßen. Zahlreiche Zeitungen machten die Feststellung, dass es sich um eine freiwillige Spende und keine "Gebühr" handle, am Dienstag zu einem Kernthema ihrer Berichterstattung über ein neues Dokument der Kleruskongregation zur Reform von Pfarren. Der Papst schaffe damit weithin etablierte "Preislisten" ab, hieß es etwa in "La Stampa".

 

In der am Montag veröffentlichten Instruktion der vatikanischen Kleruskongregation heißt es in Bekräftigung bereits geltender Regelungen, bei den Messstipendien für Priester und sogenannten Stolgebühren für die Feier anderer Sakramente handle es sich "um einen naturgemäß freiwilligen Beitrag vonseiten des Spenders gemäß seinem Gewissen und seinem Verantwortungssinn für die Kirche, nicht aber um einen 'zu bezahlenden Preis' oder um eine 'einzufordernde Gebühr' im Sinne einer Art 'Sakramentensteuer'".


 

Für die Kirche bestehe die "Notwendigkeit, das sakramentale Leben nicht 'zu verschachern' und nicht den Eindruck zu erwecken, dass die Feier der Sakramente - vor allem der heiligen Eucharistie - und die anderen Dienste von Preislisten abhängen".

 

Zugleich bezeichnet die Kongregation es als "wichtig, die Gläubigen zu sensibilisieren, damit sie gern die Bedürfnisse der Pfarre unterstützen". Dies gelte "besonders in den Ländern, in denen das Messstipendium die einzige Quelle des Unterhalts für die Priester und auch der Ressourcen für die Evangelisierung ist". Um den Charakter der Freiwilligkeit zu unterstreichen, schlägt die Instruktion anonyme Sammlungen vor.

 

Nach katholischer Lehre kann ein Priester eine Messe für ein bestimmtes Anliegen von Gläubigen feiern, beispielsweise im Gedenken an einen Verstorbenen. Der Kirchenrechtskodex erlaubt dafür die Annahme eines Messstipendiums; zugleich wird "eindringlich empfohlen", auch Messen ohne solche Zuwendungen nach der Intention der Gläubigen, "vor allem der Bedürftigen" zu feiern (Canon 945).

 

"Das Messstipendium ist nicht als 'Bezahlung einer Messe' zu verstehen. Vielmehr ist es eine Spende für die Aufgaben der Gemeinde und erinnert an die Gaben, welche die Christen der frühen Kirche bei der Eucharistiefeier mitbrachten", heißt es beispielsweise auch in der geltenden Rahmenordnung "Liturgie" für Pfarren in der Erzdiözese Wien. Deren Gabe sei Ausdruck der tätigen Teilnahme der Gläubigen gewesen "und zugleich eine Spende an den Unterhalt des Klerus und an die Brüder und Schwestern im Glauben, die der Hilfe bedurften".

 

Papst Franziskus hatte verschiedentlich betont, dass Priester für Eucharistiefeiern keine Geldleistung verlangen dürften. "Die Messe zahlt man nicht. Die Messe ist das Opfer Christi, das umsonst ist. Wenn du eine Spende geben willst, tu das; aber man bezahlt nicht", sagte er in einer Generalaudienz am 7. März 2018.

 

Die Stipendien gelten als zweckgebundenes Kirchengut, das dem Priester treuhänderisch anvertraut ist. Angenommene Stipendien sind zu dokumentieren; der Bischof muss die betreffenden Bücher selbst oder durch andere jährlich überprüfen (Can. 958). Die Höhe der Stipendien legen Kirchenprovinzen fest. In Österreich beträgt sie 9 Euro, wobei es einen Pfarr- und einen Priesteranteil gibt. Italienische Diözesen veranschlagen 10 Euro.

 

Viele Priester verwenden den ihnen zufallenden Anteil nicht für eigene, sondern für karitative und soziale Zwecke. In großen Teilen der Kirche sind die Stipendien ein wichtiger Beitrag für den Lebensunterhalt der Priester und die seelsorgliche Arbeit.


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  2. Meinungsfreiheit auf katholisch
  3. Die Jugend von heute, die neue Generation Alpha, „sucht Sinn, Rituale und Spiritualität“
  4. US-Erzbischof gibt Anweisung, politische Botschaft an Weihnachtskrippe sofort zu entfernen
  5. Wer MEHR will, soll MEHR bekommen
  6. "Die Christen und Lebensschützer trauern um Martin Lohmann"
  7. "Die Katholische Kirche schwimmt mit dem Zeitgeist, sie ist parteipolitisch nach links gekippt!"
  8. Glaube ohne Feuer: Wie die Kirche Angst vor der eigenen Botschaft bekommt
  9. Bischof Strickland warnt vor ‚Crescendo der Apostasie’ in der Kirche
  10. Erzbischof Aguer: Nächster Papst muss die katholische Lehre gegen ‚progressive Mythen’ verteidigen






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  4. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  5. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  6. ‚Jede Frau ist stark genug‘, um sich nach einer Vergewaltigung für ihr Baby zu entscheiden
  7. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  8. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  9. Ermittlungen im Fall Orlandi offenbar an einem Wendepunkt
  10. Wie Johannes vom Kreuz mit nervigen Menschen umging
  11. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  12. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  13. „Driving home for Christmas“ – Nun ist Chris Rea auf dem Weg in seine ewige Heimat
  14. Die Lügen der österreichischen SPÖ-Frauen-Ministerin
  15. Vorbehaltlos Ja zum Leben!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz