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Katholischer Diözesanbischof in Bolivien starb an Corona

19. Juli 2020 in Aktuelles, 8 Lesermeinungen
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66-jähriger Eugenio Scarpellini war seit 2013 Bischof von El Alto - Weltweit bisher mindestens acht katholische Bischöfe an Folgen einer Corona-Infektion gestorben


La Paz/Wien (kath.net/KAP) Eugenio Scarpellini, katholischer Bischof von El Alto in Bolivien, ist am Mittwoch (Ortszeit) mit 66 Jahren an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Kurz zuvor sei er ins Krankenhaus eingeliefert worden, wie die Zeitung "Los Tiempos" laut deutscher Katholischer Nachrichten-Agentur (KNA) berichtet.

 

Der am 8. Jänner 1954 im italienischen Bergamo geborene Scarpellini kam 1998 nach Bolivien. 2010 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum Weihbischof in El Alto; 2013 wurde er Bischof der zweitgrößten Stadt des Landes, die an die Verwaltungshauptstadt La Paz grenzt.

 

Bolivien ist wie andere Länder Lateinamerikas besonders von der Corona-Krise betroffen. Mit Stand Mittwoch zählte das Land mehr als 52.000 registrierte Infektionen und knapp 2.000 Todesfälle. Prominenteste Patientin ist Übergangspräsidentin Jeanine Anez (53), deren Zustand sich am Mittwoch verschlechtert haben soll. Auch weitere Mitglieder des Regierungskabinetts seien erkrankt.


 

Mit dem Tod Scarpellinis steigt die Zahl der katholischen Bischöfe weltweit, die in den vergangenen Monaten nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind, nach vorliegenden Informationen auf mindestens acht. Erst am vergangenen Montag war bekannt geworden, dass der katholische Erzbischof vom Chittagong in Bangladesch, Moses Costa, nur wenige Wochen nach seiner Genesung von einer akuten Covid-19-Erkrankung gestorben ist. Costa erlag in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Dhaka im Alter von 69 Jahren mehreren Schlaganfällen.

 

Als erster katholischer Bischof weltweit war Ende März der Bischof der katholischen Kirchenprovinz Gambella in Äthiopien, Angelo Moreschi, im 68. Lebensjahr in seiner italienischen Heimatstadt Brescia an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus ums Leben gekommen.

 

Am 15. April wurde auch der 82-jährige Bischof Gerard Mulumba, emeritierter Bischof von Mweka in der Demokratischen Republik Kongo, ein Opfer des Virus. Kurz darauf starb am 26. April der emeritierte Bostoner Weihbischof Emilio Allue im Alter von 85 Jahren an gesundheitlichen Komplikationen im Zusammenhang mit Covid-19. Am 28. April erlag der 91-jährige Altbischof der kenianischen Diözese Meru, Silas Silvius Njiru, in einem Krankenhaus im italienischen Piemont den Folgen einer Covid-19-Erkrankung.

 

Der chinesische Bischof Joseph Zhu Baoyu starb am 7. Mai, wenige Wochen nachdem er sich von einer Coronavirus-Infektion erholt hatte. Der 98-jährige frühere Bischof der Diözese Nanyang galt laut dem asiatischen Pressedienst "Ucanews" zuvor als der älteste Mensch, der Covid-19 überlebte, als er am 14. Februar das Krankenhaus verließ.

 

In Großbritannien trauerte die Kirche am 18. Mai um den 88-jährigen emeritierten Liverpooler Weihbischof Vincent Malone. Er war eine Woche vor seinem Tod positiv auf das Coronavirus getestet worden.

 

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

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