Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  7. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  12. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  13. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  14. Fast der gleiche Glaube?
  15. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten

Thema ProLife/Prochoice zählen zunehmend viele US-Amerikaner zu den wahl(mit)entscheidenden Fragen

10. Juli 2020 in Prolife, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Für Papst Benedikt XVI. war der Lebensschutz sowohl aus katholischer als auch aus naturrechtlicher Sicht nicht verhandelbar.


Washington, D.C. (kath.net/mb) Unabhängig von ihrer Einstellung vor vorgeburtlichen Kindstötung – dafür oder dagegen – ist für rund ein Viertel der US-Amerikaner das Thema Abtreibung wahlentscheidend. Für fast ein Drittel der Amerikaner, die sich selbst als für das Leben und gegen Abtreibung bezeichnen, ist es unverzichtbar, dass politische Kandidaten für den Schutz des ungeborenen Lebens eintreten. Sie wollen in Sachen Abtreibung keine Kompromisse eingehen. Gleichzeitig zeigt eine am Dienstag veröffentlichte neue Umfrage des renommierten Meinungsforschers Gallup in den USA, dass 19 Prozent derjenigen Wähler, die allgemein für ein Recht auf Abtreibung eintreten, nur für einen Kandidaten stimmen werden, der ihre Position vertritt. Fast die Hälfte aller Amerikaner halten das Thema Abtreibung zumindest für eines von vielen anderen wichtigen Themen, die ihre Entscheidung für oder gegen einen Kandidaten beeinflussen – dabei unterscheidet Gallup nicht zwischen Wählern, die für das Leben sind, und solchen, die Abtreibung befürworten.


 

Auch wenn weniger als ein Drittel der Amerikaner für das Leben auch entsprechend an der Wahlurne handeln wollen, handelt es sich doch um einen neuen Rekord. Noch 2016, bevor Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde, gaben nur 23 Prozent an, ausschließlich für Politiker zu stimmen, die wiederum für den Lebensschutz eintreten. In den letzten beiden Jahrzehnten erreichte die Zahl 2008 mit 15 Prozent ihren tiefsten Stand. Damals war der inzwischen verstorbene John McCain im Kampf um die Präsidentschaft gegen Barack Obama angetreten. Obama gewann, und der Einfluss der Abtreibungslobby nahm zu. Im Januar 2017, als Donald Trump sein Amt antrat, veröffentlichte etwa Planned Parenthood, der bekannteste Anbieter von vorgeburtlichen Kindstötungen, einen Artikel, der sich bei Obama für seinen Einsatz in Sachen „reproduktive Freiheit“ bedankte.

 

Im November wählt die amerikanische Bevölkerung nicht nur ihren nächsten Präsidenten – Trump oder Joe Biden. Auch rund ein Drittel der Sitze des Senats und alle Sitze des Repräsentantenhauses stehen zur Abstimmung. Für die Amerikaner, so Gallup, seien „derzeit die Beziehungen zwischen den Rassen, das Coronavirus, die Regierung und die Wirtschaft“ die Kernprobleme. „Abtreibung steht nicht annähernd an der Spitze dieser Liste.“ Nichtsdestotrotz sei für ein gutes Viertel der erwachsenen US-Bürger das Thema Abtreibung eine zentrale Frage, bei der es keine Kompromisse geben dürfe.

 

Papst Benedikt XVI. erklärte am 30. März 2006 im Rahmen einer Ansprache vor Mitgliedern der Europäischen Volkspartei, es gebe auf politischer Ebene eine Reihe von Grundsätzen, die nicht verhandelbar seien. Dazu zählte er den „Schutz des Lebens in allen seinen Phasen, vom ersten Moment der Empfängnis bis hin zum natürlichen Tod“. Zudem erwähnte er eine „Anerkennung und Förderung der natürlichen Familienform – als eine auf der Ehe beruhende Verbindung zwischen Mann und Frau – und ihre Verteidigung gegen Versuche, sie rechtlich gleichwertig zu machen mit radikal anderen Formen der Verbindung, die ihr in Wirklichkeit schaden und zu ihrer Destabilisierung beitragen, indem sie ihren besonderen Charakter und ihre unersetzliche soziale Rolle verdecken“. Schließlich sei auch der „Schutz des Rechts der Eltern, ihre Kinder zu erziehen“, nicht verhandelbar, so der Heilige Vater.

 

Er begründete die Grundsätze nicht mit der göttlichen Offenbarung oder der unveränderlichen katholischen Lehre, sondern mit dem Naturrecht. Sie seien „in die menschliche Natur selbst eingeschrieben und daher der ganzen Menschheit gemeinsam. Das Wirken der Kirche zu ihrer Förderung hat daher keinen konfessionellen Charakter, sondern wendet sich an alle Menschen und schließt jede religiöse Zugehörigkeit aus.“ Trotzdem müsse die Kirche sich für das Naturrecht einsetzen, und zwar umso stärker, „je mehr diese Grundsätze geleugnet oder missverstanden werden, weil dies einen Verstoß gegen die Wahrheit der menschlichen Person darstellt“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

USA

  1. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  2. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  3. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  4. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois
  5. Universität Texas A&M: 650 Personen bereiten sich auf Eintritt in die katholische Kirche vor
  6. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  7. US-Justizministerium verurteilt Ermittlungen des FBI gegen ‚radikal-traditionalistische Katholiken‘

Abtreibung

  1. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  2. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  3. Argentinien tritt Lebensschutz-Koalition bei
  4. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  5. US-Senat bestätigt Todd Blanche als Justizminister – Pläne gegen Versandhandel mit Abtreibungspillen
  6. US-Bischöfe rufen Amerikaner zu Gebet und Aktionen gegen Abtreibungspillen auf
  7. Zürcher ‚Marsch fürs Läbe‘ erneut nach Oerlikon verlegt







Top-15

meist-gelesen

  1. Kirche im ‚Status der Initiation‘: nach der Taufe beginnt der Weg
  2. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  3. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  4. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  5. Fast der gleiche Glaube?
  6. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  7. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava
  8. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  9. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  10. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  11. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  12. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  13. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
  14. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  15. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz