Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ADIOS!
  2. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  3. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  4. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  5. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  6. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  7. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  8. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  9. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  10. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  11. Papst Leo wird die Gründonnerstags-Fußwaschung wieder im Lateran vollziehen
  12. Neuer Hirtenstab für Papst Leo XIV. betont die Auferstehung
  13. L'Avvenire sorgt für Confusione!
  14. Das Porträt Leos XIV. wird nun in Mosaik-Galerie der Päpste aufgenommen
  15. THESE: Und die Bibel hat doch Recht!

Die Jungfrau von Guadalupe

14. März 2004 in Buchtipp, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wie das Erscheinen der Jungfrau Weltgeschichte schrieb: Von 9. Dezember 1531 bis zum 11. September 2001. Ein Buch von Paul Badde.


Wien (www.kath.net, pe) Mexiko, 9. Dezember 1531. Der Indio Juan Diego erlebt etwas Unfassbares: Auf einem Hügel am Rande der Hauptstadt erscheint ihm eine himmlische Gestalt, die sich als „Maria, die Mutter aller Menschen“ offenbart. Wunder passieren. Auf seinem Poncho erscheint ihr Bildnis, das bis heute die Forscher beschäftigt. Kurze Zeit später war Mexiko christlich. Es war ein „Einbruch des Fremden in die Geschichte, wie es ihn vielleicht seit der Bekehrung Konstantins zum Christentum im 4. Jahrhundert nicht mehr gegeben hat“, und ohne den Amerika heute „völlig anders aussehen“ würde.

So schreibt Paul Badde in seinem neuen Buch „Maria von Guadalupe. Wie das Erscheinen der Jungfrau Weltgeschichte schrieb“. Der Journalist und Historiker hat sich auf die Spuren der „Morenita“ gemacht, wie die Mexikaner sie liebevoll nennen. Er nimmt den Leser auf seine Reise mit, die einen breiten Bogen spannt, an dem überall die „Morenita“ auf geheimnisvolle Weise präsent ist.

In Turin hört Badde zum ersten Mal von der Morenita. Der berühmte Theologe Giuseppe Ghiberti, Generalbevollmächtigter des Turiner Kardinal für die weltbekannte Santa Sindone, erwähnt, dass es neben dem Turiner Grabtuch noch ein anderes Bild gibt, von dem niemand weiß, wie es in das Gewebe gekommen ist: Das Bildnis der Jungfrau von Guadalupe. Es klingt wie ein Märchen, gibt der Theologe zu. Unerklärlich ist es trotzdem.

Papst: Maria von Guadalupe „hat meine Schritte gelenkt“

Guadalupe ist der größte Marienwallfahrtsort der Welt. Im Sommer 2002 besuchte Papst Johannes Paul II. Mexiko und sprach Juan Diego heilig. Am 29. Jänner 1979 hatte er das Bildnis der Jungfrau von Guadalupe erstmals gesehen. Seit damals „hat sie meine Schritte gelenkt“, erklärt er. Es ist das einzige Marienbild, das er auf seinem Schreibtisch stehen hat.

Der Autor nähert sich der Erscheinung von Guadalupe als Historiker, als Reporter, der seinen Job verliert und sich als Auslandskorrespondent im Heiligen Land wieder findet. In Jerusalem begleitet ihn der Benediktinerpater Bargil Pixner, der über seine Erzählungen der Morenita immer wieder lächelt und sagt „Ich brauche keine Erscheinung“, weil Maria im Heiligen Land als historische Person zu ihm spreche. Pixner gibt aber zu, dass Maria sich immer ganz stark in Bildern ausdrückt hat, „vielleicht mehr als jede andere Figur der Weltgeschichte“.

Es kommt der 11. September und der Terror, den Badde hautnah in Jerusalem erlebt. Er sucht die heiligen Orte auf. Alles passiert unter den Augen dieses Bildes. „Mit diesem Bild hat die Neuzeit angefangen. Dieses Bild hat das Gewicht und Gleichgewicht der Erde verändert“, sagt Badde. „Inzwischen war ich davon überzeugt, dass nur ein Fantast es für wahrscheinlicher halten kann, dass Palästinenser und Israelis aus eigener Kraft und Einsicht den Weg zum Frieden finden, als dass sich über dem Ölberg der Himmel für eine neue und letzte Erscheinung der Jungfrau und Königin des Heiligen Landes öffnet, um ihrem Land endlich den Frieden und die Versöhnung zu bringen, wie vielleicht – und hoffentlich noch einmal – in Mexiko.“

… wenn wir entdecken, dass es wahre und lebendige Bilder gibt

Badde stellt einen großen Zusammenhang zwischen Phänomenen der Neuzeit her, die im 15. Jahrhundert einsetzen und im dritten Jahrtausend nicht enden: Die Person des Juan Diego, der Universalienstreit, der 11. September. „Was wird, wenn wir mitten in der seriellen Bilderflut der Moderne plötzlich mit der Entdeckung konfrontiert werden, dass es in unserer Welt auch wahre und lebendige Bilder gibt?“ fragt der Autor. „Was wird sein, wenn sich im Überfall der neuen Bilder- und Zeichensprache unserer Zeit herausstellen sollten, das es in Turin und Mexiko ,Dinge’ gibt, in denen Urbild, Abbild und Bild in eins zusammenfallen, nicht als Kopie, nicht als Plagiat, sondern die in sich selbst wahr und vollkommen sind?“

„Bilder bestimmen, was man erlebt“, dieses Canetti-Wort stellt der Autor seiner spannenden Reportage voraus. Das Buch ist mehr als eine neugierige Spurensuche, die einem unerklärlichen Phänomen nachgeht: Es ist eine staunendes Kreisen um ein Geheimnis, das zu jedem sprechen will, der mit offenen Augen durch Geschichte und Gegenwart geht.

Paul Badde, Maria von Guadalupe. Wie das Erscheinen der Jungfrau Weltgeschichte schrieb, Ullstein Verlag, 255 Seiten, 23 Farbabbildungen, 20,60 Euro.

Das Buch kann direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der BuchhandlungCHRIST-MEDIA (Auslieferung Österreich und Deutschland) und der BuchhandlungImmanuel (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Es werden die anteiligenPortokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligenLändern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch nur Inlandportokosten.

Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]

Für Bestellungen aus der Schweiz:
[email protected]



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Maria

  1. Mariologen-Vereinigung IMA kritisiert ‚Mater Populi Fidelis‘
  2. Leo XIV. betet nach Fahrt im Papamobil an römischer Mariensäule
  3. US-Präsident Trump veröffentlichte erstaunliche Würdigung der Muttergottes
  4. Vatikanankündigung: Neues Dokument „Mater Populi Fidelis“ wird am 4.11. veröffentlicht
  5. 150.000 Teilnehmer an neunmonatiger Novene zu Maria von Guadalupe
  6. Schrein der ‚stillenden Maria’ in Florida ist das älteste Marienheiligtum der USA
  7. Augustinerorden kehrt ins englische Walshingham zurück
  8. Kräutersegnungen zu Mariä Himmelfahrt
  9. Chile: Marienheiligtum erwartet am 8. Dezember eine Million Pilger
  10. Schönborn bei Maria-Namen-Feier: Kraft des Gebets schrumpft nicht






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. ADIOS!
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  5. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  6. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  7. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  8. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  9. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  10. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  11. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  12. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  13. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  14. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  15. Neuer Hirtenstab für Papst Leo XIV. betont die Auferstehung

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz