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Erzbischof meint: Sie werden sonst in der Hölle landen!

27. Juni 2020 in Chronik, 38 Lesermeinungen
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Ukrainischer Erzbischof hat seine bischöflichen Mitbrüder und Priester gewarnt, dass diese in der Hölle landen werden, wenn diese Gläubigen angesichts der Covid19-Epidemie die Mundkommunion verweigern.


 

Polen (kath.net)

Der ukrainische Erzbischof Jan Pawel Lenga hat laut einem Bericht von "LifeSiteNews" seine bischöflichen Mitbrüder und Priester gewarnt, dass diese in der Hölle landen werden, wenn diese Gläubigen angesichts der Covid19-Epidemie die Mundkommunion verweigern. Der emeritierte Bischof erklärte  in dem Interview mit dem polnischen Fernsehsender wRealu24, dass in Polen die Katholiken die Handkommunion nach wie vor klar ablehnen. "Der Coronavirus wurde dafür verwendet, um das Gewissen der Menschen zu brechen. Ich rufe meine Mitbrüder auf, die zu stoppen. Sie werden sonst in der Hölle landen!"



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Lesermeinungen

 InaZ 29. Juni 2020 
 

Erzbischof Lenga ist in der Ukraine geboren, war aber in Kasachstan tätig und jetzt wohnt er in Polen.Mit der Ukraine hat er eigentlich nicht viel zu tun... der Titel ist ein Bisschen verwirrend. Und seine Person werde ich eher nicht als Autorität zitieren...


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 Stefan Fleischer 29. Juni 2020 

@ SalvatoreMio

Ein kleiner Nachtrag:
Wenigstens hat der Priester vor der Heiligen Kommunion erklärt, dass die Mundkommunion wieder erlaubt sei. Wer dies wünsche solle sich bei ihm anstellen.
Andererseits:
Wenn ich das richtig im Kopf habe, so haben bei uns in der Schweiz die Bischöfe von St. Gallen und Basel öffentlich erklärt, dass sie sich nicht an die Weisungen bezüglich Laienpredigt halten werden. Von einer Reaktion Roms darauf habe ich nichts gehört.


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 SalvatoreMio 28. Juni 2020 
 

Hl. Eucharistie mit Predigerin?

@Zeitzeuge, Rolando, Stefan Fleischer:
Am 17. Mai hielten 12 Frauen an 12 Orten Predigten ab am "Bundesweiten kfd-Predigerinnentag". Wegen des Corona-Virus war nicht alles wie geplant möglich, aber er fand statt,u. a. auch in Eucharistiefeiern. (auch nachzuverfolgen bei Domradio.de, Youtube usw.)


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 hape 28. Juni 2020 

Lieber @Stefan Fleischer,

Einspruch, Euer Ehren! – Die modernistische Kirche verkündet zwar, dass Gott nicht straft. Das hält sie aber keineswegs davon ab, disziplinarische Massnahmen zu verhängen. Freilich nicht gegenüber irgendwelchen Häresien. Die dürfen heute in der Kirche ungestraft verbreitet werden. Aber es gibt tatsächlich eine Ausnahme. Nämlich dann, wenn's ums Geld geht. Jedenfalls gilt das für Deutschland. Wenn Sie hier nämlich die Kirchensteuer verweigern, weil sie den Synodalen Weg nicht mitfinanzieren wollen, dann werden sie automatisch exkommuniziert. Mit allen pastoralen Folgen. Selbst, wenn Sie katholisch bleiben wollen. Da versteht die DBK keinen Spaß!


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 Stefan Fleischer 28. Juni 2020 

Nur so nebenbei

Wenn man natürlich verkündedt, dass Gott nicht straft, wie will dann die Kirche irgendwelche disziplinarische Massnahmen rechtfertigen?


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 Stefan Fleischer 28. Juni 2020 

@ Zeitzeuge

Apropos Narrenfreiheit.
Wenn es nur um die Narrenfreiheit in Fragen der Disziplin ginge, wäre alles zwar immer noch schlimm genug, aber doch nur halb so schlimm. Heute ist es nicht einmal mehr selbstverständlich, dass wenigstens der Bischof den ganzen Glauben verkündet und nötigenfalls verteidigt. Manchmal fragt man sich sogar ob er selbst noch alles glaubt, was die Kirche lehrt.


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 Zeitzeuge 28. Juni 2020 
 

Die "Laienpredigt" ist streng verboten, vgl. u.a. § 767,1 CIC,

dann, nochmals eingeschärft im vat. Direktorium
für die Bischöfe "Apostolorum successores" vom
22.02.04, Anm. 329: "Man muß beachten, daß Laien nicht die Homilie halten dürfen. Von dieser Vor-
schrift kann vom Diözesanbischof nicht dispen-
siert werden."
Für die Überwachung ist ebenfalls der Ortsbischof
letztverantwortlich, vgl. § 386,1 CIC!

Leichte Ironie kann ich mir nicht verkneifen:

Pardon, ich vergaß, innerkirchlicher Gehorsam
gilt ja nur für konservative Bischöfe, Priester
und Gläubige, die anderen haben ja seit über
50 Jahren sehr oft "Narrenfreiheit" für ihren
Ungehorsam gegenüber der überlieferten, verbindl.
unverfälschten, unverkürzten kath. Glaubens-
und Sittenlehre, die Folgen sehen wir Tag für Tag!
Custos quid de nocte?


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 Stefan Fleischer 28. Juni 2020 

@ Rolando

Hl. Eucharistie mit Predigerin?
Ja und zwar in der Kathedrale unseres Bischofssitzes, auf welche ich ausgewichen war, weil die Gefahr bestand, dass sich unsere "Pfarrherrin" (die Pfarreiseelsorgerin im Fachjargon unserer Diözese) aus gegebenem Anlass sich wieder einmal gross aufspielen würde.
Immerhin liess es sich dieser Priester nicht nehmen, das Evangelium persönlich vorzutragen, im Gegensatz zu den Verhältnissen bei uns, wo dies bisher ebenfalls diese Dame bei ihren Predigten zu tun pflegt. Ob sich das ändern wird, wenn nächstens ein anderer Priester die "priesterlichen Dienste" unserer Pfarrei übernehmen wird, bleibt abzuwarten.


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 Rolando 28. Juni 2020 
 

Stefan Fleischer

Hl. Eucharistie mit Predigerin?


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 Herbstlicht 28. Juni 2020 
 

@Diadochus

Ein Hinweis: Die Petrusbruderschaft hat die Mundkommunion zwar ausgesetzt, wie Sie richtig geschrieben haben, verweist aber auf die geistige Kommunion.

http://petrusbruderschaft.de/pages/wo-wir-sind/deutschland/priesterseminar/gottesdienstordnung.php

Davon aber abgesehen - der Besuch der Hl. Messe (bei der Piusbuderschaft) wird mir immer lebensnotwendiger, im Gegensatz zu den gelegentlichen Eucharistiefeiern hier am Ort.


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 Stefan Fleischer 28. Juni 2020 

Haben wir nicht ein ganz anderes Problem?

Ich komme soeben aus einer Eucharistiefeier, in welcher die Predigerin die Dinge – nicht expressis verbis sondern geschickt getarnt - unser Verhältnis zu Gott so darstellte, als könnten wir «auf Augenhöhe» mit Gott verkehren. Und der Priester am Altar lobte die Dame noch bei seiner «Danksagung» an alle Mitwirkenden an dieser «schönen Feier unserer Gemeinschaft» für ihre interessante Erklärung des «domine non sum dignus».
Die Gottesfrage klopft unüberhörbar an die Türe unsere Kirche. Und wir, die wir treu katholisch bleiben wollen, leisten uns einen solchen internen Grabenkampf. Das ist es, was mich traurig macht.


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 priska 28. Juni 2020 
 

Entschuldigung

Mir ist ein Fehler unterlaufen.Es sollte heißen ...Die Mutter Theresia meinte: "Das grösste Übel unserer Zeit,sei die Abtreibung und die Handkommunion ."Als versehen habe ich geschrieben die Mundkommunion.


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 siebenschlaefer 28. Juni 2020 
 

Lieber Herr Fleischer,

ich schätze Ihre Beiträge, mit denen Sie das Forum bereichern. Aber wenn Sie den Modus des Kommunionempfangs als "Nebenkriegsschauplatz" bezeichnen, vergaloppieren Sie sich.

Erstens hat sich die Handkommunion, wie so vieles andere nach dem Konzil, in einem Akt des Ungehorsams durchgesetzt, wie schon richtig bemerkt wurde. Sie ist bis heute die AUßERORDENTLICHE Form!

Zweitens, und noch entscheidender, ist der Empfang der Heiligen Kommunion der intimste Moment, den ein Mensch mit dem Herrn Jesus erleben kann. Diesen Moment kann man nicht durch Befehl und Gehorsam oktroieren. Ich erlebe aber zurzeit, dass die vielen traditionellen Gemeinden, die seit Papa Bendikts Summorum Pontificum durch den Hl. Geist gestiftet wurden, nun regelrecht und im wahrsten Sinne des Wortes ausgehungert werden sollen, nach dem Motto: "Ihr müsst nur reumütig in den NOM zurückkehren und schon dürft Ihr wieder kommunizieren." Es ist ja allgemein bekannt, dass im Vetus Ordo die Handkommunion ausgeschlossen ist.


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 Diadochus 28. Juni 2020 
 

@Stefan Fleischer

Das ist kein "Nebenkriegsschauplatz", sondern es ist das Schlachtfeld. Meinen Sie nicht, dass gerade die Handkommunion zur Ehrfurchtslosigkeit beigetragen hat? Sie reden von Neuevangelisation. Das ist richtig. Das ist das Gebot der Stunde. Die Mundkommunion ist Neuevangelisation ohne viel Worte. Da könnten Sie sich viele Worte sparen. Gibt das Corona-Virus EB Lenga nicht recht? Die letzten Gewissen werden gebrochen. Die Mundkommunion ist ausgelöscht, selbst bei der Petrusbruderschaft im Gehorsam zum Bischof. Wer hat die Schlacht gewonnen? Raten Sie mal.


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 Stefan Fleischer 28. Juni 2020 

@ hape Die Frage ist

Wenn schon seit langem die Gott selbst als Gott, als Vater, als dem allmächtigen Schöpfer und demzufolge dem Herrn aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge, die ihm gebührende Ehre und Ehrfurcht bei den Gläubigen durch die unverantwortlich einseitige Verkündigung und Absolutierung der Liebe Gottes ausgetrieben wird, wie wollen wir dann den Menschen die Ehrfrucht vor dem Allerheiligsten beibringen?
Solange wir nicht wieder Gott als wahren Gott ins Zentrum von allem stellen, solange wir vergessen, dass wir geschaffen sind um Gott zu dienen und dass Gott nicht dazu exisitiert um uns zu dienen zu können, vergeuden wir nur unsere Kraft mit solchen "Nebenkriegsschauplätzen".


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 priska 28. Juni 2020 
 

Mutter Theresia sagte das grösste Übel dieser Zeit ist die Abtreibung und die Mundkommunion.Viele Privat Offenbarungen sprechen sich gegen die Handkommunion aus ,man kann sagen was man will,jeder soll kommunizieren wie er es mit seinen Gewissen vereinbaren kann..Ich selbst gehe Mundkommunion wenn möglich knie ich mich nieder ,wegen der Corona habe ich oft verzichten müssen ,und Geistlich kommunizieren .


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 Stefan Fleischer 28. Juni 2020 

Ich finde es traurig

dass wir uns hier über die Frage Hand- oder Mundkommunion streiten. Wichtiger wäre doch wohl all unsere Kräfte für die Neuevangelisation zu bündeln, damit wieder Gott immer und überall die ihm gebührende Ehre zuteil wird. Z.B. müssten wir doch zuerst einmal den Gläubigen wieder klar machen, dass ein Gottdienst diesen Namen nur verdient, wenn er zuerst zur Ehre Gottes gefeiert wird. "Alles andere wird uns hinzugegeben werden!"
Leider finde ich den entsprechenden Kommentar nicht mehr. Aber hier wurde kürzlich Papst Benedikt XVI. mit einer ganz ähnlichen Argumentation zitiert. Dass auch die Handkommunion würdig empfangen werden kann und zu einem tieferen Verständnis beitragen kann, habe ich hier auch schon darzulegen versucht.

www.stefanfleischer.ch/EINZELTEXTE/Hand.html


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 Fischlein 28. Juni 2020 
 

@berno

Ihr Beitrag wurde schon teilweise korrigiert. Ich erlaube mir eine Zusammenfassung und Ergänzung. Man muss nicht alles akzeptieren, was Bischof Lenga gesagt hat, Unwahres erzählen aber kann nicht akzeptiert werden.
Er ist Pole, der in der Ukraine geboren ist und in der späteren Sowjetunion gewirkt hat.
Es stimmt nicht, dass er Papst Franziskus im Hochgebet nicht erwähnt. Es ist ein unbegründeter Vorwurf.
Ja, er kritisiert manche Worte und Handlungen des Papstes so wie sein damaliger Weihbischof Schneider, er macht es nur deutlich schärfer.
Nachdem sein direkter Nachfolger in Kasachstan aus dem Klerikerstand entlassen wurde, ist seine frühe Emeritierung ein großes Rätsel. Er behauptet, dass er mit keinen Vorwürfen konfrontiert wurde. Die gleichzeitige Versetzung von Bischof Schneider wirft einen weiteren Schatten auf die Entscheidung des Papstes.


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 hape 28. Juni 2020 

Eine Frage des Gehorsams.

Was mich an der Handkommunion ungemein stört ist, dass sie sich nur durch Akte des Ungehorsams gegen dem erklärten Willen des Papstes und der klaren Mehrheit der kath. Bischöfe durchgesetzt hat. Wenn sich der Hl. Geist in Mehrheitsentscheidungen kundtut, wieso gilt das dann nicht auch bei der Mundkommunion? Wenn heute beim Synodalen Weg mit Inbrunst Gehorsam gegenüber Mehrheitsentscheidungen gefordert wird, kann ich mich nur wundern. So muss ich also erkennen, dass nicht erst an der Wiege des Synodalen Weges eine Unaufrichtigkeit steht (Bf. Voderholzer), sondern dass schon das Indult zur Handkommunion durch eine Unaufrichtigkeit markiert ist. Zumal der Indult nur unter der Auflage gewährt wurde, dass Anbetung und Ehrfurcht beim Empfang des Leibes und Blutes Christi unter der Handkommunion nicht zu leiden haben. Kann die DBK von sich behaupten, dass sie a) ihre Sorgfaltspflicht erfüllt hat und dass b) Anbetung und Ehrfurcht durch die Handkommunion zugenommen haben? – Wohl kaum.


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 ChemMJW 27. Juni 2020 
 

Sorry EB Lenga,

aber ob man das Ewige Leben erlangt, hängt nicht von der Mundkommunion ab.


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 Diadochus 27. Juni 2020 
 

Diskreditierung

Die Diskreditierung der Person von EB Lenga ändert doch nichts an dem, was EB Lenga wichtiges gesagt hat. Ich halte mich lieber an Priester, die strenger sind, als denen, die nur den Ohren schmeicheln. Das ist doch genau das heutige Problem.


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 siebenschlaefer 27. Juni 2020 
 

Ich kenne den Erzbischof nicht und möchte mich deshalb auch nicht an Spekulationen über seine Person

Aber was bitte ist falsch an der Feststellung: "Der Coronavirus wurde dafür verwendet, um das Gewissen der Menschen zu brechen."

Das entspricht genau meiner Wahrnehmung, die Mundkommunion ist verhasst, weil sie die Ehrfurcht fördert. Dies ist sehr vielen ein Dorn im Auge, weil es ihrer Agenda zuwiderläuft. Ich kann seit Monaten nicht mehr physisch kommunizieren, weil die hohen Herren das so verfügen. Mein Gewissen werde ich aber niemals brechen lassen.


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 Chris2 27. Juni 2020 
 

Ich halte es nicht für nicht sehr hilfreich,

derart radikale Meinungen zu zitieren. Und das, obwohl - oder gerade weil - ich überzeugt bin, dass die Handkommunion viele Menschen eher von Gott und dem Mysterium wegführt sowie Partikelverluste und Hostienfrevel erleichtert. Und nein, natürlich muss man auch bei der Handkommunion den Leib des Herrn in den "unwürdigen Mund" legen. Dass Bischöfe eine schwere Verantwortung vor Gott tragen, ist ebenfalls klar.
Aber all das ist eben nicht zwangsläufig ein Ticket für den "Highway to hell". Nicht umsonst hat die Kirche niemals jemanden "verdammtgesprochen", obwohkl Jesus selbst dies getan hatte (Judas) und häufig vor der Hölle warnte.


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 Zsupan 27. Juni 2020 
 

Nach dieser Logik...

... müssten die alten Christen weit bis ins Mittelalter und ein Großteil der orthodoxen Christenheit in der Hölle schmoren.

Ich finde die Handkommunion auch nicht sonderlich doll in der Form, wie sie heute praktiziert wird. Sogar im Wikipediaartikel steht, wie man nach Kyrill von Jerusalem (4. Jh.) die Handkommunion würdig empfangen kann (und so halte ich das auch persönlich).

Ein bisschen abrüsten könnte man bei dieser Frage ja schon. (Damit meine ich nicht, es sei gerechtfertigt, jemanden die Mundkommunion zu verweigern.)


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 Zeitzeuge 27. Juni 2020 
 

Dann helfe ich noch etwas beim "Aufwärmen"!

Ich bin natürlich kein Anhänger von Erzbischof
Lenga und urteile nicht über die subjektive
Intention des einzelnen Spenders oder Empfängers
der sog. "Handkommunion"!

Das ändert nichts an der mehr als fragwürdigen
Genesis dieser Spendungsform, daher im Link
nochmals der größere Aufsatz von Prof.Dr. Georg
May. Daraus geht u.a. hervor, daß bei den Urhebern dieser Form ganz sicher nicht kniende,
anbetende Frömmigkeit die Intention war, der
weitgehende Abriss der Kommunionbänke bzw. deren
Nichtbenutzung ist bestimmt auch nicht Ausdruck
einer verstärkten eucharistischen Frömmigkeit.

Ich weise auch auf kath.net v. 26.6.08/20198,
hin: Papst (Benedikt XVI.) bevorzugt Mundkommunion.

Die Aussage Bischofs Feige, "Priesterweihe
f. Frauen wird kommen" i. Kirche+Leben v.12.2.19
oder Bischofs Bode, kath.net 30183 v. 16.2.11
"Bode unterstützt Anti-Rom-Referendum" ist viel
gravierender als die überspitzte Äusserung von
EB Lenga!

Wo war da die große Empörung?

kaskoh.de/Handkommunion_-_Prof._May.pdf


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 Cosmas 27. Juni 2020 
 

EB Lenga ist auf dem Gebiet der heutigen Ukraine (damals ukrainische SSR)geboren als Angehöriger der polnischen Volksgruppe und deshalb römisch-katholisch. Er war Erzbischof von Karaganda/Kasachstan. Er studierte im Untergrund und wurde sicher unter großen persönlichen Risiken Priester. Das möge man ihm nicht vergessen, wenn auch vielleicht die permanente Verfolgungssituation Spuren hinterlassen hat, die wir nicht verstehen.


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 Walahfrid Strabo 27. Juni 2020 

@Diadochus

Zitat: "Gott spricht durch Seine Priester, durch jene, die auf Ihn hören."

Nun, das sagen sich diejenigen, die Äußerungen von Marx und Co. befürworten, auch ;-)


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 Feanaro 27. Juni 2020 
 

Vita des Erzbischofs

Erzbischof Lenga ist laut Wikipedia der erste Bischof Kasachstan, weshalb ihm auch der Titel eines Erzbischofs ad personam verliehen wurde. Einer seiner Weihbischofe war Bischof Athanasius Schneider, bei dessen Weihe er auch Mitkonsekrator war. 2011 ist er zurückgetreten, ohne dass die Gründe bekannt wurden, gleichzeitig wechselte Bischof Schneider nach Astana. Erzbischof Lengas Nachfolger als Bischof in Karaganda ist mittlerweile aus dem Klerikerstand entlassen... So einfach ist das ganze wohl nicht. Mit seinen sehr konservativen positionen und harten Wortwahl macht man sich keine Freunde, auch nicht in Polen wo er im Haus seines Ordens wohnt. Er hat polnische Wurzeln (Teile der heutigen Ukraine waren seit dem Mittelalter polnisch)

Papst Franziskus als Antichrist zu bezeichnen (im Zuge der Pachamama-Diskussion) ist falsch. Dafür auch das Verbot gegen ihn. h würde aber auch im Bezug auf die Positionen im DBK nicht eine Meinung eines Bischofs verwerfen, nur weil andere ihn kritisieren.


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 exnonne 27. Juni 2020 
 

@Diadochus: Gott spricht durch seine Priester

Das mag ja sein, aber mit den Priestern/Bischöfen ist es oft wie mit den Rechtsanwälten: "Drei Anwälte - vier Meinungen!" Die sind sich also durchaus nicht immer einig, und jeder mag gute Gründe für seine Sicht der Dinge anführen. Wer von uns will beurteilen können, was von dem vielen von Geistlichen Geäußerten wirklich dem Willen Gottes entspricht? Sie sind ja - wenn auch geweiht - alle auch Menschen, die es vielleicht trotz besten Willens nicht immer schaffen, von ihren eigenen Interessen zu abstrahieren.


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 SCHLEGL 27. Juni 2020 
 

@berno

Danke für die Information, ich habe nachgeschaut und finde (Link unten) den Hinweis, dass sich die polnische Bischofskonferenz energisch von diesem Mann distanziert hat. Er wurde bereits mit 60 pensioniert, warum wohl? Er hat weder in Polen noch in der Ukraine gewirkt. Ich würde gerne wissen, was ihm der heilige Papst Johannes Paul II ins Gesicht gesagt hätte?!

www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-01/polen-bischofskonferenz-distanziert-sich-von-erzbischof-lenga.html


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 winthir 27. Juni 2020 

Danke Dir, berno, für die Einordnung.

Damit ist für mich (für andere Menschen kann ich nicht sprechen) alles klar.

Danke,
Sagt der winthir.


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 Diadochus 27. Juni 2020 
 

@SalvatoreMio

Als starken "Tobak" empfinde ich das nicht. Es ist eine Hirtenpflicht, vor der Hölle zu warnen. Die Möglichkeit besteht. Nehmen wir das lieber nicht auf die leichte Schulter. Auf welche "Art" sollte der Mensch denn noch wachgerüttelt werden können, zumal das Gewissen bei so vielen "gebrochen" ist?
@dalet, "Ich halte mich da lieber an Gott." - Gott spricht durch Seine Priester, durch jene, die auf Ihn hören.


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 Herbstlicht 27. Juni 2020 
 

Auch wenn der Geistliche dies ohne böse Absicht gesagt haben solte, so ist seine Aussage doch daneben.
Die hohe Bedeutung der Mundkommunion ist mit dafür geeigneteren Worten zu erklären.


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 dalet 27. Juni 2020 

Gnade über Gnade

Wie gut, dass Seine Exzellenz Jan Pawel Lenga nicht darüber bestimmt, wer in die Hölle kommt.

Ich halte mich da lieber an Gott. Und ich gebe meiner Hoffnung Ausdruck, dass es durch göttliche Gnade weniger sein werden als wenn seine bischöfliche Gnaden Entscheidungsbefugnis hätte.


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 SalvatoreMio 27. Juni 2020 
 

In der Hölle landen!?

Das ist starker "Tobak"! Sitzt der Erzbischof Lenga direkt neben dem "göttlichen Thron", um zu wissen, wer in der Hölle landet könnte oder nicht? -
Klare Worte und Ansagen der Bischöfe haben Priester und Gottesvolk nötig, mehr denn je - aber auf diese Art ganz gewiss nicht!


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 berno 27. Juni 2020 
 

Erzbischof Jan Pawel Lenga lebt in Polen, ist aber kein Pole, sondern Ukrainer und hatte nie einen Bischofssitz in Polen. Deshalb ist die Bezeichnung "polnischer Erzbischof" erklärungsbedürftig. Er bezeichnet Papst Franziskus als "Antichrist" und weigert sich, ihn im Hochgebet zu erwähnen. Er hat in Polen Predigtverbot und darf nicht öffentlich die Messe zelebrieren.

Das nur zur Einordnung dieses Erzbischofs.


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 laudeturJC 27. Juni 2020 

Der erste Teil der Aussage...

wäre die bessere Überschrift gewesen: "Der Coronavirus wurde dafür verwendet, um das Gewissen der Menschen zu brechen“.


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 Diadochus 27. Juni 2020 
 

Gewissen

Danke, lieber Herr Erzbischof Jan Pawel Lenga für Ihre deutlichen Worte. Nein, das Corona-Virus bricht mein Gewissen nicht. Jesus Christus ist der Herr. Er ist der Heiland, mein und unser aller Heil.


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