Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Allahu Akbar' - Islamistenangriff in der Kirche Notre Dame/Nizza - Sakristan der Basilika geköpft
  2. Päpstliche Endzeit
  3. Umstrittene Papstaussagen - Gebetsaktion am Petersplatz
  4. „Europa, finde zu dir selbst! Entdecke deine Ideale wieder, die tiefe Wurzeln haben“
  5. Die beiden wichtigsten Gebote
  6. ‚Wie geht man mit päpstlichen Fehlern um?’
  7. Bischof Eleganti: "Päpstliche Interviews sind inflationär geworden"
  8. "Die Katholiken sind nicht heimatlos geworden!"
  9. US-Bischof: Die Kirche kann ‚objektiv unmoralische Beziehungen’ nicht akzeptieren
  10. „Päpste und Bischöfe müssen es in Medienwelt von heute lernen, sich klar und eindeutig auszudrücken“
  11. Deutsches Gericht: Maskenpflicht gilt auch für Priester
  12. Amy Coney Barrett ist US-Verfassungsrichterin! – Senat bestätigt die Kandidatin
  13. Schweden: Schüler muss Kreuz für Klassenfoto abnehmen
  14. Bischof Voderholzer betont, dass ein Film kein Medium für lehramtliche Verkündigung sei
  15. Kleruskongregation will nicht mit ZdK sprechen, nur mit den Bischöfen!

Suizidaler Weg

8. Juni 2020 in Interview, 38 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Es bleibt jedem unbenommen, eine eigene Kirche aufzumachen, also z. B. eine „Wisiki-Kirche“ oder eine „Maria2.0-Kirche“. Glaubensfreude und Halt würden die Menschen darin sicher nicht finden - Interview mit Prof. Dr. Hubert Windisch zum Synodalen Weg


Regensburg (kath.net)

kath.net: Herr Professor Windisch, Sie sind ein entschiedener Gegner des Synodalen Wegs. Was stört Sie daran?

 

Hubert Windisch: Ich bin ein Gegner des sog. Synodalen Wegs. Zum einen ist das Wortgebilde „synodaler Weg“ ein Unwort. „Synode“ heißt ja „gemeinsamer Weg“. „Synodaler Weg“ ist also ein „gemeinsamer weglicher Weg“. Läßt dieser Pleonasmus vielleicht rein begrifflich schon im gesamten Unterfangen so etwas wie den Willen zu einer unnötigen kirchlichen Aufblähung erkennen? Zum anderen zeigen sowohl das Zustandekommen des synodalen Beratungsprozesses unter Marx als auch die fortführende Gestaltung dieses Prozesses jetzt unter Bätzing ein  autoritäres Grundmuster, bei dem es nur darum geht, unter Instrumentalisierung der Mißbrauchsfälle im Klerus die katholische Kirche ihrer Substanz zu berauben.

 

kath.net: Können Sie das näher erläutern?

 

Hubert Windisch:  Die Kirche solle in die Zeit passen. So der allgemeine Tenor des Synodalen Wegs, sonst werde sie bedeutungslos. Deshalb wird die aktuelle Lebenswirklichkeit der Menschen als Richtschnur für kirchliche Aussagen und Weisungen proklamiert. Die jeweiligen Zeichen der Zeit zu erkennen, sie also wahrzunehmen, ist zwar unabdingbar für ein lebendiges Kirchesein, aber nur die eine Seite der Medaille kirchlichen Selbstverständnisses und kirchlicher Glaubenspraxis. Die andere Seite ist die Auseinandersetzung mit den Gegebenheiten der Zeit im Licht des Evangeliums bzw. im Licht der Offenbarung, wie es in Gaudium et spes Nr. 4 und 11, der Pastoralkonstitution des II. Vatikanischen Konzils, nachzulesen ist. Es ist zwar in allem, was geschieht, der Wille Gottes zu suchen, aber nicht alles, was geschieht, ist mit  dem Willen Gottes gleichzusetzen.  Genau diese Gleichsetzung ist im Grunde die Agenda des Synodalen Wegs. Das Verhältnis von Kirche und Welt ist aber nicht nur in den johanneischen Schriften oder durchgängig  bei Paulus, sondern grundsätzlich ein Zueinander und  Gegeneinander zugleich.


 

Die Frohe Botschaft des Evangeliums kann deshalb in der jeweiligen Welt nicht ohne Umkehr aus Denk- und Verhaltensweisen, die dem Evangelium widersprechen, erfahren und gelebt werden. „Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist“, heißt es in Röm 12,2. Beim Synodalen Weg hingegen hat man den Eindruck, die Kirche pflege Selbstbehauptung in der Zeit durch Selbstaufgabe gegenüber den Weltläuften, was manchmal auf verstörende Weise auch in einer hohlen Arroganz von Bischöfen, Theologen und Laienfunktionären, die den Synodalen Weg verteidigen, zum Ausdruck kommt. Manche nennen den Synodalen Weg vor diesem Hintergrund auch schon einen Suizidalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland.

 

kath.net: Über diese noch etwas allgemeinen Aussagen hinaus, die vor allem den strategischen Bereich von Kirchesein in heutiger Zeit betreffen, wäre es hilfreich, noch einige inhaltliche Andeutungen zu Ihrer Kritik zu erfahren, warum der Synodale Weg die Substanz der katholischen Kirche zerstört.

 

Hubert Windisch: Inhaltlich wird der Synodale Weg zu einem Suizidalen Weg dort, wo auf substantielle Weise die Sakramentalität der katholischen Kirche angegriffen, wenn nicht gar zerstört wird. Das geschieht vor allem in zweifacher Hinsicht, und zwar in bezug auf das sakramentale Amt in der Kirche und damit die Eucharistie und in bezug auf die sakramentale Sicht und Wirklichkeit von Ehe und Sexualität. Interessanterweise wurden diese beiden sakramentalen Grundpfeiler durch die Neuausrichtung der Kirche in der Reformation, nicht zuletzt durch Martin Luther, gesprengt. Es gibt in den reformatorischen Konfessionen kein sakramentales Weiheamt mehr und die Ehe ist ein weltlich Ding. Damit hat man die Schuhlöffel für eine beliebige Gestaltung der Kirche, da Weiheamt und Ehe, die vom Weltkatechismus noch die Sakramente des Aufbaus des Volkes Gottes genannt werden (vgl. Nr. 1534), bedeutungslos werden. Durch den Synodalen Weg soll letztlich eine harmonisierende Angleichung zwischen katholischer Kirche und Reformation erfolgen, ohne um eine Einheit in der Wahrheit de fide et moribus zu ringen. Ein evangelischer Freund sagte mir einmal: „Warum wollt ihr Katholiken partout in den letzten Wagen eines Zuges einsteigen, dessen Lokomotive schon im Abgrund hängt? Die Lokomotive sind wir Protestanten.“

 

kath.net: Das klingt nicht gut und läßt Spaltung befürchten.

 

Hubert Windisch: Eine Spaltung der katholischen Kirche in Deutschland ist de facto schon im Gange. Viele besorgte Verantwortungsträger in der Kirche meinen nun, sie könnten die unheilvolle Entwicklung aufhalten, indem sie in den oben erwähnten Zug einsteigen und mitfahren, aber so Platz nehmen, daß sie in ihre gewünschte Fahrtrichtung schauen. Das ist Selbstvertröstung und Selbsttäuschung zugleich. Dagegen müßte sich doch wenigstens ein Dutzend (12 !) Bischöfe finden, die sich an ihr Weiheversprechen erinnern, das von den Aposteln überlieferte Glaubensgut, das immer und überall in der Kirche bewahrt wurde, rein und unverkürzt weiterzugeben, um diese spalterische Entwicklung ausdrücklich und damit auch fruchtbar zu machen.

 

Es bleibt jedem unbenommen, eine eigene Kirche aufzumachen, also z. B. eine „Wisiki-Kirche“ oder eine „Zetdeka-Kirche“ oder eine „Maria2.0-Kirche“. Glaubensfreude und Halt würden die Menschen darin sicher nicht finden. Diese Konstrukte lassen in ihrem verbissenen Reformeifer keinen katholischen Humor mehr erkennen, und das ist auch ein Zeichen dafür, daß in diesen sog. Reformbewegungen etwas nicht stimmt. Warum aber will man unbedingt die katholische Kirche unkatholisch machen? Ich habe jedenfalls gegen diese Absicht zusammen mit noch 20 weiteren Erstunterzeichnern am Aschmittwoch einen Aufruf „Wir bleiben katholisch“ gestartet, der sich gegen den sog. Synodalen Weg richtet. Bisher haben fast 10000 Katholiken unterschrieben. Und man kann immer noch unterschreiben

 

Wir bleiben katholisch - Aufruf zum Widerstand gegen den Synodalen Weg: https://lifepetitions.com/petition/support-faithful-german-catholics-who-oppose-dangerous-synodal-path-run-by-german-bishops/


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Ulrich Motte 12. Juni 2020 
 

Lakota - Der Ökumenechef des Vatikans,

ein Kurienkardinal, sagte in der von mir besonders geschätzten Katholischen Akademie in Bayern, daß die katholische Kirche es weltweit gar nicht mehr so sehr "zu tun habe" mit den in der BRD als "evangelisch" wahrgenommenen Kirchen, sondern mit evangelikalen Konfessionen, zu denen etwa neben Pfingstlern auch evangelisch-konservative gehören. Dies wird in Teilen der BRD auch etwas stärker zur Realität. Ähnliches sagte im Fernsehen später der damalige (deutschen) Papst über die BRD. Damit leugne ich nicht viel niedrigere Mitgliederzahlen konservativer Gemeinden in der BRD als in BRD-Großkirchen. Regelmäßig Aausnahmen gibt es) zählen die aber auch Kinder nicht als Mitglieder und schließen die aus, die trotz Ermahnung nicht regelmäßig kommen oder bezüglich Lehre oder Lebensweise sich (unbereut) distanzieren. Reduzierte wohl eine solches Vorgehen die Mitgliederzahl der Großkirchen "etwas"? Im übrigen beschränkt Christus in der Bergpredigt die Wahrheit auf wenige...


0

2
 
 Ulrich Motte 12. Juni 2020 
 

Lakota- Oberbegriffe

So wie es den Oberbegriff Christen gibt, gibt es die Oberbegriffe Protestanten und Katholiken. Lehre und (geduldete) Lebensweise aller Christen (aller Richtungen) werden Sie sich (obwohl Christ) nicht zurechnen lassen wollen, oder. Wie dargelegt, macht das wenig Sinn bei offizieller Distanzierung (besonders: organisatorischer Trennung) von manchen, die sich unter dem Oberbegriff fassen lassen. Im Gegensatz zu konservativen Großkirchlern gilt das für evangelisch-konservative Freikirchen, die - wie dargelegt weltweit Hunderte von Millionen Protestanten umfassen und in der BRD zumindest ähnlich viele Besucher ev. Gottesdienste zählen wie in der EKD. Hinzu(!) kommen etwa noch pfingstlerisch-konservative Protestanten und andere!


0

1
 
 lakota 12. Juni 2020 
 

@Ulrich Motte 3

Mein letzter Kommentar:

1. SIE schrieben: "Hunderte von Millionen Protestanten, die die Ehe als "weltlich Ding" ansehen und (!) in ihren Gemeinden viel strengere Sexualmoral durchsetzen als "Rom" unter den letzten Päpsten".

2. SIE selbst haben in einem kürzlich geschriebenen Kommentar zugestimmt, daß der Oberbegriff "Protestanten" auch für alle freikirchlichen, evangelischen, lutherischen und sonstigen Gruppierungen zutrifft.
3. Jetzt schreiben Sie wieder:
"Zudem gibt es eben "den" Protestantismus nicht. Unzählige Male wird hier auf Spaltungen im Protestantismus hingewiesen und Sie sehen ihn dann als Einheit."
ICH bezeichne als Protestanten alles, was unter diesen von IHNEN akzeptierten Oberbegriff fällt.

Wollen Sie behaupten, daß die von Ihnen gelobten Evangelisch-Konservativen Gemeinden die oben genannten "Hunderte von Millionen Protestanten" ausmachen?


1

0
 
 lesa 11. Juni 2020 

Sich mit dem unergründlichen Reichtum Christi beschäftigen führt zur Einheit

@Ulrich Motte: Danke für den Literaturhinweis. Ausschlaggebend im Sinn der Glaubensvergewisserung sind für gläubige Katholiken aber nicht Privatmeinungen, sondern die lehramtlichen Dokumente, da wir glauben, dass der Hl. Geist die Kirche durch das Lehramt führt. Dei Verbum und Verbum Domini sind große Geschenke, die das Wesen der Heilegen Schrift und ihre Bedeutung und Entfaltung im Leben der Kirche auf faszinierende Weise erläutern. Auch wir Katholiken studieren die lehramtlichen Dokumente viel zu wenig. Dabei versäumen wir "den unergründlichen Reichtum Christi" (vgl Eph) besser auszuschöpfen und haben inhaltlich wenig Substantielles zu bieten.


3

0
 
 agora 11. Juni 2020 
 

Entschuldigung,

mir platzt hier der Kragen. Wie kann Motte allein die ganze Diskussion bestimmen und den springenden Punkt von Prof. Windisch diskreditieren!? Es gibt auch noch andere Stimmen!


5

0
 
 Ulrich Motte 11. Juni 2020 
 

Lakota

Nach Aussagen katholischer Freunde von mir und unzähligen anderen Angaben, selbst katholischer Bischöfe, gibt es selbst unter katholischen Priestern (teils auch Bischöfen) eine solche Häufung schlimmster Sexualmoral, daß ähnliche Vorfälle in "dem" Protestantismus wohl nach Zahl und Art geringer sein könnten: Scheidung etwa ist nicht unbedingt das Schlimmste! Zudem gibt es eben "den" Protestantismus nicht. Unzählige Male wird hier auf Spaltungen im Protestantismus hingewiesen und Sie sehen ihn dann als Einheit. Trennt oder distanziert sich eine Kirche von einer anderen, etwa die ELFK von der EKD oder "Rom" von den Altkatholiken, ist ihr eben von der anderen nicht so einfach etwas zuzurechnen, sowenig das gleiche Bekenntnis zu Sozialismus/Arbeiterbewegung der SPD die Sünden der SED auflädt. Konservative Protestanten sehen oft wegen vieler Ähnlichkeiten unter denen, von Bibelkritik bis oft geduldeter sexueller Unmoral sowie Lauheit die beiden großen Kirchen eher als Einheit...


0

3
 
 lakota 10. Juni 2020 
 

@Ulrich Motte 3

Logik:
Es ist doch ganz einfach:
Im Gegensatz zu den Katholiken gibt es bei den Protestanten geschiedene Pastoren, sogar Bischöfinnen und Homo-Pastorenpaare die gemeinsam im Pfarrhaus wohnen und eine Gemeinde leiten.
Wo ist da die strengere Sexualmoral?!


4

2
 
 Ulrich Motte 10. Juni 2020 
 

Lesa

Zur Diskussion "Nur Schrift" oder auch "Tradition" (und Apokryphen) darf ich Sie bitte verweisen auf das günstig zu bekommende Buch des sehr katholisch geprägt wordenen James McCarthy "Das Evangelium nach Rom".


0

4
 
 lesa 10. Juni 2020 

Zur Offenbarung gehört auch die Auslegung durch die Kirche, die das Wort Gottes vom Geist geführt, d

@Ulrich Motte: "Daß die katholische Kirche die Bibel benutzte vor manchen evangelische Konfessionen, ändert daran nichts: Daß meine Schwester das Elternhaus länger als ich benutzt, ändert nichts am Baugeschenk der Eltern. Die damals weit stärker als heute evangelisch geprägte katholische Kirche erkannte die Wahrheit der Bibel. Das macht sie nicht zur Herrin darüber." Darum geht es nicht.
"Dei Verbum" und "Verbum Domini" zeigt: Das Wort Gottes ist die Person Jesu Christi, der durch den Hl.Geist die Wahrheit in der Gemeinschaft der Kirche lebendig hält. So der Glaube gemäß der Lehre der Kirche. Man muss ihn nicht teilen, aber er ist so.
"Die Heilige Überlieferung aber gibt das Wort Gottes, das von Christus den Aposteln anvertraut wurde, unversehrt an deren Nachfolger weiter, damit sie es unter der Führung des Geistes treu bewahren und ausbreiten. So ergibt sich, dass die Kirche ihre Gewissheit über alles Geoffenbarte nicht aus der Heiligen Schrift allein schöpft." ("Dei Verbum", Nr. 9)


4

0
 
 Ulrich Motte 10. Juni 2020 
 

Lakota- Ihre Logik

Verzeihung, aber ich erwähnte, daß weltweit Hunderte von Millionen Protestanten die Ehe als weltlich Ding ansehen und gleichzeitig eher strengere Sexualmoral als meist "Rom" durchsetzen wie auch evangelisch-konservative BRD-Gemeinden, deren übliche Besucherzahl wohl zumindest ähnlich liegt wie die der EKD. Niemals leugnete ich, daß es inhaltlich nicht evangelische (Allein die Schrift), sich aber protestantisch nennende, Konfessionen und deren Führer (etwa Bischöfin Käßmann gibt), die das anders sehen, wie es auch im Katholizismus diesbezüglich unzählige Millionen Anhänger beider Tendenzen (in Lehre und Lebenspraxis, auch bei Führern) gibt. Ich bewies damit, daß es erstens - anders als Sie schreiben- nicht nur um weit mehr als eine Miniminderheit von Protestanten weltweit geht, sondern eben auch, daß die Lehre von der Ehe als weltlich Ding nun eben wahrlich nicht notwendige oder gar hinreichende Bedingung unbiblischer Sexualmoral ist.


1

2
 
 lakota 9. Juni 2020 
 

@Ulrich Motte 2

Entschuldigung, aber das ist doch immer dasselbe.
Sie schreiben:
"Hunderte von Millionen Protestanten, die die Ehe als "weltlich Ding" ansehen und (!) in ihren Gemeinden viel strengere Sexualmoral durchsetzen als "Rom" unter den letzten Päpsten".

Und dann kommen Sie mit dem vergleichsweise kleinen Häufchen "Evangelisch-konservativer Gemeinden". -
Bischöfin Käßmann war doch wohl auch protestantisch - evangelisch oder nicht?


3

1
 
 lesa 9. Juni 2020 

Es streut - aber nicht das Evangelium und nicht die Einheit

Danke für die klaren Worte von Professor Wndisch!
Dank an @Salvian für den Hinweis auf den Artikel von Robert Spaemann!
Es ist Gewissenssache des einzelnen Bischofs, ob er um der Einheit willen sich von diesem Irrweg verabschiedet oder nicht, die ihm niemand abnehmen kann. Aber jedenfalls werden, wie Leserbriefe zeigen, falsche Hoffnungen genährt. Die Aussagen von Bischof Bätzing werden bejubelt, und man ergötzt sich daran, dass auch schon in Österreich ein Bischof "erwartungsvoll nach Deutschland schaut". Wird da nicht verschleiert und irregeführt, indem man Positionen als Option hinstellt, die mit dem Katholischen Glauben nie und nimmer vereinbar sind, ja sogar tiefer in den Sumpf führen, aus dem die Offenbarung die orientierunslosen und gefährdeten Menschen retten will? Wurde nicht schon zu viel Zeit mit nutzlosem Gerede vertan? Sollte man nicht das Dahindümpeln lassen von Irrigem, das eine Antiverkündigung darstellt und Neuevangelisierung blockiert, beenden?


5

0
 
 JP2B16 9. Juni 2020 
 

Verräterisch auf der ganzen Linie ...

Vortrefflich den "Deutschen Spitzbuben (und -mädchen)" ins Stammbuch geschrieben. Trefflich auch, gleich zu Beginn das gefühlte Unwort auch im eigentlichen Sinne als solches, als Pleonasmus zu entlarven. Allein damit verraten die Urheber*innen der "Reformation 2.0" ihre Grundhaltung, nämlich die der reinen Koketterie: man geriert sich vornehm intellektuell (spricht nicht mit jedem, weiss Persönlichkeiten des öffentl. Lebens auf seiner Seite) und weil viele Zielpersonen sich beeindrucken lassen und der listige Lügenfürst im Kleid des Wohlwollenden (Medien) verlässlicher Verbündeter, ja mehr unerkannter Begründer dieses Irrweges ist, kann das "Große Vorhaben" zunächst beträchtliche Teilerfolge "in der Welt" für sich verbuchen - zunächst(!) und eben nur "in dieserWelt". Was zum Scheitern verurteilt ist, wird scheitern - früher oder später. Möge der Hl. Geist auf alle Urheber*innen herabkommen, damit das Scheitern früher geschieht.


2

1
 
 Ulrich Motte 9. Juni 2020 
 

Hape - Gott schenkte die Bibel

Daß die katholische Kirche sie benutzte vor manchen evangelische Konfessionen, ändert daran nichts: Daß meine Schwester das Elternhaus länger als ich benutzt, ändert nichts am Baugeschenk der Eltern. Die damals weit stärker als heute evangelisch geprägte katholische Kirche erkannte die Wahrheit der Bibel. Das macht sie nicht zur Herrin darüber. Als ich erkannte, 2 x 2 = 4, machte mich das nicht zum Herrn über Mathematik. Zudem gab es in der Kirchengeschichte seit je (vor 1517) eher biblisch orientierte Vorläufer der Reformation. Biblisch-Positives bei "Rom" , etwa altkirchlichen Bekenntnisse, übernahm die Reformation dankbar als gemeinsames Erbe.
Mögliche Übersetzungsirrtümer Luthers sind unwichtig, weil unzählige evangelische Alternativübersetzungen vorliegen. Ihre Argumentation zeigt ihr "Zitat" "ev.-lutherische Elemente". Ich sprach von "ev-konservativ". Selbst Lutheraner (rund 10% der Evangelischen) sehen Luthers Worte nur als bindend, soweit Bekenntnisschrift.


0

3
 
 hape 9. Juni 2020 

@Ulrich Motte

Sie schreiben, dass sich ev.-konserv. Gemeinden "für ihre Lehre und Praxis 'nur' auf die Bibel", beziehen, also "in keiner Weise auf den Katholizismus." – Aber die Bibel haben doch auch diese kirchenähnlichen Gemeinschaften von der Kirche überhaupt erst zur Verfügung gestellt bekommen. Ohne die katholische Kirche hätten sie garkeine Bibel, auf die sie sich beziehen könnten. Die Bibel war immerhin schon 1.500 Jahre bei der Kirche in Gebrauch, bevor sich die kirchenähnlichen Gemeinschaften von ihr losgesagt haben. Wenn ich dann noch die zahllosen inhaltlichen Entstellungen jener Bibel bedenke, die auf Martin Luther zurückgeht, nach Michael Hesemann sollen es über 3.000 Textstellen sein, dann scheint es mir doch etwas vermessen, von "ev.-lutherischen Elementen in der katholischen Kirche" zu sprechen. Es ist doch eher umgekehrt, dass auch in ev.- konserv. Gemeinden nur Reste von dem zu finden sind, was die Kirche immer schon wusste. – Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.


3

2
 
 Salvian 9. Juni 2020 

Dank auch an Ulrich Motte

Es ist gut, dass Sie hier schon seit Jahren unentwegt die evangelikalen Christen verteidigen und der allzu einfachen Gleichsetzung von Protestantismus und theologischem Liberalismus widersprechen. Das ist eine Bereicherung für dieses Forum. Als Katholik muss ich immer wieder feststellen, dass mir konservative Evangelikale wie zum Beispiel ein Franklin Graham in wesentlichen Fragen näher stehen als liberale Priester wie zum Beispiel ein Father James Martin.


1

4
 
 Ulrich Motte 9. Juni 2020 
 

Agora

Evangelisch-Konservative Gemeinden in der BRD sind in den genannten Punkten regelmäßig deutlich konservativer als üblicherweise katholische Gemeinden. Zudem beziehen sie sich für ihre Lehre und Praxis "nur" auf die Bibel, in keiner Weise auf den Katholizismus, dem sie regelmäßig viel kritischer gegenüber stehen als die Ev. Kirche in Deutschland (EKD) und ihr ähnliche Freikirchen. Insofern ist es etwas problematisch, von "katholischen Elementen" bei ihnen zu sprechen. Man könnte sonst auch von ev.-konservativen Elementen in Teilen des atholizismus sprechen...Zudem untertreibt etwas der Ausdruck "einige ev. Gemeinden". Es sind in der BRD Tausende und ihre Besucherzahl ragt im Durchschnitt an die der EKD zumindest heran. Freikirchen insgesamt zählen deutlich mehr Besucher als die EKD.


0

4
 
 gebsy 9. Juni 2020 

Gott hat den längeren Atem,

ob er auch die (nötige) Langmut aufbringt, bleibt ein Geheimnis des Glaubens ...

www.gebsy.at/439811857


2

0
 
 Salvian 9. Juni 2020 

Kirchenvolksbegehren und Synodaler Weg (3)

Soweit Spaemann 1995. Den ganzen Beitrag kann man hier nachlesen:
http://www.kath-info.de/kirchenvolksbegehren.html
Damals ist die Deutsche Bischofskonferenz Spaemanns Rat nicht gefolgt. Unter Bischof Lehmann gab es keine klare Zurückweisung der Forderungen des „Kirchenvolksbegehrens“. Die katastrophalen Folgen zeigen sich heute, 25 Jahre später: Die Mehrheit der Bischöfe mit ihrem Vorsitzenden an der Spitze scheint sich die Ziele der damaligen Initiatoren selbst zu eigen gemacht zu haben.
Das schlimmste dabei ist nicht ihre Bereitschaft, vor den goldenen Kälbern des Zeitgeistes niederzuknien. Das schlimmste ist die Unaufrichtigkeit, mit der sie den Eindruck erwecken, man könne die Frauenweihe einführen, die Homo-„Ehe“ segnen und die evangelische Abendmahlsfeier anerkennen, aber gleichzeitig katholisch bleiben.


7

0
 
 Salvian 9. Juni 2020 

Kirchenvolksbegehren und Synodaler Weg (2)

„In der richtigen Richtung kann man gar nicht weit genug gehen. In der falschen ist jeder Schritt zu weit. Das Projekt des ‘Kirchenvolksbegehrens‘ geht in die falsche Richtung, und es ist Sache der Bischöfe, das den Gläubigen mit aller Klarheit zu sagen und sie aufzurufen zur Umkehr von dem Weg der bürgerlichen Anpassung und Gleichschaltung, auf dem sich so viele katholische Organisationen und Institutionen seit langem befinden. ‘Wenn die Trompete einen undeutlichen Ton gibt, wer wird da zum Kampf aufbrechen? ‘ (1 Kor 14,8) Eine entschiedene, begründete Absage an dieses Projekt könnte den Bischöfen die längst verlorene Initiative wieder in die Hand geben. Sie hätten die Chance, statt die Rolle der den Nachschub sichernden, ein wenig fußkranken Nachhut zu spielen, an die Spitze einer Erneuerungsbewegung zu treten, die diesen Namen verdient. Dann wäre der Versuch eines ‘Kirchenvolksbegehrens‘ zu etwas gut gewesen.“ (Fortsetzung folgt)


6

0
 
 Salvian 9. Juni 2020 

Kirchenvolksbegehren und Synodaler Weg (1)

@Ad verbum tuum, Sie haben völlig recht: Bischöfe, denen noch etwas am katholischen Glauben liegt, müssten sich im Gewissen verpflichtet fühlen, aus dem Synodalen Weg auszusteigen.
Das Ganze weckt Erinnerungen an das historische Versagen des deutschen Episkopats beim „Kirchenvolksbegehren“ von 1995. Damals hat Robert Spaemann in einem zweiteiligen Beitrag für den „Rheinischen Merkur“ in allen Einzelheiten deutlich gemacht, dass die Forderungen dieser Initiative mit dem Glauben der katholischen Kirche unvereinbar sind. Ich erinnere mich noch gut, wie mir die Lektüre dieses Beitrags seinerzeit Mut gemacht hat. Der Schluss des Beitrags lautete:
(Fortsetzung folgt)


6

0
 
 SalvatoreMio 9. Juni 2020 
 

Interesse an Petition?

@julifix
Bei Ihrem Bedauern kommen mir Worte Jesu Christi in den Sinn: "Fürchte dich nicht, du kleine Herde" (Lukas 12,32).
Wir sind zwar äußerlich eine große Herde, aber ich habe den Eindruck,
- dass die meisten noch nicht merken, was vor sich geht;
- dass sie ihre Ruhe vorziehen;
- dass sie wesentliche Veränderungen herbeiwünschen, d. h.: "Es wird Zeit, dass die Kirche sich an die heutige Welt anpasst".
Machen wir uns nichts vor!


4

0
 
 hape 9. Juni 2020 

Neulich, auf der synodalen Pferderennbahn

Wo laufen Sie denn? … Mein Gott, bei mir ist alles dunkel, was ist denn das? Ach, ich hab das Glas verkehrt rum ... Na, das kann ja mal passieren ... Wo laufen sie denn, wo laufen sie denn ... Mein Gott, wo laufen sie denn? Wo laufen sie denn? Ahh ... hab ich’n Schreck gekriegt! Ich seh’ immer nur Ihr albernes Gesicht! …

Wo laufen sie denn? … Wer? … Die Bischöfe! Wo laufen sie denn? Laufen sie jetzt woanders? Ach ja, ich hab’ das Glas verkehrt rum … Wenn sie doch wenigstens zu seh'n wären! Wenigstens zwölf! Das haben die doch versprochen! … Was? … Dass sie das Glaubensgut immer und überall bewahren wollen! Dass sie den Glauben rein und unverkürzt weitergeben wollen! … Das haben die versprochen! … Wem haben die das versprochen? … Na Jesus natürlich! Wem denn sonst! … Das haben die doch versprochen! … Aber wo sind sie denn, wo laufen sie denn? Mein Gott, bei mir ist alles dunkel, was ist denn das?

(frei nach Loriot; Pferderennbahn)


6

0
 
 agora 9. Juni 2020 
 

@Ulrich Motte

Es scheint also in einigen protestantischen Gemeinden doch noch katholische Elemente zu geben!!


4

0
 
 julifix 9. Juni 2020 

Sehr schade...

...das seit Aschermittwoch erst etwas über 10.000 Menschen, die katholisch bleiben wollen, die Petition unterschrieben haben, sehr schade.
Könnte man diese nicht etwas besser in den "Vordergrund" rücken?
@kath.net: z.B. hier auf der Titelseite verlinken? und an andere katholische Websites per Banner weitergeben?


6

0
 
 Ulrich Motte 9. Juni 2020 
 

Lakota/Fatima

Logischerweise verhindern evangelische Kirchen mit "geschiedenen Bischöfinnen" nicht eine große Zahl evangelischer Kirchen, die schon deshalb keine "geschiedenen Bischöfinnen" haben können, weil sie weder Frauenpredigt noch Frauenleitung kennen und fast nie Bischöfe haben. Daß es in der BRD strikt sozialistische Parteien gibt, verhindert ja auch nicht sogenannte "bürgerliche". Fatima 1723: Evangelisch-konservative Kirchen sind ganz überwiegend gemeindekirchlich organisiert: Da gibt es keine Organisation, die etwas in den Gemeinden durchsetzen könnte. In den Gemeinden wird jeder außereheliche, unbereute Geschlechtsverkehr mit Gemeindeausschluß geahndet. Ich selbst habe Gemeindemitglieder- abstimmungen darüber erlebt. Und selbstverständlich hindern katholische Vorstellungen über die Ehe, die mehr sind als strenge Sexualmoral (was übrigens auch für Evangelisch-Konservative gilt) in keiner Weise, daß die Vorstellung von Ehe als "weltlich Ding" strenge Sexualmoral jedenfalls nicht hindert.


0

4
 
 Leopold Trzil 9. Juni 2020 

Noch ein Reformwunsch

Bitte um Bereitstellung einer zweiten Sonne zwecks Erhellung der Nacht.
Wenn jene, die auf dem synodalen Weg vorauswandeln
- mächtiger sind als der allmächtige Vater, der Welt und Mensch nach seinem Willen erschaffen hat,
- weiser sind als die ewige Weisheit, das Wort Gottes, welches die Kirche nach seiner Ordnung gestiftet hat,
- gütiger sind als die Güte selbst, der Heilige Geist, der die Sakramente in seiner Gnade wirkt,
dann haben sie die Autorität, uns ein neues Evangelium zu verkünden: "Ihr habt gehört, daß bisher anderes gesagt worden ist. Wir aber sagen euch ..."
Im Vergleich dazu ist die Erschaffung einer zweiten Sonne jedenfalls eine Kleinigkeit.


7

0
 
 Smaragdos 8. Juni 2020 
 

Der Synodale Weg nach dem Abbild und Gleichnis der Synodalen Wunschkirche von Papst Franziskus

Ein hervorragender Artikel von Herrn Windisch.

Was er nicht sagt, ist, dass hinter diesem synodalen Weg letztlich indirekt Papst Franziskus steht, der immer wieder von einer "synodalen Kirche" redet und die nächste Weltbischofssynode gar dem Thema Synodalität widmen will. Das lässt Böses erahnen. Denn dann werden wohl die letzten Dämme brechen gegen die zentrifugalen Kräfte in der Kirche wie eben jene in Deutschland.

Es ist ein absolutes Ärgernis, dass PF die zermürbenden Bemühungen von JPII und BXVI Stück für Stück zerstört, die Kirche Christi im Namen der Wahrheit zusammenzuhalten. Diese Päpste versuchten mit aller Kraft, ja sie gaben sozusagen ihr Herzblut, um die Kirche möglichst zusammenzuhalten. Und unser Papst lässt nun allen zentrifugalen Kräften fahrlässig freien Lauf. Wie sagt er noch so gerne? "Geht vorwärts, vorwärts!" Das ist apokalyptisch.


10

0
 
 SalvatoreMio 8. Juni 2020 
 

Pfr. Albert aus dem Bistum Würzburg zeigt, wie einfach man Dinge ändern kann

"Auch Jesus habe „immer mit dem gefeiert, was die Leute dabei hatten“! Schwupp, ändert ein selbsternannter Messias die heiligste Handlung, die die Kirche kennt. - Und so formieren sich in Windeseile Helden einer SELBSTBASTLER-KIRCHE. Es wird auch nach "Corona" weitergehen, denn dafür geht es um zu Wesentliches:
Irgendwo in der Schweiz durfte man den Leib des Herrn bereits in Metalldosen mit nach Hause nehmen.-
Nun ist da ein neuer "Jesus", der einlädt, eigenes Brot für die Wandlung auf die Kirchenbank zu stellen! Da mancher aufgeklärte Katholik kräftig applaudiert, kann die Kirche scheibchenweise weiter demoliert werden.


8

0
 
 Ad Verbum Tuum 8. Juni 2020 

Diese Hoffnung erbitte ich auch,

dass die wenigen Bischöfe die wirklich noch dagegen stehen offiziell und medienwirksam aus dem suizidalen Weg austreten.
Das einzige was sie innerhalb bewirken können, ist, dass das Ergebnis statt 100% schlecht nur zu 90% schlecht sein wird - da aber so oder so nur Verschlimmerungen am Wegesende stehen werden, ist es ihnen m.E. gar nicht erlaubt, nicht vor dem Gewissen vertretbar, dabei zu bleiben. Der Makel den falschen Weg mitgegangen zu sein würde auch diese prägen.

Zumindest für den politischen Bereich ist es ja erlaubt, Entscheidungen mitzutragen, die nicht dem christl. Ideal entsprechen, aber zumindest zu einer Besserung, zu einer Annäherung ans Ideal, in einer konkreten Situation beitragen.
Dies ist beim suizidalen Wege NICHT der Fall, er wird auf jeden Fall zur Verschlechterung, zur Verschleierung der katholischen Lehre beitragen - ergo, kein Weg den die guten Hirten mitgehen dürfen.
Gespalten ist die katholische Kirche in Deutschland sowieso schon, nur nicht offenbar gemacht


10

0
 
 Fatima 1713 8. Juni 2020 
 

@Ulrich Motte

Die katholische Ehe besteht aus viel mehr als nur aus "strenger Sexualmoral" und eine solche "durchzusetzen" (funktioniert das wirklich, wie soll man denn überprüfen, ob sich die Gemeinde daran hält?) ist auch nicht der Sinn hinter der katholischen Lehre vom Sakrament der Ehe, die in der Schöpfungsordnung begründet ist und eben viel mehr umfasst als die Frage, ob eine richtige oder möglichst strenge Sexualmoral gelebt wird.


8

0
 
 lakota 8. Juni 2020 
 

@Ulrich Motte

"Hunderte von Millionen Protestanten, die die Ehe als "weltlich Ding" ansehen und (!) in ihren Gemeinden viel strengere Sexualmoral durchsetzen als "Rom" unter den letzten Päpsten".
Na sicher, darum gibt es geschiedene Bischöfinnen und Homo-Pastorenpaare in den Pfarrhäusern.


7

0
 
 Ulrich Motte 8. Juni 2020 
 

Herr Prof. Windisch übersieht völlig

Hunderte von Millionen Protestanten, die die Ehe als "weltlich Ding" ansehen und (!) in ihren Gemeinden viel strengere Sexualmoral durchsetzen als "Rom" unter den letzten Päpsten, und jedes sakramentale Amt ablehnen, aber Geistliche haben, die im Gegensatz etwa zu den letzten Päpsten (auch dem deutsch-bayerischen) weder Bibelkritik bejahen noch bei Nichtchristen eine Heilsmöglichkeit oder eine Anbetung Gottes sehen...


1

6
 
 Herbstlicht 8. Juni 2020 
 

Tugend der Demut?

Jene, die der Meinung sind, die Kirche müsste nach ihren Vorstellungen umgebaut werden, leiden an extremer Selbstüberschätzung.
Sie scheinen sich für sehr wichtig und bedeutend zu halten, erheben sich ohne Skrupel über die Lehre Jesu und zeigen damit, dass sie von Bescheidenheit nicht viel halten.
Dabei wäre wäre es um vieles klüger, sie übten sich einmal gründlich in der Tugend der Demut.
Jesus gibt ihnen hierin ein Beispiel, sie brauchten ihn nur nachzuahmen.


11

0
 
 Scotus 8. Juni 2020 

Katholische Dekonstruktion

Der synodale Weg ist das verheerende Experiment, Kirche und ihre Glaubenswahrheiten zu zerstücken und entleeren, um dann in ihrer völlig entwerteten Form wieder neu vorzulegen.


12

0
 
 hape 8. Juni 2020 

Prima auf den Punkt gebracht.

"Es ist zwar in allem, was geschieht, der Wille Gottes zu suchen, aber nicht alles, was geschieht, ist mit dem Willen Gottes gleichzusetzen." Besser als Prof. Windisch das tut, kann man das nicht formulieren. Seine Aussage gilt m. M. nach auch für Abu Dhabi, für WvG und Interkommunion und auch für die Gender-, Feminismus- und Homosexuellendiskussion.


15

0
 
 Chris2 8. Juni 2020 
 

Wenn ein regionalkirchliches Gremium

schon zu Beginn erklärt, die eigenen Beschlüsse auch gegen die Lehre der Kirche umzusetzen (also gegen den Auftrag Christi, gegen die Dogmen, gegen die Lehren der Kirche über 2000 Jahre und gegen Rom), dann kann das kein Weg sein, der zum Heil führt. Liebe Bischöfe habt den Mut, die Notbremse zu ziehen, zumindest für Eure eigenen Diözesen!


13

0
 
 Marcus, der mit dem C 8. Juni 2020 
 

Letzendlich geht es den "Reformern"

nicht um den Glauben oder die Kirche, sondern alleine um den Zugang zur Kirchensteuer. Wenn die Suizidalen einen eigenen Laden aufmachen, so müßten sie sich als Religionsgemeinschaft registrieren lassen und genügend Dumme finden, die sich dort registrieren lassen. Die Kaperung der katholischen Kirche in Deutschland hätte den Vorteil, daß man bereits bestehendes Vermögen nutzen kann (Kirchen, Pfarrheime, Vermögen) und man gleichzeitig diejenigen herausdrängt, die am Wahrheitsanspruch des Glaubens festhalten.


13

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Synodaler Weg

  1. Bätzing: Voderholzers Protestbrief ist angekommen, Vorwurf des Verfahrensfehlers wird geprüft
  2. Bischof Voderholzer: „Ich protestiere gegen dieses Vorgehen!“
  3. „Diese katholischen Frauen-Initiativen haben eine ganz klare Agenda“
  4. Papst-Unterstützung für Synodalen Weg?
  5. Der Startschuss muss kein lauter Knall sein
  6. Schwaderlapp: Forumsmehrheit ist auf Treibsand gebaut
  7. Synodaler Weg? - Wir bleiben katholisch
  8. Der „Synodale Prozess“ ist ein revolutionäres Ereignis
  9. Das katholische Milieu 2020
  10. Die Saat der pastoralen Versäumnisse geht auf








Top-15

meist-gelesen

  1. Päpstliche Endzeit
  2. 'Allahu Akbar' - Islamistenangriff in der Kirche Notre Dame/Nizza - Sakristan der Basilika geköpft
  3. Schweden: Schüler muss Kreuz für Klassenfoto abnehmen
  4. Umstrittene Papstaussagen - Gebetsaktion am Petersplatz
  5. Benedikt XVI. zeigt wahre Größe – Benedikt distanziert sich von der „Integrierten Gemeinde“ (IG)
  6. Farbanschlag auf katholische Kirche – „Abtreibungsgegnerinnen: Wir kriegen euch alle“
  7. Kurienkardinal Sarah: Westen muss "monströsen Fanatismus" bekämpfen
  8. Einen geistlichen Krieg gilt es zu streiten
  9. "Die Katholiken sind nicht heimatlos geworden!"
  10. Die beiden wichtigsten Gebote
  11. Deutsches Gericht: Maskenpflicht gilt auch für Priester
  12. „Papst Benedikt XVI. hat mir eine erste Brücke zur katholischen Kirche gebaut“
  13. „Päpste und Bischöfe müssen es in Medienwelt von heute lernen, sich klar und eindeutig auszudrücken“
  14. Amy Coney Barrett ist US-Verfassungsrichterin! – Senat bestätigt die Kandidatin
  15. Bischof Eleganti: "Päpstliche Interviews sind inflationär geworden"

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz