Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  4. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  5. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  6. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  7. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  8. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  9. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  10. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  11. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  12. Papst Leo wird die Gründonnerstags-Fußwaschung wieder im Lateran vollziehen
  13. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  14. Neuer Hirtenstab für Papst Leo XIV. betont die Auferstehung
  15. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther von der CDU immer mehr unter Druck

Investment-Affäre im Vatikan weitet sich aus

7. Juni 2020 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Seit Freitag inhaftierter Finanzmakler forderte für Immobiliendeal in London erst drei, dann 15 Millionen Euro


Vatikanstadt/Rom (kath.net/KAP) Der Vatikan hat für einen missglückten Immobilienkauf in London laut einem Medienbericht 15 Millionen Euro an einen Investmentbanker gezahlt. Laut der Zeitung "La Stampa" (Onlineausgabe Samstag) honorierte die Kirchenleitung damit die Abtretung von Stimmrechtsanteilen, ohne die sie nicht über das Geschäftsgebäude in der Londoner Sloane Avenue hätte verfügen können. Die vatikanische Staatsanwaltschaft wertet den Vorgang als Erpressung. Der betreffende Finanzmakler sitzt seit Freitag im Vatikan in Untersuchungshaft.

 

Hintergrund ist eine Investition in dreistelliger Millionenhöhe, mit der das vatikanische Staatssekretariat dringend benötigte Renditen erwirtschaften wollte. Dazu erwarb der Vatikan im Juli 2014 zunächst einen Anteil an der Immobilie im Londoner Stadtteil Chelsea über einen Fonds des italienischen Geschäftsmanns Raffaele Mincione. Um angesichts einer ungünstigen Anlageentwicklung das eingesetzte Kapital zu retten, entschloss sich das Staatssekretariat im August 2018 zur Übernahme des gesamten 17.000-Quadratmeter-Komplexes. Dieser Handel sollte laut "La Stampa" von dem jetzt verhafteten, ebenfalls aus Italien stammenden Banker arrangiert werden.


 

Dem Bericht zufolge führte der Finanzmakler den Erwerb für den Vatikan aus, behielt aber die entscheidenden Stimmrechtsanteile für sich. Für deren Verkauf verlangte er angeblich erst eine Vergütung von drei Millionen Euro, die er im Lauf der Verhandlungen deutlich heraufsetzte, unter anderem mit Verweis auf Zahlungszusagen an nicht näher genannte andere Personen. Schließlich habe er sich mit Unterhändlern des Staatssekretariats auf 15 Millionen Euro geeinigt.

 

Vertreter des Staatssekretariats verdächtig

 

Unterdessen wurden laut dem "Corriere della Sera" auch Schweizer Konten der damaligen Vertreter des Staatssekretariats beschlagnahmt. Nach Angaben der Zeitung (Onlineausgabe Samstag) handelt es sich um Alberto Perlasca, bis Juli 2019 verantwortlich für Kapitalanlagen im Staatssekretariat und inzwischen am Obersten Gerichtshof des Heiligen Stuhls, und Fabrizio Tirabassi, bis Oktober 2019 ebenfalls in der Finanzverwaltung tätig, sowie den früheren Credit-Suisse-Manager Enrico Crasso, der einen maltesischen Fonds für den Vatikan managt. Dem "Corriere" erfolgte die Beschlagnahmung durch Schweizer Behörden in den vergangenen Tagen auf Bitten der vatikanischen Staatsanwaltschaft.

 

Die Investment-Affäre wurde bekannt, als im Oktober 2019 die vatikanische Staatsanwaltschaft nach internen Hinweisen Büros des Staatssekretariates und der vatikanischen Finanzaufsicht durchsuchte; fünf Mitarbeiter wurden suspendiert. Wie Papst Franziskus später einräumen musste, flossen in die riskanten Anlagen auch Spenden von Gläubigen.Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  5. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  6. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  7. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  8. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  9. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  10. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  11. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  12. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  13. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  14. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  15. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz