Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  2. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  3. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  4. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  5. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  6. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  7. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  8. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  9. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  10. Vertrauenskrise in der Kirche
  11. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  12. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  13. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  14. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  15. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien

Investment-Affäre im Vatikan weitet sich aus

7. Juni 2020 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Seit Freitag inhaftierter Finanzmakler forderte für Immobiliendeal in London erst drei, dann 15 Millionen Euro


Vatikanstadt/Rom (kath.net/KAP) Der Vatikan hat für einen missglückten Immobilienkauf in London laut einem Medienbericht 15 Millionen Euro an einen Investmentbanker gezahlt. Laut der Zeitung "La Stampa" (Onlineausgabe Samstag) honorierte die Kirchenleitung damit die Abtretung von Stimmrechtsanteilen, ohne die sie nicht über das Geschäftsgebäude in der Londoner Sloane Avenue hätte verfügen können. Die vatikanische Staatsanwaltschaft wertet den Vorgang als Erpressung. Der betreffende Finanzmakler sitzt seit Freitag im Vatikan in Untersuchungshaft.

 

Hintergrund ist eine Investition in dreistelliger Millionenhöhe, mit der das vatikanische Staatssekretariat dringend benötigte Renditen erwirtschaften wollte. Dazu erwarb der Vatikan im Juli 2014 zunächst einen Anteil an der Immobilie im Londoner Stadtteil Chelsea über einen Fonds des italienischen Geschäftsmanns Raffaele Mincione. Um angesichts einer ungünstigen Anlageentwicklung das eingesetzte Kapital zu retten, entschloss sich das Staatssekretariat im August 2018 zur Übernahme des gesamten 17.000-Quadratmeter-Komplexes. Dieser Handel sollte laut "La Stampa" von dem jetzt verhafteten, ebenfalls aus Italien stammenden Banker arrangiert werden.


 

Dem Bericht zufolge führte der Finanzmakler den Erwerb für den Vatikan aus, behielt aber die entscheidenden Stimmrechtsanteile für sich. Für deren Verkauf verlangte er angeblich erst eine Vergütung von drei Millionen Euro, die er im Lauf der Verhandlungen deutlich heraufsetzte, unter anderem mit Verweis auf Zahlungszusagen an nicht näher genannte andere Personen. Schließlich habe er sich mit Unterhändlern des Staatssekretariats auf 15 Millionen Euro geeinigt.

 

Vertreter des Staatssekretariats verdächtig

 

Unterdessen wurden laut dem "Corriere della Sera" auch Schweizer Konten der damaligen Vertreter des Staatssekretariats beschlagnahmt. Nach Angaben der Zeitung (Onlineausgabe Samstag) handelt es sich um Alberto Perlasca, bis Juli 2019 verantwortlich für Kapitalanlagen im Staatssekretariat und inzwischen am Obersten Gerichtshof des Heiligen Stuhls, und Fabrizio Tirabassi, bis Oktober 2019 ebenfalls in der Finanzverwaltung tätig, sowie den früheren Credit-Suisse-Manager Enrico Crasso, der einen maltesischen Fonds für den Vatikan managt. Dem "Corriere" erfolgte die Beschlagnahmung durch Schweizer Behörden in den vergangenen Tagen auf Bitten der vatikanischen Staatsanwaltschaft.

 

Die Investment-Affäre wurde bekannt, als im Oktober 2019 die vatikanische Staatsanwaltschaft nach internen Hinweisen Büros des Staatssekretariates und der vatikanischen Finanzaufsicht durchsuchte; fünf Mitarbeiter wurden suspendiert. Wie Papst Franziskus später einräumen musste, flossen in die riskanten Anlagen auch Spenden von Gläubigen.Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  3. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  4. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  5. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  6. Die Erzdiözese Wien hat ein Problem: Toni Faber, seine 'Freundin' und seine 100m2 Penthouse-Wohnung
  7. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  8. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
  9. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  10. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  11. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  12. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  13. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  14. Proteste gegen Auftritt von Kardinal Marx
  15. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz