Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  11. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  12. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  13. „Das Ende von Maria 2.0“
  14. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  15. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin

Der einzige Plan der Liebe

7. Juni 2020 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: das Geheimnis des Gott-Liebe. Der Glaube: Gott willkommen zu heißen, der sich in Christus hingibt, sich von ihm antreffen zu lassen und auf ihn zu vertrauen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus am Sonntag nach Pfingsten, Hochfest der Allerheiligsten Dreifaltigkeit. In seiner Ansprache am Fenster vor dem Mittagsgebet kommentierte Papst Franziskus das Evangelium: „Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat“ (Joh 3,16-18).

 

Das Evangelium zeige das Geheimnis der Liebe Gottes zur Welt, zu seiner Schöpfung. In dem kurzen Dialog mit Nikodemus stelle sich Jesus als derjenige dar, der den Heilsplan des Vaters für die Welt zur Vollendung bringe. Er bekräftigt: „Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab“ (V. 16). Diese Worte zeigten, dass das Handeln der drei göttlichen Personen – Vater, Sohn und Heiliger Geist – ein einziger Plan der Liebe sei, der die Menschheit und die Welt rette.


 

Die Welt „ist geprägt vom Bösem und von der Korruption, wir Männer und Frauen sind Sünder. Deshalb könnte Gott eingreifen, um die Welt zu richten, das Böse zu vernichten und die Sünder zu bestrafen“. Stattdessen liebe er die Welt, trotz ihrer Sünden. Gott liebe jeden von uns, auch wenn wir Fehler machten und uns von ihm distanzierten. Gott, der Vater, „liebt die Welt so sehr, dass er, um sie zu retten, das gibt, was er am kostbarsten hat: seinen eingeborenen Sohn, der sein Leben für die Menschheit gibt, er steht auf, kehrt zum Vater zurück und sendet mit ihm zusammen den Heiligen Geist“. Die Dreifaltigkeit sei also Liebe, ganz im Dienste der Welt, die sie retten und neu erschaffen wolle.

 

Wenn Jesus bekräftige, dass der Vater seinen eingeborenen Sohn geschenkt habe, „denken wir spontan an Abraham und dessen Opfer seines Sohnes Isaak: dies sei das „Maß ohne Maß“ der Liebe Gottes. Und „denken wir auch daran, wie Gott sich Mose offenbart: voller Zärtlichkeit, barmherzig und volle Mitleid. Die Begegnung mit diesem Gott habe Mose ermutigt, der sich, nicht scheue, sich zwischen das Volk und den Herrn zu.

 

Das heutige Fest lade uns ein, uns einmal mehr von Gottes Schönheit faszinieren zu lassen: Schönheit, Güte und unerschöpfliche Wahrheit. Aber auch demütig, nahe, „die Fleisch geworden sind, um in unser Leben, in unsere Geschichte einzutreten, damit jeder Mann und jede Frau ihr begegnen und das ewige Leben haben kann“. Das sei der Glaube: Gott willkommen zu heißen, der sich in Christus hingibt, sich von ihm antreffen zu lassen und auf ihn zu vertrauen.

 

Wir lebten unseren Glauben an Christus, indem wir auf das Wort hörten und uns den Sakramenten näherten, durch die uns der Heilige Geist die Gnade Gottes schenke. Durch die Sakramente „können wir in einer ständigen Beziehung mit den göttlichen Personen bleiben, wir werden angeregt, Zeugnis für die dem Evangelium entsprechende Liebe abzulegen, wir werden in dem Bemühen bestärkt, in Einheit und Frieden zu leben, damit alles zur Ehre der Heiligsten Dreifaltigkeit, des Gott-Liebe, sein kann“.

 

Nach dem Angelus mahnte der Papst zur Einhaltung der von der Regierung bestimmten Corona-Verhaltensregeln und warnte davor, zu früh ein Siegeslied anzustimmen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Winrod 7. Juni 2020 
 

Gott liebt uns, ja!

Aber wir können Seine Liebe nicht beanspruchen, als ob Er sie uns schuldig wäre.
Ein Bischof hat einmal gesagt, wir hätten Gott so gut ( lieb ) gemacht, dass er mit allem einverstanden ist und es nachher eigentlich egal ist, ob es ihn überhaupt gibt.


3
 
 Hilfslegionär 7. Juni 2020 
 

Gott ist Liebe, ja das stimmt - steht so in einer Bibelstelle (1 Joh 4,16)

An anderer Stelle ist aber von Gottes Zorn zu lesen am Ende der Zeiten (vergl. Offenbarung 15,1)

Letzteres wird uns aber in der Verkündigung unterschlagen, man lässt den Herrgott einen guten Mann sein, wie man so schön in der Umgangssprache sagt.
Man sagt "unser Bruder", vergisst aber auf das ehrführchtige "mein Herr und mein Gott" zu sagen. Die Verkündigung ist antrophozentrisch und schaudert nicht mehr vor der Größe und Gewalt Gottes.

Ihr werdet euch noch wundern!


4
 
 Stefan Fleischer 7. Juni 2020 

Die Dreifaltigkeit sei also Liebe, ganz im Dienste der Welt,

Ich glaube, mit solchen Aussagen sollten wir äussert vorsichtig umgehen. Sie sind geeignet je heute weit verbreitete, wenn auch meist ganz unbewusst Vorstellung zu nähren, in welcher – um es einmal ganz brutal auszudrücken – die Existenzberechtigung Gottes darin besteht, für uns Menschen da zu sein. Dabei ist es doch umgekehrt. Gott ist Gott, absolut unabhängig von seiner Schöpfung. Diese ist ganz für ihn da. Ob und wie er sich ihr zuwendet, das ist sein freier Wille, also nichts als Gnade. Vom Menschen, dem er die Intelligenz gegeben hat dies zu sehen und zu verstehen, erwartet er zuerst einmal Einsicht, dann Dankbarkeit und damit jene Liebe, welcher er im ersten und wichtigsten Gebot fordert: «Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.» (Dtn 6,5) Das ist unsere Existenzberechtigung.


4
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst: Sexueller Missbrauch in erster Linie ein menschliches Problem
  3. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  4. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  5. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  6. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  7. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  8. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  9. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  10. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  11. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  12. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  13. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  14. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  15. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz